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Zugwagen-Test

Opel Mokka 1.6 CDTI 4x4

Zugwagen Opel Mokka Foto: Harald Dewo (Opel) 5 Bilder

Ein Mokka muss stark sein. Drum darf der neue kleine Opel-SUV Mokka 1.6 CDTI nun 1500 statt 1200 Kilo Anhängelast ziehen. CARAVANING war zum Test mit dem Opel auf den Straßen Irlands unterwegs.

24.04.2015 Ingo Wagner

Ein neuer 1,6-Liter-Turbodiesel ersetzt im Opel Mokka den 1.7 CDTI. Trotz reduziertem Hubraum steigen Leistung und Drehmoment um sechs auf 136 PS und von 300 auf 320 Newtonmeter. Viel wichtiger: Durch den neuen Motor wurde eine neue Homologation nötig, in deren Zuge Opel auch die Anhängelast des Diesel-Mokka von 1200 auf 1500 Kilogramm erhöht hat – übrigens auch für den Fronttriebler und dessen Ableger mit der etwas trägen Sechsgang-Automatik.

Der Vierzylinder debütierte 2014 in Zafira und Insignia, wo er sich den Ruf des "Flüsterdiesels" erworben hat. Tatsächlich geht der 1,6-Liter auch unter Volllast schonend mit den Passagieren um. Wir hatten nämlich die Gelegenheit, dem Mokka 1,6 CDTI mit Schaltgetriebe bereits bei der Präsentation in Irland mit einem knapp über 1300 Kilogramm schweren Bailey Orion auf den Zahn zu fühlen. Die Gegend rund um Dublin ist wie geschaffen für den ersten Test: Hügelige kurvige Landstraßen und lange Autobahnsteigungen verlangen Antrieb und Fahrwerk einiges ab.

Der 1,6 CDTI zeigt sich der Aufgabe gewachsen. Einzig beim Anfahren und Rangieren braucht er ein wenig mehr Gas als voluminösere Dieselmotoren, doch sobald die Kupplung geschlossen ist, zieht er ab 1700 Touren brauchbar durch. Sogar der sechste Gang taugt bei ebener Piste als Fahrgang, an zäheren Anstiegen will der Mokka den fünften. Fällt die Geschwindigkeit auf 80, muss es dann auch mal der vierte sein.

Durch seine kurze Deichsel – der Bailey hat keinen Gaskasten – ist der Heckbad-Caravan nicht über die Maßen fahrstabil. Trotzdem hält ihn der Mokka gut im Zaum. Nur dem Nicken der Deichsel hat der kurze Opel-SUV wenig Masse entgegenzusetzen, wodurch es im In­nenraum mit seinen bequemen Sitzen deutlich zu spüren ist.

Der Gespannverbrauch war noch nicht zu ermitteln, doch der Normverbrauch soll auf 4,6 Liter/100 km gesunken sein. Zudem wiegt die Maschine 20 Kilogramm weniger, was der Zuladung zugutekommt.

Ein neuer 2.0-Liter-Diesel für den Insignia

Der neue 170-PS-Diesel ist seinem Vorgänger in allen Belangen überlegen. Der Fahreindruck belegt dies deutlicher als die Zahlen: Der Vierzylinder legt sieben PS zu und hat nun 400 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 Umdrehungen. Weil die Schaufeln des Turboladers elektronisch gesteuert werden, packt der Diesel deutlich früher und energischer zu und bleibt lange bei Puste – trotzdem ist er viel leiser als der Vorgänger, der für die Automatikvariante jedoch noch eine Weile im Programm bleiben muss. Die maximalen Anhängelasten für Limousine und Sportstourer mit dem neuen Zweiliter-Diesel betragen mit Frontantrieb 1600, mit Allrad 2000 Kilogramm. Die Preise beginnen bei 29 895 und 30 985 Euro.

Fazit

Mit 1500 Kilogramm Anhängelast und dem neuen Diesel sammelt der kleine Opel-SUV noch ein paar Argumente mehr. Unterwegs sitzt man hoch und bequem und es gibt viel Ausstattung zu verträglichen Preisen. Nur das Bediensystem mit seinen zig Knöpfen ist noch vom alten Schlag und sollte renoviert werden. Noch ein Wort zum Insignia mit 170-PS-Diesel: Der leisere, stärkere Motor erhöht den Reisekomfort deutlich.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
CARAVANING 04/2015
Heft 04 / 2015 17. März 2015 Heftinhalt anzeigen
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