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Knaus Sport 540 UE (2018) im Test

Einsteiger-Caravan mit Einzelbetten

Ausen Foto: Fotos: Andreas Becker 26 Bilder

Das neue Bugfenster namens Sky-Roof macht aus dem Knaus Sport ein Apartment mit Aussicht. Im Test zeigen wir die Stärken und Schwächen des Wohnwagens.

19.09.2017 Ingo Wagner

Mit 15 Grundrissen ist der Sport ein Volumenmodell, wie es im Buche steht. Innerhalb der großen Knaus-Familie übernimmt er seit mittlerweile 14 Jahren die Rolle der klassischen Einsteigerbaureihe. Zur Saison 2018 hat Knaus dem seit fünf Jahren im Wesentlichen unveränderten Sport-Programm zwei neue Versionen hinzugefügt.

Ihre Besonderheit: das starre Panorama-Dachfenster mit dem Namen Sky-Roof oberhalb des Bugfensters. Dafür drehten die Planer die bestehenden Grundrisse 500 EU und 500 FU um 180 Grad. Somit sind die Sitzgruppen der daraus entstehenden neuen Varianten 500 UF und 540 UE nun im Bug statt im Heck postiert. Während der 18 490 Euro teure 500 UF die Außenmaße des 500 FU eins zu eins übernimmt, wächst der hier getestete 540 UE außen und innen um 22 Zentimeter, wovon in erster Linie die Sitzgruppe profitiert. Leicht verändert hat sich im 540er auch die Position der Schränke: Kleider- und Wäscheschrank bilden jetzt zusammen mit der darin installierten Gasheizung Truma S 3004 eine Einheit zwischen Bad und Sitzgruppe. Mit 19 290 Euro kostet der 540 UE 2050 Euro mehr als seine etwas kürzere Ausgangsbasis 500 EU. Beim 500 UF sind 1250 Euro als Obolus für mehr Tageslicht im Bug und das dadurch verbesserte Raumgefühl fällig. Ist das zu viel verlangt?

Wohnen

Sitzgruppe Foto: Fotos: Andreas Becker

Licht schafft Raum. Auch darum wirkt der neue Knaus Sport 540 UE weitläufiger als andere Wagen mit 2,30 Meter Aufbaubreite. Das ist das unbestreitbare Verdienst des neuen Panorama-Bugfensters Sky-Roof, das allerdings nur Helligkeit, jedoch keine zusätzliche Luft ins Innere bringt. Das erledigen insgesamt sechs Ausstellfenster (das Bad hat keines, hier muss eine Mini-Dachhaube genügen), zwei 40er-Dachluken und ein großes Heki II (Paketausstattung) über der Sitzgruppe. Natürlich tragen auch die längs im Heck installierten Einzelbetten mitsamt dem 31 Zentimeter breiten Gang zwischen den 195 mal 85 Zentimeter großen Liegeflächen zum guten Raumgefühl bei. 13 Zentimeter dicke Schaumstoffmatratzen auf eng bestückten Holzlattenrosten sorgen für ordentlichen Liegekomfort. Für 305 Euro extra gibt es einen leicht laufenden Rolllattenrost mit Einlegepolster, der die Lücke schließt und eine riesige Liegefläche zaubert. Im Gegensatz zu vorn, wo das Panoramafenster umlaufende Oberschränke vereitelt, bilden sie über den Betten ein klassisches Ensemble. Die offenen Ablagen darunter sind höchst willkommen, ansonsten bleibt als Ablage nur der Nachttisch, auf dem eine einzelne 230-Volt-Steckdose prangt. Dass es sich beim Knaus Sport trotz des selbstbewussten Preises um einen Einsteiger-Caravan handelt, wird an zwei Dingen offenbar: Erstens ist die Rückwand ungemütlich nackt, zweitens hängen mild leuchtende Halogenstrahler in den Stromschienen, an denen man sich beim Fummeln nach den kleinen Kippschaltern ruck, zuck heiße Pfoten holt. Einen Schalter fürs Hauptlicht, die indirekte Beleuchtung und die (LED-)Eckenspots hat sich Knaus ganz gespart. Wenn man so daliegt im 540 UE, dann fallen einem drei Möbelverbinder auf, an denen sich die Oberschränke an der Rückwand festhalten. Doch: Diese drei sind die einzigen, die ins Auge stechen. Ansonsten überzeugt das Knaus-Mobiliar durch exzellente Passungen, blitzsaubere Umleimer und, soweit beim Neufahrzeug zu beurteilen, hohe Stabilität – und eben gut versteckte Möbelverbinder. Zwar fehlen Schlösser an den Oberschränken, dochdie Scharniere bringen ausreichend hohe Zuhaltekräfte auf. Anschlagpuffer dämpfen das Schließgeräusch auf ein Minimum, die Griffe liegen gut in der Hand.

