Knaus Südwind 460 EU: E-Power ohne Gasanlage

Knaus Südwind 460 EU im Test Ein Caravan ohne Gasanlage

Knaus hat seine Traditionsbaureihe ein weiteres Mal aufgefrischt und zum Jubiläums-Sondermodell erhoben. Der 460 EU tritt zudem als E-Power ohne Gasanlage zum Test an. Eine Bestandsaufnahme.

Knaus Südwind 460 EU Becker
Knaus Südwind 460 EU
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Knaus Südwind 460 EU 24 Bilder

Einmal schon haben wir den Abgesang auf den Südwind angestimmt. Nicht auf die Baureihe selbst, denn die wird es vermutlich geben, solange Knaus Caravans baut, sondern auf den Südwind in seiner klassischen Form. Knaus selbst hatte vor fünf Jahren angekündigt, dass die kommende Südwind-Generation keinen Sandwich-Aufbau mehr, sondern einen selbsttragenden Fibre Frame haben werde. Und jetzt: wieder ein aktualisierter Südwind, wieder mit Sandwich. Und doch ein wenig anders: Die Heckwand ist nicht flach, sondern nach außen gewölbt. Fold-X-Pand nennt Knaus den Trick mit dem Knick, der zehn Zentimeter mehr Nutzlänge bei gleicher Aufbaulänge bringen soll.

Auch für die neuen breiteren Alu-Kantenleisten wurde mit Protec Frame ein klangvoller Name gefunden. Geschützt werden sollen durch ihn die beim Jubiläumsmodell 60 Years serienmäßig in Grau lackierten Glattblechwände vor überquellender Dichtmasse – und doch lugt sie hier und da in kleinen Nasen darunter hervor. Alternativ ist der Jubiläums-Südwind auch ganz in Weiß zu haben.

Das zweitkürzeste Modell 460 EU kommt als einer von drei Südwind serienmäßig als "E-Power" ohne Gasanlage und wird daher explizit als nicht wintertauglich deklariert. Mehr zu den Elektrogeräten an Bord im Wohnen- und Technik-Kapitel.

Die Baureihe

  • Preise: 20.990–35.699 Euro
  • Aufbaulängen: 4,44–6,60 m
  • Gesamtgewichte: 1.300–2.000 kg
  • Max. Auflastungen: 2.000–2.500 kg
Knaus Südwind 460 EU
Redaktion
Innenansicht des Knaus Südwind.

Mit 16 Grundrissen ist der Südwind breit aufgestellt: Fünf Modelle haben Stockbetten, drei eine große Bugküche und zwei ein geräumiges Heckbad mit Dusche. Sechs Wagen verfügen über ein Panoramafenster in der Bug-Dachschräge. Alle vier 650er rollen auf Doppelachsen. Auch finden sich sämtliche Bettformen im Portfolio. Alle 16 Grundrisse werden auch als Jubiläumsmodell 60 Years angeboten, die wegen ihrer serienmäßigen Mehrausstattung je nach Grundriss Preisvorteile zwischen 5.702 und 7.642 Euro bieten. 500 FU, 500 QDK und der getestete 460 EU werden serienmäßig als E-Power ohne Gasanlage und -geräte ausgeliefert, sind aber optional damit ausrüstbar.

Wohnen

Auf reisefreudigen 5,30 Metern Aufbaulänge bringt der Knaus Südwind 460 EU zwei Personen in einer großzügigen, angenehm straff und ausreichend ergonomisch gepolsterten Heck-Dinette respektive Einzelbetten unter, die sich per Rollrost und zwei beiliegenden Matratzen-Riegeln in ein wagenbreites Doppelbett aufrüsten lassen. Für die Liegeflächen wählt Knaus eigentlich hochwertige Evopore-Kaltschaummatratzen, bestellt sie aber in nur zehn Zentimeter Dicke und legt sie auf einfache Holzlattenroste ohne Verstellmöglichkeit. Für Ferien-Camper genügt das, Intensivnutzer wünschen sich fülligere Betteinlagen. Das nur 1,88 Meter lange rechte Bett ist einer der Kompromisse, die Käufer eines kurzen Längsbettwagens eingehen müssen.

