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Tabbert Rossini 540 E im Supertest

Basismodell mit guter Serienausstattung

Tabbert Rossini 540 E im Test Foto: I. Pompe, P. Heise, D. Heinz 24 Bilder

Für die Saison 2018 erhält der Rossini innen wie außen ein komplett überarbeitetes Design. Ob es bereits in der Einstiegsbaureihe die vielbeschworene Tabbert-Qualität gibt, klärt unser Supertest.

25.02.2018 Philipp Heise

Modern, sportiv und traditionsbewusst, so beschreibt Tabbert das Resultat der Rossini-Modellpflege zur Saison 2018. Und auch wenn sich hinter dieser Modellpflege hauptsächlich neue Dekoraufkleber, Polstervariationen und farblich abgesetzte Oberschrankklappen verbergen, hat sie dem Rossini sichtlich gut getan. Farblich ist er nun eins mit dem Rest der Tabbert-Familie, doch das berühmte Doppeldach mit einer Extraschicht Dämmwolle unter der Außenhaut deutet der Rossini aus Preisgründen nur an.

Apropos Preis: Kurios ist, dass der vergleichbare, drei Zentimeter kürzere Konzernbruder Knaus Südwind 580 EU mit 23.190 Euro deutlich teurer ist. Dabei lässt sich die enge Verwandtschaft im Interieur kaum verleugnen: Angefangen vom PVC-Boden im Schiffsplankendesign über die Türgriffe und Beschläge bis hin zum Einhebelmischer in der Küche stammen viele Teile aus dem gleichen Regal. Dass diese Verwandtschaft aber nicht nachteilig ist, zeigt sich in der soliden Qualität – und die ist es, mit der Tabbert auch in der Einstiegsklasse punkten will. Gibt es hier also tatsächlich die viel beschworene Tabbert-Qualität zum Sparkurs oder ist der Rossini nur ein günstigerer Südwind unter anderer Flagge? Im Supertest gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Wohnen

Warum das Rad neu erfinden, wenn es rundläuft? Frei nach diesem Motto setzt Tabbert bei der Möbelanordnung des Rossini 540 E auf Bewährtes: eine ausladende Sitzgruppe im Heck, komfortable Einzelbetten im Bug und dazwischen Küche, Bad und Kleiderschrank. Licht von oben gibt es durch zwei 40er-Dachluken und sechs Ausstellfenster mit Sperrriegeln. Aber starten wir der Reihe nach: Der Erstkontakt mit der Kunstleder-Sitzgruppe im Heck hinterlässt aufgrund der fummeligen Fahrtsicherung nicht den besten Eindruck.

Tabbert Rossini 540 E im Test Foto: I. Pompe, P. Heise, D. Heinz
Angenehm konturierte Rückenlehnen und tiefe Sitzflächen sorgen für guten Sitzkomfort im Heck.

Ist das Sicherungsband aber erst einmal in der linken Sitztruhe verschwunden und der Einsäulenhubtisch auf Arbeitshöhe, überzeugen die großzügigen Abmessungen und der Sitzkomfort. Anteil daran haben neben den aufgepolsterten Oberschenkelauflagen auch die zweiteiligen Rückenlehnen, deren oberer Teil aus Stoff sich zumindest bei den geraden Lehnen abnehmen und mittels Reißverschluss auch öffnen lässt. Für mehr Sitzfläche auf dem Platz vor dem Heckfenster kann selbige dank festem Unterbau um etwa 12 Zentimeter herausgezogen werden. Nachteil dieser gut gemeinten Lösung ist, dass der Tisch (90 x 70 cm) bei der Nutzung des angesprochenen Sitzplatzes teilweise die obere Küchenschublade blockiert.

Dinge des täglichen Bedarfs kommen in offenen Eckregalen oder über der Sitzgruppe in gut nutzbaren Oberschränken mit offenen Ablagen unter. Noch eine Nummer größer fallen die Oberschränke in Küche und Schlafbereich aus, da diese die darunter befindlichen Ablagen durch längere und leicht geschwungene Klappen als Zwischenboden integrieren. Das Öffnen und Schließen der cremefarbenen Oberschrankklappen erfolgt derweil über massive Griffe und starke Federaufsteller, die eine zusätzliche Verriegelung, mit Ausnahme an den Küchenoberschränken, überflüssig machen.

