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Supertest Eriba Exciting 505 "60 Edition"

Lohnt sich der Kauf des Sondermodells?!

Die Heckgarage des 505 ist beim Urlaub mit Kindern Gold wert. Foto: Ingolf Pompe 24 Bilder

Der Familienwohnwagen Eriba Exciting lockt als schickes Sondermodell mit sattem Preisvorteil. Ob er dieses Versprechen hält und ob er auch sonst ein vernünftiger Kauf ist, zeigt der Supertest.

17.03.2017 Ingo Wagner

Man kann nicht über den Eriba Exciting schreiben, ohne seine Herkunft zu erwähnen: Die Einsteigerbaureihe der Hymer-Wohnwagenmarke Eriba entsteht aus der Möbelkonstruktion der LMC-Modelle Vivo, Musica und Maestro im Werk Sassenberg der Erwin-Hymer-Group, dem Stammsitz von LMC. Mit eigenem Bug und Heck samt eigenständigem Innendesign hebt sich der Exciting von seinen Geschwistern ab. Größer sind die Unterschiede beim Aufbau: Der Eriba muss auf die mit PU-Schaum und holzfrei gefertigten Wände und den GfK-Boden verzichten; sie bleiben eine LMC-Besonderheit. Der Exciting setzt weiterhin auf ein klassisches Alu-Styropor-Sandwich mit Sperrholz-Unterboden, zeigt bei deren Verarbeitung aber keine Nachlässigkeiten.

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CARAVANING 3/2017 Supertest Eriba Exciting 505
Caravaning 03/2017
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Preislich bewegen sich die Serienmodelle des Exciting leicht unter dem Niveau des LMC Musica. Einen besonderen Kaufanreiz, optisch wie finanziell, sollen die zwei Jubiläumsmodelle "60 Edition" bieten. Und beide richten sich mit Etagenbetten an Familien. Wir testen den schmaleren der beiden und verraten, was der Exciting 505 vorzuweisen hat. Und ob die Mehrausstattung wirklich wert- und sinnvoll ist, erfahren Sie im Kapitel "Preise".

Technisch ist der 505 als "60 Edition" identisch mit dem Serienmodell, weshalb die Testergebnisse übertragbar sind.

Wohnen

Gut, wenn für verregnete Urlaubstage alles an Bord ist, was eine Familie braucht: vier feste Betten, eine permanente Sitzgruppe und eine große Küche. Im Eriba Exciting 505 kommt die solide Einrichtung, die jedoch einige Möbelverbinder, Schraubenabdeckungen und nicht immer perfekte Spaltmaße zur Schau trägt, in einem 2,30 Meter breiten Aufbau unter, was beim Fahren Vorteile hat. Die Nachteile sind überschaubar und betreffen vor allem die Sitzgruppe. Mit Bankbreiten von 90 (vordere) und 100 Zentimeter (hintere) muss die Familie am mit knapp 56 Zentimeter gerade noch ausreichend breiten Tisch zusammenrücken. Oder sie klappt die Bankverbreiterungen aus und legt wandseitig Zusatzpolster sowie die Tischverlängerung ein. Das schafft zwölf Zentimeter Zusatzbreite, reduziert den Durchgang zwischen Sitzgruppe und Küche aber auf 30 Zentimeter. 

Wer schon ahnt, dass ihm das zu eng wird, wählt den 2,50 Meter breiten und knapp 30 Zentimeter längeren Exciting 560, der bei fast identischer Aufteilung eine sich zum Raum öffnende Rundsitzgruppe beherbergt. Der Komfort auf der 505-Sitzgruppe ist gut. Doch in der Breitausführung sind die Lehnen der äußeren Sitzplätze nicht mehr gestützt. Und durch die stark konturierten Rückenpolster mit dicken Zierknöpfen scheidet die Sitzgruppe als Zusatzbett quasi aus. 

Die Deckel der stabilen und gut als Stauraum nutzbaren Sitztruhen sind wandseitig angeschlagen. Um sie zu öffnen, müssen nur die Rückenpolster entfernt werden. Zu nah an der hinteren Bank postiert wurde der Warmluftausströmer. Da er direkt von der Heizung kommt, pustet er heiße Luft direkt an die Wade. Zentriert im Fußraum der Sitzgruppe oder zumindest tiefer wäre er besser platziert. Auch die 230-Volt-Steckdose würde man sich näher am Tisch statt in der hinteren Ecke der offenen Ablagen unter den Oberschränken wünschen.

