Campingreise Kitzbüheler Alpen Isabell Krautberger
Campingreise Kitzbüheler Alpen
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Campingreise Kitzbüheler Alpen 18 Bilder

Campingurlaub Kitzbüheler Alpen

Familienurlaub in den Kitzbüheler Alpen Campingreise in die Tiroler Bergwelt

Die Region in Österreich ist bei Wintersportlern sehr beliebt. Doch gerade im Sommer und Herbst haben die Kitzbüheler Alpen wahnsinnig viel zu bieten – vor allem für Familien.

Kinderfüße stapfen barfuß durch blühende Bergwiesen. Die Sonne steht hoch über dem Gipfel. Kristallklares Bergwasser bahnt sich seinen Weg durch das Flussbett. Mit Schleusen stauen Kinder das Wasser, um sich anschließend mit dem Floß über den Bergsee zu ziehen.

Wir sind in den Kitzbüheler Alpen, genauer gesagt in Fieberbrunn an der Mittelstation namens Streuböden vom Lärchfilzkogel. Wir, das sind mein Mann Christian und ich und unsere zwei und vier Jahre alten Kinder. Die Berge sind unsere zweite Heimat. Als Familie sind wir gern draußen unterwegs. Wandern, radeln, baden, die Natur entdecken: Das mögen wir.

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Familienurlaub in den Bergen macht einfach Spaß.

Nach dem langen Corona-Winter müssen wir endlich wieder raus. Raus in die Natur. Wir packen also unsere Sachen zusammen und tingeln mit unserem eigens renovierten Wohnwagen in Richtung Kitzbüheler Alpen.

Die Kitzbüheler Alpen

Von Stuttgart aus sind es nur vier bis fünf Stunden Fahrt, wenn alles gut läuft. Eine Strecke, die sich mit Kindern gut bewältigen lässt. Die Kitzbüheler Alpen erstrecken sich in einer Länge von etwa 80 Kilometern von Strass im Zillertal im Osten bis nach Zell am See im Westen.

Zur Region gehören 20 Tiroler Orte. Die bekanntesten davon sind die Ferienregionen Pillerseetal, die Hohe Salve, das Brixental, St. Johann in Tirol und natürlich Kitzbühel selbst. Vor allem im Winter ist die Region beliebt bei SkifahrerInnen und Snowboard-Fans. Doch auch vom Frühjahr bis zum Spätsommer hat die Region einiges zu bieten, vor allem für Familien.

Das Pillerseetal

In der Region gibt es viele Campingplätze. Wir haben uns für den ersten Stopp für das Tirol Camp Fieberbrunn entschieden.

Tirol-Camp Energiebrunnen 6391 Fieberbrunn (AT) 4 Bewertungen 13 EUR/Nacht

Der Platz ist weitläufig, hat ein Schwimmbad, einen Pool und eine ziemlich große Wellness-Anlage. Doch der Hauptgrund, warum wir uns für diesen Platz entschieden haben, ist seine Lage: Der Campingplatz befindet sich direkt neben einer Gondel. Man muss vom Platz aus nur durch einen Tunnel gehen und schon chauffiert die Gondel UrlauberInnen hinauf auf den Lärchfilzkogel.

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Direkt vom Campingplatz Tirol Camp chauffiert eine Gondel Gäste hinauf auf den Lärchfilzkogel.

Auch uns zieht es hinauf auf den Berg. Oben auf 1.645 Meter Höhe angekommen, erwartet uns Sonnenschein und ein grandioser Blick in die Berge. Von hier führen zwei kindgerechte Wege hinab bis zur Mittelstation. Und jeder, der schon einmal mit Kindern wandern war, weiß: Es braucht ein lohnendes Ziel, um die Kleinen zu motivieren. Auf unserem Weg liegen gleich zwei solcher Ziele: das Wildgatter und Timoks Wilde Welt.

Wir folgen dem Weg Nummer 12 und erreichen nach etwa 1,5 Stunden Gehzeit das Wildgehege. Während die Kinder die Rehe füttern, gönnen wir Eltern uns ein Kaltgetränk im Berggasthaus Wildalpgatterl. Das Essen hier auf der Alm stammt aus der Region und schmeckt ausgezeichnet. Gestärkt geht es die letzten Meter hinab zur Mittelstation Streuböden.

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Während die Kinder die Rehe füttern, gönnen sich die Eltern ein Kaltgetränk im Berggasthaus Wildalpgatterl.

