Einsteiger-Tipps zur Reiseplanung

Darauf müssen Camper im Urlaub achten

Campingglück Foto: jozsitoeroe/Fotolia, Camping Rio Ferienglück, Pompe 7 Bilder

Auf geht’s in den Urlaub. Mit den richtigen Vorbereitungen sorgen Sie dafür, dass diese Wochen zur schönsten Zeit des Jahres werden. Wir sagen Ihnen, worauf es bei der Planung wirklich ankommt.

Die große Reise beginnt zunächst im Kopf. Wohin soll es 2018 gehen? Als Planungshilfe geben wir Antworten auf typische Fragen rund um die Auswahl des Urlaubsziels.

Was sind aktuell die besten und was die günstigsten Campingziele in Europa?

Alle Urlaubsländer haben in touristisch erschlossenen Regionen auch Campingplätze. Kulturelle und historische Unterschiede führen jedoch zu großen Unterschieden bei der Anzahl und Ausstattung. So trifft man etwa in Osteuropa eher auf einfache, naturnahe Flächen, während an den beliebten Mittelmeerküsten verstärkt Ferienanlagen mit Clubcharakter auf erholungshungrige Gäste warten. Wo man also die besten Campingplätze findet, ist daher nicht zuletzt Geschmacksache. Durchweg hohe Preise lassen den Rückschluss auf eine überwiegend komfortable Ausstattung der Plätze zu. Die Anzahl der hier ausgewerteten Anlagen gibt Hinweise auf die Campingplatzdichte im jeweiligen Land. Auf jeden Fall zeigt das Diagramm, dass Urlaub in der Natur selbst in Zeiten eines neuen Campingbooms nicht unbedingt teuer sein muss.

Wo kann ich am besten Campingplätze und Wohnmobilstellplätze finden?

Dicke Nachschlagewerke sind für die Orientierung nicht mehr zwingend nötig. Beispielsweise listet das Internetportal camping.info über 23 000 Campingplätze in Europa auf, die über eine Karte oder nach bestimmten Kriterien gefiltert werden können. Auf der Seite www.promobil.de kann man unter 6700 Wohnmobilstellplätzen auf ähnliche Weise suchen. Beiden Angeboten gemeinsam: Beschreibungen und Gästebewertungen, die eine realistische Einschätzung der Plätze erleichtern. Die Daten gibt es genauso zum Mitnehmen: camping.info und promobil (Stellplatz-Radar) bieten die praktischen Suchhilfen als App für das Smartphone an.

Ist für die Übernachtung eine Reservierung nötig?

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Wer einen Platz in der ersten Reihe am Wasser haben will, reserviert besser frühzeitig den Wunsch-Campingplatz.

Das kommt vor allem auf die Reisezeit an. Vor- und Nachsaisontouristen können die Planung spontan angehen. In der Hochsaison sind die meisten Campingplätze jedoch ausgebucht. Daher ist die Reservierung während der Schulferien dringend angeraten und über die Homepage des jeweiligen Platzes meist problemlos möglich. Viele Anlagen ermöglichen außerdem die Buchung bestimmter Flächen. So vermeidet man, dass man am Ende irgendwo zwischen Sanitärhaus und Müllcontainern hineingequetscht wird. Auf Wohnmobilstellplätzen ist eine Reservierung unüblich. Wer zuerst kommt, parkt zuerst.

Wir sind Neueinsteiger. Wo können wir zunächst etwas Passendes mieten?

Die wohl einfachste Möglichkeit, Campingluft zu schnuppern, sind die Mietunterkünfte, die inzwischen fast alle großen Plätze anbieten. Fast unüberschaubar ist deren Vielfalt. Doch egal, ob sie unter dem modischen Stichwort Glamping, als Chalet oder Bungalow angeboten werden – für diesen Urlaub sind keine weiteren Vorbereitungen nötig. Die Unterkünfte sind mit Sanitärbereich und voll ausgerüsteter Küche versehen. Bettwäsche und Handtücher lassen sich fast überall dazubuchen. Das gilt übrigens auch für viele fest aufgebaute Zelttypen.

Will man alle Freiheiten des mobilen Lebens genießen, sind Wohnmobile als Mietfahrzeuge die erste Wahl. Es gibt sie meist beim nächsten Caravanhändler oder großen Vermietketten. Immer beliebter wird auch das Mieten von privat. Spezialisierte Internetplattformen vermitteln den passenden Kontakt und die nötigen Versicherungsleistungen. Hier findet man auch Miet-Caravans, die sonst eher selten angeboten werden. Unvermeidliche Hürde ist hierfür ein geeigneter Zugwagen mit Anhängekupplung. Für alle Angebote gilt: Baldmöglichst buchen, denn zur Hauptsaison sind alle unterwegs.

