Camping-WC Basiswissen Dieter S. Heinz
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Basiswissen zum Camping-WC

Die wichtigsten Fakten rund ums Camping-Klo

Um Campingtoiletten und übliche Sanitärzusätze ranken sich zahlreiche Gerüchte. Wir klären die wichtigsten Fragen zur Chemie und sagen, warum das Klo im Caravan anders gepflegt werden muss als das stille Örtchen zu Hause.

CARAVANING beantwortet für Sie die wichtigsten Fragen rund um die Kassetten-Toilette, die dazu gehörgigen Spezialzusätze, sowie die richtige Pflege.

Woher stammt eigentlich die Bezeichnung „Toilette“?

Der Begriff Toilette stammt laut Wikipedia vom französischen toile oder toilette, womit ein „Tuch“ beziehungsweise ein „kleines Tuch“ gemeint ist, mit dem man sich für seine Notdurft von der Umgebung abschirmte. In China hingegen wird der Toilettenraum gerne „Halle der Inneren Harmonie“ genannt. 1775 erhielt der englische Uhrmacher und Mathematiker Alexander Cumming das Patent für seine Ausführung des Wasserklosetts, denn die Version von John Harington (1596) war zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten. Welt-Toilettentag ist übrigens der 19. November, initiiert von der World Toilet Organisation.

Welche Arten gibt es neben der Kasettentoilette für Caravans?

Toilettenarten
Tipps & Tricks

Neben der Chemietoilette gibt es auch die Trenn- und Trockentoilette. Letztere wird auch einfach Eimertoilette genannt – in vielen Fällen handelt es sich um nichts anderes als einen Eimer mit Plastikbeutel. Dieser kann nach Beendigung des Geschäfts in einer Mülltonne entsorgt werden. Das ist, zumindest in zivilisierten Regionen, jedoch wenig praktikabel. Eimertoiletten gibt es bereits für weniger als 20 Euro im Campingfachhandel, im Internet finden sich auch Selbstbau-Anleitungen. Verwendung finden die simplen Klo-Beutel aber im Caravan oder Wohnmobil kaum. Kein Wunder, schließlich ähnelt die Trockentoilette den Säckchen für Hundekot.

Bei der Trenntoilette handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Trockentoilette – mit dem Unterschied, dass Urin und Kot in verschiedenen Behältern gesammelt werden. Möglich macht das ein Einsatz in der Klobrille, der Flüssiges und Festes voneinander trennt. Einfache Trenntoiletten gibt es beispielsweise von Separett für etwa 120 Euro. Ein ausgefeiltes Modell in der Optik einer herkömmlichen Campingtoilette bietet Nature’s Head ab 1000 Euro. Ein Behälter fängt den Urin auf; um die Geruchsbelastung durch den Kot einzudämmen, können Sägespäne oder Kokosfasern zugesetzt werden. Das erinnert ein wenig an ein Katzenklo.

Einen anderen Ansatz verfolgt der Anbieter Cinderella. Er vertreibt eine Verbrennungstoilette, die Kot und Urin zu Asche macht. Das spart zwar Wasser, kostet aber Gas und Strom. Außerdem hinterließ das 4000-Euro-Klo im Test Gerüche und es macht während des Verbrennens Geräusche.

Fragen zur Kassetten-Toilette

Auch wenn es sich bei der Kassetten-Toilette um die gängigste Variante handelt, gibt es viele Unklarheiten. Die wichtigsten Fragen klären wir hier.

Was ist vor Fahrtantritt zu beachten?

Bei heftigen Fahrzeugbewegungen kann durchaus Wasser austreten und Schäden verursachen. Sei es, dass noch etwas davon im WC‑Becken stand oder ein separat vorhandener Spülwassertank vor der Fahrt komplett gefüllt wurde.

Soll der Schieber beim Benutzen der Toilette offen sein?

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Dieter S. Heinz
Handbetrieb: Schieber bei der Benutzung auf oder zu?

Früher hieß es, Kassettentoiletten nur bei geschlossenem Schieber benutzen. Erst dann den Griff unter dem Toilettenbecken zur Seite drücken, um die Abtrennung zum Fäkalientank zu öffnen. Dabei Toilette einige Sekunden lang spülen. Neuere Modelle können sowohl offen wie geschlossen benutzt werden. Schieber nach der Benutzung immer schließen. Schauen Sie, was die Bedienungsanleitung empfiehlt.

