Schattenspender und Stützen im Vergleich

Caravan-Zubehör: Günstig gegen Teuer

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Wenn das budget begrenzt ist, heißt es überlegen: Welches Zubehör soll in und an den Caravan? Und: Muss es wirklich die Luxusvariante sein, oder reicht auch die günstige Lösung fürs Urlaubsglück?

Camping bedeutet, das einfache Leben zu genießen? Im Sinne von leicht und unkompliziert darf der Camperalltag ohne Frage einfachsein. Im Sinne von schlichtund kostensparend trifft das einfache Leben nur in den seltensten Fällen zu. Denn ohne eine Vielzahl an komfortsteigerndem Zubehör richtet sich kaum jemand auf dem Campingplatz ein.

Wir zeigen, welches Zubehör zum Ziel führt und worin der Mehrwert hochpreisiger Produkte liegt. Welche Lösung am Ende die geeignete ist, muss jeder Caravaner selbst entscheiden – und anhand seines gesetzten Budgets seine Prioritäten in Sachen Komfort, Platzbedarf und Gewicht setzen.

Schattenspender

So schön die Sonne auch scheint, schutzlos ausliefern will man sich ihr im Urlaub nicht. Reicht dazu ein einfacher Pavillon oder relaxt es sich unter einer Markise entspannter?

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Pavillon: schnell aufgebaut und spenden Schatten – zumindest solange kein starker Wind weht.

Pavillon/Sonnensegel: Einfache Gartenpavillons gibt es bereits für 30 Euro, etwas bessere ab 60. Sie sind schnell aufgebaut und spenden Schatten – zumindest solange kein starker Wind weht. Alternativ kann man ein simples Sonnensegel oder Tarp in die Kederleiste einziehen. Auch hier sind günstige Modelle im Fachhandel bereits ab 60 Euro zu haben. Unterschiedliche Tuchlängen und auch -tiefen stehen bei den meisten Schattenspendern zur Wahl. Freistehende Tarps, die über Stangen und Schnüre abgespannt werden, eignen sich aufgrund des zeitaufwändigeren Aufbaus weniger für den Caravan.

Markise: Den Einstieg in die Welt des komfortablen Sonnenschutzes bilden Sackmarkisen. Diese sind in einer Tasche verstaut, die in die Kederschiene eingezogen wird – ganz ohne schrauben. Aber: Das Tuch muss von Hand ausgerollt und separate Spannstangen müssen eingesetzt werden. Preislich geht es mit der Fiamma Caravanstore bei etwa 300 Euro los. Sackmarkisen eignen sich vor allem für Camper, die nicht ausschließlich mit Markise verreisen, sondern auch mal ein Vorzelt aufbauen. In diesem Fall lässt man sie einfach zu Hause.

Mindestens doppelt so teuer, für lange Caravans jedoch im vierstelligen Bereich, sind die komfortableren Kurbelmarkisen. Es gibt sie von Dometic (ab 648 Euro), Fiamma (ab 729 Euro) und Thule (654 Euro). Ausgerollt wird das Tuch per Kurbel, anschließend müssen die integrierten Stützbeine ausgeklappt und ausgefahren werden. Erweitern lassen sich Kurbelmarkisen durch Seiten- und Frontwände. Dann bieten sie nicht nur Sonnen-, sondern auch Wetterschutz.

Caravan-Markisen im Vergleichstest
Dometic vs. Fiamma vs. Thule

Caravan abstützen

Nach der Ankunft auf dem Campingplatz ist es ein ganz besonderer Komfort, den Caravan auf Knopfdruck zu stabilisieren. Doch worin unterscheiden sich die elektrischen Stützen vom teureren Hydrauliksystem?

Elektrische Stützenanlage: Ab etwa 850 Euro geht es los mit dem elektrischen Abstützen. Enduro bietet für diesen Preis einen Spindelmotoren-Satz namens Autosteady an. Ersetzt werden wahlweise nur die Spindeln (dann können die Original-Stützfüße am Caravan verbleiben) oder man ordert den Motor inklusive Alko- oder BPW-Stützen.

Auch von Kronings gibt es einen Elektroantrieb (1060 Euro), der die Serienstützen, optional auch über eine Fernbedienung, bewegt. Alko bietet mit Up4 ein Komplettsystem, das neben dem Motor auch vier Big-Foot-Stützen umfasst. Wer einen Rangierantrieb vom Typ Alko Ranger besitzt, kann für Stützen und Rangierhilfe dieselbe Fernbedienung benutzen. Das Stützensystem Up4 kostet 1100 Euro. Eines haben diese Systeme gemein: Sie stabilisieren den Caravan, heben ihn aber nicht an.

Günstig gegen teuer Foto: Becker
Hydraulische Stützen erleichtern das Campingleben ungemein, sind allerdings mit einem hohen Zusatzgewicht verbunden.

Hydraulische Stützen: Wer den Caravan auf Knopfdruck nivellieren möchte, muss sich für ein hydraulisches Stützensystem entscheiden. Zum Beispiel für das Level C von E&P. Die Hydraulik ermöglicht es der Anlage, den Wohnanhänger mit Hilfe von sechs Stützen stabil anzuheben. Entweder manuell oder automatisch in etwa 120 Sekunden. Der Komfortgewinn hat aber auch seinen Preis – nicht nur in Form der Anschaffungskosten in Höhe von 3300 Euro. Denn die Komponenten, allen voran Öl und Hydraulikpumpe, bringen 20 Kilogramm Mehrgewicht auf die Waage.

Ihre Tipps

Haben auch Sie Tipps, wo und wie sich beim Zubehör sparen lässt und wie sich günstige Alternativen schlagen? Schreiben Sie uns doch! Redaktion CARAVANING, 70162 Stuttgart, oder kontakt@caravaning.de

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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