So klappt's mit dem Winterurlaub im Caravan
Wintercamping mit Wohnwagen
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5 Gründe, warum man Wintercamping ausprobieren muss

5 Gründe warum Wintercamping großartig ist Kuscheliges Camping bei Eis & Schnee

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen kann ja jeder campen – Eis und Schnee halten da mehr Herausforderungen bereit. Warum Wintercamping trotzdem viel Spaß macht, lesen Sie hier.

1. Grund: Es ist heimelig und schön

Steffen Zink: Wintercamping hat einen entscheidenden Vorteil – ich kann spontan losfahren, wenn es in den Bergen grad mal ordentlich geschneit hat. Letztes Jahr im Januar zeigte sich der Winter von seiner schönsten Seite. Selbst das Allgäu war tief verschneit, so verlockend, dass wir mit dem Campingbus zu einem Wochenendausflug nach Oberjoch bei Bad Hindelang starten. Auf dem kleinen Stellplatz vor dem Camping Bergheimat stehen wir auf 1200 m Höhe direkt am familienfreundlichen Skigebiet. Schon am Platz werden die Bretter angeschnallt.

Wir genießen es, abends von der Piste aus gleich zum Camp abbiegen zu können. Die gemeinsamen Abende auf engstem Raum im gemütlich eingeheizten Mobil sind einfach nur heimelig und schön. Näher beieinander verbringt man seine gemeinsame Zeit eigentlich nie. Während die Campingküche brutzelt, trocknen die Skiklamotten im Sanitärgebäude. Und das Beste: Der Skipass ist hier im moderaten Übernachtungspreis schon inbegriffen.

Campingplatz Bergheimat Oberjoch 87541 Bad Hindelang (D) 2 Bewertungen 42 EUR/Nacht

2. Grund: Kurz mal Sommer ohne Fahrstress

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Schwarzwaldtherme
Für Familien ein Highlight vor Ort: Das Rutschenuniversum "Galaxy" mit beeindruckenden 23 Rutschen und Wellenbad.

Timo Großhans: Wenn es kalt ist, geht man in die Sauna, weil es da warm ist. Und weil es in Deutschland eine Menge Sauna- und Thermenlandschaften gibt, kann man das auch vorzüglich weitab von der eigenen Haustür tun.

Zum Beispiel im Schwarzwald, denn da gibt es einige Thermen zur Auswahl. Wenn es Winter ist, kann man auch mal getrost den ganzen Tag in einer Therme verbringen, und für so ein Vorhaben hat sich mir mal die Schwarzwaldtherme aufgedrängt. Die hat noch mehr als Sauna, man kann rutschen und einiges anderes machen. Sie ist groß und es kann voll sein.

Aber wenn man weiß, dass der Caravan vor der Tür steht, fördert das die Entspannung. Wenn man weiß, dass man nicht mehr weit fahren muss, wenn man weiß, dass man sich mit Rumhängen im warmen Wasser, mit Aufgüssen an der Grenze zu ärztlichen Empfehlungen oder vielleicht mit noch einem weiteren Hefeweizen, nackig an der Wasserbar, dem Ganzen hingeben kann. Ohne Sorgen, ohne anschließenden Fahrstress, dann beruhigt das. Und dann steigt man warm und wohlig in den vorgeheizten Camper, draußen liegt Schnee und Eis. Man schlüpft unter die Decke und schläft. Mehr Erholung für Körper und Geist geht kaum.

3. Grund: Caravan wird Zentrum des Urlaubs

Jürgen Bartosch: Campen ist toll – im Sommer. Und vielleicht noch was, um im Frühjahr oder Herbst in den Süden zu flüchten. Aber Wintercamping – so richtig im Schnee? Das geht doch gar nicht. Von wegen! Für mich ist das Campen in der vierten Dimension. Im Sommer findet das Campingleben vor allem draußen statt – das ist klasse, ja. Der Caravan dient dabei nur zum Schlafen, vielleicht noch zum Kochen.

Im Winter ist das mollig warm beheizte Campingfahrzeug dagegen Zentrum des Urlaubs und kuscheliger Rückzugsort, in dem man viele gemütliche Stunden verbringt – nach einer Schneewanderung oder dem Tag auf der Piste. Klar, in einem Luxusgefährt funktioniert das natürlich besonders komfortabel. Aber es geht auch mit einem einfachen Campingfahrzeug. Das besondere Campingerlebnis wird dadurch nicht geschmälert – Hauptsache, die Heizung läuft.

4. Grund: Wintergrillen

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Dirk Vincken

Sophia Pfisterer: Der höchste Campingplatz Europas liegt angeblich in der Schweiz, in Morteratsch, um genau zu sein. Hier habe ich zum ersten Mal so richtig im Schnee gecampt – bis dato war ich überzeugte Schönwetter-Camperin. Doch siehe da: Mit der richtigen Ausrüstung lässt sich diese Jahreszeit auf dem Campingplatz genießen.

Ganz wichtig: genügend Gas für die Heizung im Wohnwagen. Wobei unsere hartgesottenen Platznachbarn im Biwak-Zelt meinten: "Im Zelt ohne Heizung ist es bei minus 20 Grad richtig muckelig.” Meine Highlights: Wintergrillen und die wunderbare Ruhe auf dem Platz, bei der man den frisch gefallenen Schnee unter den Stiefeln so richtig schön knirschen hört.

Camping Morteratsch 7504 Pontresina (CH) 3 Bewertungen

5. Grund: Nähe zur Natur und Jahreszeit anders spüren

Ingo Wagner: Ich fürchte, ich kann es nicht rational erklären. Aber ich schwöre: Es ist schön, auf ein paar Quadratmetern gasbeheizter Grundfläche, die man zuvor im Ferienverkehr zu einem teuren Wintercampingplatz gezogen hat, zusammenzurücken. Und nein, es ist nicht schlimm, durch die Kälte huschen zu müssen, um in den muckelig warmen Wellness- oder Sanitärbereich zu kommen. Weil man einfach näher dran ist, weil man Natur, Jahreszeit und Elemente spürt.

Dafür bleibt im Alltag zu oft zu wenig Platz. Und weil ein Caravan auch – nein, gerade – im Winter heimelig und gemütlich ist. Forscher haben sogar einen Trend daraus gemacht und ihn Cocooning getauft, sich einpuppen. Trifft es ganz gut, finde ich. Ganz im Ernst: Wer einen Caravan hat, und ihn im Winter ungenutzt rumstehen lässt, ist selber schuld. Man braucht keinen Luxuswagen fürs Wintercamping. Auch in einem Einsteiger-Caravan wird niemand erfrieren. Erst recht nicht, wenn man sich in der eigenen Stube einen schönen Jagertee ... aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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