Kann das Klo versehentlich auch ohne Kassette benutzt werden?

Da der Schieber meist in der Kassette installiert ist, kann das tatsächlich passieren. Papa entsorgt gerade die Kassette, der Schacht unterm WC liegt derweil offen, beim Nachwuchs ist es aber plötzlich dringend. Damit in solchen Fällen kein Malheur geschieht, hat Dometic mit der Saneo eine Toilette mit Doppelschieber entwickelt. In jedem Fall ist es sehr wichtig, dass der Kassettenschacht zum Fahrzeug hin sorgfältig abgedichtet ist. So wird verhindert, dass Flüssigkeit zwischen Möbel oder Bordwand eindringt.

Halten die Toilettenkassetten in jedem Fall dicht?

Wer die Warnleuchte für den Füllstand zu lange ignoriert, riskiert die Überfüllung der Kassette. Selbst wenn man in diesem Fall zunächst das Auslaufrohr öffnet, um den Inhalt beispielsweise in einen Eimer ablaufen zu lassen, besteht die Gefahr, dass beim Entnehmen der Kassette Fäkalien in den Toilettenschacht gelangen. Auch ein undichter Schieber kann dazu führen, dass der Inhalt überschwappt.

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Benjamin Köbler-Linsner
Nicht in jedem Campingmobil ist der Schacht für die Kassette reinigungsfreundlich ausgekleidet.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der gesamte Schacht hinter der Außenklappe sauber ausgekleidet und abgedichtet ist. Die Realität sieht in Caravans aber meist ganz anders aus. Viele Hersteller sparen an dieser Stelle, verkleiden den Schacht teilweise nur mit Sperrholz und verzichten auf Abdichtungen. Beim Entsorgen ist daher höchste Vorsicht geboten. Wenn der Toiletteninhalt zwischen Schachtboden und Außenwand sickert, ist die gründliche Reinigung nach einem Malheur schwierig. In manchen Modellen kann man durch nachträgliche Silikonfugen die Abdichtung verbessern und das Putzen erleichtern.

Wie oft soll man die Toiletten-Kassette entleeren?

Signalisiert die Leuchtdiode auf dem Bedienfeld einen vollen Fäkalientank, kann dieser noch rund zwei Liter aufnehmen, was etwa zwei Toilettengängen entspricht. Die tägliche Harnproduktion Erwachsener schwankt – je nachdem wie viel man trinkt – zwischen durchschnittlich 1 und 1,5 Liter. Ein Fäkaltank üblicher Kassettentoiletten verkraftet zusammen mit Spülwasser so rein rech­nerisch rund acht bis elf „Tagessätze“. Empfehlenswert ist es, spätestens nach vier Tagen den Kassetteninhalt auszuschütten und den Tank durchzuspülen. Wer auf Sanitärzusätze verzichtet, sollte alle zwei Tage entsorgen. Tipp: Drücken Sie die Entlüftungstaste erst, wenn das Entleerungsrohr direkt über dem Ausguss platziert ist. Wichtig: Nach der Entsorgung muss sich die Kassette ohne großen Kraftaufwand ein­schieben lassen. Gewaltanwendung kann zu Beschädigungen führen.

Wo darf die Fäkalkassette entleert werden?

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Andreas Becker
Der Ausguss muss an die Kanalisation angeschlossen sein. So wie jede feste Toilette und Entsorgungsstation.

Fäkalien gehören entsprechend verdünnt in eine Kläranlage und nicht in die Natur, deshalb ist es wichtig, dass die Entsorgungsstelle an die Kanalisation angeschlossen ist. Folglich darf der Inhalt der Fäkalkassette auch in der Toilette zu Hause entsorgt werden. Auf Campingplätzen gibt es zwar oft gesonderte Toiletten mit dem Hinweis „Chemie-WC“. Das liegt jedoch daran, dass wegen der Geruchsbelästigung und aus hygienischen Gründen die Campingtoiletten nicht in den normalen WCs entleert werden sollen.Sonderfall: Führen die Abflussrohre in eine Bio-Kläranlage, dürfen nur besonders umweltfreundliche Zusätze hinein. Keinesfalls darf man die Kassette in reine Regenwasserabläufe entleeren.