Was muss man bei der Routenplanung beachten?

Mit dem Wohnmobil oder Caravan-Gespann ist man nicht so schnell unterwegs wie mit dem Pkw. Mehr als 500 Kilometer am Tag können selbst für routinierte Fahrer auf freien Autobahnen anstrengend werden. Besser sind daher kürzere Tagesetappen mit regelmäßigen Pausen. Auf jeden Fall sollte man die Tour so planen, dass man den Zielort noch bequem bei Tageslicht erreicht. Das erleichtert die Platzwahl und die beim Abstellen eines Caravans notwendigen Handgriffe. Einige Campingplätze geben ohnehin frühe Eincheckzeiten vor.

Welche Plätze bieten sich für die Übernachtung zwischendurch an?

In der Hauptreisezeit sieht man immer wieder Gespanne und Wohnmobile nachts an Autobahnraststätten stehen. Ebenso regelmäßig kommt es hier zu nächtlichen Einbrüchen, die von den oft übermüdeten Reisenden erst am Morgen bemerkt werden. Solche Vorfälle haben sich in den vergangenen Jahren auf vielen typischen Urlaubsrouten ereignet. Viel sicherer und vor allem auch angenehmer als zwischen eng geparkten Lkw schläft man auf einem Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz nahe der Autobahn. Das Übernachten außerhalb der vorgesehenen Plätze ist in den meisten europäischen Ländern übrigens nicht erlaubt und wird auch längst nicht immer toleriert.

Mit wie viel Mautgebühr muss man rechnen?

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Auf der Reise nach Süden ist Maut für Autobahnen die Regel. Für schwere Wohnmobile kann es teuer werden.

Es gibt glücklicherweise noch weitgehend mautfreie Reiseländer wie etwa die Niederlande, Belgien, Dänemark oder Schweden. In Südeuropa kann das Befahren von Autobahnen dagegen teuer werden. Jedes Land hat da seine eigenen Regeln. Fast immer ist für Gespanne und Wohnmobile ein Aufschlag fällig; für Wohnmobile über 3,5 Tonnen wird es meist noch teurer. Hilfreich ist hier beispielsweise der Internet-Routenplaner des ADAC (maps.adac.de). Als Routenoptionen lassen sich hier Gespanne und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen eingeben. Mit einem Klick wird die Maut für die gewählte Strecke berechnet.

Ich habe ein älteres Fahrzeug. Wo muss ich auf Umweltzonen achten?

Ähnlich wie in Deutschland werden auch in anderen Ländern die Regeln zur Luftreinhaltung verschärft. Es geht vor allem darum, ältere Dieselfahrzeuge aus den Städten fernzuhalten, oft betreffen die Verbote aber nur Lkw. Zuletzt hat Frankreich eine Regelung auf den Weg gebracht, die nun für acht Städte umgesetzt wird. Wochentags dürfen dann von 8 Uhr bis 20 Uhr keine Kraftfahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 einfahren. Wer in die Stadt will, benötigt eine entsprechende Plakette, die über die Homepage des Umweltministeriums bestellt werden kann (www.certificat-air.gouv.fr). Generell gilt: Wer für den Besuch von Großstädten ohnehin lieber öffentliche Verkehrsmittel benutzt, wird in ganz Europa kein Problem mit Umweltzonen haben.

Wir wollen unser Haustier mit in den Urlaub nehmen. Worauf ist zu achten?

Wie bei sämtlichen Auslandsreisen innerhalb der EU und der Schweiz üblich, müssen Vierbeiner mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Obligatorisch sind überdies der EU-Heimtierausweis und eine gültige Impfung gegen Tollwut. Für Hunde gilt es während der Fahrt den richtigen Platz zu finden. Ein ungesichertes Tier wird bei einer Notbremsung zur Gefahr für sich selbst und andere. Verzurrte Hundeboxen können eine praktikable Lösung sein. Nicht zuletzt muss man die gesamte Reiseplanung am Hund ausrichten. Es gibt eine Reihe von Campingplätzen mit Hundeverbot, andere dulden Haustiere mit strengen Regeln, wieder andere richten ihr Angebot nach den Bedürfnissen von Hundebesitzern aus. Ähnlich sieht es bei Mietmobilen aus. Und nicht vergessen: Auch Haustiere brauchen auf Reisen regelmäßige Pausen und Auslauf.

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