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Tabbert Vivaldi Finest Edition 560 TDL im Test

Sondermodell mit Doppelbett und Luxus-Sitzgruppe

Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert 25 Bilder

Als Sondermodell Finest Edition hat der Vivaldi so ziemlich alles an Bord, was Camping schick und angenehm macht. Doch steckt hinter all der Opulenz auch qualitativ hochwertige Substanz?

13.05.2018 Philipp Heise

Es gehört zu den jüngeren Traditionen von Knaus Tabbert, Sondermodelle auf Basis in Ehre ergrauter Baureihen zu erschaffen. Was vergangene Saison mit dem Rossini Finest Edition begann, führt jetzt der Vivaldi Finest Edition fort. Das Rezept ist einfach: Man stecke so viele begehrenswerte Extras zum Spartarif in die Wagen, dass sowohl das Standardmodell als auch die Konkurrenz – zumindest auf dem Papier – alt aussehen. Und im Schatten der Aufmerksamkeit für das Sondermodell gedeiht unbemerkt das Nachfolgemodell. So war es zumindest beim Rossini.

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Tabbert Vivaldi Finest Ed
Tabbert Vivaldi Finest Ed im Test Sondermodell Finest Edition
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27.290 Euro kostet die alles andere als schlecht ausgestattete Basisvariante des Vivaldi 560 TDL, als pralle Finest Edition sind es 29.000 Euro. Zum Vergleich: Dauerrivale Fendt ruft für den rund 30 Zentimeter kürzeren Opal 560 SRF 28.790 Euro auf. Mit ähnlicher Ausstattung wie in der Finest Edition summiert sich der Gesamtpreis des Opal schon auf etwa 35.000 Euro.

Dabei hat es Tabbert geschafft, für die Finest Edition eine sinnvolle und standesgemäße Auswahl von Extras zusammenzustellen. Der 560 TDL ist, gemeinsam mit seinem Ableger 560 TD, der größte und breiteste Monoachser im Vivaldi-Programm. Mit seiner Winkelküche und der daran anschließenden Rundsitzgruppe zielt er auf komfortbewusste Paare.

Wohnen

Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert
Luftiger Wohnraum mit L-förmiger Küchenzeile.

Die glatte Außenhaut in Kombination mit eingelassenen Rahmenfenstern lässt keinen Zweifel am Premiumanspruch des Vivaldi 560 TDL Finest Edition. Dieser erste Eindruck macht neugierig auf die Innenausstattung. Hinein geht es über eine abgesenkte Stufe mit edel beleuchtetem Schiftzug. Das Raumgefühl profitiert enorm von der maximal ausgereizten Aufbaubreite von 2,50 Meter. Und so fühlt sich der Wohnbereich nicht nur luftig an, er ist es auch, obwohl der Küchentresen der schicken L-Küche über einen Meter weit in den Raum ragt.

Die granitfarbene Arbeitsplatte, deren Farbgebung sich auch auf Tisch und Ablagen fortsetzt, harmoniert fein mit der vertikalen Holzmaserung der Möbel. Horizontal gemasert und leicht geschwungen, sind die Oberschrankklappen mit einer schwarz verchromten Lisene ausgestattet, in deren Mitte sich solide Metallgriffe integrieren. Schade ist allerdings, das die Klappen kein Softclose haben und daher recht hart und laut schließen. Im gelungenen Kontrast zum Holzton steht das Weiß, das unter anderem die Regale und die Kunstlederpolster ziert.

Von großen Fenstern umgeben, gibt es am Komfort der Rundsitzgruppe mit der kleinen L-Erweiterung nichts auszusetzen. Dank straffer tiefer Sitzflächen und ergonomisch ausgeformter Rückenlehnen lädt das kunstlederne Rund zu gemütlichen Abenden ein. Kündigt sich Besuch an, lässt sich die Sitzfläche vor dem Heckfenster um etwa zehn Zentimeter herausziehen. Achtung: Bluejeans hinterlassen schnell sichtbare Spuren auf den weißen Bezügen.

Licht zum gemütlichen Lesen kommt aus zwei Spots, die sich an einer Schiene unterhalb des Oberschrankes variabel positionieren lassen und die zwischenzeitlich mit LED-Leuchtmitteln aufgewertet wurden. Einzig die Schalter dürften eine Nummer größer und leichter zu ertasten sein. Ein weiteres Ärgernis ist die nach wie vor fummelige Fahrtsicherung des leicht schwankenden Einsäulenhubtisches. Hier zeigt beispielsweise Adria mit einem simplen Einhängemechanismus, wie es besser weil einfacher geht.

Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert
Kocher und Rundspüle sind ebenso großzügig dimensioniert wie die Arbeitsflächen.

Wer hier nicht kocht, ist selber schuld. Die L-Küche ist nämlich das absolute Highlight des 560 TDL. Highlight ist dabei sogar wörtlich zu nehmen, da nach einem Druck auf den Schalter im Eingangsbereich sowohl eine Vitrine als auch ein edles Weinfach illuminiert werden. Die Raumausnutzung im Küchenblock ist vorbildlich. So nutzt Tabbert das Volumen des ausladenden Tresens geschickt für ein zweistöckiges, stabiles Dreh-Topfregal. Noch mehr Stauraum bieten drei sicher schließende Schubladen und zwei Oberschränke.

Technisch gibt sich die Finest Edition ebenfalls keine Blöße: Der Dreiflammkocher verfügt über eine Zündhilfe, Spüle und Kühlschrank entsprechen dem Klassenstandard. Nur der einfache Küchenfensterrahmen wirkt im schicken Möbelensemble deplatziert. Eine hinterleuchtete Verblendung, wie sie oft bei der Konkurrenz zu finden ist, würde sich auch hier gut machen. Wer weniger Wert auf Küchenluxus legt, wird eventuell mit dem gleich langen Vivaldi 560 TD glücklich, bei dem Tabbert auf die L-Küche verzichtet.

Mit einer stabilen Abtrennung separierbar, füllt der Schlafbereich gut zwei Drittel des Bugs. Als Teil der Finest Edition sammelt das weiche Tabbert-Komfortschlafsystem mit einer tollen Federkernmatratze auf einem flexiblen Tellerrost Sympathien. Einziges Manko der weichen Matratze: Beim Ein- und Ausstieg gibt sie so weit nach, dass der belederte Bettrahmen unangenehm in die Oberschenkel drückt. Allenfalls nett, aber nicht notwendig ist das „Deko-Paket Schlafen“ (155 Euro), das aus zwei Kissen und zwei Kunstpelz-Tagesdecken besteht.

Vergleichstest Einzelbetten-GrundrisseDethleffs Nomad vs. Tabbert Vivaldi

An der altbewährten Anordnung von offenem Waschbereich und geschlossenem Dusch-/Toilettenraum gibt es nichts auszusetzen, an der Verarbeitung einiger Details allerdings schon: So prangt auf dem Waschtisch ein tiefer Kratzer von einem falsch angesetzten Lochbohrer, das Edelstahlwaschbecken steht leicht über den Waschtisch und dichtet dadurch nicht optimal. Kleine Defizite bei der Abdichtung finden sich auch zwischen Duschtasse und Türrahmen. Beides führt zu einer Abwertung. Mit gut ausgeleuchtetem Spiegel, zahlreichen Ablagen und einem Unterschrank ist der Nutzwert des Hygienebereiches aber sehr hoch.

Beladen und Fahren

An Stauraum herrscht kein Mangel im 560 TDL. Sperriges passt am besten in den Bettstauraum, der dank starker Gasdruckaufsteller sowohl über den Innenraum als auch über eine Serviceklappe von außen beladen werden kann. Einziges Manko ist die zentrale Stützstrebe – ein typisches Tabbert-Merkmal, das vor dem Beladen einfach entnommen werden kann.

Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert
Schmale Klappen begrenzen die Größe des Gepäcks. Praktisch: die Schuhklappe im Eingangsbereich.

Lob gibt es für den Schutz der Technik in den Stauräumen. So hat die Truma-Therme unter dem Kopfende des Doppelbettes ein eigenes Schottbrett, während die Ablassventile über einen klassischen Abscherschutzrahmen verfügen. Für ausreichend Luftzirkulation sorgen Lüftungsschlitze im Bett- und Sitzgruppenunterbau. Die Stauräume der Sitzgruppe sind eher für kleinere Gepäckstücke geeignet. Grund dafür sind die mit 34 Zentimetern recht schmalen Öffnungen der Sitztruhen. Vorteil dieser Variante: Die Klappen lassen sich trotz Polster und Rückenlehnen öffnen. Gut und praktisch: die Schuhklappe neben dem Eingang.

