Tipps zum Bezahlen im Ausland

So sparen Sie unnötige Gebühren

Bezahlen im Ausland Foto: Rawf8/Adobe Stock 3 Bilder

Will man im Ausland Geld abheben oder mit Karte bezahlen, steckt der Teufel oft im Detail. Wir zeigen auf, wie sich unnötige Gebühren sparen und Abzocke beim Währungstausch vermeiden lassen.

Seit der Einführung des Euro ist das Bezahlen im Ausland spürbar einfacher geworden. In einem Großteil der beliebten Campingdestinationen gehört lästiges Umtauschen und Umrechnen der Vergangenheit an.

Dennoch gibt es Fallstricke beim Bezahlen oder Geldabheben. Beispielsweise an Tankstellen in Italien. Mehr und mehr setzen sich dort, zumindest in ländlichen Regionen, Automatentankstellen ohne Servicepersonal durch. Manchmal findet sich an den Bezahlautomaten der Zapfsäulen ein Hinweis, dass nur italienische Karten akzeptiert werden (in Englisch: „only italian cards“). Die Vermutung liegt nahe: Ohne Bargeld muss das Gespann bis zur nächsten Tankstelle durchhalten.

Bezahlen im Ausland Foto: plprod/Adobe Stock
Kreditkarten von Visa und Mastercard sind international gültig. Debitkarten deutscher Banken können im Ausland jedoch abgelehnt werden.

Die Kartenanbieter Mastercard und Visa geben jedoch Entwarnung. Denn Händler seien verpflichtet, alle Kreditkarten unabhängig vom Herkunftsland anzunehmen. Länderspezifische Einschränkungen betreffen den Kreditinstituten zufolge ausschließlich Debitkarten (EC-Karten). Vereinzelt berichten Reisende aber trotzdem von länderspezifischen Einschränkungen mit Kreditkarten. Erklären können sich die deutschen Banken und Kartenherausgeber dieses Problem nicht und bitten darum, betreffende Händler oder Tankstellen zu melden.

Aufpassen sollten Reisende auch beim Geldabheben. Einige Banken beziehungsweise Kartenherausgeber werben mit gebührenfreiem Abheben an ausländischen Geldautomaten. Dabei sollte man immer beachten, ob sich die Gebührenfreiheit auf EC- oder Kreditkarte bezieht, denn oftmals verlangen Mastercard und Visa keine Gebühren, während bei der Nutzung der EC-Karte mit Aufschlägen zu rechnen ist. Außerdem sind je nach Hausbank unterschiedliche Mindest- und Maximalbeträge für die Auszahlung festgesetzt. Einige Anbieter erlauben im Ausland Abhebungen erst ab 50 Euro und deckeln die Auszahlung bei einigen Hundert Euro.

Manche Geldinstitute bieten auch sogenannte Reisekreditkarten an. Neben der kostenlosen Nutzung im Ausland werden damit bestimmte Umsätze rabattiert. Kommt beispielsweise die Visakarte der Santander-Bank beim Tanken zum Einsatz, erhält der Besitzer ein Prozent Rabatt, außerdem werden angefallene Fremdgebühren vom Geldinstitut erstattet. Auch die Bank DKB erlaubt kostenloses Abheben im In- und Ausland, Voraussetzung ist allerdings ein monatlicher Geldeingang von mindestens 700 Euro.

In Ländern mit Fremdwährung Geld abheben

In Ländern mit Fremdwährung sind die Hürden beim Abheben etwas höher. „Wollen Sie eine Buchung mit oder ohne Umrechnung in Euro?“, fragt der Geldautomat häufig. Dabei geht es nicht darum, ob die abgehobene Summe auf dem Kontoauszug in Euro oder Fremdwährung angegeben wird. Hintergrund ist das DCC- (Dynamic Currency Conversion)-System. Es erlaubt dem Automatenbetreiber, selbst einen Wechselkurs festzulegen und Gebühren für die Umrechnung zu verlangen. Als besonders hoch gelten die Gebühren in Polen, Großbritannien und Tschechien. Überlässt man in diesen Ländern die Umrechnung dem Automatenbetreiber, sind durch den schlechteren Kurs zwischen 2,5 und 9,6 Prozent Verlust möglich. Entscheidet man sich für die Option „mit Umrechnung“, fallen die Kosten für den Reisenden in der Regel höher aus.

Tipps und Tricks für eine gute Reiseplanung
Ab in den Urlaub

Wählt man dagegen die Option „ohne Umrechnung“, sendet der Automatenbetreiber die Summe des Abhebebetrags an die Hausbank des Kunden, wo das Konto nach dem tagesaktuellen Umrechnungskurs belastet wird. Wie dieser Kurs ausfällt, lässt sich über die App „Reise und Geld“ ermitteln, die vom Bundesverband deutscher Banken herausgegeben wird. Sie zeigt verbindliche Wechselkurse zu allen gängigen Währungen an und beinhaltet darüber hinaus eine Auflistung verschiedener Sperrnummern.

Mit dem DCC-System kann man auch bei der Kartenzahlung im Geschäft konfrontiert werden. Auch hierbei gilt: Auf dem Zahlungsterminal unbedingt„ohne Umrechnung“ wählen. Schwierig wird es allerdings, wenn das Kartenlesegerät den Hinweis nur in einer Fremdsprache ausgibt.

Wer Euronoten in andere Währungen tauschen möchte, sollte dafür immer eine Wechselstube im Zielland nutzen. Versorgt man sich bei seiner Hausbank beispielsweise mit Schweizer Franken, fallen die Gebühren höher aus.

Nach der Reise schadet es auch nicht, einen genauen Blick auf die Kreditkartenabrechnung zu werfen. Denn fehlerhaft berechnete Summen oder fälschlicherweise erhobene Gebühren betragen oft nur einige Euro und fallen nicht sofort auf. Meist handelt es sich um Beträge weniger Euro.

Tipps zum Bezahlen im Ausland

  • Abheben in Fremdwährung: Am Geldautomaten die Option „ohne Umrechnung“ wählen. Das spart Gebühren.
  • Geldwechsel im Zielland ist günstiger als Tausch bei der Hausbank in Deutschland.
  • Kreditkarten sind international gültig, bei Debitkarten (EC) können Einschränkungen im Ausland möglich sein.
  • Kontobewegungen und berechnete Gebühren nach der Auslandsreise genau prüfen.
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Anhängerkupplung beim Mercedes V 250 Sicherheit im Wohnwagen Wie wichtig ist das Abreißseil?
Beliebte Artikel Apps für Camper Die besten Apps für Camper Apps für den Campingurlaub In Europa gibt es viele unterschiedliche Bestimmungen bei der Maut. Maut-Bestimmungen in Europa Wo müssen Caravaner mit Maut rechnen?
auto motor und sport Mansory Stallone Mansory Stallone Supersportwagen auf Ferrari 812 Superfast-Basis Audi Q3 Sportback Audi Q3 Sportback Coupé-Variante des Q3 vorgestellt
Anzeige
promobil Dreamer Camper Five Dreamer Camper Five (2020) Campingbus für fünf Personen Wienermobile Wohnmobil (2020) Airbnb bietet Übernachtung im Wienermobile an Eine Nacht im kultigen Hotdog-Mobil