Reise-Tipp Maut-Umgehungsstrecken Augen auf und durch - ohne Maut ans Ziel

CARAVANING zeigt, wie man Bezahlstrecken umfährt. Auf dieser Seite finden Sie die ausführliche Beschreibung, wie sie Maut-frei nach Spanien, Italien und Kroatien kommen.

Mautstrecke und Umfahrung nach Spanien: Frankfurt-Barcelona

Eine besonders lange Tour stellt die Reise nach Spanien dar. Wer nur ankommen will, kann sie in zwei Tagen schaffen - unterwegs gibt es aber etliche Möglichkeiten, einen schönen Zwischenstopp einzulegen. Der schnellste Weg von Frankfurt am Main nach Barcelona führt über Mulhouse, Lyon und Montpellier (Route 1).

Die Strecke über die Schweiz (Route 3) ist für den von Vorteil, der bereits eine Vignette am Zugwagen oder sogar eine zweite am Caravan hat oder sie noch auf weiteren Touren nutzen kann. Wählt man auch für den Heimweg die Strecke durch die Schweiz, belaufen sich die Mautkosten auf 266 Euro. Wer die Vignetten bereits besitzt, kommt für insgesamt 200 Euro Maut nach Barcelona und zurück.

Kann man für die Anfahrt nach Spanien mehr Zeit aufbringen, gehts auch völlig ohne Maut (Route 2). Die reine Fahrzeit velängert sich dabei aber auf stolze 27 Stunden –
drei bis vier Tage sollte man dafür schon einplanen. Die mautfreie Strecke führt über
Nationalstraßen und später über die kostenlose A 75 durchs französische Zentralmassiv.

Achtung: Bei Millau muss die mautpflichtige Brücke umfahren werden. Dazu nimmt man die Ausfahrt Millau, passiert den Ort, fährt bei der Anschlussstelle La Méridienne wieder auf die A 75 und überquert hinter Le Perthus die spanische Grenze. In Spanien wird zwischen kostenfreien öffentlichen Autovías und privat finanzierten Autopistas unterschieden.Achtung bei Reisen nach Portugal: Hier kann die Maut teils nur elektronisch und nach vorheriger Anmeldung bezahlt werden.

Mautstrecke und Umfahrung nach Italien: Stuttgart-Jesolo

Die Gegend um Venedig ist ein absolter Hotspot für Caravaner. Auf dem Weg dorthin ist Österreich unumgänglich. In unserem Beispiel ist der schnellste und teuerste Weg von Stuttgart nach Jesolo der über Salzburg und Villach (Route 1). Mit der Sondermautstrecke Tauernautobahn, der österreichischen Vignette sowie der Autobahnmaut in Italien kommt man auf insgesamt 37 Euro – noch einmal etwa 100 Euro teurer sind die Spritkosten. Wer keine Maut zahlen will, muss eine sehr viel längere Fahrzeit in Kauf nehmen (Route 2). Die Spritkosten sind dabei aber so hoch, dass die Mautersparnis wieder aufgefressen wird. Die günstigste Alternative ist der Weg über Ulm und Bozen (Route 3). Hier benötigt man zwar eine Vignette für Österreich, die aber mit 8,30 Euro für zehn Tage verschmerzbar ist.

Mautstrecke und Umfahrung nach Kroatien: München-Split

Kroatien erfreut sich großer Beliebtheit bei Campern, besonders hoch im Kurs steht Istrien. Die streckenbezogene Autobahnmaut in Kroatien summiert sich, kann aber umfahren werden. In Slowenien kommt man kaum um eine Sieben-Tage-Vignette herum. Kostenpunkt:stolze 15 Euro. Der schnellste Weg von München nach Split (Route 1) ist nicht der kürzeste, dafür der teuerste.Daher empfiehlt sich der längere Weg über Kufstein, Lienz und Rijeka (Route 2). Bei der dritten und günstigsten Albeternative (Tour 3) muss man darauf achten, die Sondermautstrecke Tauern- und Katschbergtunnel zu umfahren. Wer komplett ohne Maut nach Split fahren möchte, muss in Slowenien mit teilweise schlecht ausgebauten Nebenstraßen Vorlieb nehmen und mit einer reinen Fahrzeit von etwa 25 Stunden rechnen. Die vergleichsweise günstigen 23 Euro Maut bei Route 3 sind dazu die entspanntere Alternative. Fazit: Wer auf dem Weg in den Urlaub keine Zeit verlieren möchte, kommt um Mautstrecken nicht herum. Alle anderen können sich in den meisten Fällen den Luxus kleinerer, mautfreier Straßen gönnen.

Tipp: Geld lässt sich vor allem auch dann sparen, wenn Jahresvignetten– zum Beispiel in Österreich oder der Schweiz – mit Weitblick gekauft und mehrmals verwendet werden.

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