Supertest: Fendt Apero 495 SG (2023)

Fendt Apero 495 SG (2023) Neues Einsteigermodell von Fendt im Supertest

Der Apero ersetzt den Saphir und wird so zum neuen Einsteiger-Modell in die Fendt-Welt. Stilistisch ist er deutlich frischer, technisch bleibt vieles beim Alten. Genügt das bei fast 30 000 Euro Grundpreis?

Supertest Fendt Apero 495 Andras Becker
Supertest Fendt Apero 495
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Supertest Fendt Apero 495
Supertest Fendt Apero 495 26 Bilder

Wie alle Fendt-Baureihen des Jahrgangs 2023 darf sich auch der Apero mit den extravaganten Rückleuchten des Diamant schmücken, fasst sie aber mit etwas einfacheren ABS- statt LFI-Formteilen ein. Auch die Alu-Kantenleisten mit verbessertem Kedereinzug spendiert der Diamant. In diesem Zuge übernehmen Apero, Bianco und Tendenza (der Opal wurde gestrichen) auch dessen Aufbauformat mit jetzt 2,66 Meter Gesamt- und luftigen 1,98 Meter Stehhöhe.

Kaum spürbar hingegen ist der ein paar Zentimeter weniger tiefe Flaschenkasten, von dem die Innenlänge profitiert. Passé ist das optionale Alufiber-Dach. Wer sich einen hagelfesten Fendt wünscht, kann jetzt für 899 Euro GfK bestellen – Serie ist nach wie vor empfindliches Aluminium.

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Das ist neu: Heck mit einst im Diamant eingeführten Rückleuchten, Außendekor, größere Außenhöhe.

Die konservative Aufbaukonstruktion, die bei allen Fendt identisch ist, wurde nicht angerührt: EPS und Holz werden von Hammerschlag-Alu und Sperrholz in die Mitte genommen, der Boden trägt außen Sperrholz. Doch zur Wahrheit gehört auch: Die Wände zeigen nicht die kleinste Welle, kein Klecks Dichtmasse quillt hervor. Kurz: Der Aufbau ist vorbildlich akkurat gefertigt.

Innen herrscht mit hellen Oberflächen und farbigen Stores ein für Fendt-Maßstäbe beinahe revolutionärer Stil vor. Doch uns interessiert natürlich mehr, was hinter der Fassade steckt. Finden wir es heraus!

Wohnen

Mit seinen hellen Oberschränken, den grünen Gardinen (alternativ gibt es Gelb) und grauen Kontrastflächen entfernt sich der Apero meilenweit von seinem Vorgänger Saphir. Da darf es dann gerne ein neuer Name sein, der streng an einen orange-roten Aperitif erinnert.

Auch der Grundriss 495 SG feiert mit der neuen Baureihe Premiere: ein kompakter, reisetauglicher Einzelbettwagen, der das Neue nicht auf den ersten Blick offenbart. Charakterisierend ist ein Modul, das sich auch in anderen Fendt-Modellen wiederfindet: der zum Eingang gewandte 128-Liter-Kühlschrank mit beidseitigem Türanschlag und automatischer Energiewahl. Vorteil dieser Einbauposition: bequemer Zugriff sowohl von draußen als auch von der Sitzgruppe und von der Küche aus. Weil der Absorberkühlschrank samt Abluftschacht sehr tief baut, braucht er einen wuchtigen Einbaukorpus.

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Den neuen Apero 495 SG zeichnen der zum Eingang gewandte Kühlschrank, die Dinette im Bug und Einzelbetten im Heck aus.

Diesen gestaltet Fendt an der Front gegenüber der Küche mit einem von Sitzgruppe und Bett aus einsehbaren TV-Platz (Schwenkhalter optional), einem Gummiband-Befestigungssystem für Zeitungen und einer Ablage aus. Wer keinen TV haben, die Fläche aber trotzdem nutzen will, könnte sich hier eine weitere Garderobe montieren – obwohl es schon zwei gibt im 495 SG. Um Fächer und Ablagen im Kühlschrankkorpus auch während der Fahrt für Krimskrams nutzen zu können, wünscht man sich Klappen oder zumindest (Textil-) Relings davor.