Auch für die Verwandlung der Sitzgruppe in ein zwei mal 1,13/1,26 Meter großes und fast ebenes Zusatzbett legt Knaus zwei Polster bei. Damit gerät der 460 EU plötzlich und auch zu Recht in den Fokus von Familien mit Kindern respektive Großeltern, die mit Enkeln auf Tour gehen. Dass weder Platz für einen Fullsize-Kleiderschrank noch für einen mannshohen, separat stehenden Kühlschrank bleibt, kommt ebenfalls auf die Liste der Kompromisse. Stattdessen hängt ein Batterie-beleuchtetes Kleiderschränkchen über dem Fußende des linken Bettes, über dem rechten ein mittig unterteilter Wäscheschrank ohne Kleiderstange.

Der Kühlschrank mit knapp 100 Litern Volumen und beidseitig öffnender Tür steht, wie früher üblich, unter der Arbeitsplatte der schmalen Küche. Drei stabile, leichtlaufende und selbst einziehende Schubladen plus zwei mechanisch verriegelte Dachstauschränke, von denen nur der linke einen Regalboden hat, mahnen zur Zurückhaltung bei der Mitnahme von Utensilien und Vorräten. Dafür überrascht die Größe der nutzbaren Arbeitsfläche – ein Verdienst des schmalen 230-Volt-Induktionsherds mit zwei Kochstellen, auf das wir im Technik-Kapitel noch eingehen. Sehr tief und von einem hohen Hahn versorgt ist die verchromte Spüle. Die Arbeitsplatte selbst stößt, gut abgedichtet, an eine Küchenwandverkleidung, die das Fenster formschön einfasst. Hier und am Türfenster setzt Knaus hochwertige Plissee-Faltrollos ein, während die übrigen Fenster von Rastrollos mit zweitem Fliegenschutzrollo verdunkelt werden.

Auch das Bad macht sich so klein wie möglich. In Wand- und Waschbeckenunterschrank sowie einem Regal kommt trotzdem unter, was man so braucht. Praktisch: das Fach für eine Box mit Tissue-Tüchern, die man dort kopfüber einlegen und von unten herausziehen kann. Das Waschbecken wurde nicht überbaut, ist damit sehr gut nutzbar. Das Bad in dieser oder gespiegelter Form kommt in allen kompakteren Südwind mit Quer- und Einzelbetten vor. Und auch der Küchenblock ist ein Modulteil, das mehrfach eingesetzt wird.

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Rollrost und Zusatzmatratzen wetzen die Scharte aus, die das kurze rechte Bett schlägt.

Auffallend solide und homogen gestaltet sind die Möbel des Südwind. Verbinder werden so gut wie möglich versteckt, Umleimer sauber aufgeklebt und gefinisht. Wo man auch hinfasst: Nichts gibt nach, verbiegt oder verwindet sich. Auch Sitztruhen und Bettstaukästen strahlen vertrauenerweckende Robustheit aus. Einziger Knackpunkt: Die Dekor-Konfettis auf diversen Schraubenköpfen wellen und lösen sich mit der Zeit ab.

Dennoch merkt man der Baureihe an, dass sie reifen konnte und durfte. Bug und Heckwand sind mit stoffbespannten, hinterleuchteten Reliefs belegt, was zusammen mit der dimmbaren Ambientebeleuchtung Wohlfühlatmosphäre schafft. Sehr hoch und drum weit vom Lesestoff entfernt montiert wurden die ebenfalls dimmbaren Leseleuchten.

Einen Nachteil der großen 17-Zoll-Räder spürt man bei der Ankunft auf dem Platz: Zwischen Boden und Schwelle der breiten, wuchtigen und top ausgestatteten Tür müssen 56 Zentimeter überwunden werden – ohne Trittstufe ein Riesenschritt. Und die überdies mühsam mit der Kurbel erreichbaren Stützen sind bereits auf ebener Parzelle fast ganz ausgedreht, bis der Südwind stabil steht.

Beladen & Fahren

Mit der 1.700-Kilo-Achse bleiben trotz guter Grundausstattung so große Zuladungsreserven, dass selbst schwere Extras wie Batterie, Markise oder Rangiersystem noch bedenkenlos eingebaut oder nachgerüstet werden können. Eine weitere Auflastung ist jedoch nicht möglich. Auch die Markenreifen sind bei 1,7 Tonnen noch weit entfernt von ihrer Belastungsgrenze. Geringer als vorgeschrieben (4 Prozent des tatsächlichen Gesamtgewichts, aber nicht mehr als 25 kg) ist die Leerstützlast des gasfreien 460 EU.

