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Santana PS-10

Der Santana PS-10 ist eine Kopie des Land Rover Defender. Inklusive aller Schrulligkeiten.

28.08.2006

Für schwache Nerven eignet sich der Santana PS-10 nicht. Die spanische Kopie des Land Rover Defender fühlt sich Land­maschinen verbundener als dem automobilen Establishment. Die wenigen Elektronik-Bauteile kümmern sich ausschließlich um den Iveco-Diesel, der seine Kraft über ein ZF-Fünfganggetriebe samt Untersetzung und zuschaltbarem Allradantrieb weitergibt. ABS, Airbags oder ESP? Gibt’s nicht. Einziges Komfort-Extra: die Klimaanlage für 1450 Euro.

Je stärker der Santana beladen wird, desto geschmeidiger federn die Starrachsen. Ein Caravan fällt außer im Verbrauch und den Fahrleistungen nicht weiter auf. Kurz: Der Santana kann ziehen. Der Fahrer hat wenig Platz im PS-10, die Passagiere umso mehr. Entspannen können sie trotzdem nicht. Dafür lärmt und hoppelt die kultige Landmaschine mit dem komfortfreien, aber pflegeleichten Interieur einfach zu sehr. Spaß macht sie trotzdem. Irgendwie.

Santana PS-10: 2,8-l-Vierzylinder, 92 kw/125 PS, 275 Nm bei 1800/min; Verbrauch solo/Gespann: 10/14 l Diesel/100 km; max. Anhängelast 12 %: 3000 kg, Leer­gewicht: 2325 kg, Zuladung abzügl. Stützlast (100 kg): 625 kg, Laderaum 0,96/1,06–1,26/1,19 m, L/B/H: 4,54/1,75/2,00 m, Preis: 25 970 Euro, AHK 551 Euro.

Hohe Stütz- und Anhängelast, kräftiger Diesel, angemessener Verbrauch, Preis, dichtes Servicenetz (Iveco). Schlechter Fahrkomfort, laut, lausiger Geradeauslauf, keine Sicherheitsausstattung (ABS, Airbags, ESP).

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