Aber Achtung: Die Entsorgung im Gulli ist verboten. Es ist selbst in besiedelten Gebieten längst nicht garantiert, dass alle Abwasserkanäle in die Kläranlage münden. Oberflächenwasser wird zwar häufig über Regenüberlaufbecken in Klärbecken abgeleitet, kann nach einsetzendem Stark­regen jedoch auch im nahen Bach landen. Außerdem ist die Entsorgung über einen Gully verständlicherweise für jeden Beobachter ein echter Anstoß.

Fragen zu Sanitärzusätzen

Um Sanitärzusätze ranken sich viele Mythen. Um für Klarheit zu sorgen, wurden die wichtigsten Fragen zum Thema Sanitärzusätze zusammengefasst.

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Was sollen Sanitärzusätze bewirken?

Sanitärzusätze in Kassettentanks sollen drei Anforderungen erfüllen: Erstens die stoff­liche Zersetzung des Inhalts, um ihn zu verflüssigen. Zweitens soll die Entstehung unangenehmer Gerüche unterbunden werden. Und drittens soll ei­ne farbliche Veränderung ein­treten. Alle drei Punkte machen die Entsorgung olfaktorisch wie optisch und mechanisch etwas angenehmer.

Wirken die Zusätze sofort nach dem Einfüllen?

Nein, denn viele Zusätze verhindern unangenehme Gerüche nicht einfach durch Überdecken. Sondern das Mittel reagiert mit den Fäkalien und bekämpft so die Ursache der Geruchsbelästigung. Bis der Sanitärzusatz wirksam wird, können zwei bis drei Tage vergehen. Um die Einwirkzeit zu verkürzen, sollte am besten umgehend nach der Entleerung der Fäkalienkassette neues Präparat zusammen mit etwas Wasser nachgefüllt werden. Danach die Kassette schütteln, damit der Tankinhalt hin und her schwappt und sich das Mittel gleichmäßig in der Kassette verteilen kann. Stellt man auf ein anderes Produkt um, kann dessen Wirkung zunächst durch Rückstände des bisher verwendeten Mittels beeinträchtigt werden. Der Grund dafür ist, dass einige Toilettenzusätze auf Säuren basieren, andere dagegen sind basisch aufgebaut. Verbleiben im Tank Reste, können sie sich gegenseitig neutralisieren.

Was ist beim Einfüllen von Sanitärzusätzen zu beachten?

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Andreas Becker
Nach dem Entleeren sollte direkt wieder ein WC-Zusatz eingefüllt werden.

Sanitärzusätze sollten nie über den Schieber und das WC‑Becken eingefüllt werden, denn dies kann die Schieberdichtung des Fäkalientanks angreifen. Flüssige Sanitärzusätze immer nur über den Auslaufstutzen der Kassette einfüllen und nach Vorgabe des Toiletten- und des Mittelherstellers einen gewissen Teil Frischwasser zufügen – je nach Kassettenvolumen meist ein bis drei Liter. Wichtig ist, die Dosierungsvorgaben genau einzuhalten. Überdosierung verstärkt die Wirkung des Mittels nicht, sondern belastet unter Umständen die Umwelt.

Gibt es konkrete gesetzliche Vorgaben für die Zusätze?

Wie so oft gibt es auch für die Herstellung und Zulassung von Sanitärzusätzen gesetzliche Regelungen. Basis bilden die europäischen Richtlinien REACH (Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) und CLP (Verordnung zur Klassifizierung, Etikettierung und Verpackung).

Durch diese Vorgaben soll sichergestellt werden, dass die erhältlichen Präparate unbedenklich sind. Zusätzlich gibt es auch noch freiwillige Zertifizierungen wie den Standard RAL-UZ 84a. Dabei handelt es sich um eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung, deren Bestehen die Voraussetzung zur Vergabe des Umweltzeichens „Blauer Engel“ ist. Ein Katalog gibt vor, unter welchen Bedingungen Sanitärzusätze geprüft werden müssen. Geregelt ist zum Beispiel, dass genormter Schweinekot und künstlicher Urin (der übrigens auch bei der Entwicklung von Waschmitteln verwendet wird) über vier Tage lang mit dem Präparat behandelt werden. Unverzichtbar für die Bewertung ist die menschliche Nase. In verschiedenen Stadien müssen zehn Probanden an den Proben riechen.