Küche Foto: Fotos: Andreas Becker

An den schmalen Küchenschubladen setzt Knaus auf stabile Auszüge und sicher rastende Hakenschnäpper. Der Unterbau-Kühlschrank erfordert Zugeständnisse bei Bedienkomfort und Volumen. Der Längskocher mit drei Flammen sorgt zwar für ausreichend Platz auf der rundum gut abgedichteten Arbeitsfläche, muss aber ohne Zünder auskommen. Die Rundspüle entspricht in Größe und Ausstattung gutem Standard. Die Küchenoberschränkesind durch ihre Höhe und einen Einlegeboden im linken gut nutzbar.

Für das Bad gegenüber gilt das nicht uneingeschränkt. Vor allem rund um die Drehtoilette, die durch ihre Sockelkonstruktion das Badputzen verkompliziert, ist das Platzangebot eingeschränkt. Detail am Rande: Dreht man Brille samt Deckel in Sitzposition, ist das Spülloch in der feststehenden Schüssel außermittig. Die Konsequenzen sind klar und sollen hier nicht näher erläutert werden. Obwohl keine Dusche an Bord ist, würde man sich eine bessere Verfugung der Duschtasse wünschen. Die Ausstattung ist mit zwei Handtuch-/Kleiderhaken und Toilettenpapierhalter der Klasse angemessen, das Türschloss mit Magnetfalle (die Schließung bleibt bei geöffneter Tür verborgen) gar der Oberklasse würdig. Schön wäre, wenn sich die Badtür weiter öffnen ließe.

Wie eingangs erwähnt, hat der 540 UE im Vergleich zum 500 EU bei der Sitzgruppe zugelegt. Tatsächlich ist das Sitzrund mit dem standfesten Metall-Hubtisch in seiner Mitte für zwei Personen fürstlich bemessen. Eckregale, übrigenskeineswegs selbstverständlich in dieser Klasse, und offene Ablagen rundum ergänzen sie. Als Zugeständnis für den Bettenbau sind die schmutzabweisenden Rückenpolster kaum angeschrägt, was den Sitzkomfort spürbar einschränkt. Dafür entsteht ohne Zusatzpolster eine fast flache, aber auch ziemlich straffe Liegefläche.

Preise

Mit knapp 20.000 Euro steht der Knaus Sport 540 UE fest in der Mittelklasse. Die Ausstattung wird dem dort herrschenden Anspruch aber nur teils gerecht: Zwar sind Therme und großer Wassertank Standard, doch über automatische Bremsennachstellung, eine Stützlastwaage oder gar ATC verfügt der Sport nicht. Auch Schwerlastkurbelstützen und Heki II stecken im deswegen eigentlich unverzichtbaren Plus-Paket – darüber hinaus ist nur noch ein Winterpaket erhältlich. Auch auf die Ambientebeleuchtung sollte man aufgrund der spärlichen Serien-Lichtausstattung nicht verzichten. Für das unterm Strich gute Preis-Leistungs-Verhältnis sorgt die überwiegend hochwertige Verarbeitung.

