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Maut für Caravan-Gespanne in Europa

Die unterschiedlichen Mautsysteme in der EU

Maut in Europa Foto: Archiv, Asfinag 4 Bilder

Wer keinen Ärger auf Europas Straßen will, muss über die Maut-Regelungen Bescheid wissen, sonst drohen hohe Bußgelder. Mit den Tipps von CARAVANING kommen Sie sicher an ihr Urlaubs-Ziel.

26.05.2017 Anne Mandel

Maut für Kraftfahrzeuge ist in Europa eher die Regel als die Ausnahme – auch wenn Deutschland in dieser Hinsicht noch hinterherhinkt. Eine einheitliche Regelung für die Straßenabgabe gibt es leider nicht, jedes Land kocht hier sein eigenes Süppchen. Daher ist es auch nicht immer leicht zu durchschauen, auf welche Weise man wo die Maut berappt.

Caravan-Vignetten in der Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal

In der Schweiz braucht man für Zugfahrzeug und Caravan eine Vignette. Sie sind an Grenzen, Tankstellen und bei Autoclubs erhältlich. In Frankreich, Spanien und Portugal wird die Maut an Zahlstationen entrichtet. Teilweise zieht man bei der Einfahrt auf die Mautstrecke ein Ticket und begleicht es bei der Abfahrt, oder es wird ein pauschaler Betrag für einen definierten Streckenabschnitt fällig. Je nach Höhe und Gewicht des Gespanns erfolgt die Einstufung in unterschiedlich teure Klassen. Bezahlen kann man entweder bar oder per Kreditkarte.

In Spanien hängt die Maut nicht nur vom jeweiligen Streckenabschnitt, sondern auch von Saisonzeiten oder Feiertagen ab. Die staatlich betriebenen Autovias sind in der Regel kostenlos.

In Portugal ist der Aufenthalt zwischen zwei Mautstellen auf zwölf Stunden begrenzt. Wird diese Zeitspanne überschritten, muss die doppelte Gebühr für die längste mögliche Strecke bis zur nächsten Zahlstelle oder Ausfahrt entrichtet werden. Auf den mit "electronic toll only" markierten Strecken können Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen die Maut nur elektronisch abrechnen. Dazu muss man sich im Voraus registrieren und eine Kreditkarte haben.

Wie zahlt man Maut in Italien und Kroatien?

Gespanne werden bei der Mautberechnung in Italien und Kroatien nach Gewicht und Abmessungen in verschiedene Fahrzeugklassen einsortiert. Die Gebühren werden entweder als Pauschalbetrag oder nach gefahrener Strecke berechnet. Bar kann man überall bezahlen, Kredit- und Bankkarten werden ebenfalls fast überall akzeptiert. In Italien besteht die Möglichkeit, die Gebühren mit einer Via-Card zu begleichen, diese Prepaid-Karten gibt es bei den Automobilclubs und an Tankstellen.

In Italien erfolgt die Bezahlung der Maut hauptsächlich an Automaten. Manchmal klappt das jedoch nicht, zum Beispiel wenn die Via-Card nicht akzeptiert wird. In diesem Fall druckt der Automat eine Quittung mit dem noch offenen Mautbetrag aus, die man mitnehmen muss. Zur Ausgabe der Quittung ist an manchen Automaten die Taste "Aiuto-Help", "Richiesta di Intervento", "Assistenza" oder ein roter Knopf zu drücken. Die überfälligen Mautgebühren sollte man so schnell wie möglich an der nächsten "Punto-blu"-Zahlstation begleichen.

Maut in Osteuropa: Tschechien und Slowenien

Das Vignettensystem findet auch in Tschechien Anwendung, in der Umsetzung allerdings leicht modifiziert: Auf beiden Teilen der Vignette muss das Kfz-Kennzeichen eingetragen werden, einen Teil klebt man an die Windschutzscheibe, den anderen bewahrt man auf, um ihn bei Kontrollen vorzuzeigen.

Wer nach Slowenien fährt, sollte sich unbedingt im Voraus eine Vignette kaufen, denn die Strafen für das Befahren mautpflichtiger Straßen ohne Vignette belaufen sich auf astronomische 300 bis 800 Euro. Bewahren Sie die Quittung auf, denn auch diese kann bei einer Kontrolle verlangt werden. Beachten Sie: Die Fahrt durch den Karawanken-Tunnel ist nicht im Vignettenpreis enthalten. Vorsicht auch, wenn man über Triest in Italien nach Koper in Slowenien fährt: Auch dieses Autobahnstück fällt unter die Vignettenpflicht.

Maut in Nordeuropa

Die mautpflichtigen Strecken in Norwegen ändern sich regelmäßig. Durch blaue Schilder mit der Beschriftung "automatisk bomstasjon", "automatic toll" oder "toll plaza" werden Mautstrecken angekündigt. Da die Mautstationen völlig unterschiedlich aussehen und für Besucher zum Teil nicht als solche erkennbar sind, kann es bei Touristen zu Fehlverhalten und dadurch zu Bußgeldern kommen.

Um derartige Schwierigkeiten zu vermeiden, ist die Mautbezahlung über die Kreditkartenregistrierung im Internet empfehlenswert. Hierzu registriert man online Fahrzeugkennzeichen und Kreditkarte beim Auto-Pass-System und garantiert für einen bestimmten Betrag, die Maut wird automatisch abgebucht. Die Registrierung kann im Voraus oder bis zu drei Tage nach dem Passieren des ersten Mautportals geschehen.

Infos zur Maut im Internet

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
CAR 04/17
Heft 05 / 2017 11. April 2017 Heftinhalt anzeigen
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