Raumökonomie spielt eine wichtige Rolle, wenn Längsbetten in einem kurzen Aufbau unterkommen sollen. Hier greift Fendt zu drei Hilfsmitteln: Das linke Bett bescheidet sich mit 1,82 Meter Länge, im Bug steht statt einer Rundsitzgruppe eine Dinette ohne Querbank, und die Küche ist gerade so breit, dass Herd und rechteckige Spüle nebeneinander auf die Arbeitsplatte passen. Bisher gab es eine pflegeleichtere Einheit aus Kocher und Spüle – die neuen Geräte sind also kein Fortschritt.

Mit dem 1,96 Meter langen rechten Bett, dem optionalen Rollrost für den Zusammenschluss der Einzelliegeflächen und den 18 Zentimeter dicken Klimakomfort-Matratzen (485 Euro) holt sich das Schlafzimmer Punkte zurück. Mit Zehn-Zentimeter-Standardmatratze und ohne Rost sähe es hier schlechter aus. Der Dinette fehlt nichts Wesentliches. Mit Polstern an der Bugwand und straffen Sitzflächen ist sie gemütlich und bequem. Der für Paare üppig große Tisch steht auf einem neuen, stabilen Gestell mit zwei Teleskopbeinen, der sich flugs sichern lässt.

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An Stauraum mangelt es der Küche nicht. An Abstell- und Arbeitsfläche aber schon.

Die Arbeitsfläche in der Küche ist sehr knapp. Eine Klappverbreiterung lässt sich wegen der Dinette nicht montieren. Standard bei Fendt sind zwei Küchensteckdosen. Eine verschwindet hinter der aufgestellten Spülenabdeckung, ist aber trotzdem nutzbar.

Bei der Möbelkonstruktion zeigt sich Fendt "offen": Die Köpfe etlicher Schrauben bleiben an den Unterseiten der offenen Unterseite sichtbar. Aber auch hier muss man sagen: Nicht eine davon sitzt schräg oder schaut weiter heraus als die andere. Das ist nicht elegant, aber nach bester Fendt-Manier funktional. Mit je drei Metallscharnieren pro Dachstauschrankklappe, Pushlocks an den Küchenoberschränken und am Kleiderschrank (hier mit Drehstangenverschluss) geht Fendt auf Nummer sicher.

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Standard-Bad ohne Höhen und Tiefen – und ohne Dusche. Kurz: Das Wichtigste ist da.

Das kompakte Bad ist ein Fendt-Standardmodul. Das Kunststoff-Waschbecken sitzt so im sichelförmigen Waschtisch, dass man beim Zähneputzen gut mit dem Gesicht übers Becken kommt. Drei Oberschränke sind der einzige geschlossene Stauraum, ansonsten passt viel in die Ablage unter den Waschtisch. Ein Halter für die Klopapierrolle und Relings zur Sicherhung von Wasch- und Kosmetikbeutel sorgen dort für Struktur.

Die Steckdose versteckt sich im rechten Oberschrank, durch eine Aussparung lässt sich das Kabel von Rasierer oder Föhn gut zum Spiegel ziehen. Drei Haken hinter der Toilette und eine Garde robenleiste an der Tür offerieren genügend Parkplätze für Handtücher.

Beladen und Fahren

Viele Fendt-Testwagen hatten in der Vergangenheit sehr hohe Leerstützlasten. Doch der Apero 495 SG bleibt mit 46 kg im grünen Bereich, strebt mit zwei Gasflaschen und Reserverad im Bug und erst recht mit Fahrrädern auf der Deichsel trotzdem schnell Richtung Maximum (100 kg). Die Wiegung zeigt, dass Fendt exakte Gewichtsangaben macht – und dass der 495 SG mit der Auflastung um 200 kg über so satte Zuladungsreserven verfügt, dass selbst die 1600-kg-Serienachse nicht abwegig ist. Alternativ gibt es die Gewichtsklassen 1700 und 1.900 Kilo. Die Alufelgen tragen junge, tragfähige Markenreifen.

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Auch wenn der Zugang zu den stabilen Sitztruhen etwas mühsam ist – darunter eröffnet sich viel Stauraum.