Ist nur die Anwendung von „grünen“ Zusätzen bedenkenlos?

Nein, denn wie oben bereits beschrieben, gelten heutzutage zahlreiche Regeln für chemische Mittel. Bis in die 1990er Jahre war das noch ganz anders: Damals basierten Sanitärzusätze noch auf Formaldehyd, einem Stoff, der toxisch, krebserregend und unter Umständen sogar explosiv ist.

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Bei der Anwendung werden die Mittel meist verdünnt und stellen so keine Gefahr dar. In konzentrierter Form sollte man trotz Regelungen vorsichtig sein.

Doch warum sind auf einigen Produkten Gefahrensymbole abgebildet? Die Hinweise „Ätzend“ oder „Umweltgefährdend“ beziehen sich immer auf das unverdünnte Produkt in der Flasche. Würde man beispielsweise eine so gekennzeichnete Flüssigkeit auf eine Wiese schütten, täte man den Pflanzen und Tieren garantiert keinen Gefallen. Bestimmungsgemäß angewendet, das heißt in vorgegebener Dosierung, wird die Flüssigkeit nach chemischen Gesichtspunkten als ungefährlich angesehen. Auf den Etiketten einiger Präparate findet sich auch der Hinweis „x% biologisch abbaubar in x Tagen“. Ob vermerkt oder nicht: Auch blaue Zusätze müssen in gewissem Maße abbaubar sein – das ist gesetzlich festgelegt. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen „grünen“ und „blauen“ Zusätzen: In biologischen Klärtanks dürfen nur die besonders umweltfreundlichen Mittel entsorgt werden. In diese Anlagen dürfen übrigens auch keine herkömmlichen Spül- und Waschmittel gelangen. Auch hierfür gibt es stattdessen spezielle biologische Mittel.

Schaden Sanitärzusätze Kläranlagen?

Sanitärkonzentrate können biozide Wirkstoffe enthalten. Das sind Stoffe, die Organismen abtöten können. Im ATV-Merkblatt M 270, das sich mit der Entsorgung von Inhalten mobiler Toiletten beschäftigt, wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen die Einleitung in eine Kläranlage möglich ist. Und es wird festgestellt, dass Sanitärkonzentrate in aller Regel so stark verdünnt werden, dass sie sich auf die in der Anlage ankommende Schmutzfracht kaum auswirken. Es heißt: „Unter Berücksichtigung der hierzu verfügbaren Daten kann eine 20-fache Verdünnung der Chemietoiletteninhalte als ausreichend betrachtet werden.“ Wer ganz sicher gehen will, greift zu den „grünen“ Produkten, zu solchen mit dem blauen Umweltengel, denn die können absolut sicher in einen Klärtank oder ein kleines, biologisches System auf Campingplätzen entleert werden.

Welche Haushaltsmittel eignen sich als Spezialzusätze?

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Dino Eisele/Motor Presse Stuttgart
Hausmittel sind für die Campingtoilette nicht geeignet - der so beliebte Essig-Reiniger greift die Gummidichtungen an.

Keine! Denn ein Camping-Klo ist ganz anders aufgebaut als die Toilette zu Hause. Während die Keramik recht pflegeleicht ist und auch aggressivere Reinigungsmittel verträgt, ist Kunststoff anspruchsvoller, was die Wahl des Reinigungsmittels betrifft. Beliebte Haushaltsreiniger sind daher tabu. Ein herkömmlicher Essigreiniger beispielsweise greift mit der Zeit die Gummidichtung am Fäkaltank an. Darum haben Spezialmittel durchaus ihre Berechtigung. Manche Camper zweckentfremden auch diverse Hausmittel als Ersatz für den Sanitärzusatz, beispielsweise Schmierseife. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Gummidichtung Schaden nimmt. Außerdem bestehen einige Schmierseifen aus tierischen Fetten, was aus tierethischen Gründen nicht jedem Camper behagt.

