Sprite Mondial 470 SE (2020) im Test Andreas Becker
Sprite Mondial 470 SE (2020) im Test
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Sprite Mondial 470 SE (2020) im Test

Britischer Caravan mit außergewöhnlichem Grundriss

Im Bug waschechter Brite, im Heck klassischer Kontinental-Europäer: Mit diesem spannenden Mix, praller Serienausstattung und Top-Aufbau buhlt der Mondial um die Gunst der Käufer. Hat er Chancen?

Caravanhersteller aus dem Vereinigten Königreich machen viele Dinge anders als ihre Kollegen vom Festland – und, so viel sei verraten, einige davon sogar besser. Wie praktisch, dass der Sprite Mondial gleich Beispiele dafür liefert: Die serienmäßige Bugverglasung lässt enorm viel Tageslicht herein, während die Längsdinette darunter mit ihrem flexiblen Tischkonzept und genialen Beladungssystem überzeugt. In puncto Aufbau sticht Sprite sogar LMC aus: Denn mit glatten, doppelwandigen GfK- statt Alu-/Holz-Hammerschlag-Wänden ist der Sprite-Aufbau nicht nur optisch besser aufgestellt. Auch das von Hobby besetzte Motto Vollausstattung setzt Sprite konsequenter um, wie das Preiskapitel zeigt.

Sprite Mondial 470 SE im Test
25:39 Min.

Das Besondere am neuen Mondial 470 SE: Sprite kombiniert die typisch englische Bug- und Küchengestaltung mit einem europäischen Heck-Layout: Das Längsdoppelbett wird vom zweigeteilten Bad flankiert – ein Klassiker. Dass der Sprite Mondial trotz an hiesige Geschmäcker angepasstem Grundriss eher ein Exot bleiben könnte, liegt also nicht unbedingt am Konzept. Aktuell kümmern sich nur 12 Händler in Deutschland um Verkauf und Service. Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an Sprite-Händler Reiner Münk, der den Testwagen zur Verfügung stellte.

Sprite Mondial 470 SE (2020) im Grundriss
H. Böttcher, cad-vision
Der Sprite Mondial 470 SE im Grundriss.

Schlafplätze: 2+2
Zul. Gesamtgewicht: 1400 kg
Gesamtlänge/Breite/Höhe: 6,81/2,25/2,61 m
Grundpreis ab: 23.490 Euro

Wohnen

Der Blick in den Bug eines Sprite beeindruckt immer wieder aufs Neue: Insgesamt sieben Fenster – drei Bug-, ein Panorama-, ein Dach- und zwei Seitenfenster – fluten die Sitzgruppe, bestehend aus zwei Längsbänken, mit Tageslicht – und das selbst bei englischem Wetter. Unterstrichen wird der luftige Eindruck durch das scheinbare Fehlen eines großen Tisches, wie er hierzulande zum Standard gehört.

Sorgen, dass man sich samt Besuch um den kompakten, ausklappbaren Teetisch im Bug drängen muss, sind dennoch unbegründet: Für solche Fälle reist im Kleiderschrank gut gesichert ein Großtisch mit Scherengestell mit. Für zwei reicht der Tea-Table zwischen den Sitzbänken meist aus.

Die Bänke überzeugen mit ihren tiefen Sitzflächen und exzellentem Sitzkomfort. Kein Wunder: Die dicken Polster liegen auf Lattenrosten. Der Grund: In anderen Modellen ist die Sitzgruppe auch das Hauptbett. Geschmackssache indes sind die niedrigen Rückenlehnen, die im Gegenzug aber ein Zusatzpolster fürs Umbaubett ersetzen. Sie füllen den Spalt zwischen den Sitzflächen, die sich mittels Rollrost im Handumdrehen in ein, wie kann’s anders sein, bequemes Doppelbett verwandeln.

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Zu zweit reicht in den meisten Fällen der erweiterbare Tea-Time-Tisch in der lichtdurchfluteten Bug-Dinette.

