Jaguar XF im Zugwagentest

Der Katzen-Hammer

Test: Jaguar XF Foto: Ingo Wagner 4 Bilder

Der Jaguar XF Sportbreak vereint Eleganz, Nutzwert und Fahrspaß und ist eine echte Alternative zu Audi, BMW und Mercedes.

Wenn Sie auf der Suche nach einem geräumigen und schicken Kombi sind, könnte der Jaguar XF Sportbreak in Ihr Beuteschema passen. Mit 513 bis 1675 Liter Kofferraumvolumen liegt er gleichauf mit Audi A6 und 5er-BMW. Flache Ladekante, ebener Boden und große Ladeöffnung sorgen dafür, dass das Frachtabteil bestens nutzbar ist. Auch bei der Zuladung (482 Kilo) schneidet der XF gut ab. Allerdings zwackt die Stützlast von bescheidenen 75 Kilogramm ein gutes Stück davon ab. Jaguar gestattet keine höheren Achs- und Gesamtgewichte im Anhängerbetrieb.

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Jaguar XF im Test Alternative zu Audi und Mercedes
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1850 Kilogramm darf der Caravan höchstens wiegen. Hier hängt der Brite etwas hinter seinen deutschen Wettbewerbern zurück.

Für Motor und Getriebe gilt das nicht. Der Dreiliter-V6 leistet in „S”-Konfiguration 275 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment. Die Achtgang-Automatik von ZF reicht die Bärenkraft geschmeidig an die Hinterräder weiter. Allerdings erlaubt sich die Elektronik im Gespannbetrieb hier und da kleinere Fehleinschätzungen: Bergauf hält das Getriebe länger einen niedrigeren Gang als für Streckenverlauf und Leistungsanforderung nötig. Doch in diesen Fällen braucht der Fahrer nur kurz die serienmäßigen Schaltpaddel hinter dem Lenkrad zu ziehen, und das Getriebe schiebt flott den nächsten Gang nach.

Kraft hat der V6 bis zum Abwinken. Wer so viel nicht braucht oder will, hat zwei Alternativen: die Normalversion des Dreiliter-V6 mit 240 PS und 500 Nm oder den 200 PS starken 2,2-Liter-Vierzylinder mit 450 Newtonmeter Drehmoment. Beide verfügen ebenfalls über Achtgang-Automatik, kosten aber 4000 respektive 8000 Euro weniger. Die Anhängelast ist identisch.

Beim Verbrauch hält sich der Katzen-Hammer erstaunlich zurück. Auf der neuen, knapp 200 Kilometer langen Verbrauchsrunde verbrannten nur 23,4 Liter Diesel.
Dank Luftfederung an der Hinterachse ist dem Sportbreak schwere Beladung nicht anzusehen. Auch spüren tut man wenig. Der Geradeauslauf ist prima, die Lenkung erlaubt feinfühlige Korrekturen. Standard ist im XF auch die Anhängerstabilisierung. Unter Klassenniveau ist die Anhängevorrichtung. Gründe sind der einfache Schnappverschluss und die fummelige Abdeckung. Immerhin verlegt Jaguar eine Dauerplusleitung.

Daten & Messwerte

Motor/Antrieb:

  • V6-Zylinder-Diesel
  • 2993 cm³
  • 202 kW/275 PS
  • max. Drehmoment: 600 Nm ab 2000/min
  • Hinterradantrieb
  • Achtgang-Automatikgetriebe
  • Abgasnorm: EU 5.

Fahrleistungen solo1)

  • Beschleunigung: 0−100 km/h6,8 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

Verbrauch (Diesel) L/100 km

  • im Test solo/Gespann: 6,3/12,1
  • Normverbrauch kombiniert: 6,1

Maße/Gewichte:

  • L/B/H: 4,97/1,88/1,46 m
  • Leergew./zul. Gesamtgewicht: 1958/2440 kg
  • Zuladung abgezogen Stützlast (75 kg): 407 kg
  • Anhängelast 12 %: 1800 kg
  • Zuggewicht max.: 6480 kg
  • Testgewicht Zugw./Caravan: 2100/1800 kg
  • Kofferraum: 513–1635 L
  • Tankinhalt: 70 Liter
  • Grundpreis: 56.550 Euro
  • Fahrerassistenz-Paket: 2750 Euro
  • Elektrische Heckklappe: 520 Euro
  • Meridian-Soundsystem: ab 1000 Euro
  • Einparkhilfe vorne und hinten m. Kamera: 1100 Euro
  • adaptives Fahrwerk: 1100 Euro
  • Anhängevorrichtung abnehmbar: 1150 Euro
  • Testwagenpreis: 71.970 Euro 

Antrieb
+ Starker, verhältnismäßig sparsamer Motor. Gute Automatik.

Fahrverhalten
+ Hohe Fahrstabilität. Guter Fahrkomfort durch Luftfederung hinten.
- Auf Nässe Traktionsschwäche.

Gewichte
+ Ausreichende, aber nicht üppige Anhängelast.
- Keine Gewichtserhöhung bei Anhängerbetrieb. Magere Stützlast.

Innenraum
+ Bequeme Vordersitze, ebener, großer, gut nutzbarer Laderaum.
- 12-Volt-Steckdose im Kofferraum an Zündung gekoppelt.

Anhängekupplung
- Der Fahrzeugklasse nicht angemessene Mechanik und Optik. Dafür hoher Preis.

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