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6 Kompressor-Kühlboxen im Test

Im Vergleich Eberspächer, Engel, Waeco und Webasto

Kompressor-Kühlboxen Foto: Steffen Zink 21 Bilder

Als Ergänzung zum Kühlschrank: Eine Kompressor-Kühlbox ist nicht nur im Vorzelt richtig nützlich. Sechs aktuelle Modelle mit 18 bis 45 Liter Inhalt zeigen im Sauna-Test, wie cool sie wirklich sind.

27.03.2018 Benjamin Köbler-Linsner

Während der Fahrt funktionieren Wohnwagen-Kühlschränke oft nur mit geringer Leistung oder gar nicht, denn moderne Zugwagen schicken oft zu wenig Strom zum Wohnwagen. Manche Wohnwagenhersteller verzichten sogar auf die 12-Volt-Verkabelung des Kühlschranks.

Mit einer Kompressor-Kühlbox können auf dem Weg zum Urlaubsort dennoch verderbliche Lebensmittel mitgeführt werden. Im Gegensatz zu Kühltaschen bleibt der Inhalt – konstante Stromversorgung vorausgesetzt – beliebig lange kalt und kann bei Bedarf auch tiefgekühlt werden. Kurz: Die Kompressor- überzeugt im Gegensatz zu Absorber- oder Peltiertechnik mit weniger von der Umgebungstemperatur abhängiger Kühlleistung.

Kompressorkühlboxen Test

Diese Produkte haben wir getestet

Bewertung*

Bestellmöglichkeit

Waeco CoolFreeze CF 26

 

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Webasto Isotherm TB18

 

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Engel MT 35 FS

 

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Eberspächer TB 41A

 

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Engel MT 45 FS

 

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Waeco CoolFreeze CFX40

  

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*  = 5 Punkte,  = 4 Punkte,  = 3 Punkte,  = 2 Punkte,   = 1 Punkt

Testergebnisse: Kühlboxen bis 34 Liter

Kompressor-Kühlbox Waeco CoolFreeze CF26 innen Foto: Ingolf Pompe
Waeco CoolFreeze CF26 von Innen.

Name: Waeco CoolFreeze CF26
Preis: 549 Euro
Liter: 23 Liter
Ausstattung: Beleuchtung, Dosenhalter auf dem Deckel, Korb, Butterfach

Kühlleistung: 3 von 5 Punkten
Ausstattung: 3 1/2 von 5 Punkten
Preis: 4 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 3 von 5 möglichen Punkten. Mit Griffmulden lässt sich die Waeco CoolFreeze CF26 über kurze Strecken ohne Probleme tragen. Temperatur schwankt im Innenraum stark. Passt auf den Rücksitz und in den Kofferraum.

Kompressor-Kühlbox Webasto Isotherm TB19 Foto: Ingolf Pompe
Die Webasto Isotherm TB19.

Name: Webasto Isotherm TB18
Preis: 577 Euro
Liter: 18 Liter
Ausstattung: Beleuchtung, Tragegurt, Butterfach, Eco-Modus

Kühlleistung: 3 von 5 Punkten
Ausstattung: 3 von 5 Punkten
Preis: 3 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 3 von 5 möglichen Punkten. Die schmale TB18 ist ein kleines Raumwunder. Dank einer Vertiefung fasst sie als einzige Box ihrer Größenklasse eine stehende 1,5-Liter-Flasche. Bei voller Kühlleistung starke Geräuschentwicklung.

Kompressor-Kühlbox Engel MT 35 FS innen Foto: Ingolf Pompe
Viel Platz im Inneren der Engel MT 35 FS.

Name: Engel MT 35 FS
Preis: 655 Euro
Liter: 34 Liter
Ausstattung: Dosenhalter auf dem Deckel, Korb, Griffe beiliegend

Kühlleistung: 4 1/2 von 5 Punkten
Ausstattung: 2 1/2 von 5 Punkten
Preis: 3 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 4 von 5 möglichen Punkten. Die Temperatur kann mit dem Drehregler nur ungefähr eingestellt werden. Der große Innenraum bietet jede Menge Platz, da er nicht in einzelne Fächer unterteilt ist. Keine Innenbeleuchtung.