Dasselbe gilt für jene über dem langen und bequemen Bugbett, das samt Lattenrost auf einem stabilen Stahlunterbau ruht. Das Betthaupt böte den idealen Abstellplatz für Radio & Co. Sonst gibt es über das Schlafzimmer wenig zu meckern. Die verschiebbaren Spots blenden beim Lesen wenig, der beleuchtete Dachlukenbaldachin unterstützt sie. Nur der Wunsch nach mildem Dämmerlicht für den nächtlichen Schlich zur Toilette oder zu den Kindern bleibt unerfüllt.

Das "Kinderzimmer" im Wohnwagen

Deren Reich im Heck ist abgetrennt durch die dreisegmentige Holzschiebetür und besteht aus zwei Etagenbetten mit Kaltschaummatratzen auf Lattenrosten. Das obere trägt bis zu 80 Kilogramm und misst 2,01 Meter Länge. Doch dank Alustab am Seitenfenster, hoher Brüstung und stabiler Leiter samt Festhaltemöglichkeit sind auch Minis gut darin aufgehoben. Allerdings erschwert das hohe und fest angebaute Geländer das Bettenmachen. Das untere, noch längere Bett gefällt durch enorme Kopffreiheit. Auf Wunsch gibt es sogar drei Etagenbetten. Dass sich Eriba 230-Volt- oder USB-Steckdosen sowie vernünftig helle Leseleuchten für den Kinderbereich spart, enttäuscht ein wenig.

Wer hungrige Mäuler stopfen muss, freut sich über die voll- und hochwertige Küche des Exciting 505. Die bekannt gute Einheit aus Dreiflammkocher und Spüle, bei der Übergekochtes oder Putzwasser direkt ins Becken ablaufen kann, lässt auf dem 1,31 Meter breiten und gut beleuchteten Küchenkorpus noch ausreichend Platz zum Werkeln. Zusätzlich lässt sich ein Ablagebrett in den Eingangsbereich klappen. Den separat stehenden 140-Liter-Kühlschrank darf man mittlerweile als willkommenen Standard bezeichnen. Durch das schick verkleidete Küchenfensterentsteht eine funktionale Gewürzablage. Die helle Arbeitsplatte des "60 Edition" im "Frostglas"-Design ist mit einer fettabweisenden Beschichtung versehen, was tatsächlich Fingerabdrücke vermeidet und die Reinigung erleichtert.

Dasselbe helle Material kommt im Serienmodell für den offenen Waschtisch zum Einsatz; beim Nullserien-Testwagen wurde behelfsmäßig eine dunkle Platte eingebaut. Was aber nichts am hohen Nutzwert des Waschbereichs ändert. Weil Eriba auf einen Überbau verzichtet, ist nicht nur das Waschbecken perfekt zugänglich, sondern sind auch zwei große Spiegel realisierbar. Dank Waschbeckenunterschrank und Regal herrscht hier an Stau- und Abstellplatz kein Mangel.

Der Toilettenraum

Hinter einer dicken Tür mit supersolider Klinke wartet der geräumige Toilettenraum. Auch ohne Duschausstattung ist die sauber eingepasste Bodenwanne Standard. Ebenso zum Serienumfang gehören der klappbare Wäschetrockner und zwei Handtuchhaken. In die Bugverkleidung oberhalb der Banktoilette integriert Eriba zwei Ablagen und drei schmale geschlossene Fächer mit hochwertigen Verschlüssen. Das Toilettenpapier passt in das offene Fach seitlich an der Wand.

(+) Langes, bequemes Bugbett.
(+) Großzügige Etagenbetten mit sicherem Aufstieg und gutem Absturzschutz.
(+) Sitzgruppe verbreiterbar.
(+) Große, praktische Küche mit Top-Kocher und großem Kühlschrank.
(+) Großzügiger offener und sehr heller Waschbereich mit großem Spiegel.
(+) Gut ausgestatteter, stauraumreicher Toilettenraum mit guter Belüftung.
(+) Stabiler Möbelbau mit Schlössern an Oberschränken.
(-) Konzeptbedingt enger Ausstieg aus Bugbett für Wandschläfer.
(-) Sitzgruppe kaum als Bett nutzbar; Rückenlehnen bei Verbreiterung an Außenplätzen nicht abgestützt.
(-) Viele sichtbare Möbelverbinder.

