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Eriba Nova 535 (2022) vs. LMC Musica 560 E (2022)

Eriba Nova 535 (2022) vs. LMC Musica 560 E (2022) Zwei Top-Baureihen im Vergleich

Die Top-Baureihen von Eriba und LMC kommen aus demselben Werk und haben mittlerweile viel gemeinsam. Wir zeigen die Unterschiede und sagen, ob sich der Preisaufschlag für den Nova lohnt.

Vor drei Jahren hätte ein Vergleich zwischen dem Eriba Nova und dem LMC Musica noch gehinkt. Zu groß waren die Unterschiede zwischen den Top-Baureihen der Marken, auch wenn sich der Eriba mit seiner Pual-Isolierung und der LMC mit dem holzfreien LLT-Aufbau schon damals von der styroporisolierten Masse abhoben.

Ähnlicher wurden sich die Modelle Ende 2019, als der Nova von Grund auf renoviert und die Produktion von Bad Waldsee ins Caravan-Gemeinschaftswerk der Erwin Hymer Group nach Sassenberg verlegt wurde, wo seit jeher LMC gebaut werden. Das aufwendige Ausschäumen der Sandwichplatten mit flüssigem PU war dort nicht mehr möglich.

So wurde die Pual-Bauweise von einem verpressten Sandwich mit XPS-Dämmung in Wänden, Dach und GfK-Boden abgelöst. Aber auch LMC legte bei der Aufbaukonstruktion Hand an: XPS dämmt nur noch den GfK-Sandwichboden, im restlichen Aufbau stecken wieder Styropor (EPS) und Holz. Kostensenkend, jedenfalls für die Hersteller, wirkt sich auch die Gleichteilestrategie aus.

Beim Grundpreis trennen den 18 Zentimeter kürzeren Nova 535 stattliche 3.710 Euro vom Musica 560 E. Dafür wirft er aber auch die bessere Basisausstattung in den Ring. Doch reicht das, um den Musica in den Schatten zu stellen, oder hat am Ende das günstigere LMC-Topmodell die Nase vorn?

U-Sitzgruppen mund Möbelbau ähnlich

Hinein geht es durch identische Aufbautüren und auch die beiden Garderobenhaken links ließen sich zwischen den Modellen austauschen. Für Differenzierung sorgen die TV-Möbel rechts: Im LMC lassen sich Schlüssel und Co. einfach in eine der offenen Ablagen werfen.

Eriba setzt derweil auf zwei geschlossene Schränkchen, die zwar einen Handgriff mehr erfordern, dafür aber fürs Fahren nicht ausgeräumt werden müssen. Ergänzend gibt es ein Spiegel-Element mit drei Stofftaschen.

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LMC Musica: Tiefe Sitzflächen (auch in der Mitte) und straffe, gut ausgeformte Polster sorgen für tollen Sitzkomfort.

Den Bug füllen beide Hersteller mit großen U-Sitzgruppen, wobei die des Musica vom längeren Aufbau profitiert und luftiger ausfällt. Deutlich wird dies auch bei den Tischen: Im Nova ist er fest mit dem Boden verschraubt und für zwei Personen ausreichend groß. Gemessen an der Sitzgruppe dürfte er dennoch größer sein; für vier Gedecke wird es auf der Platte eng.

Anders im Musica: Sein Einsäulentisch ist 17 Zentimeter länger und weniger stark eingezogen als der des Nova. Am Sitzkomfort gibt’s in beiden Wagen nichts auszusetzen. Die tiefen Sitzflächen und die ausgeformten Rückenlehnen bleiben auch nach längerer Verweilzeit bequem. Geschmackssache ist, ob man die Polster wie im LMC fester oder wie im Nova eine Spur weicher bevorzugt. Eckregale und Oberschränke mit offenen Ablagen haben beide Modelle.

Ähnlich ist aber auch die für die Kabelführung ungünstige Steckdosenposition an den Oberschrankablagen. Der Möbelbau hat in beiden Wagen ein gutes, dem Preis angemessenes Qualitätsniveau. Mehr Mühe hätten sich die Konstrukteure beim Verstecken der Möbelverbinder geben können.

