Hilfreiche Tipps für den Mietwohnwagen

Ab in den Urlaub mit einem gemieteten Caravan

Caravan mieten Foto: CVID 4 Bilder

Keinen eigenen Wohnwagen, aber Lust auf Camping? Dann ist ein Mietcaravan genau das Richtige. Lesen Sie, worauf es bei der Miete ankommt und wie Einsteiger Stolpersteine umgehen.

Urlaub im Caravan ist eine tolle Sache. Wer noch keinen Wohnwagen besitzt, kann, Zugwagen vorausgesetzt, zum Reinschnuppern einen mieten. Die Angebote sind zwar bei Weitem nicht so zahlreich wie bei Miet-Reisemobilen, doch wer weiß, wo er suchen muss, findet trotzdem seinen rollenden Reisepartner.

Im Wortsinn naheliegend sind Freizeitfahrzeughändler, wie es sie flächendeckend in ganz Deutschland gibt. Die meisten bieten auch Mietfahrzeuge an, oftmals kann man sich im Internet vorab über die Flotte informieren, zum Beispiel bei der Fachhändlerkette Intercaravaning. Liegt ein Handelsbetrieb in der Nähe, sollte man einfach mal vorbeigehen und sich das Angebot mit eigenen Augen ansehen. Gerade für Einsteiger, die noch nicht viel mit Grundrisszeichnungen anfangen können, ist das der einfachste Weg.

Caravan mieten Foto: Anne Mandel
Auf Messen wie dem Caravan-Salon oder der CMT findet man viele Anbieter von Mietfahrzeugen, Messerabatte sind keine Seltenheit.

Auch Caravaning-Messen wie die CMT in Stuttgart, der Caravan-Salon in Düsseldorf oder eine der vielen Regionalmessen mit Campingbezug sind eine gute Möglichkeit, um Miet-Recherche zu betreiben. In der Regel sind einige der großen Vermieter mit einem Stand vertreten. Die dritte Möglichkeit, um an einen Mietcaravan zu kommen, ist das Mietangebot des ADAC, der nicht nur Reisemobile, sondern auch Wohnwagen im Portfolio hat. Auch auf Sharing-Plattformen wie Paul Camper oder Campanda wird man fündig.

Die Internetauftritte aller Vermieter geben detailliert Aufschluss über verfügbare Fahrzeugmodelle, Mietmodalitäten und Kosten. Die Mietpreise hängen stark von Faktoren wie Fahrzeugklasse, Saison und Mietdauer ab. So kostet etwa ein Knaus Sport mit vier Schlafplätzen im Februar bei der ADAC-Wohnwagenvermietung 870 Euro für zwei Wochen, während man in der Hauptsaison für dasselbe Fahrzeug 1010 Euro für 14 Tage berappen muss.

Eine Versicherung ist Bestandteil des Mietpreises, jedoch muss man dabei die Selbstbeteiligung im Auge behalten. Ein Heckleuchtenträger ist schnell abgefahren, vor allem wenn man im Umgang mit Gespannen ungeübt ist. Ein Selbstbehalt von meist 1000 Euro ist dann schnell aufgezehrt. Daher kann es sich lohnen, eine Zusatzversicherung zur Reduzierung der Selbstbeteiligung abzuschließen (im Versicherungsjargon auch „Selbstbehalt-Reduzierung CDW“ genannt – CDW steht für Collision Damage Waiver). Zusatzversicherungen werden von allen großen Vermietern angeboten. Als Faustregel gilt: Je kürzer die geplante Reise, desto sinnvoller ist es, den Selbstbehalt zu reduzieren. Da die Zusatzversicherung tageweise berechnet wird, lohnt sich die Investition bei mehrwöchigen Reisen nicht mehr.

