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Fendt Brillant 700 SGA im Test

Topmodell mit Doppelkühlschrank für 2018

Supertest Fendt Brillant Foto: Andreas Becker 27 Bilder

Seit sieben Jahren wird das Topmodell fast unverändert gebaut, innen wurde es regelmäßig aufgefrischt. Für 2018 bekommt es einen Doppelkühlschrank. Ist das echter Luxus? Der Supertest sagt's.

24.11.2017 Ingo Wagner

Seit sieben Jahren rollt der Brillant an der Spitze des Fendt-Modellprogramms. In dieser Zeit hat er sich mehrfach ein neues Dekor über den wuchtigen Körper gestreift, blieb dabei im Grunde aber immer der Alte. Stärkerem Wandel unterzogen wurde das Interieur: Begann der Brillant als eine Art Super-Diamant im gemütlichen Holzlook, hat er sich über die Zeit mit Hilfe von Licht, Hochglanzmöbeln und einem künstlichen Kaminfeuer zum aufwendig inszenierten Spiegelsaal gewandelt.

Dass der Brillant nie ein echter Topseller war, zeigt der Umstand, dass die Auswahl von einst vier auf heute zwei 700er-Grundrisse reduziert wurde. Der 700 SGA ist neu für das Modelljahr 2018 und hat als erster Seriencaravan zwei in Side-by-Side-Manier angeordnete 150-Liter-Kühlschränke an Bord. Dazu gibt es – einmalig im Fendt-Programm – eine teilweise versenkbare Design-Küchenabdeckung.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit des Topmodells. Seinen Grundpreis von fast 50.000 Euro rechtfertigt es auch mit einer prallen, nicht aber lückenlosen Ausstattung. Der Schwerpunkt liegt neben dem edlen Innen- und Außendesign klar auf Autarkie, Vernetzung sowie Klimakomfort. Für mehr Sicherheit und Zuladung müssen Brillant-Käufer extra bezahlen.

Wohnen

Die Aufbaubreite von 2,50 Meter schafft alle Freiheit für die Raumgestalter. Und die wissen sie zu nutzen: Schon vom Eingangsbereich aus kann der Blick ungehindert durch den Brillant schweifen. Sogar im mittleren Bereich, quasi an der „Engstelle“ zwischen Kühlschrank und Bad, stehen knapp 90 Zentimeter Durchgangsbreite zur Verfügung. Zwischen den 90 Zentimeter breiten Einzelbetten im Bug sind es noch immer 50. Das wirkt nicht nur großzügig, es ist großzügig.

Nicht minder ausladend: die Rundsitzgruppe im Heck mit ihren unterschiedlich langen Längssitzbänken. Zwei Personen können sich hier in jeder Hinsicht ausbreiten. Und selbst wenn mal vier Campingnachbarn vorbeischauen, wird es für die gesellige Runde nicht eng. Die zweifarbigen Stoffbezüge mit ihren akkuraten Ziernähten jedoch fallen für manchen Geschmack etwas zu rau aus; Leder kostet 1.690 Euro Aufpreis. Vor allem könnten die unbefestigten und darum wackeligen Rückenlehnen deutlich besser ausgeformt sein. Kurz: Für einen Luxus-Caravan fehlt hier definitiv das letzte Quäntchen Bequemlichkeit – trotz aufgesetzter, höhenverstellbarer Nackenrollen in den Ecken. Zudem kippelt der große Tisch wegen des Einbein-Gestells.

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Möbelbau, -dekor und -verarbeitung indes rangieren auf sehr hohem Niveau und begeistern mit zahlreichen Details. Allenthalben vorhandene Chromzierleisten, wie etwa in den vor den Vorhangschienen umlaufenden Blenden, an Schrankklappen und Türen, werten die Einrichtung auf. Wichtiger: Die Spaltmaße stimmen, Möbelverbindungen sind nahezu unsichtbar und die Übergänge und Anschlüsse tadellos. Einzig die Dachschrankklappen fluchten nicht ganz mit den Rundungen der haptisch rauen Eckelemente.