Eine Besonderheit des Eriba sind die Akku-Multifunktionsleuchten, die an ihren magnetischen Ladesockeln auch als Leseleuchten dienen. Wer 220 Euro investiert, bekommt zusätzlich einen sehr schweren Hängesockel, mit dessen Hilfe sich die Lampen auch als Pendelleuchte über der Sitzgruppe nutzen lassen. Den größten Kritikpunkt liefern die Lichtschalter: Klassentypisch ist die Beleuchtung in Ambiente-, Haupt- sowie Nachtlicht aufgeteilt und größtenteils dimmbar.

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Ohne verständliche Beschriftung ist die Lichtsteuerung des Nova eine Zumutung.

Doch die Lichtsteuerung mit schlecht beschrifteten Mehrfachschaltern ist bei beiden Wagen eine Zumutung! Mit vier identischen Glühbirnensymbolen braucht man viel Eingewöhnung, um auf Anhieb das gewünschte Licht zu erwischen. Eriba kennt das Problem, denn dem Testwagen liegt ein einlaminierter Handzettel für die zahlreichen Schalt-Funktionen bei. Im Musica 560 E ist die Steuerung mit identischen Schaltern nicht besser, dafür aber mit weniger Lichtfunktionen etwas übersichtlicher.

Nachbesserung bei Einteilung der Küchenzeile notwendig

Der Knick im Nova-Küchenblock ist eher Stilelement als Nutzflächenerweiterung, denn der Gewinn an Arbeitsfläche und Stauraum steht in keiner Relation zu den Nachteilen: Einerseits muss der Esstisch für den Zugang zur Sitzgruppe stärker angeschrägt werden, andererseits kommen kompaktere Schubladen zum Einsatz, die im geöffneten Zustand miteinander kollidieren.

Besser und bewährt ist die Musica-Lösung mit drei breiten Schubladen, deren Griffleisten sich parallel zum Spültuchtrocknen anbieten. Im Nova fehlt diese Möglichkeit, da in den schmaleren Griffen Sperrriegel untergebracht sind. Für Selbstversorger gibt es in beiden Modellen erstklassige Kocher-Spüle-Kombinationen, die sich bis auf die Farbe der Glasabdeckungen und die Ausführung der Spülarmaturen gleichen. Rechts daneben gibt es in beiden Wagen Platz und Strom für eine Kaffeemaschine.

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Eriba Nova: Ein Knick im Küchenblock schafft minimal mehr Platz vor dem Kocher. Dafür kollidieren die Schubladen, und der Zugang zur Sitzgruppe wird enger.

Dass Gleichteile auch Probleme übertragen, belegen die kippenden Einlegeböden der linken Dachschränke. Bei jeder Fahrt rutschen sie von ihren Halterungen und lassen den Inhalt wild durcheinanderpurzeln. Dabei offenbart sich ein Nachteil der weißen Nova-Möbel, die bereits nach der ersten Tour bleibende Spuren von Töpfen und Geschirr davontragen. Ein weiteres Manko ergibt sich im Nova aus den beiden Hauptsträngen der starken Combi-6-Heizung, die durch den Küchenunterschrank laufen: Der Stauraum heizt sich so sehr auf, dass Honig und Nutella förmlich dahinschmelzen.

Sanitärbereich

Wie eng die Verwandtschaft ist, zeigt sich besonders beim Blick in die Bäder, denn Unterschiede beschränken sich auf Farbgebung und Details: Während der Nova serienmäßig eine abgedichtete Bodenwanne mitbringt, gibt es diese im Musica nur, wenn das Duschpaket geordert wird. Für beide gilt: Sinnvoll nutzbar ist die Dusche wegen der räumlichen Enge nicht und die spärliche Ausstattung beschränkt sich hier wie dort auf Handtuchhaken.

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Für beide gilt: Sinnvoll nutzbar ist die Dusche wegen der räumlichen Enge nicht.

Leichte Vorteile hat der Nova bei der Badbeleuchtung. Seine zwei im Spiegel eingelassenen LED-Streifen bringen mehr als der funzelige Deckenspot im LMC. Dass der Musica ein Seiten- statt eines Dachfensters hat, liegt übrigens am optionalen Schlafdach, das die Badlüftung übers Dach vereitelt.

Guter Schlafkomfort

Trotz des längeren Aufbaus ist das rechte Einzelbett im Musica 14 Zentimeter kürzer als das linke, welches mit 200 x 90 Zentimetern exakt der Größe der beiden identisch langen Nova-Betten entspricht. Mit hochwertigen Matratzen und solidem Unterbau überzeugt der Schlafkomfort in beiden Wagen. Und wer lieber gemeinsam nächtigt, wird sich über die serienmäßigen Rollroste freuen, durch die im Handumdrehen riesige Doppelbetten entstehen.

