Miji Dampfgarer Cookingbox One (2021) Nadine Maier
Miji Dampfgarer Cookingbox One (2021)
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Miji Dampfgarer Cookingbox One (2021) 19 Bilder

Miji Cookingbox One im Camping-Test

Miji Cookingbox One im Test Handlicher Dampfgarer für unterwegs

Schnell und unkompliziert Essen unterwegs kochen oder aufwärmen? Mit dem transportablen Dampfgarer soll das ganz einfach sein. Unser Test wird zeigen, ob er sich fürs Camping eignet.

Knuffig – das ist der erste Eindruck, den die Miji Cookingbox One vermittelt. Die abgerundeten Kanten und das schlichte Design erinnern, wie der Markenname Miji, an das niedliche Kawaii-Design, das in Korea oder Japan beliebt ist. Doch weit gefehlt, "Design in Germany" steht drauf – die Firma kommt aus dem mittelhessischen Luftkurort Weilburg bei Gießen.

Mit dem mobilen Dampfgarer Cookingbox One soll man auch fernab einer Küche vitaminschonend und einfach Essen zubereiten können. Die Box ist etwas höher als ein Schuhkarton, wiegt gerade einmal 1,42 Kilogramm und bietet einen Liter Garraum – genug Platz, um für ein bis zwei Personen zu kochen. Und zwar: Geruchsfrei und geräuschlos, sagt der Hersteller. Na, dann wollen wir den 79 Euro teuren CamperInnen-Helfer mal testen.

Umfrage

219 Mal abgestimmt
Würden Sie so einen Dampfgarer mit zum Camping nehmen?
Ja, auf jeden Fall. Das Gerät ist vielseitig einsetzbar.
Nein, so ein Schnickschnack benötige ich nicht in der Campingküche.

Kochen nur mit Stromanschluss möglich

Anfangs klingt vieles erstmal zu schön, um wahr zu sein – und dann kommt auch schon das größte Manko der Box: Sie benötigt einen Landstrom-Anschluss mit 230 Volt. So komplett autark auf einer Blumenwiese, fernab der Zivilisation kann man sich also kein warmes Drei-Gänge-Menü zaubern – außer man hat einen Spannungswandler an Bord. In der Realität campt man auf Campingplätzen, die in der Regel Landstromanschlüsse bereitstellen. So findet sich im Caravan die eine oder andere Steckdose, an der man das Gerät einstöpseln kann.

Beim ersten Auspacken ein kurzer Schockmoment: Wurde das das Stromkabel vergessen? Nein! Es passt perfekt in die Box, genauso wie die zwei verschließbaren Edelstahl-Schalen, der Trenneinsatz und ein kleiner Messbecher.

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Im Lieferumfang der Kochbox ist alles drin, was man fürs Dampfgaren benötigt.

Das Plastik riecht nicht allzu streng. Alles wirkt sehr wertig, trotz der Leichtigkeit. Einzig der Deckel der Box bekommt nach dem ersten Transport in einem Rucksack ein paar kleine Kratzer.

Bei unserem Test wollen wir die beiden Haupt-Funktionen des Geräts testen: "Regenerieren" und "Kochen".

Test 1: Aufwärmen mit Dampf

Unter dem Begriff "Regenerieren" versteht Miji das schlichte Aufwärmen von Mahlzeiten – die Cookingbox dient quasi als eine Art Mikrowelle für unterwegs. Alles, was man dafür benötigt, ist eine Steckdose und ca. 100 Milliliter Wasser.

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In die untere Schale kommt Wasser, das der kleine Kocher verdampft und so die Speisen im Inneren erwärmt.

Als Testobjekt dient das Abendessen des Vortags: Eine asiatische Gemüsepfanne und bereits gekochter Reis kommen in die Alubehälter. Praktisch: Mit dem dicht schließenden Deckel kann man die Behälter auch gleichzeitig zum Transport nutzen. Ist das Essen im Inneren des Geräts verstaut, kann man den Kocher als schicke Lunchbox mit Henkel nutzen.

Da am Vorabend nicht besonders viel Reis übrigblieb, befüllen wir das zweite Schälchen mit Dinkel-Couscous. Ein Extra-Schluck Wasser zum Couscous und ein bisschen Salz – mal schauen, ob das klappt.

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Der Reis ist bereits gekocht - das sollte doch gutgehen. Doch lässt sich auch in kurzer Zeit Couscous kochen?

Unten ins Gerät füllen wir ca. 100 Milliliter Wasser, darauf stapeln sich dann die (offenen) Edelstahl-Garschalen mit dem Essen und der Trenneinsatz. Deckel drauf, die Haken an der Seite klappen gut hörbar zu – und auf Knopfdruck vorne passiert nichts, außer dass ein kleines Licht leuchtet. Das mit dem "geräuschlos" stimmt soweit.

Nach fünf Minuten werden wir doch ein bisschen nervös. Wie lange noch? Sind wir schon da? Die Temperaturregelung geschieht automatisch, ein Überhitzungsschutz ist ebenfalls eingebaut. Es gibt also nichts zu tun.

Da man nicht reinschauen kann, verrät nur ein minimaler Dampfstrahl, der oben aus der Box aus der vorgesehenen Öffnung tritt, und ein wirklich flüsterleises Blubbern, dass im Inneren etwas passiert. Mit der Hand am Deckel kann man es erfühlen: Ah, da drinnen wird es tatsächlich etwas warm.