Tabbert Rossini 540 E im Test Foto: I. Pompe, P. Heise, D. Heinz
Guter Komfort in den Einzelbetten, die miteinander verbunden werden können.

Wer es weich mag, kommt in den verschieden langen Einzelbetten (195 cm links, 186 cm rechts) mit Komfortschlafsystem für 339 Euro voll auf seine Kosten. Der flexible Tellerrost mit aufstellbarem Kopfteil macht seine Sache gut. Damit der Schlafkomfort auf verbundenen Betten nicht leidet, liefert Tabbert ein Rollrost im Nachttisch und zwei große Polsterteile (309 Euro), die allerdings auch bei Nichtgebrauch irgendwo verstaut werden wollen – am besten unter den Betten.

Bücher, Handys oder Tablets finden in den offenen Fächern und Ablagen in der Bugwand des Rossini Platz. Mit Chromstreifen an den Rüttelkanten sorgen diese zudem für eleganten Touch. Leicht torpediert wird dieser allerdings von einer klobig aufgesetzten Steckdose zentral oberhalb des Nachttisches.

In der Küche sind, passend zu den Betten, Edelstahlrundspüle und Dreiflammenkocher (mit Zündhilfe) streng voneinander getrennt in der Arbeitsfläche eingelassen. Platzprobleme gibt es auf der Arbeitsplatte des Rossini dennoch nicht, da der weit hinten montierte Kocher noch genügend Platz zum Schnippeln lässt. Unsinnig ist dagegen der leicht abstehende Spritzschutz. Geht hier etwas daneben oder besser gesagt dahinter, muss er zur Reinigung komplett losgeschraubt werden. Gespült wird anschließend in einem gut nutzbaren Edelstahlrundwaschbecken mit massivem Aufbau-Hebelmischer. Unterhalb der Arbeitsfläche nehmen zwei stabil geführte Schubladen, eine Klappe und ein Apothekerauszug die zum Kochen notwendigen Lebensmittel, Besteck und Kochutensilien auf – und sollte es unwahrscheinlicherweise doch mal knapp werden mit der Vorratshaltung, gibt es über und unter dem 142-Liter-Absorber-Kühlschrank zwei weitere Fächer.

Mit nur zwei Spots und einer Dachhaube definitiv unterbelichtet ist das Bad im Rossini. Zusätzlich schluckt die dunkle Grundfarbe Licht, was das optionale Ausstellfenster (299 Euro) zu einer empfehlenswerten Investition macht. Abdichtung und Ausstattung geben keinen Anlass zur Kritik. Eine gelungene Mischung aus offenen Ablagen und Schränken bietet genügend Raum für alles Notwendige. Ungünstig unter dem links der Toilette postierten Wandschrank montiert ist der Lichtschalter.

Beliebter Caravan frisch aufgelegtDer neue Knaus Südwind 500 FU (2017)

Preise

Für 22.090 Euro stellt Tabbert mit dem aufgefrischten Rossini einen soliden Mittelklasse-Caravan auf die Räder. Bei der Preispolitik sticht das Thema Sicherheit heraus. So ist neben der klassenüblichen Sicherheitsausstattung wie AKS und selbstnachstellende Bremsen das sonst recht teure Antischleudersystem ATC bereits serienmäßig mit an Bord.

Ziemlich umfassend sind die Gestaltungsmöglichkeiten in Form von Sonderausstattungen: Passt das Budget, lässt sich der 540 E deutlich aufwerten. Von der Markise bis zum Mover kann dabei nahezu alles direkt von Tabbert bezogen werden. Sparpotenzial verspricht der Hersteller bei den fünf Paketen, die er für den Rossini anbietet.