Im Kapitel Fahren bleibt der Vivaldi unter seinen Möglichkeiten. Er verfügt zwar serienmäßig über das Antischleudersystem ATC und selbstnachstellende Bremsen, verbaut sich aber eine bessere Bewertung in Sachen Fahrsicherheit mit Reifen, die zur Auslieferung schon knapp ein Jahr alt waren. Zudem ist die Fülldruckangabe nur in der Bedienungsanleitung zu finden. Hier setzen wir gut sichtbare Hinweise im Deichselkasten oder noch besser direkt am Radlauf voraus. Das Fahrverhalten selbst ist unauffällig und somit problemlos.

Technik

Das zusätzlich mit Mineralwolle gedämmte Komfortdach (Gesamtdicke 58 mm) dämpft Regengeräusche hörbar. Zehn Jahre Dichtigkeitsgarantie gibt Tabbert auf den Aufbau. Der gefällt, wie eingangs erwähnt, mit Glattblechwänden und flachen Rahmenfenstern. Das optische i-Tüpfelchen ist eine stufenlos dimmbare Kederleiste, die für eine vollflächige Vorzeltbeleuchtung sorgt.

Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert
Radio und vier Lautsprecher sind ebenfalls Serie.

Der Innenraum glänzt ebenfalls mit einer opulenten Ausstattungsfülle: Fußbodenerwärmung und Duschpaket sind bei der Finest Edition nämlich ebenso an Bord wie Radio und Fernseher. Wer diese allerdings direkt nutzen möchte, steht vor einem Problem: Der Fernseher verlangt mangels Sat-Schüssel nach einer externen Einspeisung, während das verbaute Digitalradio nur Analogsender empfängt. Auf Nachfrage gibt Tabbert an, dass die Digitalantenne für den DAB-Empfang fehlt.

Für Verdruss sorgt die Anordnung und Ausführung einiger Lichtschalter. So kann das Licht im Schlafbereich nur vom Bett aus über einen Schalter im Oberschrank ein- und ausgeschaltet werden. Ähnliches gilt für den Wohnbereich. Ständig pendelt man zwischen den Schaltern hin und her. Ein Wechselschalter wäre hier die bessere Lösung.Einen Zentralschalter im Eingangsbereich sucht man im Übrigen ebenfalls vergebens.

Für schnelle Wärme sorgt im 560 TDL eine 5004er-Heizung aus dem Hause Truma. Mit gleich zwei 12-V-Automatikgebläsen ausgestattet, funktioniert die Warmluftverteilung ausgezeichnet. Allerdings geht der Trend in der gehobenen Klasse immer mehr zur entsprechend dimensionierten Kombi-Heizung, die mit einer einfacheren Bedienung und einem integrierten 10-Liter-Boiler aufwartet.

Gaskasten und -deckel gefallen mit ihrer wertigen Ausführung. Punkten kann der 560 TDL zudem beim Kapitel Sicherheit, da eine Truma Mono-Control mit Crashsensor als Teil der Finest Edition verbaut ist. Sie kappt bei einem Unfall die Gasversorgung und ermöglicht damit die Nutzung von Kühlschrank und Heizung während der Fahrt.

Wohnwagen-Sondermodelle 2018Top Preis-Leistungs-Verhältnis

Preise

Der Mangel an Platz in diesem Bewertungskapitel beweist eigentlich nur eines: Die Finest Edition rollt nahezu vollausgestattet vom Band. Wem das noch nicht reicht, der kann die Ausstattung um ein Allrounderpaket (4750 Euro) mit Moover, Sat-Schüssel, Duo Control, Eis Ex, und Autark-Paket ergänzen. Einzeln gibt es Letzteres für 985 Euro.

Grundpreis: 27.290 Euro

  • mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (199 Euro)
  • Ausstattungsversion Finest Edition (FE) 1.709 Euro