Schon von Weitem erkennen die Kinder das riesige Trampolin, die Kletterfelsen, den Alpine Coaster, den Klettergarten und die Wasserspiele. Es ist ein sehr naturnaher Abenteuerspielplatz, der sich gut in die Bergwelt einpasst. Auf dem Floß ziehen sich die Kleinen übers Wasser. Nebenan klettern sie durch den Wald. Es ist ruhig hier, wir können gut abschalten.

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Gleich kommen wir in Timoks Wilder Welt an.

Am nächsten Tag statten wir einer weiteren Attraktion im Pillerseetal einen Besuch ab. Es geht in den Triassic Park auf einer Steinplatte in Waidring. Dort wo heute das Wander- und Skigebiet ist, befand sich vor 200 Millionen Jahren das Urmeer. Im Park lernen Kinder viel über die Erdgeschichte und freuen sich über die riesigen Dinos, die hier am Berg stehen. Auf dem Triassic Trail geht es zur Aussichtsplattform und weiter zur Tropfsteinhöhle.

Die Hohe Salve

Standortwechsel. Wir verlassen das Tirol Camp im Pillerseetal und machen uns weiter auf in Richtung Hohe Salve. Dieses Mal entscheiden wir uns für den Schlossberg Camping in Itter.

Terrassenc. Schlossberg Itter 6305 Itter (AT) 37,50 EUR/Nacht

Der Platz ist schön angelegt, hat einen herrlichen Pool und einen ziemlich verrückten Spielplatz für Kinder. Vom Campingplatz aus sind es nur wenige Minuten Fahrt mit dem Auto nach Hopfgarten, wo die Hohe Salven Bahn I und II Gäste auf die Hohe Salve bringt.

Wir sitzen in der Gondel. Auch heute ist am Himmel keine Wolke zu sehen. Direkt an der Bergstation steht Österreichs höchste Wallfahrtskirche, das Salven Kirchlein. Auf der Wiese davor starten unzählige Gleitschirmflieger ihren Flug in die Bergwelt. Die Kinder sind fasziniert und wir legen schon vor der Wanderung eine erste Vesperpause ein.

Am Berg sind viele Familien unterwegs. Sie alle wollen vom Gipfel der Hohen Salve hinab nach Söll zum sogenannten Hexenwasser wandern. Selten haben wir so eine schöne Erlebniswelt am Berg erlebt. In einem ewig langen Bachlauf können Kinder Wasser stauen, an Seilen über den Fluss schwingen und hören, wie Regentropfen auf Trommeln prasseln. Hier kann man das Wasser zum Klingen bringen und durch Wasserfontänen springen.

Eine Region, unendlich viele Möglichkeiten

Leider haben wir nur eine knappe Woche hier in den Kitzbüheler Alpen. Es gäbe noch so viel zu entdecken. Zum Beispiel das größte begehbare Gipfelkreuz der Welt auf dem Gipfel der Buchensteinwand oder das Familienland mit Streichelzoo, Kletterhalle und Fahrgeschäften oder selbstverständlich den Pillersee selbst.

