Camping an den schönsten Gärten Europas

13 Reiseziele für Blumenfans

Schloss Ludwigsburg Foto: Blühendes Barock 21 Bilder

Von den Niederlanden über den Bodensee bis nach Südtirol hat CARAVANING die schönsten Blüten-Hotspots des Frühjahrs für Sie ausfindig gemacht. Außerdem haben wir gleich die nächstgelegenen Campingplätze für Sie gesammelt.

1. Keukenhof

Eintauchen ins Reich der Tulpen geht nirgendwo besser als auf dem niederländischen Keukenhof. Auf dem weitläufigen Gelände blühen diesen Frühling wieder 800 verschiedene Tulpensorten. Der historische Park wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Ziergarten vom Schloss Keukenhof angelegt und ist heute ein wahrer Publikumsmagnet mit rund einer Million Besucher jährlich.

Keukenhof Niederlande Foto: Keukenhof
Sieben Millionen Blumen blühen hier auf dem Keukenhof jedes Frühjahr.

Rund sieben Millionen Zwiebeln pflanzen 40 Gärtner jedes Jahr, damit die Besucher hier die schönsten Bäume, Sträucher, Pflanzen und Schnittblumen erleben können. Wenn die Saison endet, werden die Zwiebeln wieder aus dem Boden genommen – und im Herbst beginnt der Zyklus von Pflanzen, Blüte und Ernte dann erneut. Damit keine Langeweile aufkommt, bekommt die Blumenausstellung jedes Jahr ein neues Gesicht beziehungsweise einen neuen Bepflanzungsentwurf. 2019 widmet sich der Keukenhof dem Thema „Flower Power“. Der Keukenhof ist vom 21. März bis zum 19. Mai 2019 geöffnet.

Info: Vakantiepark Koningshof, Elsgeesterweg 8, NL-2231 NW Rijnsburg, Telefon 00 31/7 14 02 60 51, www.koningshofholland.com, GPS 52°11’60„N, 04°27’23“E. Saison: Mitte März bis Ende Oktober.

2. Blühendes Barock

Schloss Ludwigsburg ist die Kulisse für eine der schönsten Gartenanlagen Deutschlands. Rund ums Residenzschloss blühen bereits im Frühjahr im Südgarten die nach barocken Grundsätzen streng geometrisch angelegten Blumenbeete. Ein bisschen fühlt man sich zwischen den abgezirkelten Gärten wie ein Mitglied des Hofstaats von Herzog Eberhard Ludwig, dem Erbauer der Anlage. Dazu tragen auch die Ausstellung historischer Spielgeräte im Oberen Obstgarten rund um die fröhlich plätschernde Fontäne im Schüsselesee und die liebevoll gestaltete Vogelvoliere bei.

Schloss Ludwigsburg Foto: Blühendes Barock
Zentraler Punkt der barocken Gärten ist das Residenzschloss.

Über den drei Kilometer langen Rundweg erreicht man den Märchengarten, der nicht nur bei Kindern sehr beliebt ist. Zwischen Riesenburg und Hexenhäuschen, vom Rapunzelturm bis zum Golddukaten speienden Esel kann man hier das ganze Jahr über schöne Stunden verbringen. Ein ganzes Heer von Gärtnern sorgt derweil dafür, dass die 30 Hektar große Parkanlage stets ansprechend bepflanzt ist, ein Highlight sind im Sommer die rund 12.000 duftenden Rosen.

Info: Campingplatz Cannstatter Wasen, Mercedesstr. 40, 70372 Stuttgart, Telefon 07 11/55 66 96, www.campingplatz-stuttgart.de, GPS 48°47’38„N, 09°13’10“E. Ganzjährig geöffnet.