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LMC Musica: Das Aufstelldach schafft zwei weitere Schlaf­plätze, hier mit entnehmbarer Winterdämmung.

Schick, aber im Schlafbereich unpraktisch sind die eingangs erwähnten Multifunktionsleuchten des Nova – und das in dreifacher Hinsicht: Erstens sind nur zwei Multifunktionslampen im Serienumfang enthalten, womit de facto zwei Leseleuchten fehlen. Zweitens haben die Magnetsockel im Schlafbereich keine Ladefunktion. Und drittens sind die Lampen auf den Stehsockeln, anders als an den Hängesockeln der Sitzgruppe, nicht als fokussiertes Leselicht zu gebrauchen. Weniger besonders, aber dafür bewährt ist das Dometic-Stromschienensystem mit flexibel versetzbaren Lesespots im Musica.

Mit dem beheizbaren Schlafdach hat der 560 E eine seltene wie teure Sonderausstattung an Bord. Für 4.545 Euro erhöht es die Zahl der Schlafplätze auf vier und macht den 560 E zum flexiblen Mehrgenerationencaravan. Hinauf geht’s über eine beidseitig einhängbare Leiter, die auf Reisen gut gesichert im Kleiderschrank mitfährt.

Im Dachbett angekommen lässt sich die Zustiegsluke mit zwei Schiebebrettern und einem Polsterquader schließen. Dank eines flachen Holzlattenrostes unter der gemütlichen Matratze lässt es sich auch im 1. OG gut nächtigen. Eine tolle Lösung ist das ausstellbare (Schlaf-)Dachfenster, das auch im geschlossenen Zustand innerhalb der Aufstiegsluke nutzbar bleibt.

Stauraum inklusiver beladbarer Sitzgruppen

Serviceklappen als Außenzugang zu den Bettstauräumen gibt es nur in Fahrtrichtung rechts. Das Geld für eine zweite optionale Serviceklappe ist dennoch gut angelegt, damit Sperriges nicht durch die enge Fahrzeugmitte bugsiert werden muss.

Beim Kleiderschrank begeistert die Nova-Lösung auf den ersten Blick. Riesig und perfekt ausgeleuchtet, hat sie nur einen Haken: Das über die gesamte Höhe indirekt abstrahlende LED-Band reagiert auf einen tief montierten Kontaktschalter – zumindest theoretisch, denn ohne Zweipunktverriegelung biegt sich die geschlossene Schranktür unten auf. Folglich bleibt das Licht an. Weniger, aber ausreichend hell ist die Akkuleuchte mit Bewegungsmelder im halbhohen Kleiderschrank des Musica. Gestapelte Klamotten finden in beiden Modellen in den zahlreichen Oberschränken Platz.

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Eriba Nova: Die Kleiderschrankbeleuchtung gehört zu den hellsten am Markt. Doch weil die Tür unten nicht ganz schließt, leuchtet sie dauerhaft.

Einen Punktvorteil ergattert sich der Musica durch seine gut beladbaren Sitztruhen. Grund: Die Sitztruhenklappen sind in die Polster integriert und werden von herausnehmbaren Alustreben gestützt. So lassen sich die Klappen einhändig öffnen und halten. Im Nova gibt es diesen Ansatz nur im gut erreichbaren Schenkel neben der Tür. Darin kostet aber die Verstauvorrichtung für die Hängelampe viel Raum. Alle anderen Sitztruhen öffnen konventionell, wobei der fest verschraubte Tisch den Bewegungsradius beim Beladen spürbar einschränkt. Eine praktische Schuhklappe im Eingangsbereich vermissen wir in beiden Modellen.

Nicht wirklich praxistauglich ist die Serienzuladung des Nova 535. Magere 105 Kilogramm stehen im Prospekt und machen die Auflastung zur Pflicht. Der Musica hat ab Werk 178 Kilogramm, wobei beide Testwagen durch ihre Zwei-Tonnen-Achsen profitieren und dadurch im grünen Bereich liegen.

Sonderausstattung und Aufbau

Ohne Voll-LLT-Aufbau hat der Musica bei Aufbau und Wintertauglichkeit das Nachsehen, auch wenn er bei der Dichtigkeitsgarantie mit zwölf zu sechs Jahren führt. Ein Manko ist vor allem seine Truma-S-3004-Heizung, die sich bereits bei geschlossenem Schlafdach müht, den Innenraum auf Temperatur zu bringen. Im Vergleich hat die Combi-6 im Nova leichtes Spiel mit dem kürzeren Innenraum.