Tipps für einen Campingurlaub mit Kindern in den Bergen

  • Langsam beginnen: Wer zum ersten Mal mit Kindern in den Bergen ist, sollte sich für die ersten Touren keine allzu langen und schwierigen Wanderungen vornehmen. Nichts bringt Eltern mehr in Stress, als ein weinendes oder bockiges Kind, wenn man noch ein oder zwei Stunden Gehzeit vor sich hat.
  • Planung ist alles: Es lohnt, sich im Vorfeld über die Beschaffenheit der Wanderwege zu informieren. Wer einkehren will, sollte vorab checken, ob die Gaststätte an diesem Tag offen ist.
  • Die Wahl der Tragehilfe: Bei kleinen Kindern sollten sich Eltern überlegen, ob sie ein Tuch, die Trage oder doch die Kraxe mitnehmen. Am besten schon zu Hause einen Probelauf starten.
  • Der Wanderrucksack: In den Rucksack gehört zuallererst genug Verpflegung für Eltern und Kinder. Außerdem sollte man Sonnencreme und eine Sonnenbrille sowie eine Mütze mit in den Rucksack packen. Ein Handy mit vollem Akku und eine Wanderkarte gehören ebenfalls zu Standardausrüstung.
  • Die optimale Wanderzeit: Natürlich ist das von Familie zu Familie unterschiedlich. Als grober Anhaltspunkt ist eine reine Wanderzeit zwischen zwei und drei Stunden familientauglich. Unbedingt Pausen einplanen!
  • Auszeiten: Kinder sind nach einem Tag auf dem Berg meistens wirklich müde und platt. Anstatt am Abend noch einen Ausflug ins Restaurant zu unternehmen, ergibt es manchmal mehr Sinn, es sich im Wohnwagen gemütlich zu machen. Beim Bücher anschauen, malen oder Hörgeschichten hören, kommen unsere Kinder immer sehr gut zur Ruhe. Immer mit im Campingurlaub dabei haben wir deshalb eine Hörspielbox. Bei vielen Familien beliebt sind beispielsweise V-Story, Tonies-Box, Jukie-Box, Hörbert, Dogbox oder Badoo. Wir haben uns bewusst für die Tigerbox Touch entscheiden. Sie kommt ohne Figuren und Speicherkarten aus, die gehen nämlich nur allzu gern auf dem Campingplatz verloren...
Isabell Krautberger
Bücher und eine Hörspielbox gehören zu unserer Grundausstattung im Campingurlaub. Nach einem langen Tag am Berg kommen Kinder so zur Ruhe.

Reiseinfos im Überblick

Campingplätze

In den Kitzbüheler Alpen gibt es neben den oben erwähnten Plätzen eine Vielzahl an Campingplätzen. Egal ob kleiner, einfacher oder großer, luxuriöser Platz: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Camping Michelnhof 6380 St. Johann in Tirol (AT) 1 Bewertung 32 EUR/Nacht
Panoramacamping Westendorf 6363 Mühltal (AT) 2 Bewertungen 28 EUR/Nacht
Camping Reiterhof 6361 Hopfgarten (AT) 5 Bewertungen 24,90 EUR/Nacht
Camping Steinplatte 6384 Waidring (AT) 1 Bewertung 31,70 EUR/Nacht
Camping Brixen im Thale 6364 Brixen im Thale (AT) 2 Bewertungen 15 EUR/Nacht
Naturcamping Maurerhäusl 6395 Hochfilzen (AT) 1 Bewertung 14 EUR/Nacht

Kitzbüheler Alpen Sommer Card

Im Gepäck hatten wir die Kitzbüheler Alpen Sommer Card. Mit dieser Karte sind in der Region 38 Sommer-Bergbahnen in den Kitzbüheler Alpen inklusive. So konnten wir jeden Tag in einer anderen Region wandern gehen und eine neue Berg-Erlebniswelt mit den Kindern entdecken. Außerdem bekommen UrlauberInnen durch die Karte in vielen Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbädern, Badeseen oder Museen Ermäßigungen.

Familiengerechte Wanderungen

Fieberbrunn:

      Vom Campingplatz aus mit den Bergbahnen Fieberbrunn hinauf auf den Lärchfilzkogel. Von dort erst in Richtung Wildalm und dann weiter auf Weg Nummer 12 in Richtung Wildalpgatterl und weiter zur Mittelstation Streuböden zu Timoks Wilder Welt gehen.

Steinplatte Waidring:

      Mit der Gondel hinauf auf die Steinplatte in den Triassic Park. Dort dem Triassic Trail folgen. Wer noch mehr wandern möchte, findet hier oben weitere familiengerechte Wanderwege.

Hohe Salve:

    Von Hopfgarten aus mit der Gondel hinauf auf die Hohe Salve. Von hier aus zunächst dem Weg Nummer 65 in Richtung Kleine Salve laufen. Weiter geht es auf dem Weg Nummer 70 vorbei an der Kraftalm bis hinab zum Hexenwasser. Von dort aus fährt ebenfalls eine Gondel hinauf auf die Hohe Salve und man kann vom Gipfel aus wieder hinunter nach Hopfgarten gondeln.

Fazit

Campingurlaub in den Bergen ist mit Kindern eine tolle Sache. Vor allem, wenn es so spannende Abenteuerwelten wie hier in den Kitzbüheler Alpen zu entdecken gibt. Was uns richtig gut gefällt ist, dass sich die Erlebniswelten gut in die Natur einpassen und nicht künstlich wirken. Tiere und Pflanzen entdecken, klettern und mit Wasser zu experimentieren hat unseren Kindern jedenfalls einen riesigen Spaß bereitet.

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