3. Insel Mainau

Die Blumeninsel im Bodensee ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Blütenpracht wechselt dabei in jeder Jahreszeit: Beim Rundgang erwarten Tulpen, Rhododendren, duftenden Rosen, Stauden und farbenfrohen Dahlien die Besucher und drängen den Alltag weit zurück. Ganz klein fühlt man sichim über 150 Jahre alten Arboretum mit seinen Mammutbäumen.Südländischen Charme versprühen im Sommer die Palmen und Zitruspflanzen, exotisch wird’s im tropischen Schmetterlingshaus, in dem sich das ganze Jahr über 120 Arten von frei fliegenden Tag- und Nachtfalter tummeln. Auch das Palmenhaus, das rund 20 verschiedenen Palmenarten Schutz bietet, weckt Fernwehgefühle – vor allem an kühleren und regnerischen Tage. Zu einer Reise an die schönsten und faszinierendsten Orte des afrikanischen Kontinents lädt die Insel Mainau von März bis Oktober ein: Bei der traditionellen Orchideenschau von März bis Mai verwandelt sich das Palmenhaus in den Regenwald Zentralafrikas.

Insel Mainau Foto: Peter Allgaier
Insel Mainau im Bodensee: Blumenpracht auf 45 Hektar.

Hier sorgen über 3.000 Orchideen-Schönheiten „auf Tarzans Fensterbank“ für tropische Atmosphäre. Komplettiert wird die realitätsnahe Dschungelsituation von der Fotoausstellung des Naturfotografen Christian Ziegler, dem beeindruckende Aufnahmen der Bonobo-Affen in freier Wildbahn gelungen sind. Auch kulinarisch muss sich die Blumeninsel nicht verstecken: Thematisch zu Afrika passend stehen nordafrikanische Schmorgerichte aus der Tajine, ostafrikanisches Doro Wot und Boboti auf der Speisekarte der Mainau-Gastronomie.

Info: Campingplatz Bruderhofer, Fohrenbühlweg 50, 78464 Staad bei Konstanz, Telefon 01 51/58 86 25 24, www.campingplatz-konstanz.de, GPS 47°40’26„N, 09°12’33“E. Saison: März bis Ende September.

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Ab ins Blütenmeer an der Bergstraße

4. Botanischer Garten Kiel

Pflanzen aus aller Herren Länder sind im über acht Hektar großen Kieler Botanischen Garten nicht nur Anspruch, sondern auch Programm. Entlang des zehn Kilometer langen Wegenetzes finden sich sowohl die heimatliche Flora als auch liebevoll angelegte Rabatten und Beete mit Pflanzen aus allen Kontinenten. Das Spektrum reicht von alpinen Pflanzen und Heidelandschaft über Wüstenatmosphäre bis zur tropischen Dschungelvegetation. Da es sich um den Lehrgarten der Universität Kiel handelt, gibt es im Außenbereich das „System der Pflanzen“, das die Verwandschaft der einzelnen Blütenpflanzen darstellt und ein buntes Blumenmeer ist. Besonders interessant ist außerdem der Arzneipflanzengarten, indem Pflanzen für den medizinischen Zweck angebaut werden.

Botanischer Garten Kiel Foto: Jürgen Haacks/Uni Kiel
Exotische Vegetation unter Glas: das Afrikahaus in Kiel.

Bei unsicherem Wetter laden sieben Schaugewächshäuser zum überdachten Rundgang ein. Aus Anlass des 350. Jubiläums lockt der Botanische Garten in diesem Jahr mit zahlreichen Sonderveranstaltungen. Der Garten in Kiel hat das ganze Jahr über geöffnet und kann kostenfrei besucht werden.

Info: Campingplatz Falckenstein, Palisadenweg 171, 24159 Kiel, Tel. 04 31/39 20 78, www.campingkiel.de, GPS 54° 24′ 43″ N, 10° 11′ 0″ E Saison: April bis Oktober

5. Herrenhäuser Gärten Hannover

Die Königlichen Gärten Herrenhausen gehören seit Jahren zu den beliebtesten Parkanlagen Deutschlands. Barocke Gartenkunst im französischen Stil wechselt mit englischen Landschaftsgärten, nicht zu vergessen die größte Orchideensammlung Europas. Sehenswert sind auf jeden Fall der Große Garten mit seiner imposanten Fontäne und dem Irrgarten, aber auch die Tropen- und Kakteen-Schauhäuser im Berggarten. Allein der 1666 als Gemüsegarten angelegte Berggarten beherbergt heute über 11.000 Pflanzenarten. Im Georgengarten erinnert ein Rundtempel mit zwölf ionischen Säulen an den Universalgelehrten Leibniz.

