Caravan-Tour Costa de la Luz

Tolle Strände, weiße Häuser und leckere Tapas

Tarifa an der Costa de la Luz Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt 23 Bilder

Küste des Lichts werden Andalusiens Atlantik-Gestade genannt – die Costa de la Luz reicht von der Surfer-Hochburg Tarifa bis zur portugiesischen Grenze.

Rund ums Jahr gibt es im äußersten Süden Spaniens viel Wind, aber auch Sonne, weite Strände und mehr – genügend Gründe für eine Reise zur Costa de la Luz.

Weiße Dörfer: Vejer de la Frontera

Vejer de la Frontera unweit der Küste Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt
Vejer de la Frontera unweit der Küste zählt zu den Pueblos Blancos.

Ortschaften mit besonderem Flair in den Bergen Andalusiens: Das sind die Pueblos Blancos, die „Weißen Dörfer“. Wegen ihrer in leuchtendem Weiß gekalkten Häuser an verschachtelten Gassen erinnern sie an die maurische Zeit von Al-Andalus (etwa achtes bis 15. Jahrhundert). Zu den schönsten der Pueblos Blancos zählt Vejer de la Frontera, auf einer Anhöhe unweit der Strände der Costa de la Luz gelegen. Es duftet nach Pinien, in engen Sträßchen rattern Autos über altes Kopfsteinpflaster, die Türen der liebevoll verputzten Häuser stehen oft offen und geben den Blick frei in verwinkelte Innenhöfe mit verwunschenen Gärten und Springbrunnen. In kleinen Bars und Bistros wird mittags der erste Wein getrunken. Von den Dächern des komplett denkmalgeschützten Städtchens geht der Blick weit über die Costa und das Meer bis Nordafrika. Nach einem kurzen Fußmarsch vom gemütlichen Hauptplatz Plaza de España (wegen dem mit vielen Kacheln reich verzierten Brunnen auch „Platz der Fischchen“ genannt) ist das Castillo erreicht, eine Burg aus maurischer Zeit auf dem höchsten Punkt der Gemeinde. Auch ein Teil der alten Stadtmauern ist noch erhalten. Sehr schön ist zudem die alte Pfarrkirche Iglesia del Divino Salvador – sie wurde vor vielen hundert Jahren auf den Fundamenten einer Moschee errichtet. Ein Stückchen östlich der Stadt liegt praktisch der Campingplatz Vejer.

Älteste Stadt Westeuropas: Cádiz

Tapas-Bar in Sevilla Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt
Ein muss in Spanien: Tapas essen in einer der vielen Tapas-Bars.

Der Geruch nach Hafen und Meer liegt über Cádiz, zieht durch schmale Gassen der ältesten Stadt Westeuropas, mischt sich mit dem verlockenden Duft leckerer Tapas aus Bars und Restaurants. An der Uferstraße Campo del Sur erhebt sich die mächtige Catedral Nueva aus dem 18. Jahrhundert mit ihrer großen Kuppel und dem Mauerwerk aus Sandstein, das im Abendlicht leuchtet. Im Gassengewirr der Altstadt, auf einer Halbinsel gelegen und an drei Seiten von rauen Atlantikwellen umspült, kann man leicht die Orientierung verlieren (und dann einfach in einer von 1.001 Bodegas oder Cerveceriás pausieren). Außerhalb des wuchtigen Stadttors Puerta de Tierra beginnt die endlos lange, schnurgerade Avenida Andalucía, die die Altstadt über einen schmalen Isthmus mit dem Festland verbindet und an der sich links und rechts große Wohnblocks am Strand aufreihen – die Bausünden der Moderne lassen schon mal vergessen, dass bereits vor 3.000 Jahren erste Menschen hier siedelten. Die Atmosphäre im Zentrum ist maritim und bis heute auch ein wenig martialisch. Wegen der strategisch wichtigen Lage wurde Cádiz über Jahrtausende immer wieder Opfer von Angriffen und Zerstörung, die Altstadt ist von Mauern und wehrhaften Kastellen umgeben, und mehr als 120 Miradores, im 18. Jahrhundert erbaute Aussichtstürme, ragen aus dem Meer weißer Flachdachbauten und opulenter Paläste empor. Es gibt zudem sehenswerte Sammlungen und Museen. Wer den Mix aus bröckelndem Charme und maurischem Flair mag, kann sich rettungslos in diese eigenwillige 125.000-Einwohner-Hafenmetropole verlieben.