Testwagenpreis: 29.198 Euro

✘ Auflastung auf 2000 kg ✔Teil der FE*
✘ Deichselabdeckung (4) kg ✔Teil der FE*
✘ Leichtmetallfelgen (–4) kg ✔Teil der FE*
✘ Rahmenfenster ✔Teil der FE*
✘ Markisenleiste dimmbar (3 kg)✔ Teil der FE*
✘ TV-Gelenkhalter mit Kabeln (3 kg)✔Teil der FE*
✘ 22„-LCD-Fernseher (4kg) ✔Teil der FE*
✘ Außensteckdose (0,5kg) ✔Teil der FE*
✘ Alko Big Foot (2,5 kg)✔Teil der FE*
✘ Fußbodenerwärmung (10 kg) ✔Teil der FE*
✘ Seitenwände in Glattblech ✔Teil der FE*
✘ Insektenschutztür ✔Teil der FE*
✘ Komfortschlafsystem ✔Teil der FE*
✘ Deko-Paket SchlafenTeil der FE*
✘ Radiovorbereitung (3,5 kg) ✔Teil der FE*
✘ Radio (1 kg) ✔Teil der FE*
✘ Duschvorrichtung (3,5 kg) ✔Teil der FE*
✘ Abwassertank (4 kg) ✔Teil der FE*
✘ Füllstandsanzeige ✔Teil der FE*
✘ Truma Mono-Control mit CS (1,3 kg) ✔Teil der FE

Kosten und Service

  • Steuer (1200 kg zGG): 74,60 Euro
  • Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 10 Jahre/12 Monate
  • Servicestellen in Deutschland/Europa: 55/140

✘ im Testwagen enthalten; ✔ empfehlenswert; *Ausstattungs-Bestandteil der Finest Edition

Die Baureihe

  • Preise: 24.999 – 32.999 Euro
  • Aufbaulängen: 5,30 – 7,30 m
  • Gesamtgewichte: 1.320 – 1.730 kg
  • Max. Auflastungen: 1.700 – 2.500 kg
  • Grundrisse: 8
Tabbert Vivaldi Finest Ed Foto: Andreas Becker, Tabbert
Die Finest Edition gibt es in dieser Saison für alle Vivaldi-Grundrisse.

Charakter: Die Vivaldi-Baureihe bewegt sich bereits in der Basisvariante in der oberen Mittelklasse. Wer noch eine Schippe drauflegen möchte, bekommt in der aktuellen Saison alle acht Modelle des Vivaldi auch als Finest Edition. Dafür sind je nach Modell zwischen 1.549 Euro und 2.259 Euro Aufpreis fällig. Im Gegenzug verlängert sich die Ausstattungsliste beträchtlich. Vom schicken Äußeren über die technische Ausstattung mit Fernseher und Radio bis hin zum gelungenen Komfortschlafsystem werden nahezu alle Bereiche aufgewertet. Tabbert gibt dabei für alle Vivaldi-Modelle einen Preisvorteil von über 6.000 Euro gegenüber den vergleichbaren Einzelpositionen an.

Armin Mäder, Produktmanager bei Tabbert, nimmt Stellung ...

... zum Verzicht auf einen Wechsel- oder Zentralschalter für die Innenraumbeleuchtung: Bislang gab es keine entsprechenden Kundenrückmeldungen aus dem Markt. Dennoch danke für den Hinweis, wir greifen das für das Modelljahr 2019 als Verbesserung auf.

... zur verkratzten Oberfläche des Waschtisches: Am Fahrzeug wurde vor Auslieferung an Sie der Testeinbau einer Mischbatterie vorgenommen, dabei entstand dieser Kratzer. Den fälligen Austausch der Abdeckung konnten wir mit Blick auf eine schnelle Anlieferung an Sie zeitlich leider nicht mehr umsetzen.

... zum nicht vorhandenen DAB-Empfang des verbauten Digitalradios: Im Finest Edition ist serienmäßig ein konventionelles Radio verbaut, das tadellos funktioniert. An Ihrem Modell wurde als Vorbereitung ein künftiges DAB-Radio verbaut, allerdings noch nicht die zugehörige Antenne. Hintergrund: Für Modelljahr 2019 ist in der Baureihe ein DAB-Radio vorgesehen.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1; Farbabstimmung auf zirka 3250 Kelvin

  • Sitzgruppe: Decken-, Ambiente- und verschiebbare Leseleuchten sorgen für eine ausreichende Beleuchtung.
  • Küche: Die Ausleuchtung der Arbeitsfläche ist sehr gut. Die schattigen Flächen rund um den Tresen trüben das Ergebnis allerdings etwas.
  • Bett: Insgesamt ausreichend beleuchtet, könnten die Lesespots etwas heller sein.
  • Bad: Waschraum und Spiegel sind anders als das separate Bad gut beleuchtet. Letzteres kostet Punkte.