Preise

Der für das Sondermodell versprochene Preisvorteil von 4.500 Euro ist schwer nachvollziehbar. Allein für die Innengestaltung mit speziellen Dekoren, Stoffen und Oberflächen veranschlagt Eriba 2.080 Euro – die Verifizierung dieser Zahl ist anhand der Preisliste aber nicht möglich. Bei den Ausstattungs-Positionen Truma-Therme, Tür mit Fenster und Fliegenschutz, TV-Vorbereitung, Big-Foot-Stützenteller, Ambiente-Beleuchtung (nur an der Sitzgruppe), Tankanzeige sowie Optik-Zugaben wie Glattblech und Alu-Felgen werden die Einzel- statt Paketpreise addiert. So werden hier 2.420 Euro statt 2.040 Euro für Komfort- und Elegance-Paket ausgewiesen. Der Exciting 505 "60 Edition" ist 990 Euro teurer als der Serien-505 – ein faires Angebot, aber nicht ganz das Schnäppchen, das er vorgibt zu sein.

Grundpreis mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (150 Euro): 22.530 Euro
Testwagenpreis: 22.530 Euro
Auflastung auf 2000 kg (32 kg) ✔: 495 Euro
Alko Trailer Control ATC (5 kg) ✔: 995 Euro
Autarkpaket mit 75-Ah-Batterie, Ladegerät und 12-Volt-Heizungsgebläse (26 kg): 890 Euro
Apotheker-Auszug im Küchenblock (3 kg): 150 Euro
Drittes Etagenbett (15 kg): 525 Euro
Fußbodenerwärmung elektrisch (10 kg): 795 Euro
Arktis-Paket 2 u. a. mit Warmwasserheizung und beheiztem Abwassertank (64 kg): 3.890 Euro
Schlaf-/Aufstelldach (120 kg): 3.990 Euro
Reserverad im Gaskasten (22 kg) ✔: 195 Euro
Markise Thule Omnistor 3,5 m (50 kg): 1.595 Euro
Kosten und Service
Steuer (1800 kg zGG): 76 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 5 Jahre/12 Monate
Händler in Deutschland/Europa: 52/143

✘im Testwagen enthalten; ✔empfehlenswert

(+) Sondermodell mit praxisgerechter Komfortausstattung zum reellen Preis.
(+) (-) Garantieverlängerung möglich, aber aufpreispflichtig.
(-) Unrealistische bzw. nicht nachvollziehbare Vorteilspreisangabe.
(-) Sicherheitsausstattung unvollständig bzw. als Extra teuer (z. B. ATC).

Beladen und Fahren

Dem Anspruch an Laderaum und Zuladungskapazität einer vierköpfigen Familie wird der Exciting mehr als gerecht. Der 41 Zentimeter hohe Laderaum unter dem Bugbett ist dank Bodenkanälen für Warmluft-, Wasser- und Stromleitungen voll und fast bedenkenlos nutzbar. Einzig der Frischwassertank beansprucht einen Teil des Platzes erhöht die Stützlast. Durch das nach hinten klappende untere Etagenbett und die große Außenklappe steht im Heck eine Garage zur Verfügung. Allerdings sind sowohl die Bettfixierung per Gurt als auch die Ausgestaltung der Heckgarage uninspiriert: Der Vierkantstahl-Bettunterbau kann Campingmöbel und Fahrräder zerkratzen, Kabel und Heizungsrohre sind ungeschützt, Befestigungsösen, wie sie Fendt einbaut, fehlen.

Im Wohnraum fehlt es an nichts: Neben dem beleuchteten Kleider- steht ein raumhoher Wäscheschrank, sieben mit mechanischen Schlössern perfekt gesicherte Oberschränke nebst offenen Ablagen warten über Sitzgruppe und Bett. Beide Sitztruhen sind nicht ideal zugänglich, aber fast vollständig für Gepäck nutzbar. Zwischen Tür und Stockbett steht eine praktische Garderobe mit Unterfächern.

Drei stabile Auszüge mit robusten Verschlüssen und ein Regalschrank links daneben füllen den Küchenblock aus, ein weiteres Fach unter dem Kühlschrank sowie zwei Oberschränke mit geschlossenen Unterfächern komplettieren den Küchenstauraum. Der Trenner zwischen Bett und Sitzgruppe schluckt Flaschen oder beherbergt einen optionalen Teleskop-TV-Halter. Die Anschlüsse dafür sind da.