Natur pur: Coto de Doñana

Naturschutzzone Coto de Doñana Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt
Im Nationalpark Coto de Doñana leben viele verschiedene Vogelarten.

Millionen Vögel vom afrikanischen und vom europäischen Kontinent kreisen über der grünen Weite des Nationalparks Coto de Doñana. Graureiher, Ochsenpfeifer, Störche & Co legen hier auf ihrem Weg zwischen Europa und Afrika eine Rast ein, andere finden Schutz zum Nisten und Brüten. Neben der Vogelwelt haben weitere Tierarten im Park ihren Platz, etwa der Elch oder der vom Aussterben bedrohte iberische Luchs. Mit seinen heute insgesamt 770 Quadratkilometern ist das mehrfach von Umweltkatastrophen heimgesuchte Naturgebiet das Größte seiner Art in Spanien und wurde von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Für eine Besichtigung hat man diverse Möglichkeiten: In der Region zwischen dem Seebadeort Matalascañas und dem berühmten Wallfahrtsort El Rocío gibt es Besucherzentren, Naturlehrpfade und geführte Touren. Vom nahe bei Cádiz gelegenen Ort Sanlúcar de Barrameda aus führt eine Bootstour auf dem Fluss Guadalquivir bequem in die Randbereiche des Parks hinein.

Leckere Tapas und guter Sherry

Sherry aus Jerez, ausgeschenkt in schlanken Gläsern Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt
Sherry aus Jerez eingeschenkt in schlanke Gläser.

So viel ist sicher: Hier an der Küste im Südwesten Andalusiens kann man sehr anständig essen – und vor allem auch trinken. Jerez de la Frontera, ein paar Kilometer von Cádiz entfernt im Landesinneren gelegen, ist berühmt für seine Bodegas, wo hervorragender Sherry ausgeschenkt wird. Wie fast überall in Spanien nascht man dazu leckere Tapas, herzhafte kalte und warme Kleinigkeiten, die oft in Schüsseln am Tresen aufgereiht sind – die Palette reicht von den guten heimischen Oliven, Schinken und Fleischbällchen über Schnecken und Sardellen bis hin zu Muscheln und Meeresfrüchtesalat (in größeren Portionen auch als Raciones serviert). Wer im Restaurant am eingedeckten Tisch speisen will, kann nach Spezialitäten der Region Ausschau halten: Seehecht-Eintopf zum Beispiel mit Zwiebeln und ganz viel Knoblauch oder leckere Muscheln auf Nudeln, Garnelen-Fladen aus Kichererbsenmehl mit reichlich Zwiebeln, dann ein süßer Nachtisch wie Poleá mit Zimt und Honig oder Pan de Cádiz, eine Leckerei mit Marzipan und kandierten Früchten. Achtung: Tapas in den Bodegas und Cerveceriás gehen formlos beinahe rund um die Uhr über den Tresen, im Restaurant dagegen wird stets relativ spät gegessen (abends ab etwa 21 Uhr) – außerdem wartet man dort, bis der Kellner einen Tisch zuweist.

Paradies nicht nur für Surfer: Tarifa

Camping Tarifa. Foto: Thomas Zwicker, Turespaña Frankfurt
Tarifa ist ein Paradies für Surfer.

Von den Zinnen des Castillo de Guzmán, im 13. Jahrhundert Burg des Stadtkommandanten von Tarifa, wirkt die afrikanische Küste zum Greifen nah. Am Kastell liegt der Hafen, von wo aus Fähren in weniger als einer Stunde das marokkanische Tanger erreichen. Hier, an der Straße von Gibraltar am südlichsten Zipfel des europäischen Festlands, treffen Mittelmeer und Atlantischer Ozean zusammen. In der von einer mittelalterlichen Wehrmauer umschlossenen Altstadt reihen sich gemütliche kleine Cafés, bunte Surfershops und urige Hippieläden aneinander. Der Wind pfeift vor allem in den Wintermonaten beträchtlich, aber das ist den (meist jungen) Urlaubern nur recht: Tarifa zählt zu Europas Hotspots für Surfer und Kiter – ein Ort mit lässigem Charme und einer ganz eigenen Magie.