Herrenhäuser Gärten Hannover Foto: Reichel
Barockes Erbe: Wasserspiele und Skulpturen im Großen Garten.

Ein Highlight in den Sommermonaten ist zudem die Illumiation. Dabei werden nach Einbruch der Dunkelheit Brunnen, Pflanten, kunstvolle Figuren im Großen Garten einzigartig angestrahlt. Das ganze Spektakel wird von der barocken „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel begleitet. Die Herrenhäuser Gärten haben das ganze Jahr über geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 8 Euro, Kinder können die Gärten kostenlos besichtigen.

Info: Campingplatz Blauer See, Am Blauen See 119, 30826 Garbsen, Tel. 05 90 6/93 30 41 2 www.campingplatz-blauer-see.de, GPS 52° 24′ 47.59″, 7° 24′ 40.86″. Saison: ganzjährig.

6. Park Sanssouci Potsdam

Park Sanssouci Potsdam Foto: Leo Seidel/Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Das deutsche Versailles erstrahlt bei Nacht im Lichterglanz: Schloss Sanssouci mit seinen berühmten Terrassen.

250 Jahre Gartenkunst auf rund 300 Hektar Fläche: Der Park Sanssouci gilt als preußisches Versailles und ist seit 1990 Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Besonders reizvoll sind der französische Lustgarten, die Wasserspiele und die über 1000 Skulpturen – aber auch das prächtige Schloss-Parterre, das zweimal pro Jahr mit über 230.000 Pflanzen nach historischem Vorbild bepflanzt wird. Der Weinbau auf den Terrassen geht noch auf Friedrich den Großen zurück. Durch die Erweiterungen des Königs Friedrich Wilhelm IV. ergänzten klassische und romantische Bauten den Lustgarten und Landschaftspark, sodass Besucher auch heute noch eine Reise durch die unterschiedlichen Epochen erleben können.

Fast 60 Gärtner sorgen jeden Tag dafür, dass der weitläufige Park für Besucher ein einmaliges Erlebnis ist. Dadurch können Besucher hier das ganze Jahr über herumschlendern. Tipp: Der Besuch des direkt am Schloss Sanssouci gelegenen Parks ist kostenfrei, das weitläufige Areal lässt sich problemlos mit dem Fahrrad erkunden.

Info: Campingpark Sanssouci, An der Pirschheide 41, 14471 Potsdam, Tel. 03 31/951 0 988 www.camping-potsdam.de, GPS 52°21’42”N, 13°00’27”O, Saison: April bis Dezember.

Reise-Tipp Potsdam mit dem Caravan
Das besondere Ziel

7. Grugapark Essen

Die Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung war 1929 Ursprung des heutigen Grugaparks in Essen. 1980 mit dem Botanischen Garten vereinigt, entwickelte sich die grüne Oase zum wohl beliebtesten „Freizeit-Park” des Ruhrpotts. Zu den Höhepunkten gehört neben Alpinum und Rosengarten der Asienteil. Einzigartig in Deutschland ist zudem die Dachkonstruktion des Mittelmeergarten. Das Pflanzenschauhaus ist Heimat von Dattelpalmen, Organbäumen oder auch Olivenbäume. Im Sommer entsteht durch den Duft der Pflanzen ein Urlaubsgefühl wie am Mittelmeer.

Grugapark Essen Foto: Grugapark Essen, Elke Brochhagen
Sommerlich: Die Sonne bricht sich in den Tropfen der Fontänen.

