Versicherungen für den Caravan-Urlaub

Rundum gut geschützt

Für alle Eventualitäten ist man mit einer CAMPING- UND REISEKRANKENVERSICHERUNG gewappnet. Foto: Matthias Pinn, Dieter S. Heinz, Archiv 4 Bilder

Krankheit, Rücktransport, Diebstahl: Für alle Eventualitäten ist man mit einer Camping- und Reisekrankenversicherung gewappnet. CARAVANING zeigt, worauf es im Einzelnen ankommt.

Das gute Gefühl, im Urlaub auf alles vorbereitet zu sein, hat viel mit der richtigen Vorbereitung zu tun. Dazu gehört bei einem Auslandsaufenthalt auch immer eine Reisekrankenversicherung. Passiert ein Unfall oder wird man von einer typischen Reisekrankheit wie etwa einem Magen-Darm-Infekt heimgesucht, springt die gesetzliche Versicherung je nach Reiseland oft nicht ein. Auch ein Krankenrücktransport ist ohne zusätzliche Privatversicherung nicht abgedeckt.

Die Reisekrankenversicherung

Bei der Wahl einer privaten Reisekrankenversicherung kommt es zum einen auf die Aufenthaltsdauer im Ausland an. Die meisten Anbieter versichern nur einen Zeitraum von sechs bis zehn Wochen. Wer länger unterwegs ist, muss eine deutlich teurere Tagesversicherung abschließen. Zum anderen ist es ratsam, eine Versicherung zu wählen, die Krankenrücktransporte nicht nur in medizinisch notwendigen, sondern auch in medizinisch sinnvollen Fällen übernimmt.

Patienten mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes sollten sich vor dem Abschluss der Versicherung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung einholen, damit die Vorerkrankung in den Reisekrankenschutz integriert wird. Mit dieser Bescheinigung bestätigt der behandelnde Arzt, dass die Diabetes-Erkrankung gut eingestellt ist und gegenwärtig nicht mit einem Versicherungsfall zu rechnen ist. Darüber hinaus empfiehlt Birgit Dreyer von der Europäischen Reiseversicherung (ERV), eine zusätzliche schriftliche Bestätigung des Arztes einzuholen, dass gegen Reiseziel, Reisedauer und Art der Reise aus medizinischer Sicht keine Einwände bestehen. Kommt es während der Reise zu einem gesundheitlichen Zwischenfall, erleichtert die Unbedenklichkeitsbescheinigung dem Betroffenen die Abwicklung.

Versicherungen gegen Diebstahl

Sein Hab und Gut sollte man auf Reisen ebenfalls absichern. Bei Diebstahl des ganzen Caravans zahlt die Kaskoversicherung für den Anhänger und fest installiertes Zubehör. Für wertvolles bewegliches Inventar dagegen nicht. Die meisten Hausratversicherungen schließen im Caravan transportierte Gegenstände nicht ein, weshalb der Abschluss einer Inhalts- oder Campingversicherung sinnvoll sein kann. Eine Campingversicherung bietet einen Zusatzschutz – bei manchen Versicherern aber nur, wenn folgende Bedingung erfüllt wird: Der Caravan muss sich auf dem Stellplatz eines Campingplatzes oder im Winterlager, etwa in einer Garage, befinden. Zubehör wie Vorzelte oder Markisen sowie bewegliches Inventar wie Fernsehgeräte oder Dinge für den persönlichen Bedarf, beispielsweise Kleidung, können Camper mitversichern.

Eine Ausnahme bilden Fahrräder, Surfbretter und andere Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge: Diese werden standardmäßig oft nicht mitversichert. Dieter Scheffler, Geschäftsführer der Reisemobilversicherung RMV: "Bei uns kann man Fahrräder im Tarif Comfort-Schutz mitversichern, auf Wunsch auch zum Neuwert." Gerade für Besitzer von teuren E-Bikes ist das bedenkenswert. Der Verlust von Bargeld und Schmuck ist bei der RMV und anderen Versicherungen nicht abgedeckt, laut Scheffler besteht dafür von Kundenseite wenig Bedarf.

Schutzbriefe

Von der Pannenhilfe bis zum Krankenrücktransport aus dem Urlaub reicht der Leistungsumfang von Schutzbriefen. Diese werden als Ergänzung zu Haftpflicht- und Kaskoversicherung von Automobilclubs und Versicherungsgesellschaften angeboten. Vor allem für Auslandsreisen ist der Schutzbrief eine sichere, vielfach bewährte Bank. Wer einen sehr langen Caravan besitzt, sollte darauf achten, dass es keine Massen- oder Längenbeschränkungen gibt. Manche Versicherungen enthalten den Schutzbrief bereits, andernfalls muss er separat dazugebucht werden. Wichtig ist auch zu wissen, dass die Schutzbrief-Leistungen oftmals zeitlich auf drei Monate begrenzt sind. Wer länger reist oder zum Beispiel in Spanien überwintert, muss das beim Abschluss beachten.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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