Dass Seife der Geruchsbelästigung entgegenwirkt, mag stimmen. Doch hilft sie nicht bei der Zersetzung. Beim Entleeren des Tankinhalts besteht somit eine höhere Wahrscheinlichkeit von Verstopfungen durch Kot und Klopapier. Eine weitere vermeintliche Alternative sind Gebissreiniger. Dabei übersehen die Anwender jedoch, dass die Dosierung einer Tablette auf die Menge eines Wasserglases berechnet ist. Demnach müsste man einen ganzen Haufen dieser Reiniger in die Toilette werfen, um das Bakterienwachstum tatsächlich einzudämmen.

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Fragen zur Pflege der Camping-Toilette

Wer davon ausgeht, dass die Camping-Toilette genau gleich wie die Toilette zu Hause gereinigt wird, liegt falsch. Die Kassetten-Toiletten benötigen eine ander Pflege.

Sind chemische Produkte immer künstliche Substanzen?

Nein, denn Chemie ist überall. Selbst unsere Atemluft ist nichts anderes als ein chemisches Gasgemisch. Darum müssen beim Wort „Chemie” nicht immer gleich die Alarmglocken läuten. Habt ihr euch schon einmal gefragt, aus welchen Inhaltsstoffen eine Banane besteht? Neben Wasser, Zucker und Aminosäuren finden sich auch diverse Zusatzstoffe, die mit den bekannten E-Nummern gekennzeichnet sind. Darunter der Farbstoff E101, der für die orangegelbe Farbe zuständig ist. Es finden sich aber auch Buttersäureethylester und 3-Methylbut-1-YL-Ethanol. Klingt nicht sehr lecker, ist aber in der vorliegenden Konzentration völlig unbedenklich.

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Zusätze und Pflegemittel sind auf die Materialien der Toilette abgestimmt.

Zurück zur Toilettenchemie: In biologischen Sanitärprodukten ist oftmals Zitronensäure enthalten. Auch diese kann unter das Chemikalienrecht fallen. Besonders hoch konzentriert, müssen Fruchtsäuren sogar als Gefahrgut deklariert werden. Dieses Beispiel zeigt, dass eine Unterscheidung in gefährliche und ungefährliche Stoffe nicht immer ganz einfach und eindeutig ist. Umgekehrt sind auch die vermeintlichen chemischen Zusätze nicht automatisch gefährliche Chemiekeulen. Es kommt immer vor allem auf die Konzentration der Inhaltsstoffe und die Dosierung des fertigen Präparates an.

Welche Pflegemaßnahmen erfordert ein Camping-Klo?

Zur Toilettenreinigung keine Bleichmittel, Essig oder andere Haushaltsreiniger verwenden. Beim Säubern des Fäkalientanks keine Hochdruckreiniger einsetzen und den Tank nicht zu stark schütteln. Die Gummidichtungen regelmäßig mit Was­ser reinigen und mit Pflegemittel behandeln. 

Wie reinigt man die Camping-Toilette am besten?

Ein Camping-Klo braucht besondere Pflege. Die Grundlage bildet eine saubere Schüssel, die Pflege sollte jedoch weitaus tiefer gehen. Zum Beispiel in Richtung Schieber. Werden die beweglichen Teile nicht regelmäßig gereinigt, funktionieren sie irgendwann nicht mehr richtig. Auch die Gummidichtung an der Fäkalkassette verlangt ab und an etwas Aufmerksamkeit. Das Rein- und Rausschieben aus dem Einschubfach zum Entsorgen, aber auch Kalk und Urinstein setzen ihr zu. Die Folge: Sie wird porös und dichtet nicht mehr ab. Darum sollte die Dichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgerieben werden.

Silikon- oder Vaselinespray hilft, den Gummi geschmeidig zu halten. Hilft das auch nicht mehr, kann die Schieberdichtung ausgetauscht werden. Ersatzteile gibt es für rund 15 Euro. Auch Toilettensitz und Kassette können ersetzt werden. Thetford bietet dazu das Fresh-up-Set (ca. 150 Euro) an, von Dometic gibt es das Renew-Kit (170 Euro).

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