Sehenswert ist auch das Hundertwasserhaus von 2005. Kinder kommen bei Flamingos und Streichelzoo auf ihre Kosten. Hier gibt es unter anderem Ziegen, Schafe und ein Hängebauchschwein. Einen guten Eindruck der gesamten Anlage bekommt man bei einer Fahrt mit der Gruga-Bahn. Die Sonderausstellungen sind im Eintritt enthalten. Tipp: Mehrmals pro Jahr finden an den Orangerien Pflanzenraritätenmärkte statt. Der Grugapark ist ganzjährig geöffnet und kostet für Erwachsene 4 Euro, Kinder dagegen zahlen nur 1,20 Euro.

Info: Knaus-Campingpark Essen-Werden, Im Löwental 67, 45239 Essen. Tel.02 01/49 29 78 www.knauscamp.de/essen-werden GPS 51° 22' 56,913'' N, 6° 59' 42,052'' O Saison: ganzjährig.

8. Die Gärten von Bad Langensalza

Nicht die schiere Größe gibt den Ausschlag für die Attraktivität und Schönheit einer Parkanlage. Bestes Beispiel dafür sind die vielfältigen Gartenanlagen im thüringischen Bad Langensalza. Mit zehn verschiedenen Gärten unterschiedlicher Couleur wird der Ort zur Blumenstadt, allein im Rosengarten finden sich fast 450 Rosenarten. Nicht auslassen sollte man den Japanischen Garten, der durch die Wasserfälle und kleinen Teiche mit Seerosen und Kois Entspannung versrüpht. Im Pflanzenpavillion und Teehaus werden sogar gelegentlich Teezeremonien abgehalten werden. Botanischer Garten, Magnoliengarten und der Schlösschenpark sind weitere Attraktionen. Der Schlösschenpark ist ein spannender Mix verschiedener Gartenarchitekturstile und gleichzeitig der Standort des Friederikenschlösschen.

Die Gärten von Bad Langensalze Foto: Silvester Goldau
Asiatische Impressionen: Buddha-Statue im Japanischen Garten.

Jeder Garten kann einzeln besucht werden, empfehlenswert ist jedoch ein für alle Anlagen gültiges Kombiticket, das drei Tage lang genutzt werden kann. Von April bis Oktober können die vielen Gärten besichtigt werden. Dabei lohnt sich auch der Besuch der alten Remise, in der sich heute eine historische Druckerei befindet. Besucher erhalten eine genaue Erklärung und dürfen dann selbst kreativ sein.

Info: Campingplatz am Tor zum Hainich, Hainichstraße, 99947 Weberstedt Tel. 03 60 22/98 69 0 www.camping-hainich.de GPS N 51°06'10“, E 10°30'35„ Saison: ganzjährig.

9. Palmengarten Frankfurt

Als einer von drei aneinander angrenzenden Botanischen Gärten in Frankfurt besticht der Palmengarten durch seine Größe (22 Hektar) und seine Vielfalt. Einen Eindruck der üppigen subtropischen Flora vermittelt das 1869 errichtete Palmenhaus, in dem es auch Riesenstauden wie Bananen zu bestaunen gibt. Gleich nebenan schließt sich am großen Weiher die historische Parkanlage im Stil eines englischen Landschaftsgartens an. Einmalig in Europa ist das Subantarktishaus mit Gewächsen der Südhalbkugel.

Palmengarten Frankfurt Foto: Reichel
Mehr als nur Palmen: In einem Gewächshaus wurde die stachelige Vegetation einer Halbwüste angesiedelt.

Ein besonderes Erlebnis ist der Bambushain im Freien. Dort kann man durch die teilweise meterhohen Bambushalme spazieren, die besonders im Sommer angenehmen Schatten spenden. Mit dem Palmen-Express gibt es im Sommer eine eigene Bimmelbahn; Ruderboote am Großen Weiher und ein Abenteuerspielplatz mit Märchenburg steigern den Erlebniswert. Der Palmengarten hat täglich geöffnet und kostet Eintritt.

