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Camplet-Klappcaravan im Test

Das Urlaubsdomizil aus dem Anhänger

Camplet Klappcaravan Foto: Benjamin Köbler-Linsner 27 Bilder

Ein Klappcaravan, auch Faltcaravan oder Zeltanhänger genannt, vereint Eigenschaften von Wohnwagen und Hauszelt. Wie komfortabel campt es sich in dem Zelt auf Rädern?

03.04.2017 Benjamin Köbler-Linsner

Zu den Klassikern der Klappcaravan-Szene zählen die Anhänger der dänischen Firma Camplet. Seit 1968 baut das inzwischen zur Isabella Group gehörende Unternehmen Faltcaravans. Wir konnten das Modell Camplet Classic zwei Nächte lang auf einem Campingplatz testen.

Camplet im Test: Für wen eignet sich der Klappcaravan?

Besonders junge Paare und Familien spricht der Zeltanhänger an. Dafür gibt es entscheidende Gründe: Dank seines geringen Eigengewichts von nur 250 Kilogramm darf der Klappcaravan mit dem Autoführerschein (Klasse B) bewegt werden. Und das mit nahezu jedem Kleinwagen. 

Wer noch nie mit Anhänger gefahren ist, legt anfängliche Unsicherheit schnell ab. Denn während der Fahrt macht sich der 1,6 Meter breite Anhänger kaum bemerkbar. Brav folgt er dem Zugfahrzeug. Nach gesonderter Zulassung darf der Zeltanhänger in Deutschland mit bis zu 100 km/h bewegt werden.

Zeltanhänger überzeugt mit einfachem Handling und schnellem Aufbau

Caravaner kennen die Schwierigkeiten beim Rangieren per Hand. Denn nur mit Mühe und ausreichend vielen Helfern lassen sich schwere Wohnwagen auf dem Campingplatz bewegen. Den Zeltanhänger Camplet Classic dagegen schieben Urlauber mit Leichtigkeit in die Parzelle. Und selbst im Alleingang lässt sich der Klappcaravan gut bewegen.

Der Aufbau geht einfach und schnell. Zunächst werden die Stützfüße heruntergekurbelt, die Heckklappe entriegelt und der an der Klappe verschraubte Küchenblock herausgezogen. Sobald die obere Glasfaser-Schale zur Seite geschwenkt ist, lässt sich das vormontierte Zeltgestänge in einem Stück nach vorne ausklappen. Besonders praktisch: In der Hartschale ist genug Platz, um darin einen Tisch und zwei Stühle zu transportieren. Das spart Platz im Pkw. 

Der Wohnkomfort reicht zwar nicht an die Bequemlichkeit eines Wohnwagens heran, in der Zeit von Frühjahr bis Herbst lässt es sich aber angenehm hinter den von Isabella gefertigten Zeltwänden wohnen. Großer Pluspunkt gegenüber einem gewöhnlichen Zelt: In den beiden Schlafkammern des Camplet Klappcaravans befinden sich bequeme Matratzen. Gegen Aufpreis liegen diese auf einem Lattenrost. 

Durchdachte Raumnutzung: Taschen und Stauraum an den Wänden

Der Schlafbereich ist vollständig von einem dünnen weißen Stoff umschlossen, über einen Reißverschluss lässt sich der Eingang öffnen. Clever sind die in den Wandstoff eingenähten Stautaschen. Darin finden Brille und Smartphone Platz. Auch im Wohnbereich gibt es Stofftaschen, angebracht an die Trennwand zwischen den Schlafkammern. Funktional gestaltet ist der mit Zweiflammkocher und Waschbecken ausgestattete Küchenblock.

Funktionaler Küchenblock mit Gasherd und Waschbecken

Zwei Staufächer unterhalb von Kocher und Arbeitsfläche bieten Platz für Lebensmittel. Außerdem gehört ein Besteckkasten zur Basisausstattung des Camplet Klappcaravans. Einen Kühlschrank bietet der Klappcaravan nicht. Wer im Urlaub gekühlte Lebensmittel lagern möchte, muss eine Kühlbox mitnehmen (Einen Test mit sechs aktuellen Kompressor-Kühlboxen finden Sie hier).

Eine Tauchpumpe befördert das Spülwasser aus einem Kanister. Die Waschwanne ist in einen Rahmen aus Aluminiumrohren eingehängt und kann bei Bedarf leicht entnommen werden. Das ist praktisch, wenn man sein Geschirr in der Wanne zu den Sanitäranlagen des Campingplatzes transportieren und dort waschen möchte. 

Wie steht es um die Stromversorgung? Im Zubehörsortiment bietet Camplet ein 25 Meter langes Kabel mit Verteilerdose an. Die blaue Dreifachsteckerleiste wird einfach am Gestänge eingeklipst und ist somit aufgeräumt und gut zugänglich.

Unser Test-Fazit zum Camplet Klappcaravan

Der Zeltanhänger ermöglicht komfortablen Campingurlaub zum kleinen Preis. Ab rund 4500 Euro ist das Basismodell des Klappcaravans Camplet 2Go zu haben. Die getestete Ausführung Classic beginnt bei etwa 7400 Euro. 

Interessenten müssen sich bewusst sein, dass der Zeltanhänger kein Ersatz für einen Wohnwagen ist. Viel mehr führt er junge Paare und Familien an die Urlaubsform heran und bildet den Übergang vom Zelt zum Wohnwagen. Durch den Verzicht auf wohnwagen-typische Annehmlichkeiten, beispielsweise TV-Anlage und Badezimmer, kommt im Faltcaravan ursprüngliches Camping-Gefühl auf. Und im Vergleich zum herkömmlichen Zelt animiert der Zeltanhänger durch den einfachen Auf- und Abbau zu Wochenendausflügen.

Die drei Modellreihen Camplet 2Go, Classic und Premium haben dieselbe Basis und sind nach dem Baukastenprinzip gestaltet. Unser Tipp: Kaufen Sie das günstige Modell 2Go, wenn Sie mit maximal vier Personen verreisen. Nach und nach kann der Zeltanhänger mit diversen Ausstattungsdetails aufgerüstet werden. Wer mehr Personen beherbergen möchte, sollte den Klappcaravan Camplet Classic wählen. Dieser lässt sich um Sonnensegel und Gästekabine erweitern und bietet so bis zu sechs Personen Platz.

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