Grundpreis: 19.480 Euro mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (190 Euro)

Testwagenpreis:
21.977 Euro
✘ Auflastung auf 1700 kg (25 kg) ✔ 480 Euro
✘ Plus-Paket mit Schwerlaststützen, Insektenschutztür und Panorama-Dachfenster Heki II (16,5 kg) ✔ 560 Euro
Alko Trailer-Control ATC (4,5 kg) 778 Euro
✘ Alu-Felgen 398 Euro
Ambientebeleuchtung (ca. 1 kg) ✔ 300 Euro
Batterie und Ladeger. (28,6 kg) 991 Euro
✘ Deichselabdeckung (4 kg) 91 Euro
✘ Deko-Paket m. vier Kissen, Tisch- und Tagesdecken (k. A.) 173 Euro
Ersatzrad und Wagenheber (25 kg) 193 Euro
Rangiersystem Truma Mover XT (28 kg) 2849 Euro
✘ Rolllattenrost f. Bettverbreiterung (2 kg) 305 Euro
Teppichboden lose (6 kg) 218 Euro

Kosten und Service:
Steuer (1700 kg zGG) 67,14 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle 6 Jahre/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa 122/452

✘im Testwagen enthalten; ✔empfehlenswert

Beladen und Fahren

Fahrwerk und Gewicht Foto: Fotos: Andreas Becker

Zwar kostet das Sky-Roof im Bug fünf Dachschränke, doch insgesamt ist das Stauraumangebot groß genug für zwei Personen. Gut: Im Heck haben zwei Oberschränke Einlegeböden, und jene im schmalen Wäscheschrank neben dem großen Kleiderschrank sind höhenverstellbar. Auch die stabilen Bettstaukästen sind dank oben verlegter Warmluftrohre vollständig für Ladung nutzbar. Im linken beansprucht nur der ganz hinten installierte Wassertank Volumen, rechts die durch ein stabiles Schott geschützte Therme samt umrahmten Ablassventilen. Im Auge zu behalten ist alleine die Lastverteilung: Der volle Wassertank und Ladung im Heck können die Stützlast empfindlich reduzieren. Die Zuladung selbst ist dank maximaler Auflastung von 1400 auf 1700 Kilo immens. Die Küche verliert durch den Unterbau-Kühlschrank Stauraum. Zudem vereiteln der Radkasten, der Wasserablauf und der zweite Ablassventilblock einen Auszug im Untergeschoss der Küche und die einfache, unkomplizierte Unterbringung großer Pfannen und Töpfe. Die beiden Schubladen darüber gefallen durch belastbare Auszüge mit Selbsteinzug samt Schnappverschlüssen. Top: der Zugang zu den Sitztruhen dank in die Polster eingenähter Deckel.

Auf der Straße überzeugt der Sport durch tadellose Manieren, die Sicherheitsausstattung hat aber Lücken. Außer Anti-Schlinger-Kupplung ist nichts an Bord – kein ATC, keine nachstellenden Bremsen, keine Stützlastwaage und auch keine sichtbare Reifendruckangabe.

Technik

Wassertank Foto: Fotos: Andreas Becker

Bei der Bordtechnik setzt Knaus auf Bewährtes – im Falle der Beleuchtung allerdings auch auf Überholtes: In der Deckenleuchte und in allen vier Lesespots glühen energiefressende Halogenlampen. Aber selbst dort, wo LED-Leuchtmittel zum Einsatz kommen, ist noch Luft nach oben. Besonders Bad und Schlafzimmer sind – trotz optionaler indirekter Beleuchtung über den Dachschränken – duster. Mehr zum Thema Licht im Lichtcheck unten.

Für einen 540er ausreichend ist auch die Gebläseheizung Truma S 3004, die fünf sinnvoll platzierte Ausströmer ansteuert. In den Bettkästen und unter der Sitzgruppe sind die teils geschlitzten Warmluftrohre penibel und geschützt vor Gepäck oben verlegt. Auf ihrem Rücken verlaufen somit gut vor Frost geschützt die Kalt- und Warmwasserleitungen.

Ungewöhnlich ist der Einbauort des 340-Watt-Umformers: Er sitzt zentral in der vorderen Sitztruhe, wo er üblicherweise besser belüftet ist als im Kleiderschrank, jedoch auch hier von Gepäck verdeckt oder gar beschädigt werden könnte. Mangelware im Wohnraum sind 230-Volt-Steckdosen.