Testergebnisse: Kühlboxen bis 45 Liter

Kompressor-Kühlbox Eberspächer TB 41A Foto: Ingolf Pompe
Die Eberspächer TB 41A.

Name: Eberspächer TB 41A
Preis: 549 Euro
Liter: 40 Liter
Ausstattung: Eco-Modus, Griffe vormontiert, zweigeteilter Korb

Kühlleistung: 2 1/2 von 5 Punkten
Ausstattung: 3 von 5 Punkten
Preis: 4 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 3 von 5 möglichen Punkten. Die TB 41A zeichnet sich durch ihre zwei Leistungsstufen mit Energiesparmodus aus. Der zweigeteilte Korb reduziert den Nutzinhalt spürbar. Die Temperaturregulierung ist sehr ungleichmäßig.

Kompressor-Kühlbox Engel MT 45 FS innen Foto: Ingolf Pompe
Die Engel MT 45 wiegt nicht gerade wenig.

Name: Engel MT 45 FS
Preis: 695 Euro
Liter: 45 Liter
Ausstattung: Dosenhalter auf dem Deckel, Korb, Griffe beiliegend

Kühlleistung: 4 1/2 von 5 Punkten
Ausstattung: 2 1/2 von 5 Punkten
Preis: 3 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 4 von 5 möglichen Punkten. Engels 45 FS ist mit 40 Litern Nutzinhalt sehr geräumig. Durch das hohe Gewicht eignet sich die Box aber nur für den stationären Einsatz. Die Kühlleistung ist auch im Hochsommer top.

Kompressor-Kühlbox Waeco CoolFreeze CFX41 Foto: Ingolf Pompe
Die Waeco CoolFreeze CFX41.

Name: Waeco CoolFreeze CFX40
Preis: 662 Euro
Liter: 41 Liter
Ausstattung: Zweigeteilter Korb, Griffe vormontiert, Butterfach

Kühlleistung: 3 1/2 von 5 Punkten
Ausstattung: 3 1/2 von 5 Punkten
Preis: 3 1/2 von 5 Punkten

Fazit: Insgesamt erreichte die Kühlbox 3 1/2 von 5 möglichen Punkten. Waecos große CoolFreeze zeigt im Test eine ordentliche Kompressorleistung. Wie auch beim Eberspächer-Modell verringert der zweigeteilte Korb den Nutzinhalt. Nettes Extra: der USB-Anschluss

Sechs Kompressor-Kühlboxen mussten im Vergleich schwitzen

Kompressor-Kühlbox Eberspächer Bedienpanel Foto: Ingolf Pompe
Vier von sechs Kühlboxen sind mit Tasten ausgestattet, mit denen man die Temperatur verstellen kann.

Unserem Test stellten sich insgesamt sechs Kompressor-Kühlboxen von Eberspächer, Engel, Waeco und Webasto, aufgeteilt in zwei Größenklassen: Geräte mit rund 40 Liter Inhalt für Vorzelt und Kofferraum und etwas handlichere Modelle mit 20 bis 35 Liter Inhalt, die auch im Fußraum oder auf der Rückbank des Zugwagens Platz finden und zudem einige Meter getragen werden können. Da die Kühlboxen von Eberspächer und Webasto baugleich sind, findet sich in jeder Größenkategorie nur je eine Box dieser beiden Anbieter.

Mit Preisen zwischen 549 und 695 Euro sind die Testexemplare nicht günstig. Doch im Dauerbetrieb überzeugt die Kompressortechnik im Vergleich zu anderen Kühlaggregaten durch hohe Zuverlässigkeit. Außerdem fällt der Stromverbrauch etwas geringer aus, da der Kompressor nicht während des gesamten Betriebs auf Hochtouren läuft: Hat die Box den Inhalt auf die eingestellte Temperatur heruntergekühlt, schaltet die Kühlung so lange ab, bis die Temperatur im Innenraum der Box zu steigen beginnt.