Kleidung kommt im ausreichend großen, allerdings unbeleuchteten Kleiderschrank sowie insgesamt zehn Dachstauschränken unter. Die sind zwar nicht sehr hoch, weil Fendt weiterhin praktische Ablagen unter die Oberschränke hängt, jedoch gleichmäßig tief und dadurch gut nutzbar. Einfache, funktionale Stiftverschlüsse unterstützen die Metallscharniere beim "Klappe halten". Erfreulich vielfältig sind auch die Ablagemöglichkeiten an Betten und Dinette.

Solide und sicher verriegelt sind die drei Küchenauszüge. Auch die stabilen Sitztruhen dienen sich als Stauraum an, sind über die Deckel aber nur nach dem Wegnehmen etlicher Polster erreichbar. Prima: die Stirnklappe für den Schnellzugriff rechts. Komplett frei und von außen erreichbar ist nur der rechte Bettkasten, im linken stehen Tank und Therme. Auf eine praktische Durchlade unter dem Nachttisch verzichtet Fendt zugunsten einer Schublade.

Technik

Das Mobiliar unterscheidet sich konstruktiv nicht von jenem der höherpreisigen Baureihen, doch bei der Bordtechnik bietet der Apero nur Hausmannskost: Eine Truma S 3004 muss genauso genügen wie eine Therme mit fünf Litern Inhalt – was zusammen mit den 31 Millimeter dicken Wänden nach Punkten nur eine durchschnittliche Wintereignung bedeutet. Die Lichtanlage reagiert auf griffgünstig positionierte Kippschalter und wird gespeist von einem 340-Watt-Umformer.

Doch wie für den Aufbau gilt auch hier: bewährtes Rezept, aber mit Liebe zubereitet; die Installation der Technik gibt sich keine Blöße. Die Therme ist samt Ablassventilen ringsum vor der Ladung im Bettstaukasten geschützt, und auch die Warmluftleitungen wurden überwiegend aus dem Gefahrenbereich herausgehalten.

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Zu Umformer und FI-Sicherungen gesellt sich für 1200 Euro ein WLAN-System für Internet an Bord.

Fendt hält einen 25-Liter-Frischwassertank für ausreichend groß und verweist darauf, dass die Toilette über einen separaten Spülwassertank verfügt und somit nicht von den Brauchwasserreserven zehrt. Wir aber beharren darauf: 45 Liter sollten schon sein. Ein Reservoir dieser Größe gibt es für 239 Euro, mit City-Wasseranschluss sind es 507 Euro.

Die Neuzeit versteckt sich im Kleiderschrank, wo auch Umformer und FI-Schutzschalter hängen. Den Testwagen hat Fendt mit dem 1199 Euro teuren On-Board-WLAN-System Campernet von Antretter & Huber ausgerüstet. Es besteht aus einem LTE-Router mit zwei SIM-Kartenslots, einer WLAN-Folienantenne und einer WLAN-Antenne. Campernet holt Daten aus dem Mobilfunknetz oder bringt das Platz-WLAN nach drinnen. Gesteuert wird alles über eine App. Die Bordtechnik lässt sich darüber nicht fernbedienen.

Lichtcheck

angelehnt an DIN EN 12464-1

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Dinette, Küche und Bad sind hell genug beleuchtet. Im Schlafzimmer schaffen indirekte Beleuchtung und Spots weniger Lux.
  • 1. Die Deckenleuchte wirft viel Licht auf den Tisch der Sitzgruppe. Volle Punktzahl, klares Grün.
  • 2. Die Küche bleibt ganz knapp unter dem Maximum. In der Praxis ist sie hell genug.
  • 3. Die hohen Lux-Werte im Bad führen zu 4,9 von 5 Punkten. Auch im Spiegel ist das Licht gleichmäßig.
  • 4. Der Verzicht auf eine Deckenlampe "stürzt" das Schlafzimmer auf 2,3 Punkte – wenn im restlichen Wohnwagen Licht brennt!