  • Grundpreis: 22.289 Euro mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (199 Euro)
  • Testwagenpreis: 24.790 Euro

✘ Auflastung auf 1900 kg (15 kg) ✔488 Euro
✘ TV-Gelenkhalter mit Kabeln (3 kg)✔165 Euro
✘ Teppichboden lose (7,5 kg) 299 Euro
✘ Ausziehbarer Lattenrost zwischen Einzelbetten (2 kg)309 Euro
✘ Premium Exterieur-Paket mit Deichselabdeckung, Alko Bigfoot und Alufelgen (32 kg) ✔395 Euro
✘ Premium Interieur-Paket mit Fliegengittertür, Kissen/Tagesdecken, Komfortschlafsystem, Füllstandsanzeige Frischwasser (15 kg) ✔749 Euro
✘ Licht-Paket mit Ambientebeleuchtung, be- leuchteter Einstiegsstufe und Vorzeltleuchte mit Bewegungsmelder (– kg) ✔295 Euro
Heki-Dachhaube, 70 x 50 cm (8 kg)✔390 Euro
Ausstellfenster Bad 50 x 52 cm (3 kg) ✔299 Euro
Duocontrol CS inkl. Gasfilter (1,8 kg)✔399 Euro

Kosten und Service

Steuer (1900 kg zGG): 70,87 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 10 / 1 Jahre
Servicestellen in Deutschland/Europa: 55 / 140

✘im Testwagen enthalten; ✔empfehlenswert

Beladen und Fahren

Tabbert Rossini 540 E im Test Foto: I. Pompe, P. Heise, D. Heinz
Der rechte Bettstauraum hat serienmäßig eine Serviceklappe.

Mit fast 450 Kilogramm ist die Zuladung im aufgelasteten 540 E (1.900 kg) für zwei Personen mehr als ausreichend. Gut, dass es dem Rossini an Stauraum nicht mangelt. So kommen, wie bereits erwähnt, zwei verschiedene Ausführungen von Dachschränken zum Einsatz, die aufgrund ihrer durchdachten Formgebung sehr gut nutzbar sind. Bodennäher bietet sich der mit einer Schuhklappe versehene Unterbau der Rundsitzgruppe an. Die relativ schmalen Stauraumklappen haben dabei den Vorteil, dass sie ohne Polster geöffnet stehen bleiben, was das Beladen immens erleichtert.

Für Sperriges wie Tisch, Vorzelt und Stühle eignen sich die beiden Bettstauräume bestens. Mit stabilen Aufstellern und Scharnieren bestückt, klappen die aufwendig konstruierten Betten mit wenig Kraftaufwand nach oben. Noch einfacher geht die Beladung von außen über eine Serviceklappe im rechten Stauraum.

Auf der Straße zeigt sich der Rossini von seiner gutmütigen Seite. Selbst Unebenheiten oder Spurrillen können ihn nicht nennenswert aus der Ruhe bringen – und sollte es dennoch einmal eng werden, bringt das serienmäßige Antischleudersystem ATC wieder Ruhe ins Gespann.

Grenzwertig ist dagegen die Wahl der Reifen. Entgegen dem Herstellerversprechen, Markenreifen mit einer hohen Traglastreserve zu verwenden, entspricht die Traglast exakt dem zulässigen Gesamtgewicht des aufgelasteten Rossini (1.900 kg). Von einer echten Reserve kann somit nicht die Rede sein.

Technik

Technisch präsentiert sich der Rossini auf der Höhe der Zeit – mit Ausnahme seiner Beleuchtung: Dass hier noch an einigen Stellen stromfressende Halogenlampen zum Einsatz kommen, ist nicht nachvollziehbar. Unabhängig davon ist das Thema Licht sowieso nicht die Stärke des Rossini, wie der Lichttest zeigt. Im Schlafbereich mag die schummrige Beleuchtung noch hinnehmbar sein, aber spätestens vor dem Badspiegel sollte es dann doch gern mehr sein.

Aber genug der Kritik, da sich der Rossini ansonsten gut bis vorbildlich präsentiert. Ein Beispiel ist die gut funktionierende Truma-S5004-Heizung, die dank geschlitzter Umluftschläuche schnell für behagliche Wärme sorgt. Wärme, die auch den Wasserleitungen zugutekommt, da diese frostgeschützt auf den Umluftschläuchen verlaufen. Liebe zum Detail lässt sich auch in anderen Bereichen erkennen: beispielsweise bei der Truma-Therme unter dem Kopfende des linken Betts. Sie wird von einer eigenen Schottwand vor umherrutschendem Gepäck geschützt. Ähnlich wie die Umluftschläuche und Leitungen, die im Bereich von Stauräumen allesamt hoch montiert sind, damit sie keinen Schaden nehmen.