Auch wenn England kein Sinn für gehobene Küche nachgesagt wird, so passt die Bezeichnung doch hervorragend für die Kombüse des Mondial: Sie überzeugt mit einer serienmäßigen Herd-Backofen-Kombi samt Toastfach sowie ausreichend Stell- und Arbeitsfläche. Steckdosen gibt es hier wie im gesamten Fahrzeug reichlich.

Konfus ist die Lichtsteuerung, da die beiden großen Schalter in der Küche nur Lichter in der Sitzgruppe schalten (siehe "Nachgefragt" unten). Das indirekte Ambientelicht für Küche und Wohnraum ist indes mit einem Schalter am Eingang verdrahtet, während die Spots für die Arbeitsfläche ausschließlich auf den Hauptschalter über der Tür reagieren.

Nicht optimal ist auch die Platzierung des Kühlschranks, da er gemeinsam mit dem Backofen fast den gesamten Küchenkorpus füllt. So findet sich zwischen den Geräten lediglich Platz für ein schmales Staufach, das über einen Besteck- und einen doppelstöckigen Drahtkorbauszug verfügt. Wer mehr Stauraum braucht, wird im gegenüberliegenden Unterbau des Fernsehtisches fündig. Eine englische Besonderheit ist die flexible Abtropffläche im Unterschrank, die sich bei Bedarf an die Spüle anlegen lässt.

Absoluter Blickfang im Mondial ist die Durchreiche samt Jalousie am Fußende des Doppelbettes. Sie ermöglicht wahlweise den freien Blick auf den TV oder eine Abtrennung zum Wohnraum. Am oberen Ende der komfortablen Kaltschaummatratze lädt das bequem gepolsterte Betthaupt zum Lesen ein.

Punktabzug gibt es für die unbeweglichen Lesespots, die überdies locker in ihren Löchern hängen und darum hin und wieder mal schief aus ihrer Behausung strahlen. Und auch die Lichtsteuerung selbst ist nicht optimal, da sich das Ambientelicht überm Bett nur vom angrenzenden Waschtisch schalten lässt. Und: Am rechten Oberschrank ist das LED-Lichtband 15 Zentimeter zu kurz. Warum, wollten wir ebenfalls vom Hersteller wissen; die Antwort steht links im Kasten. Ein besseres Bild gibt der LED-Streifen oberhalb des Kleiderschrankes ab: Er strahlt durch eine Aussparung auch nach innen, wodurch der Schrank selbst hell ausgeleuchtet wird.

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Die Kaltschaummatratze und das gepolsterte Betthaupt sorgen für Komfort im Schlafabteil.

Aufgegliedert in Waschbereich und Toilettenraum, teilt sich das Bad das Heck mit dem Doppelbett. Dabei ist der kompakte Waschbereich insgesamt nüchtern und zweckmäßig gestaltet: Neben einem Waschbeckenunterschrank gibt es nur zwei offene Fächer und einen Handtuchring. Mager steht es auch um die Beleuchtung, die aus nur einem einzelnen LED-Spot über dem Spiegel besteht. Deutlich geräumiger und luftiger geht es im Toilettenbereich zu, welcher über ein großes Seitenfenster verfügt.

Eine Dusche oder gar eine Duschtasse ist dem kleinsten Mondial 420 SE vorbehalten, obwohl es grundsätzlich am Platz nicht scheitern sollte. Die Ausstattung im 470 SE beschränkt sich auf eine seitlich angeschlagene Drehtoilette mit eigenem Spültank sowie einem Klappenstaufach darüber. Um die Privatsphäre auch ganz sicher wahren zu können, lässt sich der Toilettenraum sogar von innen absperren. Auch hier scheinen die Briten anders zu ticken.

Preise

Häufig reicht der Platz in diesem Kapitel kaum, um das Sonderausstattungs- und Paketangebot eines Herstellers adäquat abzubilden. Bei Sprite verhält es sich genau umgekehrt. Hier ist es die Serienausstattung, die den Rahmen sprengen würde. Als Sonderausstattung stehen lediglich das vergleichsweise günstige Antischleudersystem (Alko ATC), eine Auflastung sowie Teppichboden in der Preisliste. Aus diesem Grund haben wir unten, anders als gewohnt, die Highlights der Serienausstattung abgebildet. Dabei relativiert sich mit jeder Position der hohe Grundpreis. Und so setzt Sprite das Thema "All inclusive" am Ende sogar konsequenter um als Hobby, die ja seit Jahren mit diesem Motto werben.

