Subaru Forester e-Boxer Ingo Wagner
Subaru Forester e-Boxer
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Subaru Forester e-Boxer 8 Bilder

Subaru Forester e-Boxer im Test: Stärker und sparsamer?

Subaru Forester e-Boxer im Zugwagentest Stärker und sparsamer mit E-Motor?

Eine E-Maschine zwischen Boxermotor und Getriebe soll den SUV stärker und sparsamer machen. Wir haben getestet, wie sich der Subaru Forester e-Boxer als Zugwagen schlägt.

Ein Subaru hat Allradantrieb, einen Benzin-Boxermotor und ein stufenloses Getriebe. Basta. Daran ändert auch das kleine "e" nichts, das man dem Vierzylinder untergeschoben hat, damit er Sprit und CO2 spare. Nun rotiert also eine 12,3 kW und 66 Nm starke E-Maschine zwischen dem turbolosen Vierzylinder und dem CVT-Getriebe. Die Energie fürs elektrische Rollen, was solo ein paar langsame Meter weit klappt, kommt aus der 13,5-kW-Batterie, die dem Benzintank aber zwölf Liter Volumen klaut (jetzt: 48 Liter). Viel häufiger geht der Benziner bergab aus und der E-Motor produziert Strom.

Eher für leichtere Wohnwagen gemacht

Fakt ist: Dem turbolosen Zweiliter tut angesichts von Leergewicht und der Anhängelast jedes Zusatz-Watt gut. Fakt ist aber auch: Leistungsplus und Verbrauchsminus sind mit Caravan weniger wahrnehmbar als im Solobetrieb: Hohe Drehzahlen sind trotz E-Unterstützung also eher Regel als Ausnahme. Also belässt man es bei einem eher leichten Caravan und milderen Tempi, lässt sich vom narrensicheren Forester quasi entschleunigen, freut sich über die tolle Rundumsicht, die großzügigen Platzverhältnisse, die solide Verarbeitung, den traktionsstarken Allradantrieb, die jetzt breitere Heckklappe und das deutlich komfortablere Fahrwerk sowie die Fürsorglichkeit des Forester, der einem sogar tief in die Augen schaut und jede Ablenkung per Zentraldisplay abmahnt.

Antrieb, Fahreigenschaften und Verbrauch

Motor: Vierzylinder-Boxer-Benzinmotor, 1.995 cm3, max. Drehmoment 194 Nm bei 4.000/min. Elektromotor 12,3 kW (16,7 PS) und 66 Nm. Abgasnorm: EU 6d ISC-FSM. Tankvolumen: 48 L.

Fahrleistungen (solo)

  • Beschl. 0–100 km/h 11,8 s
  • Höchstgeschw. 188 km/h

Testverbrauch Super Liter/100 km

  • solo/Gespann 9,1/15,4
  • Norm Stadt/Land/komb. 7,4/6,4/6,7

 Elektrisches Rangieren sowie An- und Abkuppeln möglich. Vibrationsarmer, geschmeidiger Boxermotor. Sichere Fahreigenschaften, top Traktion, große Bodenfreiheit.

 Zögerliches Loskommen an steilen Rampen und wenig Spritzigkeit durch CVT-Getriebe, Leistung erst bei hohen Drehzahlen, dadurch auch erhöhter Verbrauch.

Subaru Forester e-Boxer
Ingo Wagner
509 Liter Volumen trotz Unterboden-Akku, jetzt breitere Heckklappe.

Kofferraum, Variabilität und Sitze

  • Kofferraumvolumen: min. 509/max. 1779 Liter. Rücksitze mit Lehnenfernentriegelung; 1/3 zu 2/3 geteilt umklappbar.

 Großer, ausreichend variabler und robust ausgekleideter Kofferraum mit breiter Ladeöffnung. Unterfach für abnehmbare Anhängervorrichtung trotz Hochvolt-Batterie. Großzügige Platzverhältnisse auf Rückbank, langstreckentaugliche Vordersitze. Dachreling serienmäßig.

 Keine verschieb- oder wickelbare Rückbank.

Gewichte und Abmessungen

  • Gewichte: Leergewicht gem./zul. Gesamtgewicht: 1704/2185 kg; Zuladung abgezogen Stützlast (75 kg): 406 kg. Anhängelast (bis 12 %): 1870 kg. Maximalgewicht des Zuges: –
  • Maße: Länge/Breite m./o. Spiegel/Höhe: 4625/1815/2065/1730 mm, Radstand: 2670 mm

 Großer, übersichtlicher und nicht zu schwerer SUV.

 Keine Erhöhung der zulässigen Gesamtmasse im Anhängerbetrieb, dadurch für Familien zu geringe Zuladung. Mittelmäßige Stützlast.

Anhängekupplung und Elektrik

Anhängekupplung:

  • Preis: 549 Euro (zzgl. E-Satz u. Einbau)
  • Einbau: Händler
  • System: steckbar
  • Höhe Kugelkopf: 49 cm
  • Stützlast: 75 kg

Elektrische Versorgung

  • Dauerplus: ✔
  • Plus über Zündung: ✔
Subaru Forester e-Boxer
Redaktion
Die Kühlschrank-Spannung des Subaru Forester e-Boxer.

Blinkerausfallerkennung

  • Einseitig: ✔
  • Beidseitig: ✔

Preise

  • Grundpreis: 42.393
  • Testwagenpreis: 43.500 Euro

Fazit

Der E-Motor tut dem Antriebsstrang gut, erreicht aber nicht den Effekt eines Turboladers: Der Boxermotor sucht Leistung weiterhin bei hohen Drehzahlen. Davon abgesehen ist der Forster solider, geländegängiger und praktischer als so manch anderer, noch größerer SUV.