Die Lautstärke bei voller Kompressorleistung beträgt 46 dB (A) bei Waecos 41-Liter-Box, während sich die kleine Webasto TB18 mit 62 dB (A) bemerkbar macht. Ein enormer Unterschied, denn drei dB (A) entsprechen einer Verdoppelung des Schalldrucks. Vergleichbar sind 60 dB (A) mit einem PKW, der in zehn Metern Abstand zu einer Person vorbeifährt. Mit den gemessenen Werten ist das Ohr aber nicht dauerhaft konfrontiert, denn sobald der Kompressor abschaltet, summen die Kühlboxen nur noch leise.

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Der Extremtest in der Sauna

Für den Extremtest mussten sich die Kühlboxen bei durchschnittlich 45 Grad Celsius in einer Sauna beweisen. Bereits nach zwei Stunden verzeichnete der Datenlogger weniger als 10 Grad in der 34-Liter-Kühlbox von Engel. Insgesamt kühlten alle Boxen nahezu gleichmäßig herunter. Auch ein kurzzeitiger Anstieg der Raumtemperatur bremste den Temperaturabfall nicht. Jedoch erreichte in der zweieinhalbstündigen Testzeit keiner der Testkandidaten die eingestellten minus fünf Grad.

Kompressor-Kühlbox Temperaturkurve Foto: Steffen Zink
Die digitalen Datenlogger übermitteln die Temperaturkurve auf den Computer.

Um die Hysterese, also die Temperaturregelung, zu messen, betrieben wir die Kühlboxen vier Stunden lang bei Zimmertemperatur. In diesem Versuch zeigen die Datenlogger in der kleinen Kühlbox von Waeco und der großen Eberspächer-Box starke Unregelmäßigkeiten (s. Diagramm „Halten der Temperatur“ in der PDF-Datei). Die eingestellten fünf Grad Celsius hielten diese beiden Boxen nicht konstant. Stattdessen kühlten sie in Intervallen deutlich weiter herunter und heizten sich anschließend auf bis zu acht Grad auf. Die kompakte Kühlbox von Webasto kühlte zwar gleichmäßig herunter, erreichte aber noch nach vier Stunden nicht weniger als zehn Grad.

Diese Ergebnisse machen die Leistungsfähigkeit der mobilen Kühlschränke sichtbar. Damit der Caravaner aber rundum glücklich ist, muss die Kühlbox noch mehr bieten als angenehm temperiertes Bier.

Bei den 20-Liter-Modellen sticht die Box von Webasto mit ihrem Tragegurt heraus. Ein sinnvolles Extra, denn mit ihrem Gewicht von acht Kilo und ihrer schlanken Form lässt sich die Isotherm TB18 angenehm tragen. Jedoch vermissen Camper einen herausnehmbaren Korb. Dieser würde das Befüllen deutlich erleichtern, wenn der gesamte Inhalt vom Kühlschrank in die Box umgeladen werden soll.

Die Geräte von Engel beweisen im Praxistest hohe und gleichmäßige Kühlleistungen. Aufgrund von Größe und Gewicht lassen sie sich aber praktisch nur stationär einsetzen. Die Temperaturwahl über einen Drehregler ist bei Engel nicht so benutzerfreundlich wie mit den elektronischen Drucktasten der anderen Anbieter. Einstellen lassen sich nur Stufen von 0 bis 5, jedoch keine Gradzahlen. Eine Tabelle im Handbuch gibt jedoch Aufschluss über die ungefähren Temperaturen der einzelnen Stufen, was ganz gut klappt.

Gleichzeitig Bier kühlen und Handy laden

Kompressor-Kühlbox Waeco CoolFreeze CF27 Foto: Ingolf Pompe
Die Waeco CoolFreeze verfügt über einen USB-Anschluss.

