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Sex-Tipps für den Campingurlaub

Gibt es das perfekte Liebesnest für Camper?

Liebesleben Lust beim Camping Zelt Foto: www.fieldcandy.com 5 Bilder

Sonne, Sand, frische Luft und keine Termine – das alles macht Lust auf Liebe. Aber in welchem Campingdomizil ist das Vergnügen am ungezwungensten? Vergleich zwischen Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil.

20.03.2017 Ingo Wagner

Endlich Urlaub. Zeit. Entspannung. Sonne und Wärme kurbeln zusätzlich die Testosteron-Produktion an. Das alles macht Lust auf Sex. Aber was tun, wenn man auf dem Campingplatz ist? Einfach machen? Ja, aber auf folgende Kleinigkeiten achten:

Campingliebe im Zelt

Zeltstoff bietet naturgemäß wenig Schall- und Sichtschutz. Deshalb schätzen erfahrene Zeltcamper Abgeschiedenheit, was bei einem stark frequentierten Campingplatz heißt, für den guten Zweck längere Wege zu den Sanitäreinrichtungen auf sich zu nehmen. Wer das Glück hat, in der Nebensaison reisen zu können, erspart sich derlei Nachteile.

Dunkelheit bietet Paaren im Zelt nur bedingt Schutz – zumindest jenen, die sich beim Liebesakt gerne sehen. Denn Licht im Zelt führt zu ungewolltem Schattenspiel, das mehr Aufmerksamkeit erregt als gewollt. Ungestört sind Zelt- und andere Camper am ehesten in Zeiten, in denen die Nachbarschaft unverfänglichen Aktivitäten nachgeht, sprich sich am Strand oder sonst wo tummelt. Trägt die Sonne das ihre zur Hitze im Zelt bei, liegt es nahe, den Eingang offen zu lassen. Doch Obacht: Insektenschutz-Gaze ist nicht blickdicht.

Führen Verliebte ihren Camping-Haushalt zusammen und schlafen auf getrennten Luftmatratzen, so kann die intime Urlaubsaktivität zu intensiven Bewegungen der Unterlagen und in der Folge zu verräterischen Quietschgeräuschen an den Kontaktflächen der beiden Luftpolster führen. Auch feuchte Haut auf nacktem Gummi sorgt für die akustische Untermalung der eindeutigen Art. Ein Baumwolllaken auf Luftmatratze oder Isomatte wirkt Wunder.

Auf die Freiheit des erotischen Tuns hat die Bauform des Zeltes großen Einfluss. Jedoch bevorzugen viele Zelturlauber aus besagten Gründen weniger bewegungsintensive Liebesstellungen im Liegen.

Campingliebe im Wohnwagen

Die festen Wände und die komfortablen Betten eines Wohnwagens sind eine Verheißung für Liebeshungrige. Doch zu völliger Zügellosigkeit sollten sich allenfalls einsame Nebensaison-Urlauber hinreißen lassen: Die Schalldämmung von zwei bis drei Zentimeter dickem Styropor ist mit der einer Steinmauer nicht zu vergleichen.

Da Wohnwagen auf vier Stützen stehen, sind sie fast immun gegen Anregungen von innen. Also munter drauflos? Moment: Hätten Sie gedacht, dass Impulse aus dem Innenraum zwischen Wohnwagen und Baum gespannte Wäscheleinen rhythmisch  hüpfen, Vorzeltgestänge klingeln und Antennen wackeln lassen?

Was Timing und Gelegenheiten für Sex angeht, sind Paare natürlich etwas freier als Eltern. Aber auch dafür gibt es Lösungen. Oder warum, glauben Sie, sind Campingplätze mit Kinderanimation so beliebt? Freilich finden sich aber auch bei einfacheren, sprich animationsfreien Plätzen gute Gelegenheiten für Intimität. Die aufgeschlossenen Eltern von der Nachbarparzelle haben sicher nichts dagegen, eine Stunde auf die miteinander spielenden Kinder aufzupassen – denn sie wissen schließlich auch, dass ein "Mittagsschlaf" im Urlaub bestimmt doppelt so erholsam ist.

Werden Eltern des Nachts von Schlaflosigkeit überfallen, sollten sie wissen, dass sie in den meisten Wohnwagen nur ein textiler Faltvorhang von ihren Kindern trennt. Doch die schlafen nach einem abenteuerlichen Urlaubstag in der Regel tief und fest.

Campingliebe im Wohnmobil

Wohnmobile und Campingbusse sind die vielleicht besten Nester für alle, die (es) spontan lieben. Zwischen Lust und Vollzug liegt nämlich nicht mehr als eine Parkbucht oder ein Rastplatz – zwischen zwei Kühlzügen dürfen dann auch die letzten Hemmungen fallen. Kleiner Scherz.

Freilich gelten für das Mobil und Busse ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie für den Wohnwagen. Hinzu kommt, dass nur wenige über stabile Standstützen verfügen, die Fahrzeugfederung ihren Dienst also auch beim Parken versieht. Profis wissen, in welche Richtung ihr Auto die größten Ausschläge zeigt, und postieren sich auf Camping- und Stellplätzen so, dass sie nicht jedem Passanten gleich ins Auge stechen.

Übrigens profitieren Wohnmobilisten auch dann von einer ordentlichen Ladungssicherung. Allzu lieblos in die Heckgarage geworfene Fahrräder und Campingstühle sind in der Lage, eine ganz erstaunliche Kakofonie aus Klingeln und Klappern anzustimmen. Bei der Wahl des Liebesnestes innerhalb des Mobils, so diese überhaupt besteht, sollte einem Bett mit festem Unterbau jederzeit der Vorzug vor einem beweglichen gegeben werden.

Es mag Menschen geben, die die Eigendynamik des an der Decke aufgehängten Scherenkonstrukts von Hubbetten für sich zu nutzen wissen, doch in Sachen Geräusche und Stabilität … Sie wissen schon.

Ein Alkoven, also das Bett über dem Fahrerhaus, hat zwar den Nachteil, recht niedrig zu sein, kontert diesen aber mit dem Vorteil, von den Kindern nicht sofort eingesehen werden zu können. Wer zudem die Leiter versteckt, muss Überraschungsbesuche nicht fürchten.

Auch der Pflegezustand des Basisfahrzeugs spielt eine Rolle – wer je das Knarzen und Quietschen einer Blattfederung vernommen hat, wünscht sich eine Packung Fett noch sehnlicher als Sex.

Geheimtipp für alle Camper

Und dann ist da noch ein Ort, an dem man sich zu später, weniger trubeliger Stun­de näher kommen könnte, wenn man sich denn traut: die Dusche im Waschhaus. Ratschläge zu den besten Stellungen sparen wir uns lieber. Denn Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile sind so individuell wie die Vorlieben ihrer Bewohner.

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