Klar spielt das nur bei Leerfahrt eine Rolle. Da sowohl der als Stauraum nutzbare Bugkasten als auch der Wassertank sowie die Stauräume unter den Betten auf die Stützlast einzahlen, lässt sie sich erhöhen und recht sensibel justieren. Die ungefähre Waage im Stützrad ist dabei eher "Peilstab" als Messinstrument – aber dennoch hilfreich und gut. Beim Fahren ist der Südwind 460 schon alleine wegen seiner Abmessungen ein angenehmer Begleiter, auch die Fahrstabilität lässt keine Wünsche offen.

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Für den Liegendtransport von Kleidung sind genügend Fächer und Schränkchen vorhanden. Hängeplatz ist dagegen rar.

Statt Truhendeckel mit aufgelegten Polstern setzt Knaus auf Klapppolster mit eingenähter Versteifungsplatte. Man braucht was aus der Sitztruhe? Polster hoch, reingreifen, fallen lassen, fertig – genial einfach. Seltsam, dass kaum jemand außerhalb der Knaus Tabbert AG diesen Kniff kopiert. Für zusammengelegte Kleidung ist Platz in Dachstauschränken und Wäscheschrank, der Kleiderschrank indes ist sehr klein. Dafür kann im Bad noch Kleidung aufgehängt werden. Und auch die Garderobe ist gut nutzbar.

Technik

Technisch sind der Südwind 460 EU und seine E-Power-Geschwister nicht für Wintercamping geeignet. Unter 0° C Außentemperatur ist der Wärmetauscher der Kompressor-Klimaanlage trotz 500-Watt-Zuheizer nicht in der Lage, Wärme zu produzieren. Doch auch Frühjahrs- und Herbstcamper müssen wissen: Der Heizbetrieb geht generell mit Geräuschentwicklung und hohem Stromverbrauch einher. Auch beim Kühlen des Wohnraums brummt es in der linken Sitztruhe. Besser, man hält sich im Sommer draußen auf und wartet, bis innen Wohlfühltemperatur erreicht ist. Das Pusten unter dem Wagenboden stört dann auch eher den Nachbarn. Übrigens reagiert die Anlage ausschließlich auf die Fernbedienung. Ist sie defekt oder saftlos, geht nix mehr.

Eine feine Sache sind die Induktionskochfelder mit je 800 Watt maximaler Heizleistung: Schon nach 4:18 Minuten kocht ein Liter kaltes Leitungswasser. Aber: Klimagerät (heizen: 3.500, kühlen: 2.700 Watt) und Herd brauchen zusammen mehr Strom, als eine 230-Volt-Leitung mit 16-Ampere-Absicherung zu liefern im Stande ist (3.648 Watt). Herd und Klima schalten sich dann ab. Für schwächer als 16 Ampere abgesicherte Campingplätze lässt sich die Stromaufnahme per Schalter auf 6 oder 10 Ampere reduzieren. Je nach Strombedarf schaltet die Bordelektronik zunächst den Ausgang 4 für Optionsgeräte, dann die Steckdosen, dann die Klimaanlage und zuletzt das Kochfeld weg. Licht, Kühlschrank und Wasserpumpe bleiben immer aktiv. Ebenfalls Teil der E-Power-Ausstattung ist der im 460er 98 Liter große Kompressorkühlschrank, der auch bei Hitze ungerührt kühlt, aber auf 12 Volt angewiesen ist.

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Sauber ausgekleideter Toilettenschacht, separater Spülwassertank – spart Frischwasserreserven.

Die LED-Beleuchtung ist nicht opulent, aber ausreichend hell. Sehr störend ist, dass etliche Lampen hin und wieder flackern. Die Toilette verfügt über einen eigenen Spülwassertank, verbraucht also kein Wasser aus dem 47-L-Frischwasserreservoir. Das sitzt gemeinsam mit dem Stromanschluss hinter einer Außenklappe. Trotz Auffangschale ist beim Wassertanken mehr Vorsicht geboten als bei einem Außenanschluss.