Preise

Die Preiserhöhung ist auch bei Fendt beträchtlich: Ein Apero 495 SFB ist 4320 Euro teurer als sein direkter Vorfahre Saphir 495 SFB. Der 495 SG knackt mit ein paar Kreuzen in der Preisliste die 30000-Euro-Marke. Ausstattung und Bordtechnik haben gutes Einsteigerklassen-Niveau. Das Wichtigste ist an Bord, auf kostenpflichtige Ausstattungspakete, die Unerlässliches beinhalten, verzichtet Fendt.

Und dann ist da noch die tadellose Verarbeitung, die den Preis, auch im Wettbewerbsumfeld, relativiert. Mit elektrischer Zuheizung Ultraheat und 14-Liter-Elektroboiler statt Therme lässt sich der Apero in Sachen Bad- und Winterkomfort tunen – doch eine Combi 4 oder gar Warmwasserheizung gibt es für den 495 SG nicht.

Grundpreis: 28 319 Euro mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (179 Euro)
Testwagenpreis: 34 154 Euro

  • ✘ Auflastung 1800 kg m. Alufelgen (12 kg) ✔ 952 Euro
  • Batteriepaket 1/2 m. 50/75-Ah-Akku (21/29 kg) 1013/1139 Euro
  • ✘ Schlafwelt-Paket (Laken, Bettwäsche; 7 kg) 387 Euro
  • ✘ Deko-Paket mit 2 Kissen, 2 Körbchen, Küchenrückwandverkleidung (1,1 kg) 279 Euro 45-Liter-Frischwassertank (2 kg) ✔ 293 Euro
  • ✘ Auszieh-Lattenrost (11 kg) ✔ 465 Euro
  • ✘ TV-/Vorzeltsteckdose (0,5 kg) 291 Euro
  • ✘ Tragbare Sat-Anlage Maxview (5 kg) 1175 Euro
  • ✘ TV-Gelenkhalter (3,5 kg) 235 Euro
  • ✘ Klima-Komfortschaummatratzen (–6 kg) ✔ 485 Euro
  • ✘ Teppichboden lose (9 kg) 367 Euro GfK-Dach (9 kg) ✔ 899 Euro
  • ✘ Campernet-WLAN-System (30 kg) 1199 Euro

Kosten und Service:

  • Steuer (1800 kg zGG): 67 Euro
  • Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 12 Jahre/12 Monate
  • Servicestellen in Deutschland/Europa: 74/102

Nachgefragt

Thomas Kamm, Leiter Marketing und PR bei Fendt, nimmt Stellung ...

... zur Nutzbarkeit der Fächer im Kühlschrankkorpus während der Fahrt: Dieses Modul haben wir seit vielen Monaten in verschiedenen anderen Modellen im Einsatz. Die bisherige Fahrzeugnutzung zeigt uns, dass der überwiegende Teil der Caravaner die Stirnseite für die Anbringung des TV nutzen. Sollte hier kein Fernseher platziert werden, so kann dieser Bereich mit den kleinen Ablagen mit Reling und dem freien Platz zur individuellen Gestaltung z.B. Anbringung von magnetischen Silwy-Produkten (ohne Bohren), persönlich gestaltet werden.

... zur Trennung von Kocher und Spüle: Gegenüber der bisherigen Kocher-Spülenkombination ist unfreiwilliges Wasserüberlaufen nicht mehr direkt möglich. Die Spüle hat eine größere Tiefe gegenüber dem alten Kombisystem. Zudem ermöglicht uns diese Konstellation einen individuelleren Einbau in der Produktion, da die Platzierung der beiden Komponenten je nach Küchengrundriss seitens unserer Konstruktion optimiertwerden kann, falls dies nötig erscheint.

Die Baureihe Fendt Apero

Supertest Fendt Apero 495
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Die Baureihe hat sieben Grundrisse.
  • Preise: 26 790–32 290 Euro
  • Aufbaulängen: 5,89–6,57 m
  • Gesamtgewichte: 1500–1700 kg
  • Max. Auflastungen: 1700–2000 kg
  • Grundrisse: 7

Sieben Grundrisse decken ein Spektrum klassischer Bett- und Sitzgruppen ab. Sechs sind aus Saphir und anderen Fendt bekannt, der getestete 495 SG ist neu. Familien sprechen 495 SKM (ab 28.480 Euro) und der als einziger 2,50 Meter breite 560 SKM (ab 32.290 Euro) an. Während der 495 die Stockbetten quer im Heck trägt, postiert Fendt sie im 560er hinten längs gegenüber dem Bad mit Dusche. 465 SFB mit französischem Bugbett (26 790 Euro) und 465 TG mit Einzelbetten (26.690 Euro) sind die kompaktesten Apero. Die 495er-Klasse wird außer von SKM und SG vom SFB mit französischem Bett (27.720 Euro) vertreten. Ein Fendt-Klassiker ist der 515 SG, der 28.950 Euro kostet.