Tabbert Rossini 540 E im Test Foto: I. Pompe, P. Heise, D. Heinz
Versteckt: Technik im Zwischenboden des Schranks.

Etwas versteckt, aber elegant gelöst ist die Unterbringung der Zentralelektrik: Der Umformer mit 350 Watt und FI-Schutzschalter teilt sich mit dem Schalter für die Therme den Zwischenboden des Kleiderschranks. Von dort gespeist, erledigen sieben Steckdosen die Stromverteilung, während es USB-Ladevorrichtungen nur gegen Aufpreis gibt.

In der Einstiegsklasse müssen Tabbert-Kunden leider noch auf das Doppeldach und die schicken Bugfender der höheren Modellreihen verzichten. Dafür entspricht der Rossini mit seinem GfK-Dach und den sauber verarbeiteten Seitenwänden in Alu-Hammerschlag sehr gutem Standard. Mehr als Standard ist dagegen die Konstruktion des Deichselkastens. Mit geschütztem Schloss, parallel aufschwenkendem Deckel und Dreipunktverriegelung überzeugt der Zugang zum mit Riffelblech ausgekleideten Stauraum.

Die Rossini-Baureihe im Überblick

  • Preise: 18.850–25.290 Euro
  • Aufbaulängen: 4,70–6,30 m
  • Gesamtgewichte: 1.400–2.000 kg
  • Max. Auflastungen: 1.500–2.500kg
  • Grundrisse: 7

Charakter: Dunkle Holztöne, helle Klappen und massive Griffe sorgen bereits in der Einstiegsklasse von Tabbert für eine wertige Anmutung. Auf das separat gedämmte Doppeldach müssen Rossini-Käufer zwar verzichten, dafür macht Tabbert bei der Sicherheitsausstattung keine Kompromisse: selbstnachstellende Bremsen, Markenreifen und das Antischleudersystem ATC gibt es serienmäßig. Neben Paaren ist das Grundrissangebot besonders für Familien interessant, da drei der sieben Grundrisse über Etagenbetten im Heck verfügen. Wer es im Innenraum nicht nur wegen der Kinder etwas kontrastreicher und farbenfroher mag, sollte seinen Haken bei der Polsterfarbe „Smaragd-Lake“ setzen.

Armin Mäder, Produktmanager bei Tabbert, nimmt Stellung ...

... zum Verzicht auf das Tabbert-Doppeldach: Der Rossini ist der Einstieg in die Tabbert-Markenwelt. Im preissensiblen Segment haben wir mit Blick auf einen besonders attraktiven Basispreis hier auf das sehr aufwendige Doppeldach verzichtet und wenden die im Markt übliche wie bewährte Machart eines klassischen Wohnwagen-Daches an.

... zur unterdurchschnittlichen Lichtausbeute im gesamten Caravan: Wir liegen mit der Lichtausbeute im empfohlenen wie vorgeschriebenen Bereich und erfüllen unsere internen Testvorgaben. Jedoch gehen wir dieses Thema gesamtheitlich nochmal an.

... zur Verwendung von Halogenleuchtmitteln über der Sitzgruppe: Wir erfüllen aktuell alle unsere relevanten Vorgaben, stellen im Zuge der kontinuierlichen Modell-Verbesserungen aber fürs Modelljahr 2019 unsere Baureihen auf LED-Technik um.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1; Farbabstimmung auf zirka 3700 Kelvin

  • Sitzgruppe: Verschiebbare Lesespots und eine Halogen-Deckenlampe sorgen für mäßige Ausleuchtung.
  • Küche: Unter der LED-Leiste reicht das Licht, in den Ecken der Arbeitsplatte ist es Mangelware.
  • Bett: Nicht mehr als Schummerlicht herrscht im Schlafbereich. Maximal 95 Lux sind einfach zu wenig.
  • Bad: Mit nur zwei Spots über dem Spiegel ist auch das Bad nicht zufriedenstellend ausgeleuchtet.