Der besondere Tipp

Ein Abstecher nach Sevillaist nahezu ein Muss während der Küstentour. Andalusiens Metropole liegt rund 120 Straßenkilometer landeinwärts von Cádiz und bietet Kultur ohne Ende, etwa die berühmte Kathedrale Maria de la Sede oder den orientalischen Palast Reales Alcázares mit seinen malerischen Gärten. Die Altstadt Sevillas ist die größte in Spanien. Bekannt ist die rund 700.000 Einwohner zählende Stadt zudem für ihre großartigen Flamenco-Lokale. Auch das andalusische Inland profitiert von milden Wintern der Region. Selbst im kältesten Monat Januar kann man mit Tagestemperaturen um 15 Grad rechnen. Für einen längeren Aufenthalt empfiehlt sich Camping Villsom im knapp 20 Kilometer südlich von Sevilla gelegenen Ort Dos Hermanas.

Info: www.visitasevilla.es/de

Die Top Ten Campingplätze Spaniens
Entlang der Costa Brava, Blanca und Daurada

Die besten Campingplätze und Infos

Anreise: Nach langer Anfahrt durch Frankreich geht es auf der E 15 an Spaniens Mittelmeerküste via Barcelona, Valencia, Murcia und Malaga meist vierspurig hinunter nach Süden.

Sehenswertes:

  • Gibraltar: Interessant ist ein kurzer Besuch in Gibraltar. Die Halbinsel mit dem 426 Meter hohen, von Affen bewohnten Felsen ist seit dem 18. Jh. britische Kronkolonie. Oft gibt‘s Stau an der Grenze, die einzige Zufahrtsstraße führt über die Rollbahn des Airports und wird bei Flugverkehr gesperrt – dafür locken zollfreies Shopping und eine urige Atmosphäre.
  • Reitställe: Andalusien und die Costa sind Reiterland aus Tradition, vielerorts kann man Ausritte unternehmen. Top: die Königliche Reitschule in Jerez. www.realescuela.org

Auskunft:
Turespaña Das spanische Fremdenverkehrsamt Turespaña mit Büros u. a. in Berlin und Frankfurt ist Ansprechpartner für die Vorbereitung einer Reise. Auf der Website kann man auch Prospekte bestellen. www.spain.info

Top 10 Campingplätze in der Region

  1. Marjal Costa Blanca Camping & Resort
    Standort: AP7. Salida 730 (Catral-Crevillent) 03330 Crevillente (Alicante)
    Region: Comunidad Valenciana
    GPS: 38,17756; -0,80925
    Telefon: +34 965 48 49 45
    Info & Anfrage:www.camping.info/24405
  2. Marjal Guardamar Camping & Resort
    Standort: Ctra. N-332, km 73,4 Guardamar del Segura 03140 Guardamar del Segura
    Region: Comunidad Valenciana
    GPS: 38,1093; -0,65492
    Telefon: +34 965 48 49 45
    Info & Anfrage: www.camping.info/21560
  3. Camping La Bella Vista
    Standort: Autovia Del Mediterraneo A7 km 142,8 29691 Manilva
    Region: Andalucía
    GPS: 36,34682; -5,23491
    Telefon: +34 952 93 63 81
    Info & Anfrage: www.camping.info/25473
  4. Camping Roche
    Standort: Carril de Pilahito 11140 Conil de la Frontera
    Region: Andalucía
    GPS: 36,31083; -6,11277
    Telefon: +34 956 44 22 16
    Info & Anfrage: www.camping.info/20884
  5. Camping Cabo De Gata
    Standort: Ctra. Cabo degata s/n 04150 Almería
    Region: Andalucía
    GPS: 36,80194; -2,24583
    Telefon: +34 950 16 04 43
    Info & Anfrage: www.camping.info/20851
  6. Camping La Rosaleda
    Standort: Ctra. Pradillo km 1,3 11140 Conil de la Frontera
    Region: Andalucía
    GPS: 36,2933; -6,0956
    Telefon: +34 956 44 33 27
    Info & Anfrage: www.camping.info/21918
  7. Camping Roquetas
    Standort: Ctra. Los Parrales Roquetas de Mar 90 04740 Roquetas de Mar
    Region: Andalucía
    GPS: 36,79722; -2,59083
    Telefon: +34 950 34 38 09
    Info & Anfrage: www.camping.info/20878
  8. Camping Sierra Nevada
    Standort: Avda. Juan Pablo II. Circunvalación-salida 123 2318014 Granada
    Region: Andalucía
    GPS: 37,19788; -3,61134
    Telefon: +34 958 15 00 62
    Info & Anfrage: www.camping.info/21357
  9. Camping Playa Las Dunas
    Standort: Paseo Maritimo Playa la Plantilla s/n 11500 El Puerto de Santa María
    Region: Andalucía
    GPS: 36,58833; -6,24027
    Telefon: +34 956 87 22 10
    Info & Anfrage: www.camping.info/21919
  10. Caravaning La Manga
    Standort: Autovia Cartagena-la Manga salida nº 11 30370 La Manga del Mar Menor
    Region: Murcia
    GPS: 37,64083; -0,71528
    Telefon: +34 968 56 30 14
    Info & Anfrage: www.camping.info/21834

