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Subaru Forester 2.0 D im Zugwagen-Test

Ehrliche Haut

Test: Subaru Forester Foto: Ingo Wagner 6 Bilder

Nicht superschick, nicht kompliziert, nicht teuer: Der neue Subaru Forester 2.0 D ist ein bodenständiges Zugfahrzeug mit satter Anhängelast. Einfach gut: Funktion und Qualität des Cockpits stimmen.

04.02.2014 Ingo Wagner

Besonders ist der Subaru Forester eigentlich nur in einer Hinsicht: Selbst beim Dieselantrieb bleibt der japanische Hersteller dem Prinzip Boxermotor treu. Der Effekt der horizontal gegenläufig arbeitenden Zylinder: Über das gesamte Drehzahlband treten so gut wie keine Vibrationen auf. Nur hören kann man den Zweiliter-Vierzylinder gut.

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Subaru Forester im Zugwagentest Bodenständiges Zugfahrzeug
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Obwohl es Subaru bei 147 PS Spitzenleistung und Sechsgang-Handschaltung bewenden lässt, darf der allradgetriebene Forester zwei Tonnen ziehen. Für die Tempo-100-Zulassung darf der Caravan aber höchstens 1600 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht haben, denn Subaru nennt als Leergewicht zwischen 1631 und 1663 Kilogramm.

Die Fahreigenschaften des Subaru Forester als Zugwagen

Wir testen mit zwei Tonnen − und maximal 80 km/h. Mit maximaler Last im Schlepp ist Losfahren gar nicht so einfach. Denn der quirlige Motor dreht blitzartig hoch und fällt schnell wieder in den Leerlauf zurück. Wer beim Anfahren also wieder kurz vom Gas geht, um die Kupplung zu schonen, würgt den Boxer ratzfatz ab. Aber: Übung macht den Meister.

Der Motor ist ein Kämpfer, legt sich mächtig ins Zeug, will für Power aber Drehzahlen, obwohl das Drehmoment von 350 Newtonmeter bereits ab 1600 Umdrehungen anliegt. Vor allem beim Wechsel vom zweiten in den dritten Gang sollten es bergauf schon 3000 Touren sein, weil der Drehzahlsprung recht groß ist. Doch trotz ausgereizter Anhängelast brauchte der Forester nur 11,0 Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Das Fahrwerk hat den großen Zweitonnen-Trailer recht ordentlich im Griff. Absichtlich herbeigeführtes Pendeln übernimmt binnen weniger Augenblicke das Anhängerstabilitätsprogramm mittels präziser Bremseingriffe. Die Motorleistung nimmt es jedoch (erst einmal) nicht zurück. Weitere Helfer wie Spurhalte- oder Totwinkelassistent hat Subaru nicht in petto. Immerhin zeigt die Rückfahrkamera das Geschehen hinter dem Wagen auf: Der Kugelkopf der Anhängekupplung ist gut, wenn auch ziemlich weit rechts zu sehen. Auch hier erfordert der Forester ein klein wenig Übung, damit Deichsel und Zugwagen exakt zusammenfinden. Auch weil der kräftig zupackende Berganfahrassistent die Bremse selbst auf kaum wahrnehmbaren Gefällen und Steigungen erst dann löst, wenn ordentlich viel Motorkraft auf den Triebstrang einwirkt.

Anhängekupplung und sonstige Extras

So einfach-ehrlich wie das gesamte Auto ist die abnehmbare Anhängekupplung, deren Aufnahme samt Steckdose dauerhaft sichtbar, dadurch aber gut erreichbar sind. Einziger echter Schnitzer: Der im Testwagen verbaute E-Satz hat kein Dauerplus.

Vom Bildschirm-Navi mit seinen winzigen Bedienelementen abgesehen, erschließt sich die Bedienung des sachlichen Cockpits sehr schnell. Der gesamte Innenraum wirkt, als sei Pflegeleichtigkeit vor Design gekommen − was sich im Alltag als durchaus angenehm darstellt. Schließlich zählt die Marke neben Campern auch Jäger zur Zielgruppe. Ebenso passabel: die Sitzposition vorn und der große Kofferraum, der sich durch Umlegen der Rücksitzlehnen zu einer ebenen Ladefläche vergrößern lässt, für die es zig Schutzmatten gibt.

Der Forester 2.0 D mit Platinum-Ausstattung geht ohne Metalliclack, Sonnendach und Anhängekupplung für 38.000 Euro über die Theke. Der günstigste Diesel für 31.200 Euro. Ein faires Angebot für eine rundum ehrliche Haut.

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Übersicht: Subaru Forester 2.0 D im Zugwagen-Test
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