Wohnwagen-Vorzelt Dorema Multi Nova im Test

Doréma Multi Nova Vorzelt im Test Sonnendach und Vorzelt in einem

Das Doréma Multi Nova ist ein Sonnendach, das zum Vorzelt erweitert werden kann. Wir haben es mit stabilem Fibre-Tech-Plus-Gestänge getestet.

Das DorŽma Multi Nova Excellent Ingo Wagner
Das DorŽma Multi Nova Excellent
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Das DorŽma Multi Nova Excellent 8 Bilder

Das Doréma Multi Nova ist kein klassisches Vorzelt, sondern ein Sonnendach, das mittels einzippbarer Vorder- und Seitenwände zum Vorzelt wird. Lieferbar ist es in zehn Größen (06 bis 15) für Umlaufmaße von 775 bis 1.025 Zentimeter, die Tiefe beträgt 2,40 Meter. Für den Test an einem Fendt Saphir 515 muss es also das Größte sein. Der Grundpreis mit Aluminiumgestänge und altertümlichen Anschraubböckchen als Stangenwiderlager beträgt 1.639 Euro.

Robustes Fiber-Tech-Gestänge

Das DorŽma Multi Nova Excellent
Ingo Wagner
Fiber-Tech-Stangen kosten Aufpreis, sind aber robuster.

Das Fibre-Tech-Plus-Gestänge (FTP) ist zwar zehn Prozent schwerer als das serienmäßige aus Aluminium, jedoch auch stabiler sowie resistent gegen Knicke, Beulen und Kratzer, die das Zusammenstecken beeinträchtigen können. Der Aufpreis beträgt bei Mitbestellung moderate 201 Euro, der Nachkauf des 12 Kilogramm schweren FTP ist mit 662 Euro deutlich teurer. Das Multi Nova besteht aus Ten-Cate-All-Season-Gewebe, das laut Doréma nicht weniger widerstandsfähig ist als jenes von Ganzjahreszelten. In Größe 15 wiegt das Multi Nova 22,5 Kilogramm (ohne Stangen). Mit soliden Reißverschlüssen lassen sich die jeweils zwei Seiten- und Frontwände ein- und auszippen.

Am Urlaubsort hat die Form des Sonnendachs mit den beiden sichelförmigen Seitenteilen Vor- und Nachteile. Die breiten seitlichen Stoffbahnen beschatten den Caravan zuverlässig und bieten sich als Stellflächen für Vorzeltmöbel an, verderben aber die Aussicht. Dafür ist der Blick nach vorn ungestört, weil die äußeren Stangen nicht von Zeltbahnen umhüllt sind. Als Sonnendach genutzt, genügen die beiden Außen- und die Mittelstange, mit eingezogenen Vorderwänden sind fünf Stangen nötig. Rund 25 Euro extra kosten fünf der empfehlenswerten Quick Lock Pads, die an der Doppelkeder klemmen und die Stangen mit weichen Gummifüßen an der Caravanwand abstützen. Geschraubt werden muss hier nichts.

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Ein Klettverschluss hilft bei der Seitenwandmontage. Gut: Sturmband-Schnalle.

Leichter Aufbau

Der Aufbau gelingt zu zweit, auch dank der leicht laufenden Keder und Schnellverschlüsse an den teleskopierbaren und mit Gummibändern verbundenen und damit vorkonfigurierten Hauptstangen, schnell und sicher. Vorsicht ist bei den Bajonettverbindern zwischen Stangen und Winkeln geboten. Wer beim Koppeln weiter als eine Viertelumdrehung dreht, entriegelt sie wieder. Dafür erlaubt diese Verbindungstechnik große Knickwinkel.

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Praktisches Bajonett. Aber: Dreht man zu weit, ist die Verbindung wieder offen.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut. Nur an einer Stelle ist die Naht zur Verbindung von Fensterfolie, Dach und Wand wellig, aber nicht instabil. Empfehlen würden wir noch die Vordachstange, die der sonst schlaffen Dachkante Struktur gibt. Angenähte Gurtschnallen halten mit den optionalen Sturmbändern das Zelt am Boden. Mit dabei sind einfache Vorhänge, die an Kunststoffschienen hängen und gleiten.

Fazit

Das Doréma Multi Nova Excellent ist kein Zelt für den Ganzjahreseinsatz oder gar fürs Dauercamping. Dafür ist die Struktur zu leicht. Als recht schnell aufgebautes Sommerzelt mit der praktischen Möglichkeit, die Seiten- und Frontteile zu demontieren oder abzuklappen (hierfür gibt es separate Verandastangen), gefällt es gut. Die Verarbeitung ist passabel. Die Fiber-Tech-Plus-Stangen sind 201 Euro teuer, aber aus Haltbarkeitsgründen eine klare Empfehlung. Wünschen würden wir uns ein serienmäßig strafferes Vordach und etwas schmalere Seitenteile für mehr Aussicht. Und die Klemmböckchen dürften genauso Serie sein wie die Sturmbänder.

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