Preise

Die Ausstattung des Jubiläumsmodells 60 Years lässt den Standard-Südwind alt aussehen. Beim 460 EU errechnet Knaus durch die Addition der Einzel- statt Paketpreise aller Optionen (ein Kniff, um größtmögliche Preisvorteile auszuzeichnen) eine Ersparnis von. 5702 Euro gegenüber dem identisch ausgestatteten Basismodell. Gut: Das meiste, was Knaus dem Jubi spendiert, würde und sollte man eh bestellen: selbstnachstellende Bremsen, Rollrost zwischen den Einzelbetten, Schwerlast-Stützen, Panoramadachhaube, Fliegengitter, Steckdosen-Paket oder Ambientelicht. Auch TV-Halter und -Verkabelung sind sinnvoll. Das schwere Glattblech (17 kg) und 17-Zoll-Alus indes braucht man nicht – beides zusammen steht aber mit 1.580 Euro auf der Sparliste.

Spannend: Wer den 460 EU mit Gasheizung Truma Varioheat, Absorberkühlschrank und Dreiflammkocher haben möchte, bezahlt für alles 310 Euro, verzichtet aber auf die Klimaanlage. Ansonsten ist auch für den 60 Years alles zu haben, was die lange Optionsliste hergibt. Mit zehn Jahren Dichtheitsgarantie ist Knaus gut dabei, die Zahl der Händler ist groß.

  • Grundpreis: 25.990 Euro inklusive TÜV und Zulassungsbescheinigung II
  • Testwagenpreis: 25.990 Euro

Alko Trailer Control (4 kg): 927 Euro (empfohlen)
Lithium-Paket m. Ladegerät (20 kg): 1.760 Euro (empfohlen)
Ersatzrad 17 Zoll m. Wagenheber (31 kg): 538 Euro (empfohlen)
7-Ah-Akku "One Night Stand" (3 kg): 415 Euro
Truma Mover XT (23 kg): 3.345 Euro
Markise, Aufdachmontage (28 kg): 1.135 Euro (empfohlen)

Kosten und Service

Steuer (1700 kg zGG) 67 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle 10 Jahre/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa 105/k. A.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1

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Die Maßstäbe im Lichtcheck sind streng. Im Alltag kommt man mit der Helligkeit im Südwind klar. Nervig: Etliche LEDs flackern.
  1. Die Sitzgruppe erreicht 3,5 Wertungspunkte. Besonders die Tischfläche könnte heller sein.
  2. Nur eine Leuchte erhellt den Küchenblock, doch das gleichmäßig und zentral hell. 3,8 Punkte.
  3. Das Bad hat zwar dunkle Ecken, aber einen hellen Spiegel. Das genügt für 3,8 Punkte.
  4. Im Schlafzimmer gibt es keine Deckenleuchte. Entsprechend duster bleibt es. Die Lesespots hängen hoch, was Power kostet. 1,5 Punkte.

Das fiel uns auf

 Sauber ausgekleideter Toilettenschacht, separater Spülwassertank – spart Frischwasserreserven.
 Sehr solider und homogener Möbelbau inklusive robuster Sitz- und Bettkästen.

  In rund vier Minuten kocht ein Liter Wasser auf dem Induktionsherd. Doch ohne Strom ist es nutzlos.

 Hinten wie vorn sind die Kurbelstützen schwer zu erreichen. Vorne ist auch der Ausschnitt eng.
 Herd und Klimagerät laufen nicht gleichzeitig. Und: Ohne Fernbedienung keine Klimatisierung.
 Schlecht geschnittene, nicht entgratete und auch messerscharfe Einfassung des Badspiegels.

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Heise
Hinten wie vorn sind die Kurbelstützen schwer zu erreichen. Vorne ist auch der Ausschnitt eng.

