Caravaning 10/2013 Fendt Bianco 515 SG Archiv

CARAVANING Supertest Überprüfung Fendt Bianco 515 SG

Der Mittelklasse-Caravan Fendt Bianco 515 SG schnitt gut ab beim CARAVANING Test. Was störte, waren die sehr kurzen Einzelbetten und überstehende Türscharniere im Bad.

Nachgefragt bei Fendt zu ...

... den relativ kurzen Einzelbetten: Die Bettlänge links beträgt 200 cm und rechts 190 cm. Die Verlängerung auf 200 cm würde das Fahrzeug um mindestens 10 cm verlängern. Nur so kann der Platz für die Toilette zwischen Radkasten und Bettende gewonnen werden.

... dem scharfkantigen Kedereinzug am Bug- und Heckkeder: Die Fräskanten im Einzugsbereich des Keders sind leicht entgratet. Die Entgratung wird aufgrund Ihrer Testergebnisse weiter optimiert.

... den Türscharnieren, die am Sanitärraum überstehen: Für die Formstabilität der Tür ist eine größere Dicke erforderlich. Diese erfordert stabile Scharniere, die in zwei Richtungen verstellbar sein sollten. Wir haben hier nach sorgfältigen Testreihen Metalltopfbänder aus dem Möbelbau ausgewählt. Ein Überstand von rund 8 mm musste in Kauf genommen werden. Es befindet sich kein störendes Scharnier im Durchgangsbereich auf Schlosshöhe.

Überprüfung

Das Modell Fendt Bianco 515 SG wurde auf der Stuttgarter Messe nicht ausgestellt. Da sich die Nachfrage auf ein Detail, nämlich die Kederleiste über dem Heckfenster bezog, konnte die Überprüfung an einem Bianco-Schwestermodell vorgenommen werden. Ergebnis: Die scharfen Stellen am Kedereinzug entpuppten sich als weniger scharfkantig. Allerdings wurde jetzt festgestellt, dass der Wasserablauf an der gleichen Leiste auch eine Entschärfung verdient hätte. Da die unterschiedliche Bettenlänge laut Hersteller konstruktiv nur sehr aufwendig veränderbar gewesen wäre, wurde sie nicht vorgenommen. Die um 8 Millimeter überstehenden Scharniere an der Badtür mögen sehr stabil sein, elegant sehen sie jedenfalls nicht aus.

Stellungnahme von Thomas Kamm, Leiter Marketing bei Fendt

Das Aluprofil, von dem Sie sprechen, lässt keine größeren Rundungen zu, weil das Material sehr dünn ist. Trotzdem haben wir versucht, die Kanten etwas zu optimieren, was durchaus gelungen ist. Allerdings können sie für manchen immer noch zu scharfkantig sein. Eine weitere Möglichkeit die scharfen Kanten in Griff zu bekommen: Wenn der Kedereinzug etwas verlängert würde, könnte man den Keder mit weniger Kraftanstrengung einfädeln, was auf jeden Fall die Verletzungsgefahr minimieren würde.

Übersicht: CARAVANING prüft Supertest-Versprechen