Süße Ziele für Naschkatzen mit dem Caravan

Reise-Tipps rund um Schoki und Co.

Süße Museen Foto: Tim UR 16 Bilder

Wie macht man eigentlich Schokolade? Bonbons, Pralinen, Marzipan? Wer’s wissen will (und dabei immer mal naschen), bekommt hier die passenden Reise-Tipps.

Den Azteken galt heiße Schokolade als Trunk der Götter. Kakaobohnen waren so wertvoll, dass sie als Zahlungsmittel verwendet wurden. Die Vorläufer von Bonbons wurden als Arzenei gehandelt. Schokolade und andere Leckereien haben seitdem nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Süße Museen locken mit lebendiger Geschichte und Einblicken in die Herstellung.

Ohne Rücksicht auf Kalorien stellt CARAVANING samt je einem passenden Campingplatz neun besondere Orte vor, an denen Naschkatzen ihre helle Freude haben. Süße Museen und Werksbesichtigungen geben Einblicke in die Geschichte und Produktion von Schokolade, Nougat, Marzipan, Bonbons, Waffeln und mehr. Naschwerk, das man sich bei einem Besuch auch auf der Zunge zergehen lassen kann.

1. Niederegger Marzipan-Museum

Niederegger Marzipan-Museum Marzipan in vielerlei Gestalt Foto: Marc R. Reichel
Süß, süßer, am süßesten – Marzipan in vielerlei Gestalt im Niederegger Marzipan-Museum in Lübeck.

Lang ist die Geschichte des Marzipans, wo könnte sie besser erzählt werden als in Lübeck? Gegenüber dem historischen Lübecker Rathaus befindet sich das Marzipan-Museum; der geschichtliche Abriss umfasst auch die Ausstellung historischer Formen und Grafiken. Besonders imposant: die aus Marzipan gefertigte Gruppe von bedeutenden Persönlichkeiten in Lebensgröße. Während im Erdgeschoss ein weitläufiger Shop kaum Wünsche offenlässt, lockt das darüber befindliche Kaffeehaus mit hanseatischem Flair. Auf Anfrage können unter anderem Modellierkurse belegt werden, bei denen aus Rohmasse kleine Kunstwerke entstehen. Das Marzipan-Museum befindet sich in einer Fußgängerzone, Parkplätze sind zu Fuß erreichbar.
Öffnungszeiten: ganzjährig, täglich
Eintritt: frei
Standort: Breite Straße 89, 23560 Lübeck, GPS 53°52’00”N, 10°41’09”E
Campingplatz: Lübeck-Schönböcken, Steinrader Damm 12, 23556 Lübeck (4,5 km), GPS 53°52’11”N, 10°37’49”E
Info: www.niederegger.de

2. Waffel-Museum Meyer

Waffel-Museum Meyer Foto: Marc R. Reichel
Bei Deutschlands größter Waffelfabrik in Venne gibt es das kleine, feine Waffel-Museum Meyer.

Haben Sie einen an der Waffel? In Deutschlands einzigem Waffelmuseum erfährt man dieses und noch mehr. Wo einst die Varus-Schlacht das Schicksal der Römer besiegelte, steht heute in Venne bei Osnabrück die größte Waffelfabrik Deutschlands. Angeschlossen ist ein kleines und informatives Waffelmuseum, in dem die Waffelhistorie der vergangenen 500 Jahre dokumentiert wird. An Geschichten und Anekdoten mangelt es ebenso wenig wie an Exponaten. Anschaulich und mit viel Engagement wird der Weg von der Oblate zur industriell hergestellten Waffel erzählt. Werksverkauf und Café laden zum Verkosten ein, Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.
Öffnungszeiten: ganzjährig, Jan.–März: Di.–Sa.; Apr.–Dez.: täglich
Eintritt: frei
Führungen: 2 Euro/Person,
Standort: Hauptstraße 1, 49179 Venne, GPS 52°22’55”N, 08°10’14”E
Campingplatz: Waldwinkel, Zum Dreschhaus 4, 49565 Bramsche (8 km), GPS 52°23’41”N, 08°06’15”E
Info: www.waffel-meyer.com

3. Halloren-Schokoladenmuseum

Halloren-Schokoladenmuseum Foto: Marc R. Reichel
Im Halloren-Schokoladenmuseum in Halle gibt es Wissenswertes und Naschbares.