Grundpreis: 23.490 Euro mit HU und Zulassungsbescheinigung II (individuell)
Testwagenpreis:
23.490 Euro

Beladen und Fahren

Glücklicherweise ist die Stauraumknappheit auf den Küchenunterbau beschränkt. Sprite versagt dem Mondial zwar Außenklappen für die Sitztruhen, gleicht dies aber durch die hervorragende Zugänglichkeit von innen wieder aus: Da Kunststoff- und Aluprofile das stabile Grundgerüst beider Sitzbänke bilden, lassen sich sowohl die Lattenrost-Sitzflächen per Federaufsteller aufklappen als auch die Fronten abklappen – genial und nachahmenswert.

Für den Bettstauraum gibt es zwar eine Serviceklappe, diese dürfte aber gern etwas größer sein. Unmut bei Testern und Kunden verursachen dagegen offen verlegte Kabel in Stauräumen und Unterschränken. Positiv fallen der gut aufgeteilte Kleiderschrank mit Fächern und die nutzbaren Oberschrank-Ecken im Bug auf. Damit der Stauraum ohne Reue genutzt werden kann, empfiehlt sich jedoch die Auflastung auf 1500 Kilogramm für vergleichsweise günstige 235 Euro.

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Super Lösung: Klappen vorn und Aufsteller oben erleichtern das Beladen der stabilen Sitztruhen.

Auf der Straße läuft der Mondial sauber und vor allem sicher nach. Dabei fühlt er sich durch die Breite von 2,25 Meter eine Spur handlicher an als Fahrzeuge mit Standardmaß 2,30 Meter. Apropos Fahren: Trotz schicker Alufelgen und gehobener Ausstattung gibt es weder selbstnachstellende Bremsen noch Markenreifen, wie wir sie definieren. Damit lässt der Mondial im Kapitel Fahrsicherheit ein paar Federn. Nicht empfehlen können wir die Nutzung der serienmäßigen Fahrradträgervorbereitung an der GfK-Heckwand, da das Zusatzgewicht an dieser Stelle negativen Einfluss auf die Fahrdynamik haben kann.

Technik

Zu den auffälligsten Eigenheiten eines englischen Caravans zählt sein Frischwassersystem. Trinkwasser gelangt ausschließlich über die externe Tauchpumpe in den 38-Liter-Frischwassertank – oder direkt ins interne Leitungssystem. Auf der Insel ist es üblich, das Gesamtvolumen mit einem externen Rolltank zu erweitern. Der interne Tank im Unterschrank des Teetisches ist komplett schwarz, was Ablagerungen quasi unsichtbar macht. Noch lästiger ist allerdings, dass für jede Reinigung über den Weithalsverschluss der obere Teil des Teetisches demontiert werden muss.

Licht und Energie werden durch einen Elektroblock unter der linken Sitzbank verwaltet. Der "Sargent EC 400" ist Umformer, 230-Volt-Sicherungskasten, Schalteinheit und Ladegerät in einem. Zur Steuerung dienen ein selbsterklärendes Bedienpanel über der Aufbautür und Knöpfe am Elektroblock. Verbesserungspotenzial gibt es bei der Kabelverlegung, die in einigen Stauräumen offen und chaotisch ist.

Etwas enttäuscht hat uns auch die Ausbeute des Lichtkonzeptes, das sich aus einer indirekten Ambientebeleuchtung und zahlreichen Mini-Spots zusammensetzt. Es gibt zwar einen Licht-Hauptschalter, wer allerdings nicht alle Leuchten braucht, muss die einzelnen Segmente mit einem der zahlreichen Schalter bedienen (sechs Mini-Kipp- und sechs Lichtschalter). Davon unbeeindruckt gibt sich das Küchenlicht, das nur auf den Hauptschalter reagiert (siehe "Nachgefragt" unten). Außen setzt Sprite übrigens auf Voll-LED-Rückleuchten. Weitere Beispiele für die üppige Ausstattung finden sich bei der Bordtechnik. So lässt sich der Mondial mit seiner serienmäßigen Truma-Ultraheat, einer Ergänzung der simplen Truma-S-3004-Gasheizung, auch elektrisch erwärmen.