Das fiel uns auf

 Das Schuhfach im Eingangsbereich ermöglicht einen einfachen Zugang zum Sitztruhenstauraum.
 Der Gaskastendeckel schwenkt parallel auf und bietet eine sichere und wertige Dreipunktverriegelung.
 Im Blick: Ein Panel im Eingangsbereich gibt Auskunft über den Füllstand des Frischwassertanks.

 Nicht eingelassen wirkt die Aufputzsteckdose für das rechte Bett klobig und deplatziert.
 Die großen Zusatzpolster beanspruchen viel Stauraum, wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind.
 Die Tackernadeln der Lichtleiste liegen am Kopfende der Betten genau im Blickfeld.

Tabbert PEP 490 TD im SupertestEin bunter Mittelklasse-Wohnwagen

Wertung

Wohnen: 3,5

 Weiche Betten mit hochwertigen Matratzen und aufstellbarem Tellerfederrost.
 Gute Zugänglichkeit der Bettstauräume durch stabile Aufsteller.
 Großzügige und bequeme Sitzgruppe mit verlängerbarer Mittelsitzfläche.

 Mangels Softclose schließen die Oberschrankklappen recht hart.
 Die Lichtschalterplatzierung im Bad ist wenig intuitiv.
 Die Fahrtsicherung des Einsäulen- hubtisches mittels Fangband ist fummelig und umständlich.

Preis & Service: 3,6

 Viele Ausstattungen sind in Paketen kombiniert.
 Lange Dichtigkeitsgarantie.
 Viele Sicherheitssysteme in der Serienausstattung.
 Viele Extras ab Werk im Angebot.
 Das Tabbert-Doppeldach ist im Rossini auch gegen Aufpreis nicht verfügbar.

Beladen: 4,4

 Der großzügig dimensionierte Deichselkasten bietet zusätzlichen Stauraum.
 Im Stauraum befindliche Technik wird durch Trenner geschützt.
 Genügend offene Ablagen, Fächer und Eckregale an der Sitzgruppe.

 Die Ausschnitte der Sitztruhenklappen könnten größer sein.
 Küchenschubladen kollidieren mit dem Tisch der Sitzgruppe.
 Die Markenreifen bieten bei maximaler Zuladung kaum Traglastreserve.

Fahren: 3,4

 Antischleudersystem ATC als Teil der Serienausstattung.
 Markenreifen von Hankook als Serienausstattung.
 Unproblematisches und stabiles Fahrverhalten.
 Spurstabiler Nachlauf selbst bei Fahrbahnunebenheiten und Spurrillen.

 Kaum Traglastreserve bei zulässigem Gesamtgewicht.
 Keine Reifendruckangaben am Radlauf oder im Deichselkasten.

Technik: 3,0

 Starke Truma-S5004-Heizung.
 Antischleuderschutz ATC im Serienumfang.
 Solider, parallel aufschwenkender Gaskastendeckel mit Dreipunktverriegelung.

 Insgesamt schwächelnde Beleuchtung.
 Über der Sitzgruppe kommen noch wenig zeitgemäße Halogenlampen zum Einsatz.
 Das vom Kochfeld getrennte Spülbecken erschwert die Reinigung.

Fazit

Solider Einstieg: Günstig ist der Rossini nicht, dafür bekommt man aber schon für den Basispreis einen grundsoliden Caravan mit einer guten Serienausstattung. Darf es etwas mehr sein, stehen bei Tabbert neben fünf Paketen auch sonst jede Menge Extras ab Werk zur Verfügung. Nicht für Geld und gute Worte gibt es dagegen das Tabbert-Doppeldach, das den höheren Baureihen vorbehalten bleibt. Federn lassen muss der Rossini mit seiner durchweg schwächelnden Beleuchtung und dem Einsatz von wenig zeitgemäßen Halogenlampen. Weitere Sympathien verspielt er aufgelastet mit der knapp kalkulierten Traglastreserve. Hält man allerdings die vielen gelungenen Detaillösungen und einen durchweg guten Möbelbau dagegen, ist der Rossini seinen Preis durchaus wert.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 2 / 2018 9. Januar 2018 106 Seiten Heftinhalt anzeigen
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