Die älteste deutsche Schokoladenfabrik hat ihr weitläufiges Museum mit viel Herzblut gestaltet. An Werktagen können die Besucher einen Blick auf die laufende Produktion werfen. Sehenswert ist das komplett aus Schokolade gestaltete Büro der Jahrhundertwende, daneben ist das historische Rathaus von Halle zu sehen – allein hierfür wurde über eine Tonne Schokolade modelliert. Hans-Dietrich Genscher, dem Sohn der Stadt, wurde eine eigene Schokoladenstatue gewidmet. Verführerisch sind die Nasch- und Duftproben, vor dem Kauf darf man sich an den bereitgestellten Schalen bedienen. Parkplätze gibt’s direkt nebenan.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, täglich
Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Kinder 4 Euro
Standort: Delitzscher Str. 70, 06112 Halle/Saale, GPS 51°28’41”N, 12°00’35”E
Campingplatz: Nordbad, Am Nordbad 12, 06118 Halle (6,4 km), GPS 51°30’39”N, 11°57’20”E
Info: www.halloren.de

4. Brandt Zwiebackhaus

Brandt Zwiebackhaus Foto: Marc R. Reichel
Im Brandt Zwiebackhaus in Hagen gibt es Zwieback in jeder Geschmacksrichtung und Größe.

Wer bei Zwieback nur an Krankheit denkt, hat die Kombinationen mit Anis, Schokolade oder Kokos noch nicht probiert. Die Wissenslücke lässt sich im denkmalgeschützten Haus Stennert schließen, wo die Hagener Firma Brandt Einblicke in die über 100-jährige Geschichte des Zwiebacks gibt – in einer gelungenen Mischung aus Informationen für Erwachsene und kindgerechter Aufmachung. Für Führungen sind die Azubis der Firma zuständig. Um Voranmeldung mindestens einen Tag vor dem geplanten Besuch wird gebeten. Neben dem Museumsshop gibt es ein Café-Restaurant. Parkmöglichkeiten im Außengelände.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, Mo.–Fr.
Eintritt: inkl. Führung Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro
Standort: Enneper Straße 3, 58135 Hagen, GPS 51°20’38”N, 07°24’39”E
Campingplatz: Ennepetal, Severinghauser Str. 72a, 58256 Ennepetal (12 km), GPS 51°15’48”N, 07°22’26”E
Info: www.brandt-zwieback.de

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5. Schokoladenmuseum Köln

Schokoladenmuseum Köln Colonialwaren Foto: Marc R. Reichel
Im Schokoladenmuseum in Köln wird man in vergangene Zeiten geführt. Ansicht eines Colonialwarenladens.

Eine halbe Million Gäste lässt sich jedes Jahr im Kölner Schokoladenmuseum in süße Geheimnisse einweihen. Das weitläufige Museum erstreckt sich über drei Etagen, eine besondere Attraktion ist der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen. In einer gläsernen Produktion kann der Weg der noch flüssigen Schokolade bis zur eingepackten Tafel beobachtet werden, in der Confiserie wird die Herstellung von Pralinen gezeigt. Im schwülwarmen Tropenhaus wachsen Kakao, Papaya und Ananas. Nicht nur wegen der Schokoladen-Schule gilt das Museum als besonders kinderfreundlich. Die Ausstellung von Trinkgefäßen für Schokolade hat Seltenheitswert.
Tipp: Empfehlenswert ist ein Besuch nachmittags an einem Werktag. Parkmöglichkeiten in der nahen Tiefgarage „Rheinauhafen“, Anfahrt aber am besten per Rad oder Bus.
Öffnungszeiten
: ganzjährig, täglich, Nov.–März: Di.–So.
Eintritt: Erwachsene 11,50 Euro, Kinder 7,50 Euro
Führung: Eintritt plus ab 3,50 Euro
Standort: Am Schokoladenmuseum 1a, 50678 Köln, GPS 50°55’58”N, 06°57’52”E
Campingplatz: Köln, Weidenweg 35, 51105 Köln-Poll (4,5 km), GPS 50°54’10”N, 06°59’26”E
Info: www.schokoladenmuseum.de

6. Viba-Nougat-Welt

Viba-Nougat-Welt Herstellung Foto: Marc R. Reichel
In der Viba-Nougat-Welt in Schmalkalden können Leckermäuler sich in Mitmachkursen mit eigenen Pralinen-Kreationen verwirklichen.

Nougat ist mehr als nur Schokolade mit Haselnüssen. Wie viel mehr, das lässt sich in der Viba-Nougat-Welt erfahren. Moderne Architektur trifft Geschichte, herausragend ist die gläserne Manufaktur, in der die einzelnen Arbeitsschritte der Confiseurinnen miterlebt werden können. Gruppenführungen werden täglich angeboten, Interessierte können auch einen der Mitmachkurse besuchen – vom Schnupperkurs bis zu Feiertags-Specials. Regelmäßig treten hier übrigens namhafte Künstler auf; im Café locken selbstgemachte Eisspezialitäten. Parkmöglichkeiten stehen auf dem großen Parkplatz vor der Nougat-Welt zur Verfügung.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, täglich
Eintritt: Erwachsene 4 Euro, Kinder 3 Euro, mit Führung: Erwachsene 6 Euro; Kinder 5 Euro
Standort: Nougat-Allee 1, 98574 Schmalkalden, GPS 50°43’07”N, 10°25’56”E
Campingplatz: Campingplatz-Strandbad Breitungen, Salzunger Str. 24A, 98597 Breitungen/Werra (12 km), GPS 50°45’38”N, 10°19’21”E Info: https://viba-schmalkalden.de

7. Jung-Bonbonfabrik

Jung-Bonbonfabrik Herstellung Foto: Marc R. Reichel
In der Jung-Bonbonfabrik in Vaihigen/Enz erhält man Einblicke in den Siegeszug der süßen Kugeln.