Die WaecoCoolFreeze CFX40 bietet als einzige Kühlbox im Test eine USB-Buchse. Sie dient als Ladebuchse für Geräte wie Smartphones oder Lautsprecher. Der Kühlleistung schadet diese Funktion nicht, da die Box ohnehin am Stromnetz oder an der Batterie angeschlossen sein muss.

Eine andere Besonderheit findet sich an den Boxen von Eberspächer und Webasto. Die Kühlleistung kann in zwei Stufen gewählt werden: Der energiesparende Eco-Modus eignet sich besonders für den 12-Volt-Betrieb an der Fahrzeugbatterie. Die höhere Leistungsstufe, ITC bei Webasto und Max bei Eberspächer genannt, bringt mehr Leistung.

Im Betrieb macht sich der erhöhte Stromverbrauch bemerkbar. Kurz nach dem Einschalten arbeiten die Kühlboxen auf der höheren Leistungsstufe mit 18 beziehungsweise 12 Watt mehr Leistung als im Energiesparmodus. Kann es so passieren, dass die Kühlboxen die Starterbatterie des Zugwagens leersaugen? Nein, denn alle Boxen sind mit einem Batteriewächter ausgestattet. Dieser schaltet den Kompressor ab, wenn die Spannung unter einen festgelegten kritischen Wert sinkt.

Fünf Kühlboxen lassen sich sowohl mit 12 Volt als auch mit 230 Volt an der Haushaltssteckdose betreiben. Wer die Kühlbox von Webasto auch zu Hause nutzen will, benötigt einen Gleichrichter. Geeignete Geräte mit mindestens fünf Ampere sind im Elektrofachmarkt bereits ab 30 Euro erhältlich.

Geht es um Kühlleistung und robuste Verarbeitung, sind die Kühlboxen von Engel erste Wahl. Legen Caravaner auch Wert auf Gewicht und Ausstattung, bietet Waeco das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vergleichstest der VorzelteLuftschlauch- gegen Gestänge-Aufbau

So testet CARAVANING

Nur mit viel Zeit können aussagekräftige Temperaturverläufe in Kühlboxen ermittelt werden. Darum haben wir die sechs Testgeräte über vier Stunden lang in Betrieb genommen. Während dieser Zeit haben Datenlogger in Abständen von zehn Minuten die Temperaturentwicklung in jeder Box aufgezeichnet. Alle Kühlboxen einer Größenklasse wurden gleichzeitig gemessen, damit sich Veränderungen der Umgebungstemperatur auf das gesamte Testfeld auswirken. Mit diesem Vorgehen ist sichergestellt, dass die Messergebnisse untereinander vergleichbar sind.

Ihre Leistungsfähigkeit mussten die Kompressoren bei mehr als 40 Grad Umgebungstemperatur beweisen. Dazu nahmen wir sie zweieinhalb Stunden lang in einer Sauna in Betrieb. Diese Wärme entspricht ungefähr der Temperatur in einem in der sommerlichen Sonne geparkten Pkw – und ist durchaus praxisrelevant.

Auch die Lautstärke der Kompressoren haben wir gemessen. Dabei wurde das Messgerät direkt an den Lüftungsschlitzen der Boxen platziert, den Kompressor stellten wir auf die höchstmögliche Leistungsstufe ein.

Fazit

Kompressor-Kühlboxen sind nicht billig, keine Frage. Im Gegensatz zu Kühltaschen bleibt der Inhalt aber zuverlässig kalt, Stromversorgung vorausgesetzt. Bei Bedarf kann auch tiefgekühlt werden. Kurz: Die Kompressor- überzeugt im Gegensatz zu Absorber- oder Peltiertechnik mit weniger von der Umgebungstemperatur abhängiger Kühlleistung.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Caravaning 10/2016
Heft 01 / 2017 13. Dezember 2016 Heftinhalt anzeigen
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