Weitere Campingplätze der Region

E-11159 Barbate: Camping Caños de Meca
Komfortable Anlage auf ebenem Gelände mit alten Eukalyptusbäumen und Pinien. Umgeben von einer Mauer und Hecken. Auf dem Gelände befinden sich ein Restaurant, ein Kinderspielplatz und zwei Schwimmbecken. 2,2 ha großer Platz mit 150 Touristenplätzen und 50 Mietunterkünften. Geöffnet von Ende März bis Mitte Oktober. 
Standort: E-11159 Barbate, GPS 36°12’06”N, 06°02’08”W, Telefon 0034/956437120,
www.campingcm.com

E-21080 Punta Umbria: Camping Playa La Bota
Solide ausgestatteter Campingplatz in einem lichten Pinienhain. Weitläufiges, in mehreren Stufen angelegtes, sandiges Gelände. Mattendächer spenden Schatten. 12,8 ha großer Platz mit 50 Touristenplätzen und etwa 70 Mietunterkünften, von Dauercampern geprägt. Ganzjährig geöffnet.
Standort: E-21080 Punta Umbria, GPS 37°12’28”N, 07°01’25”W, Telefon 0034/959314537,
www.campingplayalabota.es

E-11520 Rota: Camping Playa Aguadulce
Gut ausgestattete Ganzjahresanlage, durch einen Dünenstreifen von einem etwa 150 m langen und bis zu 30 m breiten Sandstrand getrennt, auf ebenem, durch Hecken gegliedertem Wiesengelände. Schatten durch Laubbäume und Mattendächer. Massageangebot am Platz. 4 ha großes Gelände mit 65 Touristenplätzen, 55 Dauercampern und 27 Mietunterkünften. Ganzjährig.
Standort: Ctra. Rota-Chipiona, GPS 36°40’16”N, 06°24’22”W, Telefon 0034/956847078,
www.playaaguadulce.com
 
E-11380 Tarifa: Camping Tarifa
Gut ausgestattete Ganzjahresanlage am Strand von Los Lances, umgeben von Pinien. 5 km zur Stadt Tarifa. Kinderspielplatz, Supermarkt, Restaurant. Akzeptiert Camping Cheques. 233 Touristenplätze. Ganzjährig.
Standort: E-11380 Tarifa, GPS 36°03’17”N, 05°39’02”W, Telefon 0034/956684778,
www.campingtarifa.es

E-11150 Vejer de la Frontera: Camping Vejer
Gehobener Platz auf teils terrassiertem und teils welligem Gelände in einem alten Pinienhain. 2 Nächte Mindestaufenthalt, im Juli und August mindestens 7 Nächte. 1,2 ha, 80 Touristenplätze und jeweils 10 Dauercamper und Mietunterkünfte. Ganzjährig geöffnet.
Standort: N-340, Abzweig bei km 39,5, GPS 36°15’10”N, 05°56’16”W, Telefon 0034/956450098, www.campingvejer.es

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