Volvo XC60 T6 AWD im Zugwagentest

Starker und sparsamer Benziner

Zugwagen Volvo XC60 T6 AWD Foto: Andreas Becker 8 Bilder

Wie schlägt sich der schicke Schweden-SUV als Zugwagen im Land von Mercedes, BMW, Audi und Porsche? CARAVANING hat den Volvo XC60 T6 AWD mit 320 PS getestet. Dabei zeigt sich auch, ob ein Benziner so sparsam fährt wie ein Diesel.

Egal für welchen XC60 Sie sich interessieren: Er hat immer vier Zylinder, zwei Liter Hubraum und 2,4 Tonnen Anhängelast. Bleibt ergo nur die Wahl des Kraftstoffs: Die Dieselmodelle D4 und D5 leisten 190 und 235 PS, die Benziner T5 und T6 250 und 320 PS.

Zugwagen Volvo XC60 T6 AWD Foto: Andreas Becker
Beim Design ist Volvo eigen – bei der Bedienung leider auch. Qualität und Materialien bestechen.

Wir haben den T6 getestet, der dank Doppelaufladung mit Kompressor und Turbolader das Drehmoment des D4 erreicht – nur der D5 legt mit 480 Nm noch eine Schippe drauf. Tatsächlich agiert der T6-Benziner wie ein Diesel: Ab 1500 Umdrehungen ist reichlich Dampf da. Das Automatikgetriebe weiß das und serviert sehr früh den nächsten Gang. Mit zwei Tonnen im Schlepp und 90 km/h genügen dem T6 auf der Ebene 1800 Touren. Die Taktik wirkt: Mit 14,2 Liter Super pro 100 Kilometer absolviert der T6 die Verbrauchsmessung. Solo liegt der Verbrauch aber deutlicher über jenem der Dieselmodelle.

Die im Kugelhals der AHK integrierte Steckdose ist vollständig verkabelt und gewährleistet die Spannungsversorgung des Caravans über weite Strecken sehr gut. Sogar einen Beleuchtungstest führt der Volvo nach dem Ankuppeln durch.

Das Fahrverhalten ist ohne Fehl und Tadel. Einzig der Fahrkomfort ist trotz Luftfederung (2.270 Euro) von der trockeneren Sorte. Als „Momentum“ ist der T6 ab 55.500 Euro zu haben. Die Diesel D4 und D5 kosten 48.450 und 53.000 Euro.

Volvo XC60 T5 AWD im Test
Wie schlägt sich die Neuauflage?
  • Modell: T6 AWD Signature, 235 kW (320 PS)
  • Antrieb: Automatisch zuschaltender Allradantrieb, 8-Gang-Wandler-Automatikgetriebe
  • Testwagengrund-/-endpreis: 60.250/80.940 Euro
  • Anhängelast Baureihe: 2.400 kg

Antrieb und Verbrauch

Motor: Vierzylinder-Kompressor-/Turbo-Benziner, 1969 cm3, max. Drehmoment 400 Nm von 2200–5400/min. Abgasnorm: EU 6.

Tankvolumen: 70 L

Fahrleistungen (solo/Gespann)

  • Beschl. 0–100 km/h: 5,9/13,4 s
  • Höchstgeschw.: 230 km/h

Testverbrauch Liter/100 km

  • solo/Gespann: 9,2/14,2
  • Norm Stadt/Land/komb.: 9,7/6,6/7,7

 Sehr durchzugsstarker Benzinmotor. Durch Doppelaufladung hohes, gleichmäßig und früh anliegendes Drehmoment. Das sorgt für tiefes Drehzahlniveau und dadurch für erfreulich niedrigen Gespannverbrauch. Sehr gut abgestuftes, stets passend und bergab zurückschaltendes Serien-Automatikgetriebe mit belastbarem Wandler.

 Höherer Solo- und Gespannverbrauch als vergleichbarer Diesel. Vierzylinder klingt unter Volllast doch ziemlich angestrengt.

Kofferraum und Variabilität

Kofferraumvolumen: min. 505/max.1432 Liter. Elektrisch fernentriegelt 1/3 zu 2/3 umklappende Rücksitzlehnen mit Durchlade.

 Ebener, gut nutzbarer Laderaum, durchschnittliches Ladevolumen. Robuste Gepäcksicherungsmöglichkeiten (teils optional).

 Lehnenfernentriegelung, 12-Volt-Steckdose, Gepäcktrennnetz und elektrische Heckklappe nur als Einzel- und Paket-Extras.

Gewichte und Abmessungen

Gewichte: Leergewicht gem./zul. Gesamtgewicht: 1.970/2.490 kg; Zuladung abgezogen Stützlast (100 von 110 kg): 420 kg. Anhängelast (8 %/12 %: –/2400 kg. Maximalgewicht des Zuges: –

Maße: Länge/Breite/Höhe: 4688/2117/1658 mm, Radstand: 2865 mm

 Sehr hohe Stütz- und hohe Anhängelast.

 Keine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts im Anhängerbetrieb. Dadurch geringe Zuladung nach Abzug von 100 Kilo Stützlast. Ab 1000 Meter ü. N. N. 10 Prozent weniger Gespanngewicht empfohlen.

Anhängekupplung und Elektrik

Anhängekupplung:

  • Preis: 1130 Euro
  • Einbau: werksseitig
  • System: semielektr. ausschwenkbar
  • Höhe Kugelkopf: 48 cm
  • Stützlast: 110 kg

Elektrische Versorgung

  • Dauerplus: ✔
  • Plus über Zündung: ✔

Blinkerausfallerkennung

  • Einseitig: ✔
  • Beidseitig: ✔

Fazit

Der Volvo-Benziner bleibt auch mit schwerem Anhänger erstaunlich sparsam. Abgesehen von der geringen Zuladung überzeugt der XC60 als Zugwagen, hält qualitativ locker mit seinen Premium-Konkurrenten aus Deutschland Schritt – und ist trotzdem angenehm anders.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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