Eine Besonderheit des 4-Season-Pakets im Eriba ist sein fester Unterflur-Grauwassertank in einer isolierten und beheizten Wanne. Der große stauraumsparende Unterflur-Frischwassertank ist dagegen Serie.

Wasser auf die Mühlen von Technik-Skeptikern liefert das zentrale Dometic-Bedienteil im Nova. Einerseits sind Schrift und Display unnötig klein, anderseits hatte das System im Testwagen bereits einen Totalausfall. Insgesamt ist ein zentrales Bedienteil samt App-Steuerung dennoch zeitgemäßer als die sehr einfachen LED-Füllstandsanzeigen im 560 E.

Mit Sonderausstattungen im Wert eines Einsteigercaravans summiert sich der Testwagen-Endpreis des Eriba Nova 535 auf 42.895 Euro. Der Großteil entfällt auf das 6.790 Euro teure, aber empfehlenswerte 4-Seasons-Paket. Ausgelassen hat Eriba die 3.000 Euro teure Ambience-Ausführung, welche dem Testwagen Rahmenfenster und Plisseeverdunklungen beschert hätte. Simple vorgehängte Fenster ohne Sperrknöpfe und Rastrollos bleiben einfach hinter den Erwartungen an diese Preisklasse zurück.

Den größten Einzelposten in der deutlich kürzeren Aufpreisliste des Musica markiert das Schlafdach für 4.545 Euro. Während die Auflastung hier nicht zum Pflichtprogramm gehört, tun es das Luxus- und das Exklusiv-Paket. Beide beinhalten aber weder Luxus noch Exklusivität, sondern ergänzen Ausstattung, die wir in dieser Preisklasse voraussetzen. Dazu zählen die Warmwasserversorgung, Fliegenschutztür sowie der rollbare Abwassertank. Wer sich mit eher knapper Heizleistung nicht arrangieren will, bekommt im Musica-Winterpaket für 4.775 Euro eine Warmwasser- und Fußbodenheizung samt gehobener Gasausstattung mit Duo-Control und Crash-Sensor.

Das fiel uns auf beim LMC Musica 560 E (2022)

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 In beiden Fahrzeugen ist neben dem Kocher Platz und ein Stromanschluss für eine Kaffeemaschine.

 Die Kurbelstützen des LMC sind perfekt erreichbar und lassen sich auch ohne Kniefall bedienen.

 Integrierte Truhenklappen und die simple Tischsicherung gehören zu den besten Lösungen am Markt.

  Die Verkleidung des Toilettenschachtes ist ein guter Ansatz. Leider fehlt aber die Abdichtung.

 Die S 3004-Heizung ist bei dieser Fahrzeuglänge stark gefordert. Eine S 5004 wäre hier besser.

 Der Einlegeboden ist etwas zu kurz für seine Halterungen und fällt bei jeder Fahrt heraus.

Das fiel uns auf beim Eriba Nova 535 (2022)

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 Ein zeitgemäßes Bedienpanel nebst App-Steuerung ist bei allen Grundrissen serienmäßig an Bord.

 Der 55-Liter-Unterflur-Frischwassertank reist in einer beheizten und isolierten Wanne mit.

  Der Apothekerauszug ist super – die Hitze im Unterschrank durch die Heizungsrohre nicht.

 Das Gestell der optionalen Hängelampenkonstruktion ist massiv, schwer und belegt Stauraum.

 Auch im Nova ist der Einlegeboden der Küche zu kurz. Das Weiß der Möbel verschmutzt schnell.

 Ohne verständliche Beschriftung ist die Lichtsteuerung des Nova eine Zumutung.