Dazu gibt es ein aufwendiges Beleuchtungskonzept mit stilvollen Deckenleuchten, zahlreichen Spots und umfassender indirekter Lichtführung. Gesteuert wird das Ganze vom neuen TFT-Farbpanel im Eingangsbereich aus, wahlweise aber auch am Eingang zum Schlafzimmer und vom Kopfende der Betten aus. Auch im Bad herrschen optimale Beleuchtungszustände, wohingegen die Arbeitsfläche in der Küche durch die beiden Spots in der Unterseite der Hängeschränke nur spärlich ausgeleuchtet wird.

Die Küche hatte keine Priorität bei der Konzeption des Brillant. Bestes Beispiel: die einteilige, halb hinter den Küchenblock versenkbare Abdeckung. Sie lässt Kocher und Spüle unsichtbar werden, ist aber unpraktisch. Erstens müssen darauf abgestellte Utensilien immer weg, um an Herd und Spüle zu gelangen, zweitens verdeckt sie Teile des Küchenfensters und das untere Gewürzfach in der edlen, hinterleuchteten Fensterblende. Die Arbeitsfläche darunter ist spärlich und beim Öffnen bleibt sie an den beiden im Hängeschrank installierten Steckdosen hängen, wenn darin Kabel stecken. Den daraus resultierenden Punktabzug macht auch der versenkbare Wasserhahn nicht wett.

Supertest Fendt Brillant Foto: Andreas Becker
Einzelbetten im Fendt Brillant.

Eine überdurchschnittliche Bewertung hingegen heimst der Brillant beim Schlafkomfort ein. Grund dafür sind die üppigen Abmessungen der beiden Einzelbetten, die dicken Kaltschaummatratzen und die im Beckenbereich in der Härte variablen Holzlattenroste. Die Aufstellmechanik wird von Gasfedern unterstützt und der Bettenunterbau ist solide. Ausgesprochen gelungen ist der Abschluss am Kopfende der Betten. Hier gibt es nicht nur mannigfaltige Ablagemöglichkeiten und harmonisches Lichtdesign. Auch die Leseleuchten sind da, wo sie hingehören. Ferner blenden sie den Bettnachbarn nicht über Gebühr. Schade: Die Sicht auf den großen Flachbildschirm ist nur vom rechten Bett aus möglich.

Das Unterhaltungsangebot zielt auf die Nutzung von der Sitzgruppe aus ab. Hier sind DAB+-Radio und TV über dem Sideboard installiert, ebenso wie das artifizielle Truma-Kaminfeuer. Das lässt sich je nach Stimmungslage per Fernbedienung steuern, womit romantischen Abenden nichts im Wege steht.

Beladen und Fahren

Bei 2.500 Kilo zulässiger Gesamtmasse ist Schluss beim Brillant. Der Testwagen, ohne Auflastung auf dem serienmäßigen 2,4-Tonnen-Chassis unterwegs, kommt auf 149 Kilogramm Netto-Zuladung – wenig angesichts der Tatsache, dass kein (viermotoriges) Rangiersystem vorhanden ist. Denn das würde mit rund 100 Kilogramm zu Buche schlagen. Die Auflastung auf 2.500 Kilogramm sollte man sich also unbedingt gönnen.

Supertest Fendt Brillant Foto: Andreas Becker
Viele praktische Schrankklappen.

Stauraum offeriert der 700 SGA zu Genüge: unter den Einzelbetten, wo Wasser- und Heizungsrohre gut geschützt verlegt sind, in den Sitztruhen, die dank Federaufstellern an den Polstern der Seitensitzbänke schnell und einfach zugänglich sind, und in den Möbeln selbst. Je neun Hängeschränke über der Sitzgruppe und den Betten stehen zur Verfügung, je sieben davon haben einen Einlegeboden. Dass der beleuchtete Kleiderschrank nicht riesig ist, gleicht der zweistöckige Wäscheschrank zwischen Bad und Sideboard aus. Scheidet die Vitrine als Reisestauraum aus, sind die drei enorm tiefen Oberschränke darüber dank Pushlocks voll nutzbar.

Drei Schubladen, ein Apothekerauszug und zwei Hängeschränke stellen den nutzbaren Küchenstauraum dar. Dass die Auszüge nur einfach verriegelt sind, enttäuscht. Auf der Straße erfordert der wuchtige Doppelachser Umsicht – und das Stabilitätssystem ATC. Doch das ist mit 959 Euro überdurchschnittlich teuer. Serie sind die jungen Markenreifen und die selbstnachstellenden Bremsen.