Wir geben der Mahlzeit noch fünf weitere Minuten. Knopf aus, Deckel hoch – und siehe da: Das Essen vom Vortag ist warm. Der Couscous ist weichgekocht und fluffig.

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Warmer Reis, das Gemüse ist ebenfalls erwärmt, aber hat noch Biss - und der Couscous ist gar. Erstes Zwischenfazit: Lecker!

Zwischenfazit: Die Miji Cookingbox One ist nicht nur einfach, sondern auch intuitiv zu bedienen. Als mobile Mikrowelle zum unkomplizierten Erwärmen von Speisen und zum Eierkochen lässt sie sich ohne große Vorkenntnisse einsetzen.

Test 2: Kochen – ohne Rühren und Anbrenngefahr

Während wir das Testergebnis 1 verspeisen, darf das nächste Testobjekt in den Miji-Kocher: Ein Hühnerei und nochmals 50 Milliliter Wasser. Zehn Minuten später können wir ein perfekt hartgekochtes Ei pellen.

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Ei - so macht das Freude! Den schnöden Eierkocher kann das Gerät auf jeden Fall ersetzen.

Nach den gelungenen zwei ersten Kochversuchen von Ei und Couscous muten wir der Kochbox etwas mehr zu: Lachs, Spargel und Kartoffeln sind die Bestandteile unseres Hauptgerichts, das wir komplett mit der Miji Cookingbox One zubereiten.

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Vorher: Alle rohen Zutaten kommen in die Aluschalen und werden vor dem "Dampfbad" gewürzt.

Allerdings machen wir einen Fehler und ignorieren die Temperaturzonen des Geräts: Unten wird es wärmer als oben. Die Kartoffeln haben wir allerdings neben dem Spargel oben untergebracht. Nach 25 Minuten Kochzeit müssen wir beim ersten Öffnen feststellen: Alles ist wunderbar gar, nur die Kartoffeln noch nicht.

Kein Problem. Die Kartoffeln bekommen nochmals zehn Minuten Extra. Dann kommen für weitere drei Minuten die anderen Speisen nochmals zum Aufwärmen dazu – und es ist angerichtet!

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Nach kurzem Nachkoch-Vorgang heißt es endlich: Guten Appetit!

Wäre es auf dem Gasflammenkocher schneller gegangen? Ja, bestimmt. Kartoffeln kleingeschnitten ins kochende Wasser und den Fisch in die Pfanne – das hätten wir in unter 30 Minuten gezaubert. Doch es wäre sicherlich dreckiger geworden und der Geruch von gebratenem Fisch wäre durch den Caravan gewabert. Mit der Coockingbox One geling die Zubereitung tatsächlich fast geruchsfrei.

 Das einzige kleine Manko: Wir haben beim ständigen Auf- und Zuklappen des Deckels nicht auf das Kondenswasser geachtet. Erst beim Aufräumen hinterher stellt sich heraus: Nach drei Kochgängen hat sich durchs ständige Absetzen des Deckels eine Pfütze auf dem Tisch gebildet.

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Kleiner Anwender-Fehler: Aufpassen, wo und wie man den Deckel mit dem Kondenswasser abstellt!

 Einen Vorteil hat das Gerät: Laut Hersteller ist ein Überhitzungsschutz eingebaut, während des zweiten Kochversuchs schaltet sich das Gerät auch tatsächlich selbst ab, als kein Wasser mehr zum Verdunsten vorhanden ist. So könnte man sicherlich die Box allein vor sich hinblubbern lassen, während man auf dem Campingplatz noch schnell ins Sanitärhaus duschen geht oder mit der ParzellennachbarIn quatscht.

Zwischenfazit: Als Kochgerät hat die Cookingbox direkt beim ersten Versuch gute Dienste geleistet – wobei man auf jeden Fall besser auf die Kochzonen innerhalb des Geräts und die Garzeiten der Speisen achten könnte. Versuch macht klug.

Technische Daten: Miji Cookingbox One

Breite/Höhe/Tiefe: 26,4/13/16,4 cm
Gewicht: 1,42 kg
Preis: 79 Euro
Garraumvolumen
: 1 Liter
Maximale Leistung: 250 Watt
Gehäusematerial: Polypropylene (PP)

Umfrage

219 Mal abgestimmt
Würden Sie so einen Dampfgarer mit zum Camping nehmen?
Ja, auf jeden Fall. Das Gerät ist vielseitig einsetzbar.
Nein, so ein Schnickschnack benötige ich nicht in der Campingküche.

Fazit

Für knapp 80 Euro bekommt man auch eine klassische Mittelklasse-Mikrowelle, doch die wenigsten nutzen sie fürs Camping. Die Miji Cookingbox One ist ein optisch ansprechendes, einfach bedienbares und sicheres Gerät, das man gut transportieren kann und so im Urlaub und vielleicht auch im Alltag (Stichwort: Mittagessen im Büro) nutzt.

Benötigt man so eine Kochbox unbedingt beim Camping? Sicherlich nicht, wenn man bereits eine Kochgelegenheit an Bord hat. Ist sie ein praktisches Zubehör: Ja!

Vor allem das leichte Gewicht und das kompakte Packmaß können den mobilen Dampfgarer zu einem vielseitig einsetzbaren Küchen-Extra machen. Grillen kann er zwar nicht – doch gesundheitsbewusste CamperInnen wird's freuen, dass die Box die Speisen fettfrei erwärmt und kocht.