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Zubehör für den Wohnwagen selbst basteln

9 Tüftler-Tipps für Camper

Handwerkerin Frau Foto: Olaf von Lieres/Fotolia 14 Bilder

Camper sind häufig auch Tüftler. Sie halten sich mit unpraktischen Konstruk­tionen nicht lange auf, sondern entwickeln eigene Lösungen. CARAVANING zeigt 9 tolle Tipps von Praktikern.

28.02.2017 Jürgen Bartosch

1. Saubere Sache

Wohin mit der Schmutzwäsche? Ein Problem, das viele Camper beschäftigt. Und darum haben sich gleich zwei Leser dafür eine Lösung ausgedacht. Andreas Maletz sägte einfach ein Loch in das Brett, auf dem die Matratze des unteren Etagenbetts in seinem Wohnmobil aufliegt, und stellte im Stauraum darunter eine Klappbox als Wäschesammler auf (Geht auch im Wohnwagen). Herbert Dirschowski macht es noch etwas eleganter, indem er eine Katzenklappe im Bad in eine Wand einsetzte, hinter der sich ebenfalls ein Stauraum befindet. Dort fällt die Wäsche in ein Auffangnetz.

2. Haltestation für Regenschirme

Vergeblich gesucht hat Leser Karl-Heinz Moritz nach einer Vorrichtung, um Regenschirme in Türnähe griffbereit unterzubringen. Doch weder bei den Herstellern noch im Zubehörhandel ist er fündig geworden. Stattdessen hat er sich selbst an die Arbeit gemacht und aus Alu-Rohren mit 60 Millimeter Durchmesser modische Schirmhalter gebaut. Die Rohre sind im Internet oder Metallhandel erhältlich. Auf Wunsch kann man sie sich auch gleich auf die gewünschte Länge zuschneiden lassen. Die Lochbohrungen brachte Moritz vor allem aus optischen Gründen an.

3. Modifizierte Gießkanne

Frischwasser nachfüllen ist einfach, wenn es einen Wasserhahn gibt, an den man einen Schlauch anschließen kann. Nicht überall finden sich jedoch solche Zapfstellen, dann muss man das Wasser oft in Kanister oder Gießkanne mühsam heranschleppen, um es sodann irgendwie in den Einfüllstutzen zu schütten – während viel vom kostbaren Nass danebenrinnt. Abhilfe schafft die Konstruktion von Heinrich Hinze, der auf eine Gießkannentülle einen Gardena-Anschluss (1/2 Zoll) montierte. Auf diesen Anschluss kommt eine Doppelkupplung, um schließlich einen etwa 50 Zentimeter langen 1/4-Zoll-Schlauch aufzustecken. Und siehe da, der gesamte Gießkanneninhalt kommt im Tank an.

4. Spannende Geschichten

Matratzen in Wohnwagen- und Wohnmobilbetten haben oft nicht die passenden Maße und Form, um sie mit handelsüblichen Spannbetttüchern faltenfrei zu beziehen. Es gibt zwar Anbieter, die Spannbetttücher nach Maß schneidern, günstiger geht es aber mit dem Tipp von Sigrid Emich: Sie verwendet verstellbare Betttuchspanner aus dem Kurzwarenhandel, die nach dem "Hosenträgerprinzip" arbeiten.

5. Kleiderhaken in der Dusche

Eine Duschkabine verbraucht viel Platz im Wohnwagen oder Wohnmobil, darum möchte man sie möglichst vielseitig nutzen, etwa zum Trocknen von Kleidung und Handtüchern. Oft fehlen aber entsprechende Aufhänger. Uwe Schlosser entdeckte bei Ikea kleine Edelstahl-Handtuchhaken mit demselben Gewinde wie die Befestigungsschrauben der Wandverkleidung in seiner Dusche. So konnte er, ohne zu bohren, mehrere Haken nachrüsten.

6. Magnetischer Duschvorhang

Beim Duschen scheint der Körper den Vorhang irgendwie magisch anzuziehen. Umso stärker, je enger es zugeht. Um mehr Weite zu schaffen, klebte Leser Axel Fessel rings an der Kabinenwand vier Flacheisenstücke mit doppelseitigem Klebeband auf. Beim Duschen halten dann von innen entsprechende Magnete den Vorhang auf Abstand. Clever auch der runde Ausschnitt zum Durchführen des Duschkopfs. Er wird vom oberen Teil einer aufgeschnittenen Tupperdose samt Deckel gebildet.

7. Mehr Küchen-Arbeitsfläche

In Kompaktküchen drängen sich Kocher und Spüle auf der Arbeitsplatte oft so zusammen, dass kaum noch Platz zum Arbeiten und Abstellen bleibt. Leser Hans-H. Habets bastelte sich darum Folgendes: eine exakt zugeschnittene dünne Holzplatte, die bei Bedarf auf die Besteckschublade aufgelegt werden kann und wertvolle Stellfläche schafft. Eine
Rändelschraube fixiert dabei die offene Schublade.

8. Ein Rohr als Zusatz-Stauraum

Stauraum ist in Campingfahrzeugen oft rar. Leser Klaus Müller hat das auf eine Idee gebracht: Aus einem Kunststoff-Abwasserrohr und zwei Abschlusskappen hat er sich zusätzlichen Stauraum geschaffen. Ein Rohrende ist fest verschlossen, am anderen ist die zweite Kappe mit einer Schlossschraube gesichert und einem Griff versehen, zum leichteren Abnehmen. Mit zwei Rohrschellen und zwei Metallstreifen zum Kontern auf der Rohr­innenseite hat Müller seine Erfindung am Fahrrad­träger befestigt. In der Rohrbox reisen beispielsweise Sonnenschirm und Strandmatten mit.

9. Fahrradträger-Bar

Mit Stellplatznachbarn gesellig zusammenzustehen gehört für Leser Peter Klöckl einfach zum Campingleben mit dazu. Als zusätzliche "Attraktion" hat er sich dafür eine Umwidmung seines Fahrrad­trägers zu einer Bar aus­gedacht. Eine passend zugeschnittene, dünne Schaumplatte mit Klettfixierbändern auf den Fahrradschienen dient dabei als Tresen. Die Haltebügel lassen sich überdies prima als Flaschen- und Gläserhalter einsetzen und können obendrein auch noch hübsch dekoriert werden. Na dann prost!

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