Sprite Mondial 470 SE (2020) im Test
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Alles in einem: Füllmengen, Licht- und Pumpenschalter.

Der Aufbau des Sprite ist quasi holzfrei. Nur der Innenboden ist noch aus Holz. Wände und Dach tragen GfK innen und außen, hochwertiges XPS dämmt und PU-Leisten geben Struktur. Zehn Jahre Dichtigkeits- und drei Jahre Herstellergarantie gewährt Sprite. Unpraktisch ist der enge Gaskasten-Ausschnitt, der Flaschenwechsel und Zugang zum Reserverad erschwert.

Lichtcheck

Geht das Tageslicht zur Neige, wird die Sitzgruppe nur schummrig erleuchtet. Knapp vor Gelb, aber trotzdem Rot. In der Küche gibt es finstere Ecken. Dank durchschnittlichem Spitzenwert reicht es aber knapp für Gelb. Weit unter unseren Anforderungen ist der zweigeteilte Sanitärbereich mit insgesamt nur drei Spots – Ergebnis: Rot. Der Schlafbereich rettet sich mit ausreichend Licht auf Gelb. Die Leseleuchten enttäuschen indes mit Resultat Rot.

Das fiel uns auf

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Selbst ohne die praktische Arbeitsflächenerweiterung reicht die Stellfläche für eine kompakte Kaffeemaschine aus. Herd und Kühlschrank schränken den Platz im Unterschrank ein.

 Der Backofen mit Zündhilfe verfügt über drei große Kochfelder, einen Gasofen und ein Toastfach.
 Vorn sind die Schwerlaststützen des Mondial um 90 Grad gedreht und somit immer gut erreichbar.
 Die Fläche des Teetisches lässt sich erweitern. Im Unterbau gibt’s Schubladen und einen Rollrost.
 LED-Spots als Lese- und Hauptlicht. Die Helligkeit und ihre starre Ausrichtung sind nicht optimal.
 Ohne Warmluftanschluss arbeitet die Therme rein elektrisch. Ablassventile ohne Abscherschutz.
 Farbe und Einbauposition erschweren die Reinigung des 38 Liter fassenden Frischwassertanks.

Nachgefragt

Gary O’Brien, National Sales Manager bei Sprite, nimmt Stellung ...

... zum falsch reagierenden Küchenlicht: Es ist möglich, dass der Konnektor aus dem Küchenschrank und der Konnektor aus dem vorderen Oberschrank miteinander vertauscht wurden.

... zur Truma-Therme ohne Warmluftanschluss: Bei dieser Anordnung wird der Großteil der Warmluftleitungen entlang der Türseite installiert, während sich die Frischwasserleitung auf der gegenüberliegenden Seite befindet. Wenn die Warmluftleitung durch die Therme und um den Frischwassertank herum verlegt wird, würde sich der Warmluftkanal erheblich verlängern, wodurch sich seine Wirksamkeit verringert.

... zur etwa 15 cm zu kurzen Ambientebeleuchtung über dem Bett: Der LED-Streifen wird in festgelegten Längen gekauft. Wir arbeiten mit einer Reihe von Standardgrößen.

... zur mäßigen Lichtausbeute: Dies ist subjektiv, und die Anzahl der Lichter hängt davon ab, ob die Bereiche innerhalb bestimmter Budgets liegen.

Die Baureihe Mondial

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Ähnlich, aber mit Heckbad hinter dem Längsbett – Mondial 495 SE.

