Camping an den schönsten Gärten Europas

Sieben Reiseziele für Blumenfans

Ziele Blumenfans Foto: Archiv 15 Bilder

Von den Niederlanden über den Bodensee bis nach Südtirol hat CARAVANING die schönsten Blüten-Hotspots des Frühjahrs für Sie ausfindig gemacht. Außerdem haben wir gleich die nächstgelegenen Campingplätze für Sie gesammelt.

1. Keukenhof

Eintauchen ins Reich der Tulpen geht nirgendwo besser als auf dem niederländischen Keukenhof. Auf dem weitläufigen Gelände blühen diesen Frühling wieder 800 verschiedene Tulpensorten. Der historische Park wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Ziergarten vom Schloss Keukenhof angelegt und ist heute ein wahrer Publikumsmagnet mit rund einer Million Besucher jährlich.

Keukenhof Niederlande Foto: Keukenhof
Sieben Millionen Blumen blühen hier auf dem Keukenhof jedes Frühjahr.

Rund sieben Millionen Zwiebeln pflanzen 40 Gärtner jedes Jahr, damit die Besucher hier die schönsten Bäume, Sträucher, Pflanzen und Schnittblumen erleben können. Wenn die Saison endet, werden die Zwiebeln wieder aus dem Boden genommen – und im Herbst beginnt der Zyklus von Pflanzen, Blüte und Ernte dann erneut. Damit keine Langeweile aufkommt, bekommt die Blumenausstellung jedes Jahr ein neues Gesicht beziehungsweise einen neuen Bepflanzungsentwurf. 2018 widmet sich der Keukenhof dem Thema „Blumenromantik“, Kernstück ist ein Tulpenmosaik aus 50 000 Tulpen, Traubenhyazinthen und Krokussen. Der Keukenhof ist vom 22. März bis zum 13. Mai 2018 geöffnet.

Info: Vakantiepark Koningshof, Elsgeesterweg 8, NL-2231 NW Rijnsburg, Telefon 00 31/7 14 02 60 51, www.koningshofholland.com, GPS 52°11’60„N, 04°27’23“E. Saison: Mitte März bis Ende Oktober.

2. Blühendes Barock

Schloss Ludwigsburg ist die Kulisse für eine der schönsten Gartenanlagen Deutschlands. Rund ums Residenzschloss blühen bereits im Frühjahr im Südgarten die nach barocken Grundsätzen streng geometrisch angelegten Blumenbeete. Ein bisschen fühlt man sich zwischen den abgezirkelten Gärten wie ein Mitglied des Hofstaats von Herzog Eberhard Ludwig, dem Erbauer der Anlage. Dazu tragen auch die Ausstellung historischer Spielgeräte im Oberen Obstgarten rund um die fröhlich plätschernde Fontäne im Schüsselesee und die liebevoll gestaltete Vogelvoliere bei.

Schloss Ludwigsburg Foto: Blühendes Barock
Zentraler Punkt der barocken Gärten ist das Residenzschloss.

Über den drei Kilometer langen Rundweg erreicht man den Märchengarten, der nicht nur bei Kindern sehr beliebt ist. Zwischen Riesenburg und Hexenhäuschen, vom Rapunzelturm bis zum Golddukaten speienden Esel kann man hier das ganze Jahr über schöne Stunden verbringen. Ein ganzes Heer von Gärtnern sorgt derweil dafür, dass die 30 Hektar große Parkanlage stets ansprechend bepflanzt ist, ein Highlight sind im Sommer die rund 12 000 duftenden Rosen. Noch bis zum 22. April kann man hier übrigens auch Deutschlands größte Ostereierallee besichtigen. Die lädt mit ihrer farbenfrohen Dekoration aus über 10 000 echten, von Hand bemalten Eiern zum bunten Spaziergang ein.

Info: Campingplatz Cannstatter Wasen, Mercedesstr. 40, 70372 Stuttgart, Telefon 07 11/55 66 96, www.campingplatz-stuttgart.de, GPS 48°47’38„N, 09°13’10“E. Ganzjährig geöffnet.

3. Insel Mainau

Die Blumeninsel im Bodensee ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Blütenpracht wechselt dabei in jeder Jahreszeit: Beim Rundgang erwarten Tulpen, Rhododendren, duftenden Rosen, Stauden und farbenfrohen Dahlien die Besucher und drängen den Alltag weit zurück. Ganz klein fühlt man sichim über 150 Jahre alten Arboretum mit seinen Mammutbäumen.Südländischen Charme versprühen im Sommer die Palmen und Zitruspflanzen, exotisch wird’s im tropischen Schmetterlingshaus, in dem sich das ganze Jahr über 120 Arten von frei fliegenden Tag- und Nachtfalter tummeln. Auch das Palmenhaus, das rund 20 verschiedenen Palmenarten Schutz bietet, weckt Fernwehgefühle – vor allem an kühleren und regnerischen Tage. Zu einer Reise an die schönsten und faszinierendsten Orte des afrikanischen Kontinents lädt die Insel Mainau von März bis Oktober ein: Bei der traditionellen Orchideenschau von März bis Mai verwandelt sich das Palmenhaus in den Regenwald Zentralafrikas.