Von außen ist dem Industriebau des Bonbonfabrikanten Jung in Vaihingen an der Enz nicht anzusehen, welches Kleinod sich im Inneren verbirgt. Liebhaber von Bonbons und Zuckerwerk sollten die Wendeltreppe zum Bonbonmuseum in der oberen Etage nicht scheuen. Belohnt werden sie mit einer kleinen, liebevoll gestalteten Ausstellung, die darüber aufklärt, woraus eigentlich ein Bonbon besteht und wie und warum sein Aufstieg vom Arzneimittel zum Naschwerk nicht aufzuhalten war. Maschinen und viele Exponate rund um die Herstellung und den Vertrieb machen deutlich, wie der Siegeszug der süßen Kugeln verlief.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, Mo.–Sa.
Eintritt: frei
Standort: Uhlandstraße 36, 71665 Vaihingen/Enz, GPS 48°57’11”N, 08°59’23”E
Campingplatz: Stromberg Camping, Im Tuchgraben, Diefenbacher Str. 70, 75438 Knittlingen-Freudenstein (18 km), GPS 49°02’07”N, 08°49’58”E
Info: www.bonbon-museum.de

8. Alfred Ritter Schokoladenfabrik

Alfred Ritter Schokoladenfabrik Firmenmodell Foto: Marc R. Reichel
In der Alfred Ritter Schokoladenfabrik in Waldenbuch sind nicht nur die Schokoladentafeln quadratisch, sondern auch Gebäude und diverse Kunstwerke.

Quadratisch, praktisch, originell – auch die Gestaltung des Firmenmuseums des Schokoladenherstellers Ritter folgt dem Prinzip der Quadratur, die Schokoladen-Ausstellung fokussiert sich auf die Herkunft der Zutaten und auf die fast 100-jährige Firmenhistorie. Für Kinder und Jugendliche wird dienstags bis freitags eine Schokowerkstatt abgehalten, die vorab online gebucht werden muss. Das Erdgeschoss ist einem gut sortierten Werksverkauf vorbehalten. Während es in der einen Hälfte des Quaders rund um die Schokolade geht, widmet sich die andere Hälfte der Ausstellung ebenfalls quadratischen Kunstwerken. Entspannung und frisch gebackenen Kuchen findet man im angegliederten Café.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, täglich
Eintritt: frei
Standort: Alfred-Ritter-Straße 27, 71111 Waldenbuch, GPS 48°38’20”N, 09°07’18”E
Campingplatz: Neckarcamping, Rappenberghalde 61, 72070 Tübingen (19 km), GPS 48°30’37”N, 09°02’08”E
Info: www.ritter-sport.de

9. Konfitürenmanufaktur Alfred Faller

Konfitürenmanufaktur Alfred Faller Foto: Marc R. Reichel
In der Konfitürenmanufaktur Alfred Faller in Utzenfeld werden seit über 100 Jahren süße Sünden traditionell bereitet.

Miraculix kam nicht ohne Kupferkessel aus, und auch die Konfitürenmanufaktur Faller verzichtet nicht darauf. Mitten im Markgräflerland werden edle Konfitüren auf traditionelle Art hergestellt – im offenen Kupferkessel. Statt eines Rührwerks kommen riesige Löffel aus Buchenholz zum Einsatz. Wer beim professionellen Kochen von Konfitüren einmal zuschauen möchte, hat bei Faller in Utzenfeld viermal pro Woche die Gelegenheit dazu. Erklärt wird nicht nur der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre – der gesamte Produktionsprozess vom Kochen bis zum Abfüllen der Gläser hat Erlebniswert. Das dazugehörige Konfitürenparadies ist ganzjährig von Montag bis Freitag geöffnet.
Öffnungszeiten:
ganzjährig, Mo., Di., Do., Fr.
Eintritt: inkl. Führung 5 Euro
Standort: Seeweg 3, 79694 Utzenfeld/Schwarzwald, GPS 47°48’18”N, 07°54’37”E
Campingplatz: Camping Schönenbuchen, Friedrichstr. 58, 79677 Schönau/Schwarzwald (2,5 km), GPS 47°47’28”N, 07°54’02”E
Info: www.fallerkonfitueren.de

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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