Jürgen Thaler, Leiter Produktmanagement Knaus Tabbert AG, nimmt Stellung dazu, dass selbst bei 16-A-Absicherung nicht alle 230-V-Geräte und Steckdosen gleichzeitig nutzbar sind:

Wichtig ist uns, dass die Grundfunktionen Beleuchtung, Wasser, Toilette und Kühlschrank immer in Betrieb bleiben, also nicht abgeschaltet werden. Die gleichzeitige Verwendung von Kochfeld und Klimaanlage wäre bei entsprechend hoher Absicherung möglich. Falls die Absicherung des Platzes nicht reicht, schaltet die intelligente Steuerung während des Kochens die Klima-/Heizanlage temporär ab. Da in der Regel am Campingplatz nicht stundenlang gekocht wird, sehen wir hier keine Komforteinbußen. Würde ein Verbraucher betrieben, der in Summe die Platzabsicherung überschreitet, müsste diese wieder von Hand eingeschaltet werden. Oft sind diese aber in verschlossenen Stromkästenund man muss den Platzwart bemühen, der vielleicht am Abend nicht vor Ort ist. Die elektronische Abschaltung soll also nur vor einem Parallelbetrieb (Kochfeld und Klimaanlage) schützen und einen Komplettausfall aller eingangs genannten Elemente verhindern.

Wertung

Wohnen: 3,2

 Serienmäßiger Rollrost für den Zusammenschluss der Einzelbetten.
 Große Sitzgruppe umbaubar zum passablen Zusatzbett.
 Stabile Küchenauszüge, beidseitig öffnender, leistungstarker Kompressorkühlschrank, tiefe Spüle.
 Ausreichend viel Arbeitsfläche dank platzsparendem Induktionskochfeld.
 Gut nutzbares Waschbecken im Bad.
 Stabiles, akkurat verarbeitetes Mobiliar.

 Kurzes rechtes Bett, echt dünne Matratzen auf einfachen Lattenrosten.
 Begrenzter Küchenstauraum und recht kleiner Kühlschrank.
 Bad ohne Duschmöglichkeit.
 Dekorkleber über Schrauben lösen sich teils ab.

Beladen: 3,9

 Durch serienmäßiges 1700-Kilo-Chassis hohe Zuladungsreserven.
 Praktische Klapppolster auf stabilen Sitztruhen.
 Bugkasten voll für Ladung nutzbar.
 Großer Bettstauraum.

 Kleiner Kleiderschrank.
 Keine Gepäckdurchlade.
 Leer sehr geringe Stützlast.
 Unpräzise Stützlastwaage. Aber immerhin gut für näherunsgweise Bestimmung.

Fahren: 3,8

 Sehr tragfähige Markenreifen.
 Stützlastwaage und selbstnachstellende Bremsen serienmäßig.
 Kräftig zupackende Bremsen.
 Hohe Fahrstabilität, übersichtliche Abmessungen.

 Durch hohe 17-Zoll-Räder müssen Stützen sehr weit ausgekurbelt werden.
 Rangiergriff am Bug auf einer Seite locker.

Technik 3,1

 Klimaanlage Serie.
 Stark kühlender Kompressorkühlschrank.
 Schnell aufheizender Induktionsherd.
 Keine Gasprüfung nötig.
 Bluetooth-Empfänger und Lautsprecher an Bord.

 Keine Wintertauglichkeit mit E-Heizung. Klimagerät beim Kühlen laut.
 Kein Kochen ohne 230-Volt-Anschluss.
 Kühlschrank ohne Stromversorgung vom Pkw oder Autarkpaket im Caravan unterwegs nicht aktiv.

Preis & Service: 4,1

 Im Sondermodell gute Ausstattung zum attraktiven Preis. Trotzdem noch etliche Extras ab Werk erhältlich.
 Dichtigkeitsgarantie von zehn Jahren.
 Großes Händlernetz.

 Preisvorteil geringer als vom Hersteller angegeben.

Fazit

Als erfreulich solide und ausgereift präsentiert sich die jüngste Generation des Knaus Südwind. Ausbau und Mobiliar sind robust und sauber verarbeitet. Auch der Grundriss 460 EU hat Charme, erfordert allerdings Kompromissbereitschaft bei Stauraum und Bettenmaßen. Für die Ausstattung mit Elektro- statt Gasgeräten mag für Sommercamper einiges sprechen. Doch schlüssig ist das Konzept nicht, solange man sich entscheiden muss, ob man kocht, kühlt oder die Steckdosen benutzt. Mit sparsameren Geräten sähe die Sache anders aus. Eine Gas-Infrastruktur für den Winterbetrieb gibt es für den 460 EU optional und in 13 anderen Grundrissen serienmäßig. Der Südwind gehört noch lange nicht zum alten Eisen.

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