Insel Mainau Foto: Peter Allgaier
Insel Mainau im Bodensee: Blumenpracht auf 45 Hektar.

Hier sorgen über 3 000 Orchideen-Schönheiten „auf Tarzans Fensterbank“ für tropische Atmosphäre. Komplettiert wird die realitätsnahe Dschungelsituation von der Fotoausstellung des Naturfotografen Christian Ziegler, dem beeindruckende Aufnahmen der Bonobo-Affen in freier Wildbahn gelungen sind. Auch kulinarisch muss sich die Blumeninsel nicht verstecken: Thematisch zu Afrika passend stehen nordafrikanische Schmorgerichte aus der Tajine, ostafrikanisches Doro Wot und Boboti auf der Speisekarte der Mainau-Gastronomie.

Info: Campingplatz Bruderhofer, Fohrenbühlweg 50, 78464 Staad bei Konstanz, Telefon 01 51/58 86 25 24, www.campingplatz-konstanz.de, GPS 47°40’26„N, 09°12’33“E. Saison: März bis Ende September.

Camping-Tipp Weinheim
Blütenmeer an der Bergstraße

4. Schloss Hof

Eine der modernsten und aufwendigsten barocken Gartenanlagen des Habsburger Reichs hat Feldherr Prinz Eugen im 18. Jahrhundert rund um Schloss Hof im niederösterreichischen Marchfeld geschaffen. Der barocke Garten ist auf sieben Terrassen angelegt und war mit dieser außergewöhnlichen Architektur bereits im 18. Jahrhundert ein Publikumsmagnet. Die mit zugeschnittenen Buchsbaumhecken versehenen Broderiebeete sowie die reich verzierten Brunnenanlagen dienen heute wie damals als idyllisches Refugium und zogen schon Kaiserin Sissi in ihren Bann. Die große Leidenschaft für Pflanzen von Prinz Eugen wird auch in der Orangerie sichtbar, die aus zwei technisch und architektonisch imposante Glashäuser mit den dazugehörigen Gärten besteht.

Schloss Hof Österreich Foto: Schloss Hof
Die barocke Gartengestaltung erinnert an Stickereien.

Für Entspannung sorgt ein Picknick auf den weiten Obstwiesen und Rasenflächen des Schlosses. Auch den barocken Alltag kann man auf Schloss Hof mit allen Sinnen erleben: Alte Kräuter-, Obst- und Gemüsesorten wachsen im malerischen Gutshof. In einem Naschgarten dürfen Besucher Beeren verkosten. Im Schatten uralter Nussbäume bietet der Hängemattengarten Gelegenheit zum Entspannen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die tierischen Bewohner des Meierhofs: Insgesamt leben hier 240 Tiere, darunter sind auch selten gewordene Haustierrassen wie Noriker-Pferde, Vierhornziegen, weiße Esel, Walachen- und Zackelschafe.

Info: Aktiv Camping Neue Donau, Am Kleehäufel, A-1220 Wien, Telefon 00 43/12 02 40 10, www.campingwien.at, GPS 48°12’35„N,16°26’50“E. Saison: Ende März bis Ende September.

5. Schloss Trauttmansdorff

Einem natürlichen Amphietheater gleich erstrecken sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran auf einer Fläche von zwölf Hektar über einen Höhenunterschied von 100 Metern. Atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt und Meran sind so garantiert und auch die exotischen Gartenlandschaften präsentieren sich von ihrer besten Seite. Verschiedenste Pflanzen aus aller Welt blühen in den über 80 Gartenlandschaften. Unterschiedliche Erlebnisstationen, Themengärten, Künstlerpavillons und thematisch verwandte Pflanzenwelten machen einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff zu einem echten Erlebnis. Im Frühling zieren Blütenteppiche tausender Tulpen, Narzissen, Kaiserkronen und Ranunkeln sowie Isländischer Mohn und Vergissmeinnicht die Hänge und Beete.

Schloss Trauttmansdorff Foto: Schloss Trauttmansdorff
Mediterrane Blütenpracht in Südtirol: Schloss Trauttmansdorff.

Optische Highlights sind etwa die exotischen Kamelien, japanische Zierkirschen, Rhododendren, Pfingstrosen und noch viele andere Blütensträucher. Auch die üppig blühenden Bäume sind Blickfänge. Im Sommer stehen duftende Englische Rosen und südländische Exoten wie Oleander und Seidenakazien im Mittelpunkt. Ein Highlight im Juni ist das duftende Lavendelfeld unterhalb von Schloss Trauttmansdorf, das übrigens auch bequem zu Fuß von Meran aus erreicht werden kann.