Beladen
(+) Großer Bugstauraum mit sehr gut geschützter Technikinstallation.
(+) Heckstauraum flexibel nutzbar.
(+) Großer Kleider- und Wäscheschrank, viele gesicherte Dachstauschränke und Fächer.
(+) Serienmäßige Auflastung auf 1.800 für passable Zuladung – Auflastung bis zwei Tonnen möglich.
(-) Großstauräume weit entfernt von der Achse – ungünstig für Fahrstabilität.
(-) Heckstauraum mit offenen Kanten und ungeschützter Installation.

Fahren
(+) Selbstnachstellende Bremsen – kein Auflaufruck und konstant hohe Bremsleistung.
(+) Praktische und stabile Rangierstange am Heck, ergonomisch gute und ebenfalls stabile Rangiergriffe am Bug.
(+) Gute Nachlaufeigenschaften.
(-) Keine Stützlastwaage, ATC nur gegen hohen Aufpreis erhältlich.
(-) Reifen bereits knapp ein Jahr alt.
(-) Vordere Umrissleuchten unten – aufwirbelnder Schnee dunkelt sie komplett ab.

Technik

Bei der technischen Ausstattung macht Eriba keinerlei Experimente. Sämtliche Komponenten sind bekannt und bewährt. Dometic liefert den 370-Watt-Umformer, der die ausgewogene LED-Beleuchtung speist. Die als Option 350 Euro teure, im "60 Edition" jedoch serienmäßige indirekte Beleuchtung beschränkt sich übrigens auf ein einziges (!) LED-Band über der Sitzgruppe. Eine Besonderheit bei Fahrzeugen aus Sassenberg ist eine elektronische Schaltung, die mit Stromversorgung des Wohnwagens durch den Zugwagen nur die wichtigsten Innenleuchten ansteuert. Durch das einfache Umstecken einer Sicherung am Umformer lässt sich diese Batterieschutzschaltung jedoch aufheben.

Die Truma-Gasheizung S 3004 ist, gemessen an der Wagengröße, allenfalls befriedigend. Während des Tests bei 0 bis minus 6 Grad Celsius lief sie zwischen Stufe drei und vier – da ist nicht mehr viel (Warm-)Luft nach oben. Allerdings heizt sich der 505 ziemlich gleichmäßig auf. Fürs Wintercamping hält Eriba jedoch zwei 1.395 und 3.890 Euro teure "Arktis"-Pakete mit stärkerer Luft- und Warmwasserheizung, PU-Schaum-gedämmtem Boden und weiterem Winterzubehör wie Gasumschaltung samt Eis-Ex vor.

Im Bettstaukasten offenbart sich, was Eriba mit Raum-Plus-System meint. Kabel, Warmluftstränge und Wasserleitungen verlaufen in Kanälen, um Platz zu sparen und sie vor Gepäck zu schützen. Doch unter dem Heckbett und in den Sitztruhen liegen die Leitungen zwar gebündelt, aber ungeschützt. Immerhin sind sämtliche Ablassventile gut vor dem Abscheren durch Ladung gesichert.

Robust und aufgeräumt präsentiert sich der mit Riffelblech ausgeschlagene Gaskasten, dessen Deckel platzsparend nach oben öffnet und der mit stabilen Flaschengurten und Ersatzradhalter aufwartet. Dass der Deckel nicht immer offen hält, scheint an einer defekten Gasdruckfeder zu liegen. Die Sicherheitssausstattung erschöpft sich in selbstnachstellenden Bremsen und Schlingerdämpfer. ATC und Stützlastwaage fehlen.

(+) Sauber gefertigter Aufbau aus herkömmlichen Materialien.
(+) Selbstnachstellende Bremsen und Bugrad mit Luftbereifung Serie.
(+) Vollständige, gut ausleuchtende LED-Beleuchtung, überwiegend saubere Installation von Kabeln und Leitungen.
(-) Fenster ohne Sicherung an den Knebeln. Verriegelung Badfenster unsauber montiert.
(-) ATC sehr teuer, keine Stützlastwaage.

Lichtcheck

  1. Die Sitzgruppe wird gleichmäßig hell beleuchtet, wobei die beiden Lesespots helfen.
  2. Die Küche ermöglicht augenschonendes Arbeiten. Die LED-Lichtleiste ist angenehm hell.
  3. Der beleuchtete Dachlukenbaldachin wirft Licht aufs Bugbett. Lesespots mit guter Wirkung.
  4. Im Waschbereich gefällt das sehr helle Licht im Spiegel. Im Toilettenraum genügt die Helligkeit.

