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Verhalten bei Skiunfall in Österreich

Unfallflucht auf Ski wird geahndet

Sightseeing-Tour in Corvara Foto: Thomas Cernak

Bei einem Unfall auf der Skipiste sollte man klären, wer die Schuld trägt und nicht vorschnell die Alleinschuld übernehmen. Außerdem wird in Österreich Unfallflucht mit Fahrerflucht gleichgesetzt.

03.01.2015

Der Rechtsanwalt Dr. Hubert Tramposch, der sich in Österreich mit Skihaftungsrecht beschäftigt, warnt davor, bei einem Skiunfall zu voreilig eine Alleinschuld zuzugeben. Viele Skifahrer sehen den Unfallgegner wegen gegengleichen Schwüngen oder Schrägfahrten viel zu spät. "Das führt dazu, dass beiden Unfallgegnern ein Verschulden anzulasten ist", sagt Tramposch. Ein Schuldanerkenntnis wäre in diesem Fall voreilig gewesen.

Was man ebenfalls auf keinen Fall machen sollte, ist vom Unfallort zu verschwinden. Eine Fahrerflucht auf Ski wird in Österreich ähnlich wie die mit einem Auto verfolgt. "Wer erwischt wird, dem droht ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener
Hilfeleistung, was zu einer Freiheitsstrafe führen kann" so der Rechtsanwalt. Durch Zeugenaussagen und Liftdaten, stehen die Chancen nicht schlecht den Unfallverursacher zu finden.

Richtiges Verhalten bei einem Skiunfall

Versuchen Sie Erste Hilfe zu leisten, verständigen Sie die Rettungskräfte und sichern Sie die Unfallstelle ab. Außerdem sind auf jeden Fall die persönlichen Daten der beteiligten
Unfallgegner auszutauschen. Wenn es Zeugen gibt, sollten Sie diese der Polizei melden. Relevant sind Zeugen vor allem, wenn sie mehr als den reinen Sturz gesehen haben, also auch, wie die Fahrlinien der Unfallgegner verlaufen sind.

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