Info: Camping Hermitage, Naifweg 29, I-39012 Meran, Telefon 00 39/04 73 23 21 91, www.einsiedler.com, GPS 46°40’14„N,11°12’06“E. Saison: Ende März bis Anfang November.

6. Villa Taranto

Der botanische Garten der Villa Taranto am Lago Maggiore ist ein echtes Kleinod. 1931 vom schottischen Blumenliebhaber Captain McEacharn gegründet, lädt der weltberühmte Garten auf 16 Hektar zu langen Spaziergängen ein. Besonders schön sind die im April und Mai blühenden Hartriegel-Bäume und der chinesische Taschentuchbaum, der seinen Namen seinen spektakulären weißen Blüten zu verdanken hat. Aber auch sonst gibt es in den Gärten der Villa Taranto viel zu entdecken. Bunte Blumenbeete wechseln sich mit dazwischenliegenden grünen Rasenteppichen und Kanälen ab. Der Blick schweift über kleine Wasserfälle und Wasserspiele weiter zur Bronzestatue „Der Fischer“ – ein Meisterwerk des neapolitanischen Künstlers Vincenzo Gemito.

Villa Taranto Lago Maggiore Foto: Villa Taranto
Der botanische Garten der Villa Taranto am Lago Maggiore ist ein echtes Kleinod.

Wer dem Garten im April einen Besuch abstattet, kommt genau richtig zum Tulpenfest „la festa del tulipano“ vom 8. bis 29. April. Während des Tulpenfestes zaubern die 16 im Park angestellten Gärtner ein Labyrinth aus über 20 000 Blumen in 65 Arten. Von Sommer bis Herbst begeistert dann das Dahlienlabyrinth mit seinen über 1700 Pflanzen die Besucher. Die Artenvielfalt ist enorm: angefangen bei der imposanten „Emory Paul“ mit Blütenständen mit einem Durchmesser von über 25 Zentimetern bis zur „Little William“, deren ballenförmige Blütenköpfchen – einem Bienennest ähnlich – teils noch nicht einmal einen Durchmesser von fünf Millimetern erreichen.

Info: Camping Village Isolino, Via per Feriolo 25, I-28924 Fondotoce di Verbania/Lago Maggiore, Telefon 00 39/03 23 49 60 80, www.isolino.it, GPS 45°56’21„N ,08°29’57“E. Saison: Ende März bis Anfang Oktober.

7. Parco San Grato

Hoch über Lugano, oberhalb des Dorfs Carona, erstreckt sich auf 62 000 Quadratmetern der Parco San Grato. Das Schweizer Naturparadies beherbergt unter anderem die größte Sammlung von Azaleen und Rhododendren des Tessins. Im April und Mai steht der Park in voller Blüte. Verschiedene Lehrtafeln und sechs Themenwege leiten Besucher durch die Blütenvielfalt. Die schönsten Ausblicke hat man vom etwa zwei Kilometer langen Panoramaweg, der verschiedene Aussichtspunkte verbindet. Der Blick reicht über den Luganer See bis zu den Alpengipfeln. Praktisch: Auf Tafeln sind die bekanntesten Gipfel und Orte der grenzüberschreitenden Region angegeben.

Parco San Grato Tessin Foto: Andrea Badrutt
Naturparadies in den Alpen: der Parco San Grato im Tessin.

Der Park San Grato war ursprünglich ein Buchenwald und gehörte der Bürgergemeinde Carona. Er wurde im Jahr 1943 von Martin Winterhalter erworben und diente dem fanatischen Pferdesport-Liebhaber in der Folge als Zweitwohnsitz mit Pferdeställen. Im Jahr 1957 wurde der ganze Komplex von einer Gesellschaft erworben, die das Grundstück in einen Park verwandelte. Schließlich wurde die Anlage dem Verkehrsverein Lugano Turismo geschenkt, welcher seither den Park verwaltet und mit verschiedenen Initiativen fördert und aufwertet.

Info: TCS-Camping Lugano, Via alla Foce 14, CH-6933 Muzzano/Lago di Lugano, Telefon 00 41/9 19 94 77 88, www.tcs.ch, GPS 45°59’43„N, 08°54’30“E. Saison: ganzjährig geöffnet.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Süße Museen Süße Ziele für Naschkatzen 9 Reise-Tipps mit Campingplätzen
Beliebte Artikel Dingle-Halbinsel Irlands Westküste Buchten, Fjorde, Bergmassive Tarifa an der Costa de la Luz Caravan-Tour Costa de la Luz Für Surfer und Genießer
auto motor und sport Skoda Kodiaq RS Skoda Kodiaq RS Fahrbericht So fährt der sportliche Siebensitzer-SUV 08/2015, BMW 225xe Sperrfrist Zwischenbilanz E-Auto-Prämie 87.884 Anträge bis November 2018
Anzeige
promobil Mitmachen und gewinnen Movera Cleanmaxx Handstaubsauger Ford Nugget Plus Ford Nugget Plus im Test Campervan mit Heck-Bad