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Vergleicht man Preise, muss man darauf achten, was alles inklusive ist. Eine Servicepauschale wird immer berechnet. Sie enthält unter anderem die Bereitstellung des Fahrzeugs, die gründliche Einweisung und die Camping-Grundausstattung wie Gas, Stromkabel und Sanitärchemie. Gibt man den Mietcaravan nicht besenrein zurück, können auch noch Reinigungspauschalen anfallen, die je nach Grad der Verschmutzung variieren – besonders teuer wird’s, wenn man die Toilettenkassette nicht selbst entleert. Auch die mitgelieferte Ausstattung differiert: Beim einen Vermieter sind etwa Campingmöbel dabei, beim anderen nicht. Ebenfalls beachten: Vor allem in der Hauptsaison sind Mindestmietdauern von 14 Nächten mit definierten Abhol- und Abgabetagen Standard.

Der Buchungszeitpunkt spielt bei der Miete auch eine Rolle. Generell gilt: Je früher man bucht, umso besser stehen die Chancen, noch das Wunschfahrzeug zum Wunschtermin zu bekommen. Gerade Familienwohnwagen mit vier Betten sind heiß begehrt und in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Frühbucherrabatte sind ein weiterer Grund dafür, möglichst bald im Jahr das Urlaubsvehikel zu organisieren. Wer spontan losfahren will, kann auf Mietlücken setzen, nach denen man zum Beispiel beim ADAC unter www.adac.de/sonderangebote gezielt suchen kann.

Caravan mieten Foto: Uli Regenscheit
Urlaub mit Vierbeiner: Bei Mietfahrzeugen muss man abklären, ob Tiere mitgenommen werden dürfen. Manche Anbieter verlangen dafür eine Gebühr.

Wer zum ersten Mal mit einem Gespann unterwegs ist, tut gut daran, bei der Einweisung durch das Fachpersonal gut aufzupassen. Vom Nachfüllen des Frischwassers über das Entleeren der Toilettenkassette bis zur Bedienung der Heizung erhält man hier wertvolle Tipps und Anleitungen für einen stressfreien Urlaub. Sinnvoll ist es auch, sich die Höhen- und Breitenmaße des Gespanns zu notieren und griffbereit im Fahrerhaus aufzubewahren.

Wer während des Urlaubs merkt, dass diese Art zu reisen genau seine ist, hat bei vielen Anbietern die Möglichkeit, den Mietcaravan am Saisonende zu erwerben – dann wird aus der Beziehung auf Zeit doch eine dauerhafte Liaison.

Tipps für Einsteiger

Caravan mieten Foto: Ingolf Pompe
Auch bei Mietfahrzeugen sind die Zuladungsmengen begrenzt. Beim Packen gilt die goldene Regel: Weniger ist mehr.

Der erste Urlaub mit dem Caravan steht an? Zeit, sich mit ein paar grundlegenden Dingen zu beschäftigen. Beim Beladen sollten Sie darauf achten, dass kein Gegenstand lose herumliegt. Grundsätzlich kommt schweres Gepäck entweder im Zugwagen unter oder in Achsnähe des Caravans. Hänge- und Kleiderschränke bieten Platz für Kleidung und Kleinkram. Packen Sie außerdem nicht den ganzen Hausstand ein, die Zuladung ist begrenzt.

Machen Sie vor jeder Abfahrt einen Kontrollgang um den Caravan. Sind alle Fenster, Dachfenster und Klappen geschlossen? Sind Stromkabel sicher verstaut und die Stützen eingefahren? Vorzeltheringe werden gern vergessen. Die Dimensionen eines Gespanns sind groß – ein Einweiser hilft, beim Einparken Rempler zu vermeiden. Hat der Mietcaravan einen Mover, sollten Sie dessen Handhabung zuerst auf einem freien Platz üben, bevor es in eine enge Campingplatz-Parzelle geht. Denken Sie im Straßenverkehr daran: Ein Gespann hat einen großen Wendekreis, außerdem schwenkt das Heck weit aus.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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