Das fiel uns auf

(+) Hakenschlösser an den Oberschränken heben den Eriba auch von seinen LMC-Geschwistern ab.
(+) Serienmäßig zwei USB-Steckdosen mit 0,5 und 2,1 Ampere Ladestrom an der Sitzgruppe.
(+) (-) Große Heckgarage, aber offenes Heizungsrohr, rohes Metallgestell und keine Befestigungspunkte.
(-) Der Regler für das 230-Volt-Heizungsgebläse sitzt schlecht erreichbar über dem Heizkörper.
(-) Am Entsorgungsschacht fehlt eine Silokonfuge zwischen Toilettenkorpus und Außenwand.
(-) Am Badfenster wurde ein Gegenhalter für den Knebel schräg montiert, weshalb es absteht. 

Wir haben bei Rudolf Wikelski, Produktmanager bei Eriba, nachgefragt zu...

... zu fehlenden Steckdosen im Kinderbereich: 

Der Exciting 505 ist mit sieben Steckdosen ausgestattet. 230-Volt-Steckdosen sind im Kinderbettbereich bei Eriba (aus Sicherheitsgründen; die Redaktion) nicht gewünscht.

... zur simplen Ausgestaltung der Heckgarage: 

Beim Exciting haben wir viele Elemente unseres Nova Raum-Plus-System umgesetzt. Die Installation in den Stauräumen ist nahezu komplett in Installationskanälen verlegt. Beim 505 ist der Heizungsschlauch hinter den Metallfüßen des Bettgestells gegen Ladung gesichert.

...zum schlecht positionierten Ausströmer an der Sitzgruppe: 

Ein guter Hinweis, der insbesondere die Wintercamper betrifft. Wir werden uns das anschauen und den bestmöglichen Platz finden.

... zu den Preisangaben: 

Die Möbeldekore und Oberflächen für das Sondermodell sind noch hochwertiger als unsere Standardmaterialien und werden zudem in kleineren Stückzahlen bestellt. Das macht sie deutlich teurer.

Die Baureihe Eriba Exciting

Preise: 18.490–22.090 Euro
Aufbaulängen: 5,25–6,79 m
Gesamtgewichte: 1.350–1.600 kg
Max. Auflastungen: 1.700–2.000 kg
Grundrisse:

Der Eriba Exciting 515 im Überblick

Schlafplätze: 4+2
Zul. Gesamtgewicht: 1.800 kg
Aufbaulänge/Breite/Höhe: 6,54/2,30/2,58 m
Grundpreis ab: 22.380 Euro 

Zwei von neun Exciting-Grundrissen sind auch als Sondermodell "60 Edition" erhältlich: der getestete 505 und der 2,50 Meter breite 560 – die beiden einzigen Familienwagen mit Etagenbetten. Alle anderen Grundrisse sind auf Paare zugeschnitten. Den Einstieg markiert der neue 445, ein kompakter Wagen mit französischem Längsbett und Rundsitzgruppe. Auch die restlichen Raumaufteilungen folgen mit Einzel- und Längsdoppelbetten bewährten Mustern. Aus der Reihe tanzt allenfalls der 470, ein handlicher Wagen mit Queensbett im Bug und Rundsitzgruppe hinten. Mit zwei Winterpaketen lässt sich der Exciting besonders frostfest machen.

Den vollständigen Supertest mit allen Testdaten finden Sie hier auch als pdf-Datei zum Download.

Fazit

Eine Frage des Preises

Die schärfste Kritik muss der Exciting 505 "60 Edition" für die Preispolitik einstecken. Anlass gibt aber nicht der wettbewerbsfähige Grundpreis, sondern die Preisauszeichnung der Sondermodell-Ausstattung. 4.500 Euro Rabatt? Schwer nachvollziehbar, auch wenn Eriba auf die Hochwertigkeit der Stoffe, Oberflächen und Dekore verweist. Eigentlich hat der Exciting solche Strategien nicht nötig. Denn er erreicht hohes Qualitäts- und Wohnwert-Niveau – und damit durchweg gute Noten. Der Möbelbau ist solide, der Grundriss überzeugt und die Zuladung ist gewaltig. Darüber, dass der Aufbau aus konventionellen Materialien gefertigt wird, tröstet dessen blitzsaubere Verarbeitung hinweg. Wünschen würden wir uns einen liebevoller gestalteten Kinderbereich.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Caravaning 10/2016
Heft 03 / 2017 7. Februar 2017 Heftinhalt anzeigen
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