Wertung

Wohnen: 3,4

 Serien-Lattenrost mit gummigelagerten und härteverstellbaren Holzlatten.
 Bequeme, leichte Optionsmatratzen.
 Angenehm straffe, sauber genähte Sitzpolster. Großer stabiler Tisch mit praktischen Teleskopbeinen.
 Hochwertiger Gasherd mit Emaillerost.
 Stabiler, handwerklich sauber ausgeführter Möbelbau ohne Chichi.
 Sehr große Stehhöhe.
  Schlichtes, aber gut nutzbares Bad mit nötigster Grundausstattung.
 Kurzes linkes Bett. Klobiges, nicht allzu passgenaues Mittelpolster für Rollrost.
 Wenig Küchenarbeitsfläche.
 Serienmäßig dünne Matratzen.
 Sichtbare, nicht überklebte Schraubenköpfe – gefällt nicht jedem.

Preise: 3,4

 Etliche hochwertige Einbau- und Ausstattungsdetails relativieren den Grundpreis.
 Lange Dichtheitsgarantie (12 Jahre).
 Großes Händlernetz.
 Einfaches Heizungs- und Warmwassersystem.
 Teures GfK-Dach.

Beladen: 4,0

 Hohe Zuladung schon mit Serienfahrwerk (1600 kg), fein abgestufte Auflastungsmöglichkeiten.
 Exakte Werks-Gewichtsangaben.
 Sicher verriegelte Küchenschubladen und -oberschränke.
 Zusätzliche Schnappverschlüsse an Oberschränken im Wohnraum.
 Unrealistische Definition der "Masse in fahrbereitem Zustand" mit 10 Liter Wasser in "Fahrstellung" und einer Alu-Gasflasche.
 Keine Kleiderschrankbeleuchtung.

Fahren: 4,0

 Stabiles Fahrverhalten selbst hinter kompakteren Zugwagen.
 Wirksame, sanft einsetzende Bremsen mit Selbstnachstellung.
 Junge Markenreifen.
 Stützlastwaage serienmäßig.
 Vier Positionsleuchten vorn. Jetzt zwei hochgesetzte Bremsleuchten in Umrissbeleuchtung hinten.
 Elektronisches Stabilisierungssystem als Einzeloption sehr teuer (1100 Euro), im Safety-Paket mit Radkralle und Duocontrol 979 Euro.

Technik: 3,6

 Sehr sorgfältig gebauter Aufbau.
 Selbstnachstellende Bremsen und Stützlastwaage serienmäßig.
 Sehr saubere Verarbeitung des Interieurs.
 GfK-Dach nur gegen Aufpreis.
 Einfache Gasheizung und kleiner Warmwasserbereiter (Truma Therme).
 Keine besonders dicken Wände und Heizung mit nur 3 kW geben Abzug bei Wintertauglichkeit.

Fazit

Die Preise steigen, also muss man ein neues Wertesystem etablieren: Für knapp 30.000 Euro gibt es keinen Luxuscaravan mehr, sondern im Falle des Apero einen Wagen mit der Bordtechnik der Einsteigerklasse. Aber die Mischung macht’s: Aufbau und Mobiliar sind akkurat und präzise gefertigt, kommen so auch in teureren Fendt zum Einsatz. Auch die Polster sind von hochwertiger Machart, ebenso der Herd. Ins Urteil mit einbeziehen muss man auch die LFI-Bugseitenteile sowie die aufwendigen Rückleuchten – auch wenn die fürs Wohnen keine Rolle spielen. Und schließlich ist da auch noch der Vergleich mit Wettbewerbern. Auch hier steht der Fendt Apero besser da, als man auf den ersten, unreflektierteren Blick denkt.

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