Gaskasten Foto: Fotos: Andreas Becker

Der Aufbau ist von traditioneller Machart: Hammerschlag-Alu liegt über der 28 Millimeter dicken Styropordämmung samt Holzeinleger von außen, Sperrholz bildet den Innenabschluss. Eine GfK-Platte bedeckt das Dach und die Bug- und Heckrundungen bis zu den Fensteroberkanten. Auf dem gleichmäßig mit Schutzanstrich behandelten Sperrholzunterboden sind Kabel, Leitungen und Durchbrüche bestens verlegt und abgedichtet. Die umlaufenden Schürzen bestehen aus dünnem Alublech, das zumindest leichtere Krafteinwirkungen gut wegsteckt. Lobenswert ist der fünfteilige Heckleuchtenträger, dessen Seitenteile separat ausgetauscht werden können. Kritik muss der raumgreifend aufschwenkende Gaskastendeckel einstecken, dessen Griffmulde scharfkantig ist. Innen ist jedoch alles in Ordnung: Beim Flaschenwechsel stört keine Kante. Ebenfalls gut: Alle Fenster haben Sicherheitsriegel.

Die Wertung im Überblick

Wohnen

(+) Angenehm breite und verhältnismäßig bequeme Einzelbetten mit leicht laufendem Rolllattenrost (Option).
(+) Sehr ausladende, durch Panorama- Fenster helle Sitzgruppe mit Aussicht.
(+) Gut nutzbare Küchenarbeitsfläche.
(+) Für Fahrzeugklasse gut ausgestattetes Bad mit gut nutzbarem Waschbecken.
(+) Qualitativ gutes, sehr sauber verarbeitetes Mobiliar.
(-) Steile Rückenlehnen in Sitzgruppe schmälern Sitzkomfort.
(-) Einfach ausgestattete Küche mit eingeschränktem Stauraumangebot.
(-) Enger und mäßig beleuchteter/belüfteter Sanitärraum.
(-) Keine Schlösser an Oberschrankklappen.

Preis und Service

(+) Sehr großes Händlernetz in D und EU.
(+) Akzeptabler Listen-Grundpreis.
(-) Zusatzausstattung, z. B. Plus-Paket und Ambientelicht, quasi zwingend.
(-) Keine optionale Garantieverlängerung.
(-) Kaum Paketausstattungen.

Beladen

(+) Mit maximaler Auflastung enorme Zuladungsreserven. ‚
(+) Niedriges, annähernd der Werksangabe entsprechendes Leergewicht, dadurch Auflastung nicht zwingend erforderlich.
(+) Einfacher Zugang zu Sitzgruppenstauraum durch Verzicht auf separate Truhendeckel.
(+) Großer Kleider- und Wäscheschrank.
(-) Weniger Bug-Dachschränke durch Sky-Roof.
(-) Keine Durchlademöglichkeit und nur eine Serviceklappe an Einzelbetten.
(-) Reduzierte Stützlast durch Heckstauräume.

Fahren

(+) Gutmütiges, unauffälliges und damit sicheres Nachlaufverhalten.
(+) Junge, jedoch No-Name-Reifen mit ausreichender Traglastreserve.
(+) LED-Seitenmarkierungsleuchten.
(-) Keine selbstnachstellenden Bremsen, keine Stützlastwaage, keine Reifendruckangabe.
(-) ATC nur optional und teuer erhältlich.
(-) Vordere Rangiergriffe sehr tief positioniert.
(-) Stützen nicht ideal per Kurbel zu erreichen.

Technik

(+) Konventioneller, sorgfältig verarbeiteter Aufbau mit mehrteiligem Heckleuchtenträger.
(+) Keine verletzungsträchtigen Stellen im Innenraum.
(+) Sehr gute und geschützte Verlegung von Kabeln, Leitungen und Warmluftführungen.
(+) Insgesamt gute Verarbeitungsqualität auch im Interieur.
(-) Schwache Beleuchtung mit Mischung aus Halogen- und LED-Leuchten.

Das fiel uns auf

(+) Wasserleitungen frostgeschützt auf oben verlegten Warmluftschläuchen, gute Matratzenstopper.
(+) Effektiv und gut mit Silikon abgedichteter Schacht für die Kassette der drehbaren Toilette.
(+)(-) Das neue Panorama-Bugfenster bringt Licht und schafft viel Raum, lässt sich aber nicht öffne
(+)(-) Der Umformer ist in der vorderen Sitztruhe geschützt montiert, kann aber von Gepäck bedeckt werden.
(-) Die Leseleuchten sind zu dunkel, werden heiß und haben einen kleinen, fummeligen Schalter.
(-) Das unterste Fach im Küchenblock hat keinen Auszug und ist wegen der Technik schlecht nutzbar.

