Fiat Fullback Cross 4x4 im Zugwagen-Test

Pick-up fürs Grobe

Fiat Fullback Cross 4x4 im Zugwagen-Test Foto: Philipp Heise 8 Bilder

Der Pick-up von Fiat ist gemacht fürs Grobe. Das spürt man auch beim Einsatz als Zugfahrzeug. Für verhältnismäßig wenig Geld gibt’s viel Anhängelast, viel Ladefläche, eine gute Rundumsicht und das Gefühl, überall durchzukommen.

Bis auf leichte optische Retuschen entspricht der Midsize-Pick-up von Fiat dem Klassiker Mitsubishi L200. Dass es sich bei beiden um echte Arbeitstiere handelt, zeigt sich auf der Straße schon nach wenigen Metern: Unbeladen gibt die blattgefederte Starrachse Unebenheiten nahezu ungefiltert an den mit Hartplastik ausgekleideten Innenraum weiter. Etwas besser wird das Abrollverhalten mit Beladung und/oder einem Caravan am starren Haken. Letzterer verträgt bis zu 125 Kilogramm Stützlast und zieht maximal 3,1 Tonnen. Bedingt durch die langen Federwege, zeigt das Gespann ab 90 km/h aber eine deutlich erhöhte Pendelneigung. Erfreulich sind die Kraftreserven, die ein rau arbeitender 2,4-Liter-Turbodiesel mit 180 PS liefert. Der Kraftschluss zu den Hinterrädern oder wahlweise zu allen vieren erfolgt über eine Fünfgang-Automatik mit Schaltwippen, deren einziger Nutzen im Erzwingen der Motorbremse bei langen Gefällen liegt.

Fiat Fullback Cross 4x4 im Zugwagen-Test Foto: Philipp Heise
Robust: Starrachse, Trommelbremsen und Blattfedern.

Der ermittelte Gespannverbrauch von 15 Litern auf 100 Kilometer ist hoch. Gleiches gilt für die üppige Zuladung von 875 Kilogramm. Ein wenig Luxus gibt es in Form von beheizten Ledersitzen, DAB-Empfang sowie Licht- und Klimaautomatik. Für längere Reisen mangelt es den Sitzen aber an Komfort. Wer den Fiat Fullback im Alltag nutzt, sollte ein Hardtop oder eine Ladeflächenabdeckung einplanen.

Modell: Fiat Fullback Cross, 133 kW (181 PS)
Antrieb
: Permanenter Allradantrieb, Fünfgang-Automatikgetriebe
Testwagengrund-/-endpreis
: 35.953/36.512 Euro
Anhängelast Baureihe
: 2.700 bis 3.100 kg

Antrieb und Verbrauch

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel, 2.442 cm3, max. Drehmoment 430 Nm bei 2.500/min. Abgasnorm: EU 6. Tankvolumen: 75 L.
Fahrleistungen:
Beschl. 0-100 km/h: 12,1 s, Höchstgeschw.: 177 km/h
Testverbrauch (Liter/100 km)
: solo/Gespann: 11,2/15,0, Norm Stadt/Land/komb.: 9,1/6,6/7,5

 Der von Mitsubishi stammende Motor hat immer genügend Kraftreserven. Dank diverser Sperren und jeder Menge Federweg ist der Fullback auch für gröberes Gelände geeignet.
 Der Motor ist in den meisten Fahrsituationen akustisch präsent und verbraucht mit 15 Litern Diesel im Gespannbetrieb recht viel. Als Offroader fehlen dem Fullback eine Bergabfahrhilfe und eine entsprechende Motorbremsfunktion des Automatikgetriebes.

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Kofferraum, Variabilität und Sitze

Abmessungen Ladefläche: 1.520 x 1.470 x 470 mm. Rücklehne klappbar.

 Viel Platz und die robuste Auskleidung der Ladefläche steigern deren Nutzbarkeit. Das Angebot an Zubehörteilen wie etwa Hardtop, Ladeflächenabdeckung oder Dachträger erhöht die Variabilität.
 Für Langstrecken fehlt den Sitzen eine Lordosenstütze. Die offene Ladefläche hat weder Verzurrösen noch einen Wetterschutz ab Werk.

Gewichte und Abmessungen

Gewichte: Leergewicht gem./zul. Gesamtgewicht: 2.035/2.910 kg; Zuladung abgezogen Stützlast (100 von 125 kg): 775 kg. Anhängelast: 3.100 kg. Maximalgewicht des Zuges: 5.950 kg
Maße
: Länge/Breite/Höhe: 5.305/1.815/1.780 mm, Radstand: 3.000 mm

 Große Außenspiegel in Kombination mit einer hohen Sitzposition sorgen für eine gute Rundumsicht und lassen den Fullback handlich wirken. Üppige Zuladung, viel Anhänge- und Stützlast.
 Durch das hohe zulässige Gesamtgewicht ist der Fullback nicht für Caravaner mit dem Führerschein der Klasse B geeignet.

Fahrbericht Fiat Fullback Cross
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Anhängekupplung und Elektrik

Anhängekupplung

Preis: 370 Euro
Einbau: werksseitig
System: starr
Höhe Kugelkopf: 52 cm
Stützlast: 125 kg

Elektrische Versorgung: Dauerplus und Plus über Zündung

Blinkerausfallerkennung: Einseitig und beidseitig

Fazit

Dass der Fullback auf der Handwerkerwebseite von Fiat angeboten wird, wundert angesichts seines robusten und rauen Charakters kaum. Für verhältnismäßig wenig Geld gibt’s viel Anhängelast, viel Ladefläche, eine gute Rundumsicht und das Gefühl, überall durchzukommen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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