Technik

Front und Heck des Brillant bestehen aus LFI-Kunststoff, der robust, reparaturfreundlich und von hoher Oberflächengüte ist. Bei den Aufbauwänden setzt Fendt auf Althergebrachtes: Alu-Hammerschlagwände mit Styropordämmung und Holzeinlegern. Für Dach und Boden kommt widerstandsfähiges GfK zum Einsatz, doch gedämmt wird auch hier mit Styropor. In der ausladenden fensterlosen Bugmaske verbirgt sich ein tiefer Deichselkasten mit robustem Alu-Riffelblechboden. Der Zugang erfolgt über eine parallel aufschwingende Klappe mit drei Verriegelungspunkten, raumsparenden Beschlägen, aber ungeschütztem Schloss. Eine Besonderheit der Aufbautür ist die elektrische Zuziehhilfe. Diese funktioniert allerdings nur, wenn das Bordnetz aktiv ist, und wird von einem sichtbaren Kabel versorgt.

Supertest Fendt Brillant Foto: Andreas Becker
Großes Bedienpaneel neben der Tür.

Bei der Bordtechnik geht Fendt in die Vollen: Die Truma-Klimaanlage und die Combi-6E-Heizung lassen sich über das Haupt- und das CP-Plus-Heizungsdisplay bedienen, dank der serienmäßigen iNet-Box sogar mit der zugehörigen App. Alle drei Bedienmöglichkeiten geben dank verständlicher Piktogramme keine Rätsel auf. Allerdings quittierte das Zentraldisplay seinen Dienst, nachdem sich die 55-Ah-Bordbatterie aus nicht nachvollziehbaren Gründen entlud. Weiteres Phänomen dadurch: Alle LED-Leuchten glommen auf einmal schwach und ließen sich über das tote Bedienteil nicht mehr ausschalten. Nur noch das Abklemmen der Batterie half. Von diesem seltsamen Defekt abgesehen, der laut Fendt aktuell mit einem Update behoben wird, ist die Beleuchtung des Brillant standesgemäß und bis auf die Küche sehr hell. Außen setzen das Doppel-Leuchtband in der Zierleiste und die Einstiegsbeleuchtung Akzente.

Dass die beiden 150-Liter-Kühlschränke von der 12-V-Energieversorgung ausgeschlossen sind, also nur über Gas und 230 Volt betrieben werden können, ist ärgerlich, weil die für die Kühlung unterwegs vorgeschriebene Gasumschaltanlage mit Crashsensor happige 489 Euro Aufpreis kostet.

Preise

Auf den ersten Blick ist da diese große Summe von 48 990 Euro. Auf den zweiten offenbart sich, dass sie, gemessen an der Serienausstattung, so exorbitant gar nicht ist. Der Brillant hat Klimaanlage und Combi-Heizung inklusive iNet-Box, Autarkpaket, Radio und viele andere Annehmlichkeiten. Zum Vergleich: Ein mittels Extras an den Brillant angeglichener Diamant 650 SG kostet 45.373 Euro – mit Backofen, aber ohne Doppelkühlschrank.

Umso seltsamer sind die Lücken in der Optionsliste des Brillant: Ab Werk sind weder Warmwasserheizung noch Rangiersystem noch Markise zu haben. Für die Beschaffung und Montage Letzterer ist der Händler zuständig.

  • Grundpreis: 49.149 Euro
    mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (159 Euro)
  • Testwagenpreis: 53.619 Euro

Auflastung auf 2.500 kg ✔175 Euro
✘ Fahrstabilitätssystem Alko ATC (4,5 kg) ✔ 959 Euro
✘ 32-Zoll-Flachbildschirm (7,5 kg) 793 Euro
✘ Sat-Antenne Cytrac DX Vision (18 kg) 2.460 Euro
✘ Universal-Vorzeltsteckdose (0,5 kg) 258 Euro
Gasregler Duo-Control m. Gasfilter/Fernanzeige mit Eis-Ex (2,3/0,5 kg) ✔483/308 Euro
Auszug zwischen Einzelbetten (12 kg) ✔375 Euro
Außenstauklappe zusätzlich (2 kg) ✔256 Euro
Dunstabzug/Mikrowelle (3/12 kg) 290/285 Euro
Fahrradträger-Deichsel (9,5 kg)355 Euro
Lederpolsterung 1.690 Euro
Tresor (12,5 kg)230 Euro
Festwasseranschluss (3 kg) 195 Euro