Das fiel uns auf

 Die beleuchtete Kederleiste und eine Vorzeltleuchte mit Bewegungsmelder liefern angenehmes Licht.
 Dank Schwenkarm auch vom Bett aus einsehbar: der serienmäßige 22-Zoll-LCD-Fernseher.
 Ein Bedienpanel gibt auf Knopfdruck Auskunft über die gebunkerten Frischwasserreserven.

 Das darf nicht sein: Tiefe Kratzer am Hebelmischer zeugen von einer eher unsachgemäßen Montage.
 Umständlich und fummelig ist die Fahrtsicherung des Einsäulenhubtisches mittels Fangband.
 Deutlich abweichende Spaltmaße rechts und links werden dem Premiumanspruch nicht gerecht.

Wertung

Wohnen: 3,9

 Harmonisch wertige Möbelgestaltung.
 Gutes Raumgefühl dank offener Blickachsen.
 Die beleuchteten Vitrinen und das Weinfach sorgen für Noblesse.
 Gute Raumnutzung im Unterschrank des Tresens durch den zweistöckigen Topfauszug.
 Gelungenes Schlafsystem aus Federkernmatratze und flexiblem Tellerrost.

 Verarbeitungsdefizite im Bad- und Waschbereich.
 Die Kunstlederausstattung “Vanilla Sky„ ist anfällig für Verfärbungen.
 Das Rollo der großen Heckscheibe hakt häufig.
 Leichte Defizite bei der Abdichtung der Dusche und des Toilettenschachtes.

Beladen: 4,0

 Eine große Serviceklappe ermöglicht das Beladen des Bettstauraumes von außen.
 Praktische Schuhklappe in der Sitztruhe im Eingangsbereich.
 Hohe Zuladung, auch im Serientrimm.
 Helle Kleiderschrankbeleuchtung.

 Die herausnehmbare Stützstrebe mittig unter dem Doppelbett stört beim Beladen.
 Schmale Stauklappen an den Sitztruhen erschweren die Beladung mit Gepäck.

Fahren: 3,3

 Elektronisches Stabilisierungssystem Alko ATC serienmäßig an Bord.
 Gutmütiges Fahrverhalten trotz 2,50 Meter Breite.
 Markenreifen.

 Die Reifen waren zur Auslieferung schon knapp ein Jahr alt (Tempo-100-Zulassung).
 Reifendruckangabe nur in der Bedienungsanleitung vermerkt.
 In der üppigen Ausstattung sind weder Reserverad noch Stützlastwaage enthalten.

Technik: 3,8

 Dickes schallgedämmtes Tabbert-Komfortdach.
 Gelungener Gaskasten mit aufwendiger Kinematik.
 Starke Heizung mit zwei separat schaltbaren Automatikgebläsen.
 Opferecken senken die Reparaturkosten bei kleineren Schäden.
 Truma Mono-Control mit Crashsensor und Filter.

 Lichtschalteranordnung teilweise nicht sinnvoll.
 In einigen Bereichen Defizite bei der Verarbeitung und Abdichtung (Bad/Toilettenschacht).

Preis & Service: 3,8

 Umfangreiche Grundausstattung.
 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie.
 Guter Basispreis.
 Hohes Einsparpotenzial bei der Ausstattungslinie Finest Edition gegenüber den entsprechenden Einzeloptionen.

 Mit zwei Jahren nur im Durchschnitt bei der Herstellergarantie.

Fazit

Volles Sparpotenzial: Nachdem die Finest Edition in der letzten Saison mit drei Rossini-Grundrissen eingeführt wurde, sind in diesem Jahr alle Vivaldi-Grundrisse dran. Das Konzept scheint sich also nicht nur für die Kunden zu lohnen. Daraus lässt sich eigentlich nur eines schließen: Wer mit einem Vivaldi liebäugelt, sollte noch in dieser Saison zuschlagen und das Upgrade mitnehmen, da der Gegenwert passt.Weder „fein“ noch „Finest“ sind dagegen einige Mängel, die der Testbetrieb ans Tageslicht gefördert hat. Hier dürfte Tabbert bei der Fertigung etwas mehr Sorgfalt walten lassen.Spannend bleibt, ob im nächsten Jahr eine andere üppig ausgestattete Modellreihe als Finest Edition bei den Tabbert-Händlern stehen wird.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 5 / 2018 10. April 2018 92 Seiten Heftinhalt anzeigen
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