LMC MUSICA 560 E (2022) im Überblick

LMC MUSICA 560 E
promobil

Grundpreis: 28.000 Euro
TÜV/Zulassungsbescheinigung II:165 Euro
Testwagenpreis: 36.015 Euro
Schlafplätze: 2+2+2*(mit Aufstelldach)
Zul. Gesamtgewicht: 2.000 kg
Aufbaulänge/Breite/Höhe: 6,61/2,32/2,58 m

Karosserie
Aufbau: Sandwichbauweise mit EPS- und XPS-Schaumisolierung (Boden). Dach GfK (30 mm), Seitenwände Alu-Hammerschlag (30 mm), Bug/Heck GfK., Boden GfK-Sandwich (40 mm). Deichselkasten aus ABS, Deckel an Parallelogramm-Beschlag. Aufbautür 165 x 53 cm mit Fenster, Einstiegshöhe 58 cm. Serviceklappe 98 x 40 cm.
Anbauteile: einteiliger Heckleuchtenträger, Rangierstange. Bugelemente aus ABS, mit integrierten Rangiergriffen.
Fenster/Hauben: 7 Ausstellfenster mit Rastaufstellern und Rastrollo-Verdunkelung. Dachfenster: 3 (78 x 53 cm Sitzgruppe, je 36 x 36 cm in Schlafbereich und Schlafdach).

Möbel
Material/Beschläge: Sperrholzmöbel mit Metallscharnieren, integrierten Federaufstellern, Softclose-Funktion, Pushlocks an Küchenunterschränken, Hakenschließe an den Oberschränken,Schubladen mit Selbsteinzug. Pushlock an Kleiderschrank, Fallenschloss an Badtür.

Bordtechnik
Gas/Heizung: Gasheizung Truma S 3004, 230-Volt-Gebläse, 5 Ausströmer (Sitzgruppe, Eingang, Bad, Betten, Schlafdach) perforierte Warmluftleitungen. Wasseranlage: 44-Liter-Frischwassertank, Tauchpumpe, Truma-Therme.
Elektrik: Umformer Dometic SMP301-01, 350 W. 7 Steckdosen (2 x TV-Platz, 2 x Küche, Sitzgruppe, Bad, Schlafbereich, außen). 2 12-V-Steckdosen (TV-Platz, außen), 2 USB-Anschlüsse an Sitzgruppe.
Beleuchtung: 4 Spots als Hauptlicht, 2 Touch-Lesespots, Eck- und Ambientebeleuchtung, alles dimmbar. Lichtleiste als Küchenarbeitslicht, Deckenspot im Bad. Zwei dimmbare Leuchten im Bug-Dachfensterrahmen, Leseleuchten an Stromschiene, Vorzeltleuchte.
Küchenausstattung: Dreiflammkocher mit Zündhilfe und angeschlossener Spüle mit integriertem Klapphebelmischer, Glasabdeckung. Kühlschrank Thetford N4142E+ mit 137 Liter Nutzinhalt und 15 Liter Gefrierfach.
Sanitär:Thetford-Banktoilette C403. Ovalwaschbecken mit Hebelmischer.

Im Testwagen enthalten

  • Auflastung auf 2.000 kg zul. Gesamtmasse (10 kg) 980 Euro (empfohlen)
  • Luxus-Paket (Abwassertank rollbar, Frischwasserfüllstandsanzeige, große Dachhaube) (15 kg) 775 Euro (empfohlen)
  • Exklusiv-Paket (Therme, Fliegenschutztür, Aufbautür mit Fenster und Mülleimer) (7 kg) 720 Euro (empfohlen)
  • Audio-Außenanschluss (1 kg) 105 Euro
  • TV-Steckdose 12 V (15 kg) 350 Euro
  • Aufstell-/Schlafdach (120 kg) 4.545 Euro
  • Winterisolierung für Aufstelldach (2 kg) 375 Euro

ERIBA NOVA 535 (2022) im Überblick

ERIBA NOVA 535
promobil

Grundpreis: 31.710 Euro
TÜV/Zulassungsbescheinigung II:165 Euro
Testwagenpreis: 42.895 Euro
Schlafplätze: 2+2
Zul. Gesamtgewicht: 2.000 kg
Aufbaulänge/Breite/Höhe: 6,33/2,30/2,61 m

Karosserie
Aufbau: Sandwichbauweise mit XPS-Schaumisolierung. Dach GfK (28 mm), Seitenwände Alu-Glattblech silber (28 mm), Bug/Heck GfK. Boden GfK-Sandwich (38 mm). Deichselkasten aus ABS, Deckel an Parallelogramm-Beschlag. Einteilige Aufbautür 165 x 53 cm mit Fenster, Einstiegshöhe 57 cm, Trittstufe ausziehbar. Serviceklappe 98 x 40 cm.
Anbauteile: dreiteiliger Heckleuchtenträger, Rangierstange. Bugelemente aus ABS mit integrierten Rangiergriffen. Alko Bigfoots, Deichsel-Fahrradträger, Thule-Markise, Truma Mover, Alko ATC, Sport-Dekor.
Fenster/Hauben: 7 Ausstellfenster inklusive Bugfenster mit Rastaufstellern und Rast- rollo-Verdunkelung. Dachfenster 79 x 48 cm über Sitzgruppe und je 36 x 36 cm in der Fahrzeugmitte, Bad und Schlafbereich.

