DIY-Projekt: Ferdinand Fendt
Ferdinand Fendt
Big Foot-Nachrüstung Dauertester I. Köcher
Big Foot-Nachrüstung Dauertester
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Big Foot-Nachrüstung Dauertester 11 Bilder

Nachrüsten von Bigfoots an Wohnwagen-Kurbelstützen

Ferdinand Fendt bekommt große Füße

Bigfoots an den Kurbelstützen vermeiden lästige Brettspiele beim Abkurbeln. Welche Vorteile die größere Aufstandsfläche mit sich bringt und wie die Montage funktioniert, lesen Sie hier.

Das Schuhwerk spielt beim Campen eine wichtige Rolle. So stehen breite Gummilatschen zu Recht höher im Kurs als Stilettos, die bei knöcheltiefem Einsinken eher zum Umpflügen der Parzelle taugen. Beim Caravan verhält es sich ähnlich. Ab Werk gleicht die Aufstandsfläche der Kurbelstützen eher einem Stöckelschuh. Heißt im Klartext: Auf weichem Untergrund sinken die Stützen ein, ruinieren den Untergrund und finden kaum Halt.

Erfahrene Caravaner, wie auch der Vorbesitzer unseres Fendt, vergrößern daher die Auflagefläche der Original-Kurbelstützen mit Brettchen oder Kunststofffliesen. Nachteil: Diese Unterlagen müssen einzeln ausgelegt und am Urlaubsende wieder aus dem Morast gepult, gewaschen und eingeladen werden.

Richtig komfortabel wird es erst, wenn die Auflageteller direkt an der Stütze hängen und dort auch bleiben.

Big Foot-Nachrüstung Dauertester
P. Heise
Hier zu sehen: Die Komponenten, die bei der Nachrüstung der Alko Bigfoots notwendig sind.

So funktioniert die Bigfoots-Nachrüstung

Unser DIY-Wohnwagen basiert auf einem Alko-Chassis. Das passende System für Alko-Stützen heißt Bigfoot, kostet etwa 100 Euro und lässt sich mit geringem Aufwand nachrüsten. Wie das im Detail funktioniert, haben wir an unserem Redaktions-Oldie und Dauertester Ferdinand Fendt herausgefunden.

Für alle Caravans ohne Alko-Chassis und natürlich für Sparfüchse finden sich auch Alternativen auf dem Zubehörmarkt. Hier gibt es einfacher ausgeführte Platten ohne Gleitfunktion, die von teils namhaften Herstellern wie Milenco oder Fiamma stammen. Größter Anreiz für die Zubehörteller ist ihr günstiger Preis. Einige Sets gibt es schon für unter 10 Euro.

  1. In einem ersten Schritt wird je eine der Rückholfedern mithilfe eines Splints an den Bigfoots befestigt. Um die Lasche der Feder in den Splint zu bekommen, kann dieser mit einem Schlitz-Schraubendreher leicht aufgebogen werden. Das Aufspreizen des Splints klappt mit einer Spitz- oder Kombizange. Für eine saubere Optik sollte die Feder unsichtbar an der Innenseite der Stütze verlaufen.
  2. Für die eigentliche Montage der Bigfoots reichen im Grunde zwei 10er-Schlüssel. Noch einfacher geht es mit einer 1/4-Zoll-Ratsche und einer 10er-Langnuss.

    Big Foot-Nachrüstung Dauertester
    S. Hörmann
    Bei Fahrzeugen mit Baujahr vor 2001 müssen die Führungslöcher selbst gebohrt werden. Hier ist das schon geschehen.

  3. Typisch für ein Do-it-yourself-Projekt, gab es auch beim Umbau auf Bigfoots einen kleinen Haken, der in der Montageanleitung keine Erwähnung findet. Nachdem wir die Lösung selbst herausgefunden hatten, stießen wir in diversen Online-Shops auf die passende Anweisung: „Ab dem Baujahr 2001 sind in den Stabilstützen bereits Montagelöcher vorhanden. Für Stützen bis zum Jahr 2000 müssen diese Löcher noch gebohrt werden.“
    Beim versuchsweisen Zusammenstecken vorab (mit der Führungsschraube in der falschen Öffnung) war die Stütze natürlich nicht in der Lage, wie vorgesehen durch das Langloch zu gleiten. Aber: Dank einer Einstanzung an der richtigen Stelle ist bei der Umsetzung ein Kinderspiel.
  4. Die Führungsschraube sollte nicht komplett fest angezogen werden, da die Schraube durch die Langlöcher des Bigfoots gleiten soll. Dank selbstsichernder Mutter löst sich trotzdem nichts.
Ausdrehkurbel
Zubehör

Alko Big Foots

Fazit

Mit den nachträglich gebohrten Löchern funktionieren die Bigfoots einwandfrei. Insgesamt ist der Anbau auch für weniger versierte Schrauber möglich. Der Zeitaufwand für die gesamte Nachrüstung (ohne Bohren) liegt bei etwa einer Stunde. Die Stützen gibt es beispielsweise auf Fritz-Berger für aktuell 100 Euro.

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