Info: City Camp Frankfurt, An der Sandelmühle 35B, 60439 Frankfurt am Main, Tel.069570332 www.city-camp-frankfurt.de GPS: 50° 9′ 47″ N, 8° 39′ 4″ E, Saison: ganzjährig

10. Schloss Hof

Eine der modernsten und aufwendigsten barocken Gartenanlagen des Habsburger Reichs hat Feldherr Prinz Eugen im 18. Jahrhundert rund um Schloss Hof im niederösterreichischen Marchfeld geschaffen. Der barocke Garten ist auf sieben Terrassen angelegt und war mit dieser außergewöhnlichen Architektur bereits im 18. Jahrhundert ein Publikumsmagnet. Die mit zugeschnittenen Buchsbaumhecken versehenen Broderiebeete sowie die reich verzierten Brunnenanlagen dienen heute wie damals als idyllisches Refugium und zogen schon Kaiserin Sissi in ihren Bann. Die große Leidenschaft für Pflanzen von Prinz Eugen wird auch in der Orangerie sichtbar, die aus zwei technisch und architektonisch imposante Glashäuser mit den dazugehörigen Gärten besteht.

Schloss Hof Österreich Foto: Schloss Hof
Die barocke Gartengestaltung erinnert an Stickereien.

Für Entspannung sorgt ein Picknick auf den weiten Obstwiesen und Rasenflächen des Schlosses. Auch den barocken Alltag kann man auf Schloss Hof mit allen Sinnen erleben: Alte Kräuter-, Obst- und Gemüsesorten wachsen im malerischen Gutshof. In einem Naschgarten dürfen Besucher Beeren verkosten. Im Schatten uralter Nussbäume bietet der Hängemattengarten Gelegenheit zum Entspannen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die tierischen Bewohner des Meierhofs: Insgesamt leben hier 240 Tiere, darunter sind auch selten gewordene Haustierrassen wie Noriker-Pferde, Vierhornziegen, weiße Esel, Walachen- und Zackelschafe.

Info: Aktiv Camping Neue Donau, Am Kleehäufel, A-1220 Wien, Telefon 00 43/12 02 40 10, www.campingwien.at, GPS 48°12’35“N,16°26’50„E. Saison: Ende März bis Ende September.

11. Schloss Trauttmansdorff

Einem natürlichen Amphietheater gleich erstrecken sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran auf einer Fläche von zwölf Hektar über einen Höhenunterschied von 100 Metern. Atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und Meran sind so garantiert und auch die exotischen Gartenlandschaften präsentieren sich von ihrer besten Seite. Verschiedenste Pflanzen aus aller Welt blühen in den über 80 Gartenlandschaften. Unterschiedliche Erlebnisstationen, Themengärten, Künstlerpavillons und thematisch verwandte Pflanzenwelten machen einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff zu einem echten Erlebnis. Im Frühling zieren Blütenteppiche tausender Tulpen, Narzissen, Kaiserkronen und Ranunkeln sowie Isländischer Mohn und Vergissmeinnicht die Hänge und Beete.

Schloss Trauttmansdorff Foto: Schloss Trauttmansdorff
Mediterrane Blütenpracht in Südtirol: Schloss Trauttmansdorff.

Optische Highlights sind etwa die exotischen Kamelien, japanische Zierkirschen, Rhododendren, Pfingstrosen und noch viele andere Blütensträucher. Auch die üppig blühenden Bäume sind Blickfänge. Im Sommer stehen duftende Englische Rosen und südländische Exoten wie Oleander und Seidenakazien im Mittelpunkt. Ein Highlight im Juni ist das duftende Lavendelfeld unterhalb von Schloss Trauttmansdorf, das übrigens auch bequem zu Fuß von Meran aus erreicht werden kann.

Info: Camping Hermitage, Naifweg 29, I-39012 Meran, Telefon 00 39/04 73 23 21 91, www.einsiedler.com, GPS 46°40’14“N,11°12’06„E. Saison: Ende März bis Anfang November.

