Lille Silke Tokarski, Thomas Zwicker, Atour France/Richard Soberka, Fabian Charaffi

Reise-Tipp Opalküste

Die Region im Überblick

Ideal für ein paar ruhige Tage am Meer: Die Opalküste im äußersten Nordwesten Frankreichs ist längst nicht so bekannt wie ihre Nachbarn Normandie und Bretagne. Daher ist es rund ums Jahr in den Badeorten noch relativ ruhig – und die locken mit vielen Reizen.

Dunkerque: Das Hafenmuseum und das Museum für zeitgenössische Kunst, die Kirche St.-Éloi mit 58 Meter hohem Belfried, Hafenrundfahrten und der lange Strand samt anschließendem Dünengebiet – die rund 92.000 Einwohner große Stadt hat viel zu bieten. Toller Blick vom Phare de Petit Fort Philippe in Gravelines! www.dunkirk-tourism.com

Calais: Die 80.000-Einwohner-Stadt mit dem größten Passagierhafen Frankreichs gilt als Sprungbrett nach England genauso wie als guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Opalküste. Nette Innenstadt mit guten Museen und Rodins Statuen "Bourgeois de Calais", langer Stadtstrand direkt am Hafen. www.calais.fr

Wimereux: Familiärer Seebadeort mit dem Label "Kid station", 7500 Einwohnern und rund 600 schön restaurierten Villen im Stil der Belle Époque. Große Strandpromenade, Segel- und Reitzentrum, Golfplatz an der Küste. Hochburg der Funboarder, hier wurden schon Weltmeisterschaften ausgetragen. www.wimereux-tourisme.fr

Boulogne-sur-Mer: Auf dem Fischmarkt am frühen Morgen sind die feinsten Meeresfrüchte zu haben. Die unter Napoleon I. blühende Garnisonsstadt mit opulenter Basilika Notre-Dame, schönem Rathaus, Belfried und mächtigen Stadtmauern steht als "Ville d’art et d’histoire" unter besonderem Schutz. www.tourisme-boulognesurmer.com

Le Touquet-Paris-Plage: Schon um das Jahr 1840 wurden die ersten Pinienhaine in der sandigen Region an der Mündung des Flusses Canche angepflanzt, heute gleicht der schicke Ort einer duftenden Parklandschaft. Viele feine Shops und Cafés, neben dem Yachthafen beginnt ein schöner Strand. www.letouquet.com

Lille: Die 230.000-Einwohner-Metropole liegt nicht an der Opalküste, ist aber als Kapitale der Region Nord-Pas-de-Calais und inoffizielle "Hauptstadt von Flandern" immer einen Abstecher wert. Sehr schön restaurierte Altstadt, reges Nachtleben, gute Restaurants, Shops und Museen. War 2004 "Kulturhauptstadt Europas". www.lilletourism.com

Die CARAVANING-Tipps für die Opalküste

Karneval in Dunkerque – Hier machen alle mit: Der traditionelle Karneval von Dunkerque ist alljährlich einer der wichtigsten Events der Küste und ein kollektiver Spaß – die ganze Stadt ist bei diesem lustigen Wirrwarr mit Feuereifer dabei. Von einem Tambourmajor angeführte "Bandes" bestimmen das Bild der närrischen Veranstaltung, bei der es weder Tanzgruppen noch Umzugswagen gibt, sondern nur Menschen in bunten Kostümen. Am Sonntag gibt die "Visscherbende" (Fischerbande) den Ton an, am Montag ist es die "Bande de la Citadelle" (Hafenviertelbande) und am Faschingsdienstag die "Bande de Rosendaël". Der Ablauf ist stets gleich. Auf ein Trompetensignal setzen sich die vorderen Reihen des Umzugs, die "Berguenaere", wild hüpfend in Bewegung, während die folgenden Reihen, untergehakt und sehr kontaktfreudig, kräftig nachschieben – dieses gegenseitige Schubsen wird als "Chahut" bezeichnet. Zu den Höhepunkten der großen Sause gehört die Gepflogenheit, dass der Bürgermeister am Sonntag vom Rathausbalkon eine Tonne (eingepackte) Heringe auf die fröhlich feiernde Menge hinabwirft ...

Der Eurotunnel –  Er ist die Realisierung eines sehr alten Traums: Der Eurotunnel verbindet Frankreich und England. Das Mammut-Bauwerk beginnt 4,5 Kilometer südwestlich von Calais, ist 50 Kilometer lang und verläuft rund 40 Meter tief unter dem Ärmelkanal. Durch zwei eingleisige Hauptröhren (Durchmesser 7,6 Meter, Abstand voneinander etwa 30 Meter) sausen die Züge. Fahrzeit für die fast sieben Millionen Passagiere pro Jahr: rund 35 Minuten. Bereits aus dem Jahr 1802 stammen erste Entwürfe – 1993 wurde der Tunnel dann fertiggestellt.

Nausicaa in Boulogne-sur-Mer – Eine Wasserwelt der Superlative ist das Nausicaa, das in Boulogne-sur-Mer zentral zwischen Hafen und Strand liegt. Der riesige Gebäudekomplex ist dem Meer, seinem ökologischen Umfeld und den Beziehungen Mensch und Ozean gewidmet. Der Besucher kann das Leben in unterschiedlichen Tiefen entdecken, dargestellt in rund 50 Aquarien und Terrarien, die mit 4,5 Millionen Liter Meerwasser gefüllt sind. Tausende von Wasser- und Landtieren sind hier zu bewundern, von uralten Riesenschildkröten über kalifornische Seelöwen bis hin zum Pinguin und Hai. Im Unterwassertunnel und -observatorium kommt man den Meeresbewohnern ganz nah. www.nausicaa.fr

Übersicht: Mit dem Caravan an die Opalküste