Preise: 22.395–24.195 Euro
Aufbaulängen: 5,05–6,09 m
Gesamtgewichte: 1300–1450 kg
Max. Auflastungen: 1350–1600 kg
Grundrisse: 4

Mit dem Mondial bedient Sprite die Mittelklasse. Für Einsteiger gibt es die Baureihe Alpine Sport, die Oberklasse trägt den Namen Cruzer SR. Für den europäischen Markt spiegelt Sprite seine Grundrisse sogar, damit die Aufbautür rechts ist. Standard bei allen Baureihen sind die fast holzfreien GfK-Aufbauten und die klassengemäße Vollausstattung. Der Mondial 470 SE ist dazu ein echter Grundrissklassiker, sieht man von der Längssitzgruppe ab. Im längeren Mondial 495 SE kombiniert Sprite einen ähnlichen Grundriss mit Heckbad. Besonders reisetauglich ist der Mondial 420 SE, der zwar auf Festbetten verzichtet, dafür aber ein Heckbad mit Dusche hat.

Wertung

Wohnen: 3,4 von 5 Punkten

 Toller Sitzkomfort auf den Bänken der Längsdinette.
 Gelungene Bugverglasung. Hochwertige Kaltschaummatratze im Doppelbett.
 Gepolstertes Kopfteil am Bett.
 Küche mit Backofen und viel Arbeitsfläche.
 Multifunktionale Durchreiche am Fußende des Bettes.
 Die Sitzbank kollidiert beim Aufstellen mit der Arbeitsflächenerweiterung.
 Einfacher, recht enger Waschbereich.
 Keine Dusche erhältlich.
 Schmaler Durchgang zwischen Kleiderschrank und Bett.
 Niedrige Rückenlehnen in der Längsdinette.

Preis & Service: 3,8 von 5 Punkten

 Lange Hersteller- und Dichtigkeitsgarantie.
 Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, trotz hohem Grundpreis.
 Hohes Ausstattungsniveau.
 Weitmaschiges Servicenetz.
 Insgesamt wenig Händler in Deutschland.
 Keine Extras ab Werk (Markise etc.).

Beladen: 3,7 von 5 Punkten

 Stauraumklappen und stabile Aufsteller an den Sitztruhen der Dinette.
 Staufächer bis in die Bug-Ecken der Oberschränke.
 Alle Oberschränke verriegeln sicher.
 Vergleichsweise wenig Stauraum und Ablagefläche im Waschbereich.
 Kompakte Gaskastenklappe und enger Ausschnitt erschweren den Gasflaschentausch.
 Kleine Serviceklappe (74 x 28 cm).

Fahren: 2,6 von 5 Punkten

 Tolle Fahreigenschaften, guter und sicherer Nachlauf.
 Handlingvorteil dank fünf Zentimeter unter Standard-Breite (2,25 m).
 Antischleuderschutz Alko ATC für 750 Euro vergleichsweise günstig.
 No-Name-Reifen aus dem Jahr 2018.
 Keine selbstnachstellenden Bremsen.
 Die Nutzung der Heckfahrradträgervorbereitung ist fahrdynamisch nicht zu empfehlen.
 Keine Stützlastwaage im Angebot.

Technik: 3,2 von 5 Punkten

 Gelungener holzfreier Aufbau mit edlen glatten GfK-Seitenwänden.
 Bedienpanel mit Pumpen- und 12-V-Hauptschalter.
 Voll-LED-Rückleuchten.
 Einbauradio und Lautsprecher serienmäßig.
 Die kompakte Aufbautür und der hohe Einstieg verhageln ein besseres Ergebnis für den Top-Aufbau.
 Wassertank schwer erreichbar.
 Ablassventile ohne Abscherschutz.

Fazit

Vollausstattung, Top-GfK-Aufbau und eine gelungene Kombination aus britischen und kontinentalen Grundriss-Eigenheiten zum attraktiven Preis: Der Mondial 470 SE kann Camper und Wettbewerber zum Nachdenken bringen. Die Schwachstellen dürfen nicht unerwähnt bleiben: Das LED-Licht überzeugt nicht und ist in der Küche zu allem Übel noch falsch verdrahtet. Auch trüben Verarbeitungsmängel wie ungleiche Spaltmaße, zu kurze LED-Bänder oder schief eingesetzte Schalter (Ultraheat) das insgesamt positive Bild. In den Disziplinen Sitz- und Schlafkomfort sowie Küche und Kochen weiß der Brite dagegen wirklich zu überzeugen. Und damit ist er eine wirklich spannende Alternative zum Establishment.

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