12. Villa Taranto

Der botanische Garten der Villa Taranto am Lago Maggiore ist ein echtes Kleinod. 1931 vom schottischen Blumenliebhaber Captain McEacharn gegründet, lädt der weltberühmte Garten auf 16 Hektar zu langen Spaziergängen ein. Besonders schön sind die im April und Mai blühenden Hartriegel-Bäume und der chinesische Taschentuchbaum, der seinen Namen seinen spektakulären weißen Blüten zu verdanken hat. Aber auch sonst gibt es in den Gärten der Villa Taranto viel zu entdecken. Bunte Blumenbeete wechseln sich mit dazwischenliegenden grünen Rasenteppichen und Kanälen ab. Der Blick schweift über kleine Wasserfälle und Wasserspiele weiter zur Bronzestatue “Der Fischer„ – ein Meisterwerk des neapolitanischen Künstlers Vincenzo Gemito.

Villa Taranto Lago Maggiore Foto: Villa Taranto
Der botanische Garten der Villa Taranto am Lago Maggiore ist ein echtes Kleinod.

Wer dem Garten im April einen Besuch abstattet, kommt genau richtig zum Tulpenfest “la festa del tulipano„ vom 8. bis 29. April. Während des Tulpenfestes zaubern die 16 im Park angestellten Gärtner ein Labyrinth aus über 20 000 Blumen in 65 Arten. Von Sommer bis Herbst begeistert dann das Dahlienlabyrinth mit seinen über 1700 Pflanzen die Besucher. Die Artenvielfalt ist enorm: angefangen bei der imposanten “Emory Paul„ mit Blütenständen mit einem Durchmesser von über 25 Zentimetern bis zur “Little William„, deren ballenförmige Blütenköpfchen – einem Bienennest ähnlich – teils noch nicht einmal einen Durchmesser von fünf Millimetern erreichen.

Info: Camping Village Isolino, Via per Feriolo 25, I-28924 Fondotoce di Verbania/Lago Maggiore, Telefon 00 39/03 23 49 60 80, www.isolino.it, GPS 45°56’21“N ,08°29’57„E. Saison: Ende März bis Anfang Oktober.

13. Parco San Grato

Hoch über Lugano, oberhalb des Dorfs Carona, erstreckt sich auf 62 000 Quadratmetern der Parco San Grato. Das Schweizer Naturparadies beherbergt unter anderem die größte Sammlung von Azaleen und Rhododendren des Tessins. Im April und Mai steht der Park in voller Blüte. Verschiedene Lehrtafeln und sechs Themenwege leiten Besucher durch die Blütenvielfalt. Die schönsten Ausblicke hat man vom etwa zwei Kilometer langen Panoramaweg, der verschiedene Aussichtspunkte verbindet. Der Blick reicht über den Luganer See bis zu den Alpengipfeln. Praktisch: Auf Tafeln sind die bekanntesten Gipfel und Orte der grenzüberschreitenden Region angegeben.

Parco San Grato Tessin Foto: Andrea Badrutt
Naturparadies in den Alpen: der Parco San Grato im Tessin.

Der Park San Grato war ursprünglich ein Buchenwald und gehörte der Bürgergemeinde Carona. Er wurde im Jahr 1943 von Martin Winterhalter erworben und diente dem fanatischen Pferdesport-Liebhaber in der Folge als Zweitwohnsitz mit Pferdeställen. Im Jahr 1957 wurde der ganze Komplex von einer Gesellschaft erworben, die das Grundstück in einen Park verwandelte. Schließlich wurde die Anlage dem Verkehrsverein Lugano Turismo geschenkt, welcher seither den Park verwaltet und mit verschiedenen Initiativen fördert und aufwertet.

Info: TCS-Camping Lugano, Via alla Foce 14, CH-6933 Muzzano/Lago di Lugano, Telefon 00 41/9 19 94 77 88, www.tcs.ch, GPS 45°59’43“N, 08°54’30„E. Saison: ganzjährig geöffnet.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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