Möbel
Material/Beschläge: Sperrholzmöbel mit Metallscharnieren und integrierten Federaufstellern, Softclose-Funktion und Schnapphaken-Verriegelung, Metall-Hakenschnäpper an Küchenunter- und -oberschränken sowie am Kleiderschrank, Fallenschloss Badtür.

Bordtechnik
Gas/Heizung: Duo-Control mit Crashsensor und Eis-Ex. Gasheizung Truma Combi 6, 5 Ausströmer (Sitzgruppe, Eingang, Bad und 2 x Schlafbereich). Wasseranlage:55-Liter-Frischwassertank unterflur, Tauchpumpe.
Elektrik: Umformer Dometic SMP301-11, 350 W. 8 Steckdosen (2 x TV-Platz, 2 x Sitzgruppe, 2 x Küche, Bad, Schlafbereich). 12-V-Steckdose am TV-Platz, Autarkpaket inkl. 95- Ah-AGM-Batterie, zentrales Bedienpanel, 2 USB-Anschlüsse an der Sitzgruppe. Elektrische Fußbodenerwärmung.
Beleuchtung: 4 Spots im Dachfensterrahmen Heck, 4 Akku-Multifunktionsleuchten, Leuchtbänder in Küche und Bad, 2 Leuchten im Dachfensterrahmen Bug, Ambientebeleuchtung. Vorzeltleuchte, Markisenleuchte und Unterbodenbeleuchtung.
Küchenausstattung: Dreiflammkocher mit Zündhilfe und angeschlossener Spüle. Kühlschrank Thetford N4142E+ mit 137 Liter Nutzinhalt und 15 Liter Gefrierfach.
Sanitär:Thetford-Banktoilette C403. Edelstahl-Ovalwaschbecken, Duschpaket.

Im Testwagen enthalten

  • Auflastung auf 2.000 kg zul. Gesamtm. (32 kg) 520 Euro (empfohlen)
  • 4-Seasons-Paket (176 kg) 6.790 Euro (empfohlen)
  • Arktispaket I (35,5 kg) 1.575 Euro (empfohlen)
  • Markise 5 m (45 kg) 1.650 Euro
  • Bugfenster(3 kg) 420 Euro (empfohlen)
  • Duschausstattung (5 kg) 320 Euro
  • Pendelleuchte (1 kg) 220 Euro
  • Unterflurbeleuchtung 520 Euro
  • Designaufkleber Sport 580 Euro

Wertung

(maximal 5 Punkte möglich)

LMC MUSICA 560 E (2022)

  • Wohnen: 3,6 Punkte
  • Beladen: 3,8 Punkte
  • Technik: 3,2 Punkte
  • Fahren: 3,4 Punkte
  • Preis & Service: 3,9 Punkte

ERIBA NOVA 535 (2022)

  • Wohnen: 3,3 Punkte
  • Beladen: 3,1 Punkte
  • Technik: 3,7 Punkte
  • Fahren: 4,0 Punkte
  • Preis & Service: 3,7 Punkte

Fazit

Trotz des besseren Aufbaus und viel Technik verpasst der Nova am Ende knapp den Sieg im Geschwisterduell. Grund: In vielen campingrelevanten Bereichen hat der Musica die Nase vorn. Er überzeugt beispielsweise mit der größeren Sitzgruppe, der besser nutzbaren Küche und einem praktischen Stauklappenkonzept.

Nicht überzeugt haben die unterdimensionierte Heizung und die Aufpreispolitik. Für den Nova sprechen die zwei gleich langen Betten, seine Combi-Heizung und der bessere, weil holzfreie Aufbau. Für Unmut sorgen indes die Tücken seiner Bordtechnik und die wenig intuitive Lichtsteuerung. Auf die Eingangsfrage, für wen sich der Nova-Aufschlag lohnt, würde ich antworten: Für alle, denen Prestige und Technik wichtig sind. Alle anderen finden im Musica überraschend viele Gleichteile und bekommen das praktischere Fahrzeug zum günstigeren Preis.

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