Bußgeldbescheid aus dem Ausland

Strafzettel aus dem Ausland nicht ignorieren

Die seit einem Jahr europaweit mögliche Vollstreckung von Bußgeldern ist bisher nur zögerlich angelaufen Foto: Thomas Max Müller_www.pixelio.de

Knöllchen für Verkehrssünden sind die unbeliebtesten Souvenirs aus dem Urlaub: Der ADAC empfiehlt, die Bußgeldbescheide nicht zu ignorieren, auf Richtigkeit zu prüfen und zügig zu bezahlen.

Der ADAC rät, bei fehlerhaften oder zu teuren Bußgeldbescheiden unverzüglich Einspruch einzulegen. Denn seit dem Jahr 2010 können Strafen aus EU-Staaten auch in Deutschland vollstreckt werden.

Vollstreckt werden Strafen aus dem EU-Ausland ab einer Bagatellgrenze von 70 Euro. Diese Grenze gilt für das Bußgeld zuzüglich der anfallenden Verwaltungskosten, sodass auch Strafen deutlich unter 70 Euro geahndet werden können. Viele Verkehrsverstöße im Ausland werden teils deutlich härter bestraft als hierzulande. Wer in Deutschland 20 km/h schneller als erlaubt unterwegs ist, kommt mit rund 35 Euro Verwarnungsgeld davon. In Italien werden hingegen mindestens 170 Euro fällig, in Norwegen sogar mindestens 420 Euro.

Strafzettel aus dem Ausland: Es lohnt es sich, freiwillig zu bezahlen

Reisende, die offene Bußgeldbescheide im Ausland haben, können beim nächsten Urlaub eine böse Überraschung erleben. Rechtskräftige Bußen bleiben weiterhin vollstreckbar und verjähren zum Beispiel in Italien erst nach fünf Jahren. Zahlt man allerdings zügig, gewähren viele Länder teils stattliche Rabatte bis zu 50 Prozent. 

Vorsicht vor Betrügern

Bei fehlerhaften oder offenkundig zu hohen Bußgeldbescheiden rät der ADAC, unverzüglich Einspruch einzulegen und juristischen Beistand zu suchen. Das gilt beispielsweise für hohe Forderungen für Parkverstöße in Kroatien. Grundsätzlich skeptisch sollte man auch gegenüber Forderungen von Inkassobüros sein. Diese Unternehmen verweisen in ihren Schreiben zwar häufig auf den EU-Rahmenbeschluss, der für sie jedoch nicht gültig ist. 

Mehr Infos: www.adac.de

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