Die Baureihe Knaus Sport (2018) im Überblick

Preise: 14.140–24.990 Euro
Aufbaulängen: 4,40–7,86 m
Gesamtgewichte: 1100–2000 kg
Max. Auflastungen: 1200–2500 kg
Grundrisse: 15

501 UE Foto: Fotos: Andreas Becker

Nur Queensbetten kann Knaus bei der Baureihe Sport nicht bieten. Ansonsten sind alle Größen und Grundrisse für beinahe jeden Geschmack vorhanden: Die fünf Typen der 400er-Klasse sprechen Freunde federleichter Reiseminis mit Quer-, Längs- und Einzelbetten an. Auch die aus sechs Modellen bestehende 500er-Familie belässt es bei 2,32 Meter Außenbreite, offeriert aber allein drei Typen mit Etagenbetten. Mit 2,50 Meter Breite gehen die Modelle 550 FSK, 580 QS, 650 UDF, 700 UFK und 750 FKU an den Start. Mit Ausnahme des 650 UDF sind sie alle auf Kinder zugeschnitten. Ab dem 650 rollt der Knaus Sport auf einer Tandemachse.

Nachgefragt beim Hersteller

Jürgen Thaler, Leiter Produktmanagement bei Knaus, nimmt Stellung ...

... zum Mix aus Halogen- und LED-Leuchten: Bei der Konzeption des Sport waren ursprünglich Halogenleuchten vorgesehen. Im Zuge der Modellpflege sind einige Leuchtmittel bereits durch LED ausgetauscht worden. Im Schlafbereich haben wir mit Blick auf dessen Nutzung als Ruhebereich keinen Austausch vorgenommen.

... zur fehlenden Reifendruckangabe und selbstnachstellende Bremsen: Mit Blick auf die Designlinie verzichten wir im Sichtbereich auf unnötige Beschriftungen (Anm.: gemeint ist die Reifendruckangabe). Die Hinweise auf den Reifendruck stehen in der Bedienungsanleitung. Die von Ihnen genannten Ausstattungen sind aktuell höheren Fahrzeugkategorien vorbehalten. Bei der Neukonzeption der Baureihe werden wir die Ausstattungsumfänge überdenken.

... zum fehlenden Hauptlichtschalter im Schlafbereich: Mit Blick auf eine attraktive Preisgestaltung sieht das Konzept der Baureihe auch eine verringerte Komplexität in der Beleuchtungstechnik vor.

Lichtcheck angelehnt an DIN EN 12464-1; Farbabstimmung auf zirka 4000 Kelvin

Lichtcheck Foto: Fotos: Andreas Becker

Die Sitzgruppe erreicht die besten Werte: 163 Lux im Durchschnitt und 493 Lux auf der Tischfläche – 4,1 Punkte.
Im fensterlosen Bad mühen sich nur zwei Halogenspots. Ergebnis: nur 36 Lux Durchschnitt – 1,1 Punkte.
Eine LED-Leiste soll in der Küche genügen – tut das aber nicht wirklich. Resultat: nur 2,4 von 5 Punkten.
Im Schlafzimmer herrscht Schlummerlicht. Selbst die Lesespots sind schwach. So reicht es nur für 0,8 Punkte.

Fazit

Billig ist der Knaus Sport nicht, preiswert schon eher. Fassen wir zusammen, warum: Der grundsolide, schnörkellose und qualitativ hochwertige Möbelbau steckt in einer konservativ, aber sauber gefertigten Hülle. Auch für das dank Panorama-Bugfenster großzügige Raumgefühl und die mit Auflastung enorme Zuladung sammelt der Sport 540 UE Punkte. Federn lassen muss er bei der Komfort- und Technikausstattung: Ein teils fader Mix aus Halogen- und LED-Lampen ist wenig zeitgemäß, das Fehlen einiger fahrsicherheitsrelevanter Technikbausteine und USB-Steckdosen ebenso. Ein Kocher ohne Zünder muss ebenfalls nicht sein. Der Grundriss wiederum überzeugt mit Ausnahme des etwas engen Bades rundum. Damit kann man den Sport noch immer empfehlen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
CAR 04/17
Heft 07 / 2017 13. Juni 2017 Heftinhalt anzeigen
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