Kosten und Service

Steuer (2400 kg zGG): 89,88 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 6 Jahre/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa: 72/178

Fendt Brillant 700 SGA im Überblick

  • Schlafplätze: 2+2
  • Zul. Gesamtgewicht: 2.400 kg
  • Aufbaulänge/Breite/Höhe: 8,09/2,50/2,76 m
  • Grundpreis: ab 48.990 Euro

Die Baureihe

  • Preise: 48.990 Euro
  • Aufbaulängen: 8,09 m
  • Gesamtgewichte: 2.400 kg
  • Max. Auflastungen: 2.500 kg
  • Grundrisse: 2

Von einst vier Modellen sind in der Saison 2018 zwei übrig geblieben. Neben dem getesteten 700 TGA steht der preislich identische 700 TFD zur Wahl. Auch die Raumaufteilung ist vom Heck bis zur Achse identisch mit jener des Testwagens. Allerdings nutzt Fendt beim TFD das links im Bug angeordnete, 1,90 mal 1,50 Meter große Doppelbett dafür, daneben den offenen Waschbereich samt geschlossenem Toiletten- raum einzubauen. Gegenüber dem 150-Liter-Einzelkühlschrank mit darüber positioniertem Gas-Backofen (im SGA nicht erhältlich) entsteht so Platz für eine große, separate Duschkabine. Ganz klar: Der Badkomfort ist im TFD deutlich höher angesiedelt als im TGA, der mit Einzelbetten seinen Schwerpunkt stärker auf den Schlafkomfort legt.

Thomas Kamm, Marketingleiter bei Fendt, nimmt Stellung ...

... zur eingeschränkten Auflastungsmöglichkeit: Bisher sind kaum Anfragen dazu gekommen, allerdings wurde ein Sonderwunsch dazu umgesetzt. Für mehr Gesamtgwicht ist ein neues Fahrgestell mit vielen Komponentenänderungen nötig.

... zum Fehlen von Crashsensoren an der Gasanlage: Danke für diesen Hinweis. Da ein Crashsensor wegen des Doppelkühlschranks tatsächlich sinvoll wäre, denken wir darüber nach, ihn zur nächsten Saison in die Serienausstattung aufzunehmen.

... zur unpraktischen Küchenabdeckung: Da wir wissen, dass viele Brillant-Kunden die Küche nicht nutzen, stand die harmonische Integration ins Wohnkonzept im Vordergrund. Ihren Hinweis, ob die Vitrine über dem Sideboard als Abstellplatz für eine Kaffeemaschine umgestaltet werden kann, prüfen wir ebenfalls.

... zum Fehlen einer Warmwasserheizung in der Optionsliste: Auf Sonderwunsch sind wir in der Lage, den Brillant mit einer Warmwasserheizung auszustatten.

Das fiel uns auf

+ Die doppelt beleuchtete Zierleiste oberhalb der Fenster unterstreicht die Stellung des Brillant.
+ Wertige Oberflächen und gute Verarbeitung beim Möbelbau, Softclose-Scharniere an den Klappen.
+ Die elegante, gläserne Küchenrückwand ist hinterleuchtet und hat integrierte Gewürzregale.
+ Der Küchenwasserhahn lässt sich versenken, damit die Küchenklappe geschlossen werden kann.

- Die elektrische Zuziehhilfe funktioniert nur auf stärkeren Druck und bei aktivem Bordstrom.
- Die Abdeckung verdeckt das halbe Fenster und kollidiert beim Öffnen mit den oberen Steckdosen.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1; Farbabstimmung auf zirka 4000 Kelvin

  • Weil bei der Messung das Display schon defekt war, fielen die indirekten Leuchten aus. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen: Mittelwert 149 Lux.
  • Die Küche schwächelt: 52 Lux im Durchschnitt sind Rot.
  • Das Bad inklusive des Spiegels ist gleißend hell. Spitzenwert: 740 Lux!
  • Auch im Schlafzimmer sorgen Spots, indirekte Beleuchtung, die große Deckenlampe und die Wandbeleuchtung für Top-Werte.

Wertung

Wohnen: 4,0

+ Großzügige Einzelbetten mit hochwertigen Matratzen und einstellbaren Rosten.
+ Formschönes Kopfende mit reichlich Ablagen und zwei Steckdosen.
+ Insgesamt ausgeklügeltes, opulentes und dimmbares Beleuchtungssystem.
+ Sehr leicht laufende Raumabtrennung mit festen Segmentschiebetüren.
+ Üppige Rundsitzgruppe.
+ Romantisches Truma-Kaminfeuer.
+ Doppelkühlschrank für reichlich Kühlgut. Hohe Verarbeitungsqualität der Möbel.

- Unpraktische Küchenabdeckung.
- Keine Unterschränke im Bad.
- Wasserhahn ragt weit über das Becken und behindert beim Gesichtwaschen.
- TV trotz Schwenkarm von linkem Bett aus nicht einsehbar.
- Weder Garderobe noch Schuhfach im Eingangsbereich.

Beladen: 3,4

+ Viele robuste und während der Fahrt nutzbare Stauräume.
+ Durch klappbare Sitzpolster schnell und einfach erreichbare Sitztruhen.
+ Hohe Zuhaltekraft der Oberschrankklappen.

- Einfache Verriegelung der Küchenschubladen.
- Geringe Zuladungsreserven und sehr begrenzte Auflastungsmöglichkeiten.

Fahren: 4,3

+ Sichere Nachlaufeigenschaften hinter guten und wuchtigen Zugfahrzeugen.
+ Hohe, gut dosierte Bremsleistung.
+ Gute Seiten- und Umrissbeleuchtung.
+ Junge Markenreifen, Stützlastwaage.
+ Großer Abstand zwischen Stützrad und Hebel der Feststellbremse.

- ATC nicht serienmäßig und als Option sehr teuer.
- Einfache Gasanlage ohne Crashsensor.

Technik: 4,0

+ Robuste LFI-Bauweise an Bug und Heck.
+ Steuerung über serienmäßige iNet-Box.
+ Autarkpaket mit AGM-Batterie.
+ Umfangreiche Technikausstattung.

- Doppelkühlschrank ohne Gas-Crashsensor während der Fahrt nicht zu betreiben.
- Keine Panelsteuerung mehr möglich bei schwacher Batterie, keine Schutzschaltung.
- Zuziehhilfe wird bei getrenntem Bordnetz-Hauptschalter deaktiviert.

Preis und Service: 3,5

+ Gemessen an Qualität und Ausstattung akzeptabler Preis.
+ 6 Jahre Dichtheitsgarantie.
+ Großes Händlernetz.

- Wichtige, für schlüssiges Konzept notwendige Extras fehlen oder sind nicht erhältlich (Warmwasserheizung, Gasregler mit Crashsensor etc.).

Fazit

Vollendeter Luxus? Bei Optik, Verarbeitung und technischer Ausstattung wird der Fendt Brillant den Ansprüchen an einen Oberklasse-Caravan vollauf gerecht. Das rechtfertigt auch seinen Grundpreis. Doch das Konzept ist nicht ganz schlüssig. So kombiniert Fendt hochwertige LFI-Teile an Bug und Heck und den GfK-Boden mit Wänden aus einem herkömmlichen Alu-Styropor-Holz-Sandwich, baut zwei Kühlschränke ohne 12-Volt-Anschluss, jedoch keine Crashsensoren an der Gasanlage ein und bietet ab Werk weder eine Warmwasserheizung noch ein Rangiersystem an. Auch die Sitzgruppe dürfte komfortabler gepolstert sein. Und die Küche opfert der edlen Optik ihre tadellose Funktion. So adressiert sich der Fendt vor allem Menschen, die einen opulenten Wagen suchen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 11 / 2017 10